Meine schnelle Tomatenquiche mit Blätterteig kommt einfach vom Blech: Bunte, reife Tomaten auf einer dünnen Schicht Senf und darüber Feta. In 10 Minuten ist alles belegt und überbackt anschließend wunderbar im Ofen. Warm und mit einem grünen Salat ist es ein prima Abendessen, in kleine Stücke geschnitten aber auch ein wunderbarer Partysnack oder was fürs Buffet.
Ursprünglich veröffentlicht im März 2011. Im September 2026 mit neuen Bildern, der Zubereitung vom Blech und ausführlichen Tipps zu Tomaten und Senf aktualisiert.

Dieses Rezept begleitet mich seit 2011
Im März 2011 habe ich das Rezept für die Tomatenquiche zum ersten Mal veröffentlicht, kurz nachdem mich zwei liebe Kolleginnen darauf gebracht haben. Mein Blog war damals blutjung und noch ein echtes Baby. Ich hatte ein einziges Foto im Beitrag und nur einen Absatz Text. Das Besondere war damals aber schon, dass es ein Rezept war, das quasi mit vier Zutaten auskommt, aber trotzdem so schmeckt, als hätte man etwas richtig Aufwendiges gebacken.
Seitdem begleitet mich diese Tarte. Für den Feierabend oder für Besuch, zum Mitnehmen oder sogar zu meinem Geburtstag. Zeit also für neue Bilder und alles, was ich in den letzten 15 Jahren der Zubereitung verbessert oder dazugelernt habe.
Am Rezept selbst hat sich dabei aber wirklich wenig geändert. Es ist immer noch Blätterteig, Senf, Tomaten und Feta. Die Form ist eine andere geworden und vor allem beim Senf bin ich mutiger geworden.
Mein Geheimnis steckt hier im Senf
Wenn ihr euch andere Tomatenquiche-Rezepte anguckt, findet fast überall einen klassischen Quiche-Guss aus Ei, Milch oder Frischkäse. Bei meiner Variante liegt eine dünne Schicht Senf auf dem Teig und genau der trägt quasi das ganze Gericht. Er nimmt nämlich den Tomaten die Süße, bringt Säure und gibt dem ganzen Blech eine Tiefe, die man nicht unbedingt als Senf schmeckt. Aber man merkt, dass da mehr hinter steckt. 2011 stand hier noch die ehrliche Info, dass ich Senf eigentlich nicht mag und sehr skeptisch war. Beides gilt bis heute.
Früher habe ich den fertigen Blätterteig ausgerollt und in eine 26er-Springform gelegt und dabei einen Rand hochgezogen. Tatsächlich garen die Tomaten dann aber zu sehr in ihrem eigenen Saft, geben zu viel Feuchtigkeit ab und machen den Rand zu weich. Deswegen rolle ich den Teig einfach komplett auf einem Backblech aus und ritze ihn rundherum ganz leicht ein. Der schmale Streifen bleibt frei, geht beim Backen auf und wird wunderbar knusprig. Ich backe die Tomatenquiche heute auch etwas länger, damit die Flüssigkeit der Tomaten besser verdampft.
Übrigens ist das hier streng genommen gar keine Quiche, sondern eine Tarte, weil eben der typische Eierguss fehlt. Das ist mir auf jeden Fall bewusst, ich bin aber trotzdem bei dem Namen geblieben, weil es so seit über 15 Jahren im Rezept steht. Nennt es gerne Tomatentarte, mache ich heute auch. Tomatenquiche wird allerdings häufiger gesucht und gefunden. Wer es noch ein bisschen cremiger mag und Tomatenquiche außerhalb der Tomatensaison genießen möchte, findet hier meine Tomaten-Tarte mit halbgetrockneten Tomaten und Ziegenkäse.

