Gnocchi gehören für mich zu diesen Rezepten, die einfach immer gehen. Und sobald Bärlauch Saison hat, ist eigentlich klar, was passiert: Er landet im Teig. Diese Bärlauch-Ricotta-Gnocchi mache ich seit Jahren immer wieder – weil sie genau das sind, was man im Alltag will: schnell, unkompliziert und richtig gut. Der Ricotta macht sie schön fluffig, der Bärlauch bringt Frische rein und mit brauner Butter braucht es nicht mehr als ein paar Minuten extra. Wenn ihr euch also fragt, was ihr mit Bärlauch kochen könnt: Das hier ist ein ziemlich perfekter Start.
Warum diese Bärlauch-Ricotta-Gnocchi so gut sind
Diese Gnocchi werden durch den Ricotta besonders leicht, dazu bringt der Bärlauch genau die richtige Frische rein. Zusammen mit brauner Butter ist das ein richtig gutes, unkompliziertes Frühlingsgericht.
Ich habe über die Jahre wirklich schon viele Gnocchi-Varianten ausprobiert: klassisch mit Kartoffeln, mit Ricotta, mit verschiedenen Mehlsorten. Gerade bei Ricotta-Gnocchi ist das Verhältnis entscheidend, damit sie nicht zu weich werden. Diese Variante funktioniert für mich am zuverlässigsten und ist die, zu der ich immer wieder zurückkomme.

Bärlauch-Ricotta-Gnocchi selber machen
Die Gnocchi werden ganz unkompliziert aus gut abgetropftem Ricotta, gehacktem Bärlauch, Ei, Hartkäse und Mehl angerührt und sind in wenigen Minuten fertig. Anders als klassische Kartoffelgnocchi sind sie deutlich schneller gemacht und gelingsicher. Ich serviere sie am liebsten ganz pur mit brauner Butter und etwas Käse, genau so kommt der Geschmack am besten zur Geltung.
Tipps für perfekte Ricotta-Gnocchi
- Wichtig ist vor allem, dass der Ricotta wirklich gut abgetropft ist. Sonst wird der Teig zu weich und lässt sich schwer formen.
- Lieber mit etwas weniger Mehl starten und vorsichtig steigern, damit die Gnocchi schön locker bleiben.
- Beim Kochen gilt: Sobald die Gnocchi an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Zu langes Garen macht sie schnell zu weich.

Wozu passen Bärlauch-Ricotta-Gnocchi?
Ich serviere sie am liebsten ganz klassisch mit brauner Butter und etwas geriebenem Käse – mehr braucht es eigentlich nicht.
Wenn ihr möchtet, passen aber auch:
- grüner Spargel aus der Pfanne
- ein frischer Blattsalat
- oder ein Klecks Zitronen-Schmand für etwas Frische
Beim Käse könnt ihr variieren:
Ich nehme hier meist Grana Padano, Pecorino oder Parmesan. Streng genommen sind diese Sorten nicht vegetarisch, weil sie mit tierischem Lab hergestellt werden. Wenn ihr darauf achtet, könnt ihr aber problemlos auf vegetarische Hartkäse-Alternativen zurückgreifen – die funktionieren hier genauso gut.

Bärlauch-Ricotta-Gnocchi
Zutaten
- 250 g Ricotta gut abgetropft und lieber etwas bröselig als zu weich
- 30 g frisch geriebener Hartkäse wie Pecorino, Grana Padano oder Parmesan, zzgl. etwas mehr zum Servieren alternativ eine vegetarische Option
- 30 g fein gehackte Bärlauchblätter
- 1 Ei Größe M
- ca. 75-100 g gesiebtes Weizenmehl (Type 405) zzgl. Mehl zum Bearbeiten
- 50 g Butter
- Meersalzflocken und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Für die Gnocchi mit Bärlauch den Ricotta, den geriebenen Käse, den fein gehackten Bärlauch, das Ei und 75 g Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Holzlöffel gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sollte der Teig zu klebrig sein, noch weiter Mehl unterkneten.
- Die Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben. Den Teig halbieren und jeweils zu einer Rolle mit ca. 2-3 cm Durchmesser rollen. In jeweils 2-3 cm lange Stücke schneiden und jedes Stück über ein Gnocchibrett führen. Alternativ einfach mit der bemehlten Rückseite einer Gabel leicht eindrücken und das typische Rillenmuster formen.
- Reichlich Salzwasser in einem großen Topf sprudelnd aufkochen. In der Zwischenzeit eine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen und die Butter darin zerlassen. Bis zur gewünschten Bräunung langsam rösten, dann leicht salzen.
- Die Bärlauch Gnocchi in 2-3 Portionen im kochenden Wasser garen, bis sie nach oben steigen. Das dauert ca. 3-4 Minuten. Abschöpfen und in einem Sieb kurz abtropfen lassen.
- Bärlauch-Ricotta-Gnocchi auf Teller verteilen, mit der braunen Butter beträufeln und mit Käse und frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren.
Hinweise
- Ich habe einen recht trockenen Bio-Ricotta genommen. Wichtig ist, dass der Ricotta gut abgetropft ist, weil der Teig sonst zu weich wird. Das Abtropfen geht gut auf einem Stück Küchenpapier in einem Sieb oder in einem Mulltuch.

