Herzhaft

Rustikale Zucchini-Galette mit Ricotta und Walnüssen

Eine meiner kulinarischen Entdeckungen in diesem Jahr sind ganz klar Galette – frei geformte Pies aus einem knusprigen Mürbeteig, wahlweise süß oder herzhaft gefüllt. Schnell und einfach zubereitet, ratzfatz gefüllt und auch dem Blech und dann schnell und duftend heiß aus dem Ofen.
Schon vor ein paar Wochen habe ich eine Blaubeer-Galette gemacht, die wirklich grandios war.

Jetzt sollte etwas Herzhaftes her und mir schwebte die ganze Zeit schon die unschlagbare Kombination von Zucchini, Käse und Walnuss vor. Es kursieren dazu ja bereits zig verschiedene Rezepte im Internet, ich habe aber einfach mal losgebastelt und war von dem Ergebnis ziemlich angetan!
Ich habe als Teiggrundlage das Rezept der Blaubeer-Galette genommen und nur mit etwas Vollkornmehl und ohne Zucker abgewandelt. Der Teig wird dadurch richtig schön deftig, knusprig und gehaltvoll.
Mir war es auch wieder wichtig, dass die Zubereitung einfach ist und das Ergebnis gerne rustikal aussehen darf – et voilà!
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Die Tarte kommt außerdem gerade recht zum Spätsommer-Herbst-Übergang: die Tage sind noch warm und sonnig, werden aber deutlich kürzer und so freut man sich nach einem Tag draußen den kühlen Abend in der kuscheligen Wohnung zu verbringen. Die Galette kann man auch prima nach Feierabend noch zaubern und die Zutaten, die man nicht vielleicht ohnehin schon im Haus hat, sind schnell besorgt.

Ich empfehle für die Zubereitung kleine, aromatische Zucchini zu nehmen, die es jetzt noch auf dem Markt gibt. Kleine Zucchini sind oft nicht so wässrig und schmecken einfach nach mehr.
Ganz wichtig ist auch die Wahl des Ricottas: bitte keinen abgepackten Supermarkt-Ricotta verwenden. Ich habe frischen Ricotta im italienischen Supermarkt besorgt und kann versichern, dass man den Unterschied absolut herausschmecken kann!
Zucchini, Galette, Crostata, Walnüsse, Ricotta, Teller, Gabel
Rustikale Zucchini-Galette mit Ricotta und Walnüssen
für etwa 2-4 Portionen
Für den Teig:
90 g Weizenmehl Typ 405
90 g Weizenvollkornmehl
1/2 Tl Salz
120 g kalte Butter in Stückchen
40-60 ml eiskaltes Wasser
Mehl für die Arbeitsfläche
Für die Füllung:
3 kleine Zucchini (etwa 300-400 g)
1 Kugel Büffelmozzarella (125 g)
250 g Ricotta
etwa eine Handvoll Walnusskerne, grob gehackt
einige frische Rosmarin-Nadeln, grob gehackt
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, etwas Olivenöl (extra vergine)
Für die Teigkruste:
1 Ei, gut verquirlt
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein großes Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Mehlsorten mit dem Salz kurz durchmischen. Die kalte Butter kurz untermixen, bis erbsengroße Stückchen entstehen. Das geht am Besten schnell von Hand, mit einem Pastry Blender oder in einem Foodprozessor.
Ich hab alles kurz und kräftig im Thermomix gemischt, dafür eignet er sich ganz hervorragend.
Nach und nach so lange eiskaltes Wasser unterrühren, bis die Mischung zu einem krümeligen Mürbeteig wird.
Kurz mit den Händen zu einem glatten Teig durchkneten, ggf. noch ein paar Tropfen Wasser zugeben, damit der Teig geschmeidig wird.
Es ist nicht nötig, den Teig kalt zu stellen – man kann ihn direkt verarbeiten.
Den Teig auf einer nur sehr leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem gleichmäßig dünnen Kreis von etwa 28 cm Durchmesser ausrollen. Die Ränder dürfen dabei gerne rustikal und etwas ausgefranst aussehen.
Die Teigoberfläche nun ganz leicht mit Mehl bestäuben und den Teig nun vorsichtig einmal mittig zusammenfalten, dann zu einem Viertel („Tortenstück“) falten. Den Teig so auf das Backblech setzen und wieder aufklappen.
Die Zucchini gut waschen, abtrocknen und die Enden entfernen. Mit einem Messer oder einem entsprechend einstellbaren Hobel in etwa 0,3-0,5 cm breite Scheiben schneiden.
Den Büffelmozzarella abgießen und in etwa 0,5 cm große Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und mit dem Ricotta vermengen. Das klappt am besten mit dem Rücken einer Gabel.
Salzen und Pfeffern und etwa drei Viertel der Walnusskerne und der Rosmarinnadeln unterheben.
Die Käsemasse gleichmäßig in der Mitte des Teigs verteilen. Nach außen hin muss ein etwa 5 cm breiter Rand bestehen bleiben, der später umgeklappt wird.
Die Zucchinischeiben daraufgeben – wer mag kann sie natürlich kunstvoll drapieren – ich finde es rustikaler aber schöner und häufe sie einfach gleichmäßig auf der Käsemasse an. Es muss nicht alles glatt verteilt werden, es darf ruhig etwas hügelig aussehen.
Die Zucchinischeiben noch mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Nun vorsichtig die Teigränder nach innen umklappen und gut andrücken, damit der Teig gleichmäßig verschlossen wird und nichts von der Füllung hinauslaufen kann. Keine Sorge – die etwas trockene Käsemasse bekommt von den Zucchini beim Backen noch ausreichend Flüssigkeit ab.
Das Ei gut verquirlen und den Rand der Galette damit bestreichen.
Das Blech nun ins untere Drittel des Ofens einschieben und die Galette für 30 Minuten backen.
Dann die restlichen Walnusskerne und Rosmarinnadeln darüber streuen und noch mal für 5-10 Minuten weiterbacken.
Am besten noch heiß und knsusprig direkt aus dem Ofen servieren – dazu passt ein grüner Salat sehr gut.
Man kann die Galette zwar auch im Kühlschrank 1-2 Tage aufbewahren, allerdings schmeckt sie frisch aus dem Ofen wirklich am besten.
Zucchini, Galette, Crostata, Tarte, Blech, Walnüsse, Ricotta, Rosmarin

