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Müsli der Woche: Selbstgemachtes Knuspermüsli – heute: Granola to go – Studentenfutter-Power-Müsliriegel

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

3 Monate Müsli. 12 Wochen, jede Woche eine neue Kreation. Mir macht das weiterhin total Spaß, aber in der letzten Woche bin ich ein bisschen ins Grübeln gekommen. Macht das Projekt weiterhin Sinn? Könnt ihr Müsli noch sehen? Oder ist jetzt auch mal gut? Eigentlich habe ich überlegt das Müsli der Woche jetzt mal so langsam in Schönheit sterben zu lassen. Als ich das ein paar Freunden und Bloggerkollegen mitteilte, erntete ich entsetzte Blicke. Ok, ok, noch zu früh, das Projekt ist noch zu jung. Um aber mal ein bisschen Abwechslung reinzubringen, werde ich das Spektrum ein wenig erweitern. Deswegen gibt es heute Müsliriegel!

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Müsliriegel – das sind praktische Müsliportionen zum Mitnehmen. Ob als schnelles Frühstück, weil morgens nicht genug Zeit bleibt, als Powerstärkung vor dem Sport oder aber als kleine Stärkung im Büro, wenn das Nachmittagstief gerade auf einen zu galoppiert. Deswegen finde ich, dass Müsliriegel auch ganz wunderbar in diese Serie passen. Schon lange wollte ich mal verschiedene Variationen selbstgemachter Müsliriegel ausprobieren. Es gibt sie von roh und gesund bis hin zu gebacken und pappig-süß, mit Nüssen, Puffreis oder Schokolade. Und natürlich jede Menge dazwischen.

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Den Anfang macht jetzt genau so ein Mittelding. Ich nenne ihn den Studentenfutter-Power-Riegel. Eine ganz klassische Mischung mit verschiedenen Nüssen, Rosinen und Honig. Keine Schokolade, kein Schnickschnack. Ein schlichter, kräftiger Müsliriegel, der ganz schnell neue Power gibt. Die Zubereitung ist wirklich super einfach und ähnlich wie beim Knuspermüsli.

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Die Zutaten sind auch ganz ähnlich wie beim Granola, hier habe ich die Basics aber noch durch eine Bio-Studenfutter-Mischung ergänzt. Da sind drin: Rosinen, Sultaninen, blanchierte Mandeln, Haselnusskerne, Cashewkerne und Walnusskerne – ganz klassisch also. Aber wie immer gilt: mischt alles nach eurem eigenen Geschmack. Wer keine Rosinen mag, greift einfach auf eine rosinenfreie Mischung zurück oder nimmt statt dem Studentenfutter eine einfache Nusskernmischung. Wichtig ist nur, dass es ordentlich Biss hat und die Gewichtsangaben stimmen. Kokosöl schmeckt man später nicht so stark raus, ich verwende es nur sehr gerne für solche Sachen, weil es nicht so schnell ranzig wird wie Butter und eine tolle Konsistenz hat. Außerdem duftet es ganz toll!

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Wichtig ist, dass man die Müslimischung sehr gut in der Backform andrückt und gleichmäßig verteilt. Die Mischung ist insgesamt etwas weicher und feuchter als die normale Knuspermischung. Sie muss ganz fest und bündig in der Form verteilt werden, damit man später Riegel daraus schneiden kann.

Kokosöl und Honig sorgen hier für den tollen Geschmack und die klassische Konsistenz. Durch das Rösten im Ofen wird der Eigengeschmack der verschiedenen Nüsse noch verstärkt – ich finde das prima. Zur Haltbarkeit kann ich nur noch keine verlässlichen Angaben machen – die Riegel sollten auf jeden Fall luftdicht aufbewahrt werden – dann bleiben sie tendenziell weich, aber eben auch ein paar Tage frisch. Achtet darauf die einzelnen Riegel mit etwas Pergamentpapier voneinander getrennt zu halten, da sie sonst schnell zusammenkleben.

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Und dann steht dem Müsliriegel-Genuss nichts mehr im Weg – statt Schokoriegel lieber Müsliriegel! Da weiß man, was drin steckt und kriegt direkt Superpower für Hirn und Körper. Ein Müsliriegel nach diesem Rezept ist recht groß und auch ziemlich sättigend. Er enthält aber nur 5 g Fett vom Kokosöl, plus das der enthaltenen Nüsse. 10 g Zucker aus dem Honig und dem braunen Zucker stecken außerdem mit drin. Immer noch besser als ein Schokoriegel. Die Honigmenge kann auch leider nicht reduziert werden, ohne dass die Konsistenz des Riegels drunter leidet. Der braune Zucker dient ein bisschen zum Ausgleich des Honig-Geschmacks – es soll ja ein Müsliriegel, kein Honigkuchen sein. Er kann aber auch weggelassen werden. Hier gibt es jetzt erst mal das Rezept. Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Rezept für knusprige Müsliriegel mit Studentenfutter | moeyskitchen.com

Studentenfutter-Power-Müsliriegel

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Portionen: 20

Zutaten

  • 400 g Haferflocken, Großblatt bzw. kernige Haferflocken
  • 100 g gehobelte Mandelblättchen
  • 150 g Kokosflocken
  • 200 g Studentenfutter
  • 50 g Weizenkleie
  • 100 g Kokosöl
  • 150 g cremiger Honig
  • 50 g Bio-Mascobado-Zucker
  • 1 Tl Vanilleextrakt (optional)

Zubereitung

1

Den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backform mit etwa 30 x 40 cm Größe und mind. 5 cm hohem Rand großzügig mit Backpapier auslegen, so dass auch ein Rand hochsteht.

