Russischer Zupfkuchen gehört einfach zu den Kuchen, die man nicht mehr erklären muss. Man kennt und vor allem erkennt ihn und man weiß einfach ziemlich genau, was einen erwartet. Dunkler Schokoteig, eine dicke Quarkschicht, oben dann diese unregelmäßigen Zupfen drüber, die nie besonders schön oder gleichmäßig aussehen, aber genau so richtig sind, wie sie sind.

Russischer Zupfkuchen – ein Kuchen, den man einfach kennt und schätzt
Ich habe an dem heutigen Rezept nichts neu gedacht. Nicht mal aus Respekt vor dem Klassiker, sondern weil es einfach überhaupt nicht nötig ist. Russischer Zupfkuchen funktioniert genau so, wie er seit Jahren oder Jahrzehnten funktioniert. Der Teig ist herb-schokoladig, die Füllung fest, der Kuchen insgesamt total unkompliziert und einfach lecker.
Für die Quarkmasse verwende ich Magerquark, nicht um es leichter zu machen, sondern weil er mir so genau die Konsistenz gibt, die ich haben will. Ich hab den Kuchen auch schon mit einem Teil Halbfett-Quark und einem Teil Skyr gebacken und das funktioniert genauso gut! Zusammen mit Butter, Eiern und etwas Stärke entsteht eine Füllung, die nach dem Backen fest wird, ohne trocken zu sein. Der Teig wird in die Form gedrückt, der Rand hochgezogen, der Rest gezupft und oben verteilt. Nicht hübsch, nicht gleichmäßig, kein Aufwand, kein Stress. Genau so wie ich es liebe!
Wichtig ist nur, dass man dem Kuchen hinterher Zeit gibt. Russischer Zupfkuchen braucht Ruhe. Er sollte komplett auskühlen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Erst dann lässt er sich sauber schneiden. Warm ist er schon ganz okay, gut durchgezogen ist er dann aber gigantisch gut! Das Warten lohnt sich!
Irgendwie ist das alles das, was ihn ausmacht und irgendwie besonders macht, auch wenn er nicht besonders klingt. Der treue russische Zupfkuchen will aber auch gar nichts Neues sein, er will uns nicht überraschen, er will einfach ein guter und vor allem leckerer Kuchen sein. Und das ist er. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum man immer wieder zu genau solchen vermeintlich einfachen Rezepten zurückkommt.

15 Jahre moey’s kitchen foodblog und ein Rezept, das perfekt dazu passt
Und noch etwas, ihr lieben Menschen, dieser Blog hier wird heute 15. Das fühlt sich ehrlich gesagt ziemlich gut an. Heute vor 15 Jahren ging das erste Rezept live. Das ist vielleicht nicht spektakulär, es gibt ältere Blogs, aber ich finde es sooo cool und es fühlt sich so gut an. Fünfzehn Jahre Rezepte, Texte, Bilder, Veränderungen, Lernen. Vieles ist gekommen und gegangen, manches hat sich komplett gedreht und manches ist einfach geblieben. Genau das macht es für mich so besonders. Und genau dazu passt der Zupfkuchen heute perfekt. Das Rezept ist bewusst klassisch gehalten und genauso gedacht, wie man russischen Zupfkuchen kennt. Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachbacken und schön, dass ihr hier seid!
Vor fünf Jahren, als mein Blog 10 Jahre alt geworden ist, habe ich schon mal einen kleinen Rückblick mit alten Fotos und Screenshots der Seite im Laufe der Jahre geteilt, falls es euch interessiert: Der beste Schokokuchen zum Geburtstag – 10 Jahre moey’s kitchen foodblog!

Russischer Zupfkuchen Rezept
Für eine Springform mit 24-26 cm Durchmesser, ca. 8-12 Stücke, je nach Größe
Zutaten:
Für den Schokoladenteig:
- 220 g Weizenmehl (Type 405)
- 30 g Kakaopulver (ungesüßt)
- 1 geh. TL Weinsteinbackpulver
- 100 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 140 g Butter bei Raumtemperatur, in Stückchen
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Pck. Vanillezucker
- etwas weiche Butter oder Backtrennspray für die Backform
Für die Quarkfüllung:
- 500 g Magerquark
- 200 g Butter, zerlassen und abgekühlt
- 130 g Zucker
- 30 g Speisestärke (Maisstärke)
- 2 Eier (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Pck. Vanillezucker
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 24-26 cm Durchmesser am Boden mit Backpapier auslegen und die Seiten einfetten.
- Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Butter, Ei und Vanille hinzufügen und alles rasch zu einer Art Mürbeteig verkneten. Ich mach das gerne im Mixer oder Thermomix, es geht aber auch gut von Hand.
- 2/3 des Teigs in die vorbereitete Springform geben und rundherum mit den Händen oder mit Hilfe eines Teelöffels gleichmäßig am Boden verteilen und einen etwa 3 cm hohen Rand rundherum hochziehen.
- Für die Füllung Quark, geschmolzene Butter, Zucker, Stärke, Eier und Vanille in einer Rührschüssel mit einem Schneebeen oder dem Handrührgerät glatt rühren. Die Füllung auf dem Boden verteilen und glattstreichen.
- Den restlichen Teig jetzt in längliche, platte Stücke zupfen und auf der Creme verteilen.
- Den Zupfkuchen im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens etwa 55 Minuten backen. Sollte er zu schnell bräunen, ggf. nach 45 Minuten abdecken.
- Kuchen auf einem Kuchengitter in der Form vollständig abkühlen lassen. Anschließend am besten über Nacht gut abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.

Zum Rezept für russischen Zupfkuchen in der Kompakt- und Druckansicht

Russischer Zupfkuchen
Zutaten
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 24-26 cm Durchmesser am Boden mit Backpapier auslegen und die Seiten einfetten.
- Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Butter, Ei und Vanille hinzufügen und alles rasch zu einer Art Mürbeteig verkneten. Ich mach das gerne im Mixer oder Thermomix, es geht aber auch gut von Hand.
- 2/3 des Teigs in die vorbereitete Springform geben und rundherum mit den Händen oder mit Hilfe eines Teelöffels gleichmäßig am Boden verteilen und einen etwa 3 cm hohen Rand rundherum hochziehen.
- Für die Füllung Quark, geschmolzene Butter, Zucker, Stärke, Eier und Vanille in einer Rührschüssel mit einem Schneebeen oder dem Handrührgerät glatt rühren. Die Füllung auf dem Boden verteilen und glattstreichen.
- Den restlichen Teig jetzt in längliche, platte Stücke zupfen und auf der Creme verteilen.
- Den Zupfkuchen im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens etwa 55 Minuten backen. Sollte er zu schnell bräunen, ggf. nach 45 Minuten abdecken.
- Kuchen auf einem Kuchengitter in der Form vollständig abkühlen lassen. Anschließend am besten über Nacht gut abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.
Hinweise
- Der Zupfkuchen lässt sich am besten schneiden, wenn er wirklich komplett durchgekühlt ist.
- Magerquark kann alternativ durch eine Mischung aus Halbfett-Quark und Skyr ersetzt werden.
- Im Kühlschrank hält sich der Kuchen gut verpackt locker 3-4 Tage frisch.
- Das Rezept ist für eine Springform mit 24 oder 26 cm Durchmesser geeignet.
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