Noch mehr Bärlauch-Ideen hier im Blog
Bisherige Rezepte mit Bärlauch im Blog sind zum Beispiel ein Ofenrisotto mit Bärlauch und Frühlingsgemüse und ein klassisches Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel und Parmesan. Und dann gibt es tatsächlich mindestens fünf Mal pro Saison den großartigen Bärlauch-Schafskäse-Aufstrich von Simone. Hier findet ihr weitere leckere Bärlauch-Rezepte bei mir im Blog:





Weitere saisonale Blogger-Rezeptideen für den Frühling findet ihr auch in diesen Blogs:
Kleiner Kuriositätenladen – Agnolotti mit Bärlauch & Ricotta // Lebkuchennest – Getrüffeltes Pastinakenpüree mit Pastinakenstroh & Schweinefilet in Madeirasauce // NOM NOMS food – Süßkartoffel-Waffeln mit Spinat und Ei // Schlemmerkatze – Spinatrisotto mit Trüffelbutter // S-Küche – One Pot Spinat Pasta // trickytine – würzige pastinaken pommes vom blech mit knoblauch crème fraîche dip // Dinner4Friends – Grüner (Spinat)-Smoothie // Ye Olde Kitchen – Pastinakencrumble // Jankes*Seelenschmaus – Bärlauch-Hummus // Möhreneck – Süßkartoffel-Gnocchi auf Rahmspinat // Kochen mit Diana – Bärlauchwaffeln // Madam Rote Rübe – Spinatsalat mit karamellisierten Honig-Radieschen und Linsen-Vinaigrette // Herbs & Chocolate – Pastinaken-Reiberdatschi // Feed me up before you go-go – Pastinakenkuchen mit Pekannuss, Orange und Anis // feines gemüse – Bärlauch Monkey Bread // Wunderbrunnen – Pastinaken-Spinat-Ravioli // Wallygusto – Spinat-Salzzitronen-Risotto // ZimtkeksundApfeltarte – Spinat-Bärlauch-Frittata // Münchner Küche – Pasta mit Spinat und Walnusscrunch // Haut Gôut – Selbst gemachte Wildschweinbratwurst mit Bärlauch // Raspberrysue – Spinat-Süßkartoffel-Strudel // pastasciutta – Die Superspinatsuppe // ninastrada – Herzhafte Waffeln mit Spinat und Ei
Zuletzt aktualisiert am 2. April 2026