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7 Kommentare

  • Antworten
    Patce's Patisserie
    29. September 2013 um 13:37

    Das Rezept hört sich toll an! Ich liebe Mozzarella, Ricotta und Zucchini und das dann noch mit einem leckeren Vollkornmürbeteig…mhhh, die Galette probiere ich demnächst aus 🙂

    Liebe Grüße
    Patricia

  • Antworten
    Christina
    29. September 2013 um 14:17

    Oh, was für eine schöne Idee und ich liebe Galettes! Und ich habe noch Zucchinis und Mangold, das würde gut passen!
    Liebe Grüße, Christina

  • Antworten
    Krisi
    29. September 2013 um 18:07

    Wow, dass sieht unglaublich lecker aus..da könnt ich jetzt grad kraftvoll hineinbeissen;) Tolles Rezept…!Und mit so vielen Kombinationsmöglichkeiten, dazu ein lecker Vollkornmürbeteig…super=)
    Liebe Grüsse
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

  • Antworten
    restaurant augsburg
    5. Oktober 2013 um 10:24

    Es sieht voll lecker aus! vielen Dank für dieses Rezept!

  • Antworten
    Jens Backhaus
    14. Oktober 2013 um 14:29

    Bin gerade auf Dein Blog gestossen und lande gleich bei diesem herrlichen Rezept. Echt einfach gemacht und die Wartezeit lässt sich ganz einfach mit einem leckeren Gläschen Wein überbücken 🙂
    Das gefällt mir.

    Gruss,
    Jens

  • Antworten
    Anonym
    26. Oktober 2013 um 5:39

    Hallo Maya,

    vielen lieben Dank für das leckere Rezept. Ich habe diese leckeren Galette gestern Abend ausprobiert..mmhhh..ich kann sogar sagen, das Rezept funktioniert und schmeckt auch mit glutenfreiem Mehl, hatte aber nur helles…beim nächsten Mal würde ich nur entweder Ei oder gewässerte Leinsamen hinzufügen, weil der Teig recht fluffig war und schnell auseinander gefallen ist, was dem Geschmack nicht eingeschränkt hat. :))
    Deine Seite ist echt toll, ich schaue regelmäßig vorbei..auch dein Cheesecakeeis ist der Hammer, sagen auch alle unsere Freunde 😉
    herzliche Grüße,
    Geske

  • Antworten
    Alex
    3. Oktober 2014 um 14:25

    Danke für dieses leckere Rezept, das ich nachgebacken und gepostet habe. Schmeckt super!

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