2

Haferflocken zusammen mit den Mandelblättchen, den Kokosflocken, dem Studentenfutter und der Weizenkleie in eine sehr große Schüssel geben und alles mit einem großen Löffel gründlich vermischen.

3

Kokosöl, Honig und braunen Zucker zusammen mit dem Vanilleextrakt in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger Temperatur zum Kochen bringen und etwa eine Minute lang sanft wallend köcheln lassen, bis sich alles aufgelöst und gut vermischt hat.

4

Die heiße Mischung nun direkt über die Flocken gießen. Mit Hilfe einer Gabel in der einen Hand und einem Löffel in der anderen Hand die Müslimischung nun sehr gründlich durchrühren. Ich mache dafür Bewegungen wie mit einem Salatbesteck und mische die Flocken von unten immer wieder nach oben. Wichtig ist, dass sich alles sehr gründlich verteilt und wirklich jede Haferflocke mit der Ölmischung in Berührung kommt. Wenn kleine Klümpchen entstehen, sollte man die immer wieder etwas auseinanderdrücken. Meistens dauert es einige Minuten, bis ich eine perfekte Masse ohne Klümpchen und ohne trockene Stellen habe.

5

Die Müslimischung aus der Schüssel auf das mit Backpapier ausgelegte Blech gleiten lassen und mit Hilfe der Gabel oder des Löffels auf dem Blech verteilen. Das Müsli sollte wirklich bündig auf dem ganzen Blech verteilt sein und gleichmäßig angedrückt werden, so als ob man einen Kuchen glatt streicht. Dabei sollte es ungefähr 0,5 - 1 cm hoch stehen, damit später auch Riegel entstehen können.

6

Das Blech ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens einschieben und die Mischung etwa 25-30 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig wird und leicht duftet.

7

Das Backblech aus dem Ofen holen und auf ein Kuchengitter stellen. Blech und Müsliriegelmasse vollständig auskühlen lassen. Das dauert so etwa 1-2 Stunden. Danach kann die Masse vorsichtig mit Hilfe des Backpapiers aus der Form gehoben werden. Auf eine Arbeitsfläche legen, die Seitenränder gleichmäßig und gerade abschneiden und mit Hilfe eines großen Messers etwa 20 Müsliriegel zurechtschneiden.

8

Zur weiteren Aufbewahrung luftdicht aufbewahren und innerhalb weniger Tage genießen.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Tonkabohne Sabine
    18. Juli 2014 um 18:43

    Liebe Maja,
    Ich hab jetzt erst mal wieder meine Müsligläser gefüllt, nachdem mir Fremdesser teilweise alles weggefuttert und abgefüllt haben 🙁
    An Müsliriegel habe ich mich noch nie rangetraut, Deine sehen wirklich ansprechend aus, wahrscheinlich werde ich mich daran wagen…
    Herzliche Grüsse
    Sabine

  • Antworten
    Anonym
    25. Juli 2014 um 11:38

    Hallo,
    ich werde die Müsliriegel am Wochenende ausprobieren! Hast du die auch schon mit gepufftem Getreide gemacht?
    Viele Grüße
    Diana

  • Antworten
    Katharina K.
    3. August 2014 um 8:14

    Hallo,
    die Müsli-Reihe finde ich wirklich toll, da werden wir (große Müsli-Esser) sicher einige Ideen aufgreifen! Danke für die tollen Anregungen!
    Anfangen wollte ich mit den Riegeln, bin aber gestern in unserem Supermarkt am Kokosöl gescheitert – wo kaufst Du das denn?
    Viele Grüße
    Katharina

  • Antworten
    Anonym
    4. August 2014 um 8:08

    Hallo,
    ich habe das Kokosöl bei Alnat… gekauft.
    Viele Grüße

  • Antworten
    Katharina K.
    8. September 2014 um 12:21

    Danke für die Info, bei dm bin ich dann auch fündig geworden und hab gleich noch das Müsli unten mitgenommen… 🙂

    Heute vormittag nach dieser Anleitung die Riegel gemacht und eben getestet:

    SEHR lecker!

    Da mir die Zeit fehlt, groß was zu mixen und zusammenzustellen, hab ich dieses Müsli als Basis verwendet und da noch etwas Kokosflocken und Rosinen dazugegeben, bis ich auf gut 450g kam (hab zum Testen erst Mal nur die Hälfte gemacht):
    http://www.alnatura.de/Alnatura%20Pr…rt-Muesli-375g

    Das geht bestimmt auch mit vielen anderen Müslisorten und man hat endlich Müsliriegel, die nicht nur aus Zucker bestehen und durch den Vollkornanteil auch etwas sättigen – die gibt es für Ausflüge und als Snack in die Vesperbox bestimmt noch öfter!

    Bei Gelegenheit schaue ich mal, ob man den Honig bei Bedarf auch durch etwas anderes ersetzen kann (Agaven-Dicksaft z.B.). Ich mag den Geschmack zwar grundsätzlich, aber er passt ja nicht zu allem und schmeckt schon raus.

    Danke für das tolle Rezept!

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