Die richtigen Zutaten für die Tomatenquiche mit Blätterteig
Die Tomaten entscheiden über das Ergebnis und im Spätsommer ist einfach die beste Zeit für das Rezept. Sie sollten reif und gleichzeitig fest sein. Alles, was schon beim Schneiden Saft verliert, weicht den Boden durch. Gut funktionieren feste Fleischtomaten, Rispentomaten und kleine bunte Sorten. Meine besten Ergebnisse hatte ich mit festen Ochsenherz-Tomaten und grünen Kumato-Tomaten. Ich nehme am liebsten mehrere Farben und Sorten, weil sie unterschiedlich süß und säuerlich schmecken und das Blech dadurch spannender und ausgewogener schmeckt. Ich persönlich backe die Tomatentarte deswegen eigentlich auch nur zwischen Juli und September oder Oktober, weil es einfach komplett von den Tomaten lebt. Wenn ihr es außerhalb der Saison zubereiten wollt, greift am besten zu Kirschtomaten. Weitere passende Tomaten-Rezepte für den Sommer findet ihr hier in meinem Saisonkalender.
Beim Senf dürft ihr euch austoben und das sage ich als jemand, die nie Senf pur essen wurde. Ich mische heute einen ordentlichen Teelöffel Dijonsenf mit einem ordentlichen Teelöffel grobem Senf nach nach alter Art (Ancienne). Der Dijon bringt Schärfe, der Ancienne die Körner und eine milde Säure. Genauso funktionieren aber auch Estragonsenf, Honigsenf oder Feigensenf. Mit dem Senf könnt ihr das Rezept jedes Mal anders schmecken lassen. Wenn ihr es ausprobiert, verratet mir in den Kommentaren unbedingt, welchen Senf ihr genommen habt.
Beim Teig lohnt sich Butter-Blätterteig aus dem Kühlregal. Gerade bei so wenigen Zutaten schmeckt man meiner Meinung nach den Unterschied zu den Varianten mit Pflanzenfett sofort. Die Auswahl für Butter-Blätterteig im Kühlregal ist leider überschaubar, oft gibt es nur eine Sorte. Ein Blick auf die Zutaten lohnt sich. Greift zur Butter-Variante!
Beim Käse bleibe ich damals wie heute beim echten Feta aus Schafsmilch bzw. einer Mischung aus Schafs- und Ziegenmilch. Er wird im Ofen goldbraun und knusprig, schön salzig und ist der perfekte Gegenspieler zu den eher süßen Tomaten. Denkt nur beim Salzen der Tomaten daran, dass der Käse ordentlich Salz mitbringt.

So gelingt die Tomatenquiche mit Blätterteig
Die Zubereitung ist wirklich simpel. Ich rolle den Teig komplett auf einem Blech aus – ihr könnt in der Regel auch einfach das Backpapier verwenden, auf dem der Teig schon aus der Kühlung kommt. Ich ritze ihn rundherum mit ca. 5 mm Abstand zum Rand hin leicht ein und piekse den Teig mehrmals mit einer Gabel ein. Dann werden beide Senfsorten dünn darauf verstrichen. Die Tomaten schneide ich ohne Strunk quer in Scheiben und verteile sie leicht dachziegelartig und versetzt darauf. Ich würze sie mit Salz, Pfeffer und Kräutern, bröckel den Feta darüber und träufle dann ein bisschen Olivenöl drüber.
Entscheidend sind für mich zwei Dinge: Die Tomaten sollen in nur einer Lage aufs Blech. Sie dürfen dicht liegen, aber nicht zu sehr gestapelt werden. Das bringt zu viel Feuchtigkeit mit und macht den Boden weich. Und die Backzeit ist entscheidend, weil der Rand oft schon goldbraun wirkt, aber der Boden unter den Tomaten noch nicht so weit ist. Backt also unbedingt weiter, denn erst dann wird es knusprig.

Tipps aus meiner Küche für die Tomatenquiche
- Salzt sparsam! Ich liebe Salz, aber man vergisst, dass der Feta schon viel Salz mitbringt. Deswegen wirklich nur leicht salzen und lieber beim Servieren noch ein paar Salzflocken dazu servieren.
- Lasst die Quiche nach dem Backen ein paar Minuten abkühlen, bevor ihr sie anschneidet. Sie verläuft dann weniger und der Boden gart auf dem warmen Blech noch etwas nach.
- Wärmt Reste einfach im Ofen oder Airfryer auf. Die Quiche schmeckt auch kalt super, aufgewärmt wird sie aber nochmal wunderbar knusprig!

