Gegrillter Zucchini-Salat mit Kalamata-Oliven und Ziegenfrischkäse ist genau das, was im Hochsommer bei mir auf den Tisch kommt, wenn die Zucchini gerade von überall herkommen. Dünn gehobelt, in der Grillpfanne angeröstet, dazu Oliven, krümeliger Ziegenkäse, Minze und eine schnelle Zitronen-Marinade – in gut einer halben Stunde fertig und lauwarm wie kalt gleich gut.
Ursprünglich veröffentlicht im Juli 2018. Im Juli 2026 mit überarbeiteten Fotos, vertieften Tipps und einer vollständig überarbeiteten Rezeptkarte aktualisiert.
Es gibt diese Wochen im Sommer, in denen ich gar nicht so schnell gucken kann, wie sich die Zucchini bei mir stapeln. Vom Wochenmarkt, aus dem Hofladen, manchmal auch von Freunden, die mit ihrer eigenen Ernte nicht mehr hinterherkommen. Ich mag das ja, so eine kleine Schwemme zwingt mich, kreativ zu werden. Und wenn dann auch noch der Grill läuft, ist dieser Zucchini-Salat für mich fast gesetzt.
Die Rezeptidee stammt, wie so oft bei mir, aus einem englischen Kochmagazin und ich habe sie mir über die Jahre passend gemacht. Inzwischen koche ich den Salat so oft, dass er längst in meiner eigenen Rezeptdatenbank steht – und jedes Jahr, wenn die Zucchini-Saison losgeht, hole ich ihn wieder hervor.
Der eigentliche Kniff ist für mich das Grillen der Zucchini. Ich hoble sie dünn und brate die Streifen langsam in der Grillpfanne, direkt im Olivenöl und bei nicht zu hoher Hitze. Ganz durchgaren müssen sie nicht – rein theoretisch könntet ihr die Scheiben sogar roh essen. Aber dieses leichte Anrösten gibt dem Salat eine Note, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Und natürlich funktionieren sie genaus gut auf dem Grill!

Worum es bei diesem gegrillten Zucchini-Salat geht
Der Salat kommt mit wenigen Zutaten aus, und genau das ist der Reiz. Die gegrillten Zucchini sind mild und leicht rauchig, die Kalamata-Oliven bringen Salz und Tiefe, der krümelige Ziegenfrischkäse eine feine Säure. Die Minze bringt sommerliche Frische ins Spiel, die Chili sorgt für eine angenehme Schärfe. Nichts davon drängt sich vor, und zusammen ergibt das genau die Art Salat, die ich im Sommer immer wieder essen kann.
Die Marinade ist bewusst schlicht: Olivenöl, ein Schuss Weißweinessig, etwas abgeriebene Zitronenschale und ein paar Spritzer Zitronensaft. Am besten träufelt ihr sie über die Zucchini, solange die noch warm sind – dann ziehen die Aromen richtig schön ein.
Wenn ihr solche mediterranen Sommersalate mögt, schaut euch auch mal meinen Auberginen-Paprika-Salat mit Walnüssen und Feta an – dieselbe Ecke, nur mit anderem Gemüse.

Worauf es bei den Zutaten ankommt
Bei den Zucchini nehme ich am liebsten kleine, feste Exemplare. Die haben weniger Kerngehäuse und lassen sich sauberer in dünne, gleichmäßige Streifen hobeln – am einfachsten geht das mit einer Mandoline. Große, wässrige Zucchini gehen auch, geben in der Pfanne aber mehr Feuchtigkeit ab.
Überhaupt ist Zucchini für mich eines der dankbarsten Sommergemüse: Wenn die Schwemme kommt, wandert sie bei mir zum Beispiel auch in den Reissalat mit Zucchini und Feta. Hier für den Grillsalat lohnt sich vor allem eins – bei den Oliven nicht geizen. Echte Kalamata-Oliven haben so ein unglaublich tolles Aroma, das kriegen gewöhnliche schwarze Oliven aus der Dose einfach nicht hin. Nehmt ruhig entsteinte, das erspart euch die Fummelei am Tisch.
Beim Ziegenfrischkäse greife ich zur Variante aus der Rolle, bei der der Käse schon in Talern vorgeschnitten ist. Die ist nicht so cremig wie normaler Frischkäse, sondern leicht krümelig – und genau das ist hier ein Vorteil, weil sie sich schön über den Salat bröseln lässt und nicht verläuft.
Frische Minze und die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone runden das Ganze ab. Wie scharf es wird, habt ihr mit der Chili selbst in der Hand – ich nehme nur ein kleines Stück, es soll angenehm bleiben und nichts überdecken. Die genauen Mengen findet ihr wie immer unten in der Rezeptkarte.

