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Pastéis de Nata Tarte – portugiesische Törtchen als cremiger Kuchen

Seitliche Ansicht von einer großen Pasteis de Nata tarte auf einem runden Teller. Man erkennt die goldgelbe Füllung, den karamellisierten Zucker und den knusprigen Blätterteig. Im Hintergrund sieht man gelbe Blumen in weißen Vasen und einen marmorfarbenen Untergrund.

Ich habe Pastéis de Nata früher (wie die meisten) nur als kleine Törtchen gebacken und fand sie jedes Mal großartig. Knuspriger Blätterteig, dazu diese warme, cremige Füllung mit Zimt und Zitrone und oben drauf leicht knusprig karamellisiert. Irgendwann habe ich angefangen, daraus eine Pastéis de Nata Tarte zu machen, seitdem ist das hier die Version, die ich immer wieder backe. Sie schmeckt nämlich genau wie das Original, ist aber viel einfacher zuzubereiten. Als kompletter Kuchen gebacken, in Stücke geschnitten und sofort servierbereit. Der Boden wird dabei genauso knusprig, die Füllung wunderbar cremig und durch die Zuckerkruste bekommt die Tarte genau diesen typischen Pastéis-de-Nata-Moment. Probiert es unbedingt mal aus!

Was sind Pastéis de Nata? – Portugiesische Törtchen einfach erklärt

Pastéis de Nata sind kleine portugiesische Puddingtörtchen aus Blätterteig. Die Füllung besteht aus Milch, Eigelb und Zucker und wird klassisch mit Zimt und Zitronenschale aromatisiert. Außen sind sie knusprig, innen weich und cremig. Viele kennen sie einfach als portugiesische Törtchen, portugiesische Puddingtörtchen oder auch als Vanilletörtchen mit Blätterteig, ohne den eigentlichen Namen zu wissen. Gemeint ist aber immer dieses typische Gebäck aus Portugal, das ursprünglich aus Lissabon stammt.

Ansicht von oben eines gedeckten Tischs mit frisch gebackener Pasteis de Nata Tarte auf einem runden Teller, daneben ein Kuchenheber, ein Glas Milch, Zitronenschale, gelbe Blumen in weißer Vase und einen Teller zum Servieren.

Wie heißen Pastéis de Nata eigentlich auf Deutsch?

Der portugiesische Name Pastéis de Nata hat keine ganz eindeutige deutsche Übersetzung, deshalb tauchen verschiedene Begriffe auf. Häufig werden sie beschrieben als:

  • portugiesische Törtchen
  • portugiesische Puddingtörtchen
  • Blätterteig-Törtchen mit Puddingfüllung
  • portugiesische Vanilletörtchen

Auch die Schreibweise ist nicht immer gleich: Man findet sowohl Pastel de Nata (Einzahl) als auch Pastéis de Nata (Mehrzahl) oder Pastel de Belém. Pastéis de Nata ist die allgemeine Bezeichnung für die portugiesischen Törtchen. Pastéis de Belém ist die ursprüngliche Variante aus dem Lissaboner Stadtteil Belém, wo das Rezept entstanden ist. Im Alltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Gemeint ist immer das Gleiche: ein knuspriger Blätterteigboden mit einer süßen, cremigen Füllung und einer leicht karamellisierten Oberfläche.

Seitliche Nahaufnahme von einer gerade angeschnittenen Pasteis de Nata Tarte. Man sieht die goldgelbe Füllung die karamellisierte Zuckerschicht.

Pastéis de Nata als Tarte – die einfachere Variante

Die Idee hinter der Pastéis de Nata Tarte ist simpel: Statt viele kleine Törtchen zu backen, wird das Rezept als großer Kuchen umgesetzt.

Das macht einiges leichter:

  • kein Auskleiden von vielen kleinen Förmchen
  • weniger Aufwand bei gleicher Wirkung
  • einfacher zu schneiden und zu servieren
  • ideal für Gäste oder größere Runden

Im Grunde ist diese Tarte also nichts anderes als ein portugiesischer Puddingkuchen aus Blätterteig – mit genau den Aromen, die man von den kleinen Törtchen kennt.

Nahaufnahme eines einzelnen Kuchenstücks einer Pasteis de Nata Tarte auf einem hellgrauen Teller mit einer Kuchengabel. Im Hintergrund liegt eine graue Serviette.

Tipps für die perfekte Pastéis de Nata Tarte

Damit die Tarte wirklich so wird, wie sie soll, sind ein paar Dinge entscheidend:

Den richtigen Blätterteig wählen

Für die Tarte unbedingt Butter-Blätterteig aus dem Kühlregal verwenden. Er sorgt für den typischen Geschmack und die feinen, knusprigen Schichten. Blätterteig mit pflanzlichen Fetten funktioniert zwar auch, bleibt aber deutlich flacher im Ergebnis.

Blätterteig schichten statt ausrollen

Die einzelnen Teigstücke leicht überlappend in die Form legen. So entstehen die typischen Schichten und der Boden wird besonders knusprig.

Blindbacken nicht überspringen

Gerade bei der flüssigen Füllung ist das wichtig, damit der Boden nicht weich wird!

Füllung nicht zu fest backen

Die Creme darf in der Mitte noch leicht wackeln. Beim Abkühlen wird sie fester und bleibt dabei schön cremig.

Zuckerkruste karamellisieren

Das sorgt für die typische Oberfläche und bringt eine schöne Knackigkeit in die Tarte.

Kann man die Pastéis de Nata Tarte vorbereiten?