Häufige Fragen zur Tomatenquiche mit Blätterteig
Kann man die Tomatenquiche in einer Springform backen?
Ja, auf jeden Fall! Das habe ich ursprünglich in 2011 auch so gemacht. Legt den Blätterteig in eine gefettete 26er-Springform, zieht einen kleinen Rand hoch, stecht den Teig ein und belegt ihn. Der Boden und Rand wird allerdings etwas weicher und dicker als auf dem Blech und es passen weniger Tomaten drauf.
Wenn ihr die Form nehmt, reduziert die Backzeit außerdem um etwa 10 Minuten. Die Menge ist kleiner, ihr braucht meist nur 4-5 Tomaten und der hochgezogene Rand wird schneller dunkel. Für mich ist das Blech mittlerweile die bessere Variante, weil ich mehr knusprige Fläche bekomme und die Stücke sich auch besser aus der Hand essen lassen.
Kann man die Tomatenquiche vorbereiten?
Ihr solltet die Tarte unbedingt frisch belegen und backen, weil sowohl die Tomaten als auch der Teig Wasser ziehen. Die Zubereitung ist wirklich schnell. Die Tomaten könnt ihr auch schon etwas früher vorschneiden.
Ansonsten gibt es aber nicht wirklich Vorarbeit. Reste halten sich luftdicht verpackt auch etwa 2 Tage im Kühlschrank, werden aber immer weicher. Backt sie am besten im Ofen oder Airfryer noch mal auf. Die Mikrowelle kann ich hier nicht empfehlen und vom Einfrieren rate ich hier auch ab, weil die Kombi aus Blätterteig und Tomaten sich nicht gut auftauen lässt.
Welchen Käse kann man statt Feta verwenden?
Ziegenfrischkäse in Stücken oder Talern funktioniert super und passt auch gut zum Senf. Bergkäse oder Comté machen es kräftiger und ein echter Klassiker wäre ein italienischer Hartkäse wie Grana Padano oder Parmesan. Am besten in Spänen oder Streifen.
Mozzarella finde ich nicht so passend, weil er zu viel Feuchtigkeit mitbringt und Käsefäden hier nicht wirklich gut passen. Wir backen ja keine Pizza. Ein kräftiger, würziger Käse passt hier besser.

Schnelle Tomatenquiche mit Blätterteig und Feta
Zutaten
- 1 Rolle Butter-Blätterteig ca. 280 g, rechteckig, aus dem Kühlregal
- 1 gehäufter TL Dijonsenf
- 1 gehäufter TL grober Senf nach alter Art Moutarde à l’ancienne
- 750 g bunte, feste, reife Tomaten
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL getrockneter Thymian
- 2 EL Olivenöl extra nativ
- 200 g Feta echter Schafskäse
- Meersalz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Blätterteig mitsamt Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Ringsum 5 mm vom Rand entfernt ganz leicht einritzen, ohne durchzuschneiden. Die Fläche innerhalb der Linie mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Beide Senfsorten mischen und innerhalb der eingeritzten Linie dünn auf dem Teig verstreichen. Den schmalen Rand frei lassen.

- Die Tomaten vom Stielansatz befreien, quer in Scheiben schneiden und dachziegelartig in einer Lage auf dem Senf verteilen.
- Mit wenig Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Oregano und Thymian würzen. Das Olivenöl über die Tomaten und über den freien Rand träufeln.
- Den Feta darüberbröckeln.

- 35-40 Minuten backen, bis der Rand aufgegangen und goldbraun, der Käse gebräunt und der Boden knusprig ist.

- Kurz ruhen lassen und warm oder lauwarm servieren.
Hinweise
- Je nach gewünschter Knusprigkeit könnt ihr zwischen 35 und 45 Minuten backen. Der Boden unter den Tomaten braucht länger als der Rand.
- Unbedingt feste Tomaten verwenden, überreife Sorten machen den Boden weich.
- Statt Oregano und Thymian passt auch eine französische oder italienische Kräutermischung.
- Beim Senf lohnt es sich zu experimentieren: Estragon-, Honig- oder Feigensenf verändern das Rezept jedes Mal.
- Als Hauptgericht in 4 große Stücke schneiden und mit grünem Salat servieren. Fürs Buffet ergibt das Blech etwa 20 kleine Snackstücke.
- Reste im Ofen oder Airfryer aufbacken, nicht in der Mikrowelle.
Weitere Rezeptideen für Quiches und Tartes







4 Kommentare
Chrissi
8. März 2011 um 21:55mhhm! hört sich wirklich schnell und lecker an. das muss ich mir merken!
Frau V
9. März 2011 um 20:07….wie war das mit den vielen Gemeinsamkeiten?….Tomatentarte gab´s bei mir grad gestern…..*grübel*
tanja
9. März 2011 um 21:15Schnell gemacht und super lecker- eine perfekte Kombo!;) Tolles Rezept!LGTanja
Isabel
6. Juni 2012 um 8:22die gabs gestern abend bei uns … lecker, lecker … vielen Dank fürs Rezept, das wird wieder gemacht :)Liebe GrüßeIsabel