So gelingt der gegrillte Zucchini-Salat
Zuerst kommen die Zucchinistreifen in die Grillpfanne. Der Boden ist mit Olivenöl bedeckt, die Hitze bleibt mittel und ihr bratet die Streifen von beiden Seiten goldbraun. Weil nicht alle auf einmal in die Pfanne passen, geht das nach und nach – das ist der Teil, der etwas Geduld braucht. Direkt aus der Pfanne würze ich die Streifen mit ein paar Meersalzflocken.
Der einzige kritische Punkt ist die Hitze: Bleibt sie zu hoch, verbrennen die dünnen Scheiben, bevor sie schön Farbe nehmen. Lieber etwas geduldiger bei mittlerer Temperatur bleiben. Danach richtet ihr die Zucchini an, verteilt Oliven und Ziegenfrischkäse darüber, träufelt die Marinade darauf und streut zum Schluss die Minze über den Salat. Die genauen Zeiten und Schritte stehen unten in der Rezeptkarte.
Drei Tipps aus meiner Küche
- Ihr könnt die Zucchini gut schon am Vormittag grillen und abgedeckt kalt stellen. Oliven, Käse, Marinade und Minze kommen dann erst kurz vorm Servieren dazu, damit nichts durchweicht.
- Wenn der Grill sowieso läuft, bestreicht die Streifen einfach dünn mit Olivenöl und legt sie direkt auf den Rost. Dann bekommt ihr die typischen Grillstreifen und ein feines Raucharoma dazu.
- Für eine größere Grillrunde lässt sich der Salat problemlos verdoppeln – ihr braucht dann nur etwas mehr Zeit am Herd, weil die Streifen portionsweise in die Pfanne wandern.
Häufige Fragen zum gegrillten Zucchini-Salat
Kann ich die Zucchini auch roh statt gegrillt verwenden?
Ja, der Salat funktioniert auch mit rohen Zucchini – dünn gehobelt schmecken sie mild und knackig. Durch das Grillen bekommen sie aber Röstaromen und werden weicher, und genau diese Note mag ich hier am liebsten.
In der ursprünglichen Rezeptidee stand tatsächlich, dass man die Scheiben auch roh servieren kann. Ich habe beides probiert, und für mich gewinnt die gegrillte Variante klar. Wenn es aber richtig heiß ist und ihr den Herd meiden wollt, sind roh gehobelte Zucchini eine völlig legitime Abkürzung.
Kann ich den gegrillten Zucchini-Salat vorbereiten?
Ja, die Zucchini könnt ihr einige Stunden vorher grillen und kalt stellen. Oliven, Ziegenfrischkäse, Marinade und Minze gebt ihr am besten erst kurz vor dem Servieren dazu, dann bleibt der Salat frisch.
Das mache ich oft, wenn Gäste kommen – die etwas geduldige Grillerei erledige ich in Ruhe am Nachmittag und richte erst an, wenn alle am Tisch sitzen. Kalt schmeckt der Salat am nächsten Tag übrigens fast noch besser, weil die Marinade weiter durchgezogen ist.
Womit kann ich den Ziegenfrischkäse ersetzen?
Feta ist der naheliegendste Ersatz: salzig, krümelig und ein guter Partner für die Oliven. Auch Schafskäse oder ein milder Ziegenkäse passen – nur cremiger Frischkäse eignet sich weniger, weil er verläuft.
Wer keinen Ziegenkäse mag, ist mit Feta bestens bedient; die Kombination aus Zucchini und Feta kennt ihr vielleicht schon aus meiner Zucchini-Frittata mit Tomaten und Feta. Wichtig ist nur, dass der Käse Struktur hat und sich bröseln lässt – dann bleibt der Salat locker statt matschig.