24 Kommentare
Ye Olde Kitchen
29. März 2018 um 8:19Maja, deine Gnocchi sehen wundervoll aus! Die müssen wir unbedingt testen. Da werden wir wohl gleich übers lange Wochenende Bärlauch sammeln gehen, wir haben nämlich schon eine gute Stelle gesichtet.
Liebe Grüße und schöne Ostern
Eva und Philipp
Maja
4. April 2018 um 21:01Vielen Dank für eure nette Rückmeldung 🙂
Sabrina
29. März 2018 um 11:56Eine Frechheit, ich hatte in dieser Saison noch keinen Bärlauch auf dem Teller und ihr kommt mit so genialen Rezepten an. Pfff. Hilft nix, ich gehe die Tage mal sammeln. Deine Gnocchi schauen ganz wunderbar aus!
LG
Sabrina
Maja
4. April 2018 um 21:01Hihi, na dann mal schnell los und sammeln 😉
Carla
29. März 2018 um 16:13Ooooh, das klingt köstlich! Bärlauch-Gnocchi liebe ich auch sehr, so simpel und doch so gut <3
LG
Carla
Maja
4. April 2018 um 21:01Dankeschön 🙂
Anastasia
29. März 2018 um 16:18Wahh! Deine Gnocchi sehen super aus und richtig richtig lecker, da bekomme ich gleich wieder Hunger!! Bei all euren tollen Bärlauch Rezepten muss ich an den Ostertagen aber ganz schön oft in der Küche stehen 😉
Liebe Grüße und ein schönes Osterfest,
Anastasia
Maja
4. April 2018 um 21:01Vielen Dank für deine nette Rückmeldung, Anastasia 🙂
Alena
29. März 2018 um 21:28So viele tolle Bärlauch-Rezepte gibt es in dieser Runde – deine Gnocchi sehen großartig aus!
Liebe Grüße
Alena
Maja
4. April 2018 um 21:00Dankeschön!
Diana
29. März 2018 um 22:05Wie wunderbar sie aussehen! Bärlauch-Gnocchi stehen auch auf meiner Liste. Hoffentlich werde ich sie dieses Jahr auch kochen.
Maja
4. April 2018 um 21:00Vielen Dank, Diana 🙂
Birgit
30. März 2018 um 15:46Das Rezept liest sich lecker, hab’s mir gleich mal gespeichert.
Maja
4. April 2018 um 21:00Das freut mich 🙂
ina whatinaloves.com
30. März 2018 um 19:38die gnochies sehen wunderbar aus 😀 tolle idee die mit bärlauch zu verfeinern.
Maja
4. April 2018 um 20:59Ganz lieben Dank 🙂
Annette
2. April 2018 um 12:00Die Gnocchi sind superlecker. Leider war der Teig ziemlich weich und das Formen war mit etwas Gematsche verbunden. Das Ergebnis hat aber alles aufgewogen. Die Gnocchi blieben in Form und waren wirklich sehr gut. Vielleicht muss man die Masse etwas ruhen lassen bevor sie geformt wird. Danke nochmal und schöne Restostern.
Maja
4. April 2018 um 20:58Danke für dein Feedback, Annette! Wenn ich das Gefühl habe, dass sie zu weich sind, knete ich meist nach und nach noch ein kleines bisschen mehr Mehl unter. Oder lasse den Ricotta vorher noch abtropfen, das hängt immer auch von der verwendeten Sorte ab. Aber Ruhenlassen kann sicher nicht schaden! Und toll, dass sie in Form blieben und geschmeckt haben!
Viele Grüße
Maja
Ela
4. April 2018 um 12:47Liebe Maja, die Gnocchi sehen absolut köstlich aus! Hier habe ich noch keinen Bärlauch gesehen, aber im wald wächst er bestimmt schon 🙂 Hoffe ich kann dein Rezept bald ausprobieren.
Liebe Grüße,
Ela
Maja
4. April 2018 um 20:56Vielen vielen Dank, liebe Ela!
Stefanie
9. April 2018 um 15:53Liebe Maja,
wir haben das Rezept am Wochenende gleich ausprobiert. Super, dass es nur so wenig Zutaten sind ohne großen Schnickschnack. Mir ging es wie Annette, siehe oben: unser Teig war sehr weich und ich musste einiges an Mehl zusätzlich unterkneten. Vielleicht war der Ricotta zu nass?. Aber die Gnocchi sind in Form geblieben und waren geschmacklich sehr sehr lecker. Das machen wir mal wieder.
Maja
10. April 2018 um 19:59Ganz lieben Dank für deine Rückmeldung, liebe Stefanie 🙂 Ich denke auch, dass es am Ricotta liegt. Ich hab einen sehr festen Bio-Ricotta verwendet, da war der Teig sehr gut formbar. Ich schreibe das sicherheitshalber noch mit ins Rezept. Ich freue mich aber sehr, dass es dir geschmeckt hat!
Liebe Grüße
Maja
Martina
11. April 2018 um 14:33Ich hab noch nie Knochig selber gemacht, hab mich irgendwie nie dran getraut….. Mein Nachbar hat mir schon einen Strauß Bärlauch aus seinem Garten versprochen, ich sammle gerade die Rezepte, die ich damit machen will!
VG Martina
Maja
12. Mai 2018 um 21:28Vielen Dank für deinen netten Kommentar, Martina 🙂