Ja, die Tarte lässt sich gut vorbereiten! Sie kann komplett am Vortag gebacken und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren einfach mit Zucker bestreuen und frisch karamellisieren. So bleibt die Oberfläche knusprig und die Tarte wirkt wie frisch gebacken.

Seitliche Nahaufnahme einer frisch gebackenen Pasteis de Nata Tarte mit knuspriger Zuckerkruste.
Detaillierte Nahaufnahme von einer frisch gebackenen Pasteis de Nata Tarte – portugiesische Törtchen als große runde Tarte gebacken. Man sieht die goldene Füllung und die karamellisierte Zuckerschicht oben drauf.

Pastéis de Nata Tarte (portugiesische Törtchen als Kuchen)

Pastéis de Nata als große Tarte: knuspriger Blätterteig, cremige Füllung mit Zimt und Zitrone und eine karamellisierte Zuckerkruste – perfekt zum Teilen.
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Vorbereitung 30 Minuten
Zubereitung 1 Stunde 10 Minuten
Gesamt 1 Stunde 40 Minuten
Gericht Kuchen, Tarte
Küche modern, Portugiesisch
Portionen 12 Stücke

Zutaten
  

  • 2 Rollen Butter-Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 325 g Vollmilch
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • 40 g Weizenmehl (Type 405)
  • 275 g Zucker, zzgl. 50 g zum Bestreuen
  • 4 frische Bio-Eigelb (Größe M/L)
  • weiche Butter zum Einfetten der Form
  • Hülsenfrüchte oder Backerbsen zum Blindbacken

Zubereitung

  • Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Tarte-Form mit herausnehmbarem Boden (ca. 24 cm Durchmesser) gut mit Butter einfetten.
  • Den Blätterteig etwa 10 Minuten vor Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Vorsichtig auseinander rollen, das Backpapier entfernen und den Teig wieder aufrollen. Beide Teigrollen jeweils in 16 gleichmäßige Scheiben schneiden. Jede Scheibe dann auf der nur sehr leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 2-3 mm dünnen Oval ausrollen. Boden und Seiten der Tarte-Form überlappend mit den Ovalen auslegen. Diese immer etwas übereinander legen und vorsichtig andrücken. Der Rand sollte auch etwas überstehen. Eine Lage Backpapier auf den Teig in die Form legen (den Rand mit abdecken, damit er nicht verbrennt) und mit Backerbsen beschweren. Im vorgeheizten Backofen etwa 23-25 Minuten blind backen. Backpapier und Gewichte entfernen und den Boden weitere 5-6 Minuten backen. Der Boden sollte leicht Farbe bekommen und möglichst durchgebacken sein, darf aber auch nicht verbrennen oder komplett austrocknen. Den Backofen auf 175 °C runterschalten.
  • Währenddessen die Füllung zubereiten. Dazu die Milch in einen Topf geben. Mit einem Sparschäler vorsichtig die Zitrone rundherum schälen, dabei nur die gelbe Schale abschälen, nicht den weißen Teil. Zitronenschale und Zimtstange in die Milch geben. Bei mittlerer Temperatur einmal aufkochen, dann vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Die Zitronenschale und den Zimt dabei in der Milch ziehen lassen. Zitronenschale und Zimt dann entfernen.
  • Mehl in eine Rührschüssel geben. 1/3 der ausgekühlten Milch mit einem Schneebesen unterrühren und alles zu einer dünnen Paste verrühren. Nach und nach die restliche Milch unterrühren. Danach die Mehl-Milch-Mischung zurück in den Topf geben und langsam erhitzen. 2-3 Minuten mit einem Schneebesen rühren, bis die Masse andickt, dabei aber nicht kochen lassen.
  • Den Zucker mit 115 g Wasser in eine Pfanne geben. Langsam erhitzen, bis sich der Zucker auflöst, dabei nicht umrühren. Die Temperatur erhöhen und den Sirup 4-5 Minuten kochen lassen, bis er eine Temperatur von 108-112 °C erreicht hat. Den heißen Sirup nach und nach mit dem Schneebesen in die Milch rühren. Die Creme durch ein Sieb in eine Schüssel streichen.
  • Das Eigelb in einer weiteren Schüssel mit dem Schneebesen leicht aufschlagen. Zur Creme in die Schüssel geben und gründlich unterrühren. Die Mischung nun auf den vorgebackenen Teig gießen und die Tarte 40 Minuten backen. Die Creme sollte weitgehend fest sein, darf aber noch wackeln, wenn man die Form leicht rüttelt. Die Pastel de Nata 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig vom Boden lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Die restlichen 50 g Zucker auf die ausgekühlte Tarte streuen und mit einem Flambierbrenner karamellisieren, bis die Tarte eine knusprige Zuckerkruste bekommt. Sofort servieren.

Hinweise

  • Für dieses Rezept unbedingt Butter-Blätterteig verwenden und keinen Blätterteig mit pflanzlichen Fetten. Der Geschmack ist deutlich intensiver und der Teig wird knuspriger und blättriger, genau so, wie man es von Pastéis de Nata kennt.
  • Die Füllung darf beim Backen in der Mitte noch leicht wackeln – sie wird beim Abkühlen fester.
  • Die Zuckerkruste am besten frisch vor dem Servieren karamellisieren.
  • Die Tarte kann gut am Vortag vorbereitet werden.
  • Übrig gebliebenes Eiweiß lässt sich gut für Baiser, Pavlova oder ein Omelett verwenden.
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Seitliche Ansicht einer frisch angeschnittenen pasteis de Nata Tarte. Ein Stück liegt auf einem grauen Teller, im Hintergrund sieht man die Zitronenschale.

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Zuletzt aktualisiert am 2. April 2026

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