Wenn ihr den gegrillten Zucchini-Salat nachmacht, freue ich mich riesig über eure Bewertung mit den Sternen hier im Beitrag und über einen Kommentar – gerade bei so einem einfachen Rezept lebt es von euren Erfahrungen. Und falls ihr ihn fotografiert: Markiert mich gern mit @moeyskitchen auf Instagram, ich schaue immer gern vorbei.

Gegrillter Zucchini-Salat mit Kalamata-Oliven und Ziegenfrischkäse
Zutaten
- 4 kleine Zucchini
- 1/4 rote Chilischote
- 1 EL Weißweinessig
- 1 TL frisch abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone
- 2-3 Spritzer Zitronensaft
- 100 g entsteinte Kalamata-Oliven
- 50 g nicht zu cremiger Ziegenfrischkäse
- 1 TL frisch gehackte Minzeblättchen
- Olivenöl
- Meersalzflocken
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und die Zucchini längs auf einer Mandoline in etwa 2-3 mm dicke Streifen hobeln. Den Boden einer Grillpfanne mit Olivenöl bedecken und auf mittlere Temperatur erhitzen. Die Zucchinistreifen nebeneinander und nacheinander von beiden Seiten goldbraun braten, dann aus der Pfanne nehmen und die restlichen Streifen nach und nach grillen. Gegrillte Streifen mit Meersalzflocken würzen.
- In der Zwischenzeit die Marinade anrühren: Dafür die Chili entkernen und fein hacken und mit 4 EL Olivenöl, Weißweinessig, Zitronenschale und Zitronensaft glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Zucchinistreifen auf einer Servierplatte anrichten. Mit den abgetropften Oliven belegen und den Ziegenfrischkäse darüber krümeln. Mit der Marinade beträufeln und zuletzt die Minze über den Salat streuen.
Hinweise
- Die Zucchinistreifen können auch erst mit Olivenöl bestrichen und dann direkt auf dem Grill gegrillt werden, statt in der Grillpfanne.
- Der Salat schmeckt lauwarm wie kalt und lässt sich gut vorbereiten: Zucchini vorab grillen, kalt stellen und erst kurz vor dem Servieren mit Oliven, Käse, Marinade und Minze anrichten.
- Statt Ziegenfrischkäse passt auch Feta.
Diese sommerlichen Salate passen dazu
Wenn euch der gegrillte Zucchini-Salat schmeckt, mögt ihr diese mediterranen Sommersalate vielleicht auch:





8 Kommentare
The Apricot Lady
29. Juli 2018 um 7:41Der Salat sieht köstlich aus *.*
Ich wünsche dir alles Gute in der neuen Wohnung & viel Spaß mit deiner tollen Küche!
LG
Christina
Maja
6. August 2018 um 13:56Ganz lieben Dank, Christina 🙂
Viele Grüße
Maja
Ela
30. Juli 2018 um 10:14Liebe Maja, perfekt, ich habe zwei große Zucchini aus dem Garten meiner Eltern mitgenommen und da kommt dieses Rezept genau richtig 🙂
Liebe Grüße,
Ela
Maja
6. August 2018 um 13:55Berichte unbedingt mal, wenn du den Salat ausprobiert hast, liebe Ela!
Viele Grüße
Maja
Julia Erdbeerqueen
2. August 2018 um 7:26Hi Maja,
der sieht zu köstlich aus. Als riesiger Fan von Oliven ist das genau das Richtige für mich und perfekt für die heißen Sommertage. Danke fürs Rezept.
Liebe Grüße
Juli
Maja
6. August 2018 um 13:46Vielen Dank für deinen netten Kommentar, liebe Juli 🙂 Der Salat war auch echt köstlich!
Liebe Grüße
Maja
Anna
3. August 2018 um 21:56Hey Maja,
vielen Dank für das tolle Rezept! Ich habe die Zutaten verdoppelt und damit meine WG bekocht und es hat uns allen richtig gut geschmeckt – den Salat werde ich diesen Sommer noch öfters machen 🙂
Liebe Grüße
Anna
Maja
6. August 2018 um 13:36Hallo Anna,
ganz ganz lieben Dank für dein nettes Feedback! Ich freue mich sehr, dass es euch geschmeckt hat!
Liebe Grüße
Maja