Gerade jetzt geht es wieder los mit der Saison und der frische Spinat wird regional geerntet. Ob warm oder kalt, roh oder gegart – Spinat ist einfach ein Multitalent. Ich persönlich bin ja ein großer Fan von schneller Feierabendküche. Unter der Woche sitze ich tagtäglich lang am Schreibtisch, deswegen muss es abends einfach schnell gehen und trotzdem lecker sein. Darum gibt es bei mir ziemlich regelmäßig Ofenrisotto.
Risotto ohne Rühren: Mein gelingsicheres Basis-Rezept
Ob passend zur Saison als Ofenrisotto mit grünem Spargel und Feta, mit Bärlauch, mit frischen grünen Bohnen oder mit Mangold – es gibt unzählige Variationsmöglichkeiten und das Gericht ist immer gelingsicher. Für das Jahr 2026 habe ich euch die Kombination mit jungem Spinat und Ricotta aktualisiert. Die Mischung kennt ihr vielleicht aus Lasagne oder Ravioli – das passt einfach immer!

Die richtigen Zutaten für euer perfektes Risotto
Im Rezept kommt Gemüsebrühe zum Einsatz – ich benutze immer eine selbst gemachte Brühe. Alternativ könnt ihr auch einfach ein gutes Bio-Gemüsebrühen-Pulver verwenden. Wichtig ist, dass die Brühe kochend heiß über den Reis gegossen wird, während der Ofen schon fertig vorgeheizt ist.
Ich benutze am liebsten einen einfachen Arborio-Reis – es funktioniert aber auch mit jedem anderen Rundkornreis. Sogar mit Milchreis habe ich es aus der Not heraus schon mal getestet und es hat wunderbar geklappt. Beim Spinat verwende ich jungen Spinat mit kleinen Blättern (Babyspinat). Ich nehme gerne eine ordentliche Menge, aber das Rezept funktioniert auch wunderbar, wenn ihr nur 100 g frische Blätter nutzt.
Ihr sucht noch mehr Inspiration für das grüne Blattgemüse? In meiner großen Übersicht zeige ich euch meine 6 liebsten Spinat-Rezepte für den Frühling – da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Tipps für die Zubereitung in der Auflaufform
Die Zubereitung gelingt euch am besten in einer etwa 20 x 30 cm großen Auflaufform – darin bleibt genügend Platz zum Unterrühren der großen Menge an Spinatblättern. Wer es etwas kerniger mag, kann zum Schluss noch geröstete Pinienkerne über das Risotto streuen.


Ofenrisotto mit Spinat und Ricotta
Zutaten
- 150 g frischer Baby-Spinat
- 200 g Risottoreis
- 700 ml kochend heiße Gemüsebrühe
- 50 g frisch geriebener Parmesan zusätzlich etwas zum Servieren
- 50 g Butter
- 75 g Ricotta zusätzlich etwas zum Servieren
- feines Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Spinat gründlich verlesen, waschen und trocken schleudern.
- Trockenen Risottoreis und kochend heiße Brühe in eine große flache Auflaufform geben, so dass der Boden etwa 1-2 cm hoch bedeckt ist. Gut umrühren.
- Die Auflaufform gut mit Alufolie oder einem dicht schließenden Deckel abdecken und für 30 Minuten auf das Backrost im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens stellen.
- Nach der Garzeit aus dem Ofen nehmen, vorsichtig die Alufolie entfernen (weil der Dampf entweicht) und sofort den frisch geriebenen Käse und die Butter unterrühren. Das klappt am besten mit einem großen Holzlöffel oder Pfannenwender direkt in der Auflaufform. Es dauert ungefähr 1-2 Minuten, bis Käse und Butter geschmolzen sind und alles eine sehr cremige Konsistenz bekommt.
- Ricotta und Spinat, bis auf ein paar wenige Blätter zum Garnieren, mit in die Form geben und gründlich untermischen, bis der Spinat zusammenfällt und alles gut vermengt ist. Ggf. mit etwas Salz abschmecken
- Risotto auf zwei tiefe Teller verteilen, mit etwas zusätzlichem Ricotta und Spinatblättern garnieren und mit frisch geriebenem Parmesan und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer bestreuen.

FAQ – Eure Fragen zum Ofenrisotto
Das Ofenrisotto schmeckt frisch am allerbesten, da es dann die maximale Cremigkeit hat. Ihr könnt es aber am nächsten Tag kurz mit einem Schluck Wasser oder Brühe im Topf oder der Mikrowelle aufwärmen.
Die Folie sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit in der Form bleibt und der Reis gleichmäßig im Dampf garen kann. Ohne Abdeckung würde die Brühe verdampfen, bevor der Reis weich ist. Alternativ könnt ihr natürlich auch einen passenden und luftdicht schließenden Deckel für eure Auflaufform verwenden, wenn ihr so etwas habt. Ich versuche Alufolie in meiner Küche weitgehend zu vermeiden, aber hierfür verwende ich sie manchmal noch.
Frisch geriebener Parmesan ist der Klassiker für die Bindung und Würze. Für eine mildere Variante könnt ihr im Jahr 2026 auch mal mit einem jungen Pecorino experimentieren. Grana Padano oder eine wirklich vegetarische Hartkäse-Alternative passen aber natürlich genauso gut.
Weitere leckere Spinat-Rezepte hier im Blog
Habt ihr Lust auf weitere tolle Rezepte mit Spinat? Da habe ich natürlich was für euch:







6 Kommentare
puppenzimmer
4. Mai 2015 um 6:31Ohja! Ich freu mich auch 🙂 Endlich wieder frischer Spinat und Spargel!! Hmm.Sieht lecker aus Dein Risotto! 🙂
Ulrike
4. Mai 2015 um 11:07Fein! ich habe im Kühlschrank noch einen Becher Faisselle, der drauf wartet, verbraucht zu werden. Im Ofen habe ich Risotto allerdings noch nie gemacht, dacht immer Risotto braucht das ummantelnde Fett, bevor die Flüssigkeit dazukommt.
Ela
5. Mai 2015 um 7:47Risotto hab ich noch nie im Ofen gemacht, spannend! Danke für das schöne Rezept 🙂 Spinat liebe ich sowieso!LGEla
Birgit / birgonia
5. Mai 2015 um 11:30Das sieht aber fein aus, hab ich mir gleich mal gespeichert.
Samira | vegetarisch-delikate Kochwelt
6. Mai 2015 um 7:25Ein wirklich leckeres Rezept hast du da für die Mädchenküche gezaubert. Deine Idee für das Risotto aus dem Ofen ist super und klingt wirklich nach sehr entspanntem Kochen am Abend, weil ich hab meist auch keine Lust am Abend noch stundenlang in der Küche zu stehen und darauf aufzupassen das nichts anbrennt 😉 Liebe Grüße aus meiner Küche, Samira
Barbara
29. Mai 2015 um 19:55Neu für mich: Risotto im Ofen. Gleich ausprobiert, und was soll ich sagen? Eine supergute Idee, vor allem, wenn man für mehr als 4 Personen kocht. Das Ergebnis? Wunderbares Risotto! DANKE für das Rezept… die Rezepte. ?