Süß

Zeit für Pflaumenkuchen!

Früher hatten wir einen Zwetschgenbaum im Garten. Allerdings fingen die Äste soweit oben an, dass die Pflaumen schon Mus waren als sie unten ankamen, wenn sie nicht vorher schon von den Vögeln geklaut wurden.
Im Grunde musste man also auch schon da zukaufen. Und wenn es bei den Nachbarskindern war, deren Bäume voll saftiger reifer Früchte hingen und deren Äste bequem zu erreichen waren. Die haben sich regelmäßig zum Sommerferienende eine goldene Nase verdient und die Eltern waren froh die ganzen Pflaumen loszuwerden.
Naja, heute jedenfalls muss ich auch zukaufen, wähle allerdings den Markt. Nicht, dass ich pflaumenverkaufenden Kindern nicht ein paar Euro gönne, wenn sie die Dinger schon pflücken, allerdings habe ich das seit damals nie wieder gesehen, dass man sowas macht. Gibt es vielleicht ein Pflaumenverkaufsverbot am Gartentor oder so?

Wie auch immer, die Zeiten ändern sich. Ich kaufe also auf dem Markt.
Und da habe ich die ersten wirklich reifen und saftigen, aromatischen Zwetschgen gefunden, die natürlich sofort zu einem Kuchen verbacken wurden.
Bei dem hänge ich auch einer Tradition an und backe jedes Jahr mindestens einmal den gleichen Kuchen mit saftigem Rührboden und lockeren Zimtstreuseln.
So auch dieses Jahr.
Pflaumenkuchen
Für den Boden:
125 g weiche Butter
100 g Zucker
2 Eier
175 g Mehl
1 Tl Weinsteinbackpulver
etwas Milch
ca. 600-700 g Zwetschgen
Für die Streusel:
75 g Butter
75 g Zucker
100 g Mehl
1/2 Tl Zimt
Zubereitung:
Den Ofen auf 175° C vorheizen.
Eine Springform mit 24 oder 26 cm Durchmesser gut einfetten. Um den Boden und den äußeren Rand ein Stück doppelt gefaltete Alufolie legen und gut an der Form festdrücken. Es gibt wohl nichts fieseres als ausgelaufenen Pflaumensaft, der im Ofen anbrennt.
Für den Rührteig die Butter mit dem Zucker gut schaumig rühren, bis der Zucker sich gelöst hat. Dann die Eier gründlich untermixen.
Mehl und Weinsteinbackpulver vermengen und dann unter die Masse rühren. Sollte der Teig noch zu fest sein, etwas Milch unterrühren.
Den Teig in die Springform streichen.
Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.
Dachziegelartig in den Teig drücken.
Für die Streusel alle Zutaten zusammen zu einem krümeligen Teig verarbeiten und über die Zwetschgen bröseln.
Auf der mittleren Schiene für ca. 40-45 Minuten bis zur gewünschten Bräunung backen.
Schmeckt sowohl heiß als auch kalt sehr gut. Dazu passt Schlagsahne oder Vanilleeis.
Zwetschgenkuchen / Zwetschenkuchen / Pflaumenkuchen
Im Nachhinein habe ich übrigens festgestellt, dass überall in meinem Dorf jede Menge wilde Pflaumenbäume wachsen, die dringend abgeerntet werden müssten, so schwer hängen die Früchte schon an den Ästen…
Vielleicht verkaufen die Kinder hier deswegen keine. Kann sich ja ohnehin jeder frei bedienen, warum dann noch bezahlen. Da muss wohl eine neue Marktlücke für die Dorfkinder her.

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3 Kommentare

  • Antworten
    Schokolia
    12. August 2011 um 20:44

    Oh, der Kuchen sieht ja lecker aus. Und dass Zimt in den Streuseln ist, sieht man auch gleich auf den Bildern … wie schön. Ich mag Zimt total gerne.
    LG
    Petra

  • Antworten
    Kaffeebohne
    13. August 2011 um 10:55

    Bei uns gab es den ersten Pflaumenkuchen immer am Geburtstag meiner Oma Anfang September und damit wurde dann auch der Herbst eingeläutet. Meine Oma backt zwar nicht mehr selber, aber wir halten es immer noch so. Wir essen zwar so schon Pflaumen, auf den ersten Kuchen warten wir noch zwei/drei Wochen.
    LG Katja

  • Antworten
    Maja
    13. August 2011 um 16:53

    @Petra
    Ich liebe Zimt auch 🙂

    @Katja
    Das klingt nach einer super schönen Tradition – bald ist es dann ja soweit!

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