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Weihnachtsmenü 2017 | Hauptgang | Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes | moeyskitchen.com

Es ist soweit! Zeit für das Hauptgericht in unserem wunderbaren Weihnachtsmenü. Zeit für meinen absoluten Lieblingsgang. Hier treffen die besten Komponenten und Produkte aufeinander und wir finden viele Klassiker der amerikanischen Küche. Konkret gibt es einen Truthahn-Rollbraten mit Kräuterfüllung und im Baconmantel. Mit Gravy und Cranberrysauce, dazu als Beilagen Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes.

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes | moeyskitchen.com

Klassische Hauptgerichte zu Weihnachten bestehen meistens aus Turkey, Rinderbraten oder einem Schinken. Klingt alles toll und lecker, ist aber für 2 Personen einfach viel zu viel. Gans und Ente sind zwar auch möglich, in Amerika aber nicht so populär. Auch Schweinebraten und Wild kommen nicht so häufig auf den Tisch. Deswegen war ich lange unsicher, was die Fleischkomponente meines Hauptgerichts werden sollte. Bis ich auf dem Markt meinen Stammmetzger nach einem Tipp gefragt habe und er mir eine Putenkeule empfohlen hat. Er hat sie mir direkt entbeint und im Schmetterlingsschnitt aufgeschnitten, so dass ich das Fleisch füllen und aufrollen kann, für einen kleinen Truthahn-Rollbraten. Die Idee ist so simpel wie genial. Das Beinfleisch ist deutlich dunkler und geschmacksintensiver als zum Beispiel Brustfleisch. Ich kann euch also sehr empfehlen, dass ihr euch das Fleisch direkt vom Metzger eures Vertrauens vorbereiten lasst.

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes | moeyskitchen.com

Mein Truthahn-Rollbraten bekommt eine simple Kräuterfüllung. Natürlich hätte man auch ein echtes Stuffing aus Brot machen können, allerdings wurde mir das zu viel. Nach den ersten Gängen und der Vorspeise sollte das Fleisch im Vordergrund stehen. Damit das Fleisch saftig bleibt und weil ich keine Lust auf Garn hatte, habe ich den Turkey kurzerhand in einen Bacon-Mantel gepackt. Das hat hervorragend funktioniert! Dafür habe ich eine Art Gittermuster aus dem Bacon auf ein Backpapier gelegt und das Fleisch direkt darauf mit Hilfe des Backpapiers aufgerollt. Vor dem Garen wird es dann noch mal in den Kühlschrank gepackt, um durchziehen zu können.

Kein Fleisch ohne Sauce und in den USA ist Gravy die klassische Bratensauce. Hierfür wird ein frischer Fond aus Hühnerflügeln angesetzt, langsam geschmort und schließlich zu einer cremigen Sauce eingedickt, ganz ohne Sahne. Neben dem Fleisch spielen verschiedene Gemüse eine Hauptrolle, die der Gravy ihren typischen Geschmack geben. Wichtig ist, dass die fertige Sauce nur sehr leicht erwärmt und keinesfalls mehr gekocht wird, weil sie sonst leicht gerinnt. Perfektioniert wird die Sauce dann vor dem Servieren mit dem Bratensatz vom Truthahn-Rollbraten. Außerdem gibt es eine einfache Cranberrysauce zum Fleisch, die an unsere klassische Preiselbeersauce erinnert. Mit Cranberries schmeckt sie nur viel besser.

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Neben grünen Bohnen oder Brokkoli ist Rosenkohl DAS grüne Gemüse, das es als Beilage zu Hauptgerichten meist gibt. Ich habe mich hier für eine Kombination aus Walnüssen und Cider zum Rosenkohl entschieden. Der Cider gibt ein schönes Apfelaroma und die Walnüsse sorgen für Biss. Je nachdem wie groß die Rosenkohl-Röschen sind, kann man sie entweder noch 2-3 Minuten in Salzwasser blanchieren oder aber direkt im Cider garen, so behalten die Röschen auch ihren Biss.

Mashed Potatoes, also Kartoffelpüree gibt es in unzähligen Varianten und gehört zu den beliebtesten Beilagen in Menüs. Ich hab mich für eine Variante mit Knoblauch entschieden. Und wir reden hier nicht etwa von rohem, scharfen Knoblauch. Der Knoblauch wird in der Schale langsam im Ofen geröstet, dann vorsichtig herausgedrückt und unter das Kartoffelpüree gepresst. Dadurch schmeckt er überhaupt nicht streng, sondern sehr mild und mit köstlichem Röstaroma.

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Das alles klingt zugegeben etwas aufwendig und das ist es ehrlich gesagt auch. Man kann hier aber auch einige der Komponenten wieder hervorragend vorbereiten. Das Fleisch kann 1-2 Tage im Voraus gefüllt und gerollt, die Cranberrysauce bis zu 1 Woche im Voraus gekocht werden. Die Gravy (Bratensauce) lässt sich ebenfalls hervorragend 1-2 Tage im Voraus vorbereiten und dann wieder sanft erwärmen. Lediglich der Rosenkohl und das Kartoffelpüree sollten unmittelbar vor dem Servieren zubereitet werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und vergesst nicht die anderen Hauptgerichte anzugucken. Guten Appetit!

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes | moeyskitchen.com

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes

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Portionen: 3-4

Zutaten

  • FÜR DIE GRAVY:
  • 2 EL Olivenöl
  • 8 Hähnchenflügel
  • 3 Zwiebeln, geschält und geviertelt
  • 3 Selleriestangen, geviertelt
  • 3 kleine Möhren, geputzt und geviertelt
  • 6 Knoblauchzehen, ungeschält
  • 3 braune Champignons, geviertelt
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 4 EL Mehl
  • 75 ml Portwein
  • 500 ml Hühnerfond
  • 500 ml Wasser
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • FÜR DIE CRANBERRYSAUCE:
  • 125 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 175 g frische Cranberries
  • FÜR DEN TRUTHAHN-ROLLBRATEN:
  • 1 EL Meersalz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Handvoll glatte Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Zweige Rosmarin, davon die Nadeln
  • 3 Knoblauchzehen, geschält
  • 1 Putenkeule, ca. 1,2 kg (vom Metzger ausgelöst und als Rollbraten aufgeschnitten)
  • 1 EL weiche Butter
  • 200-250 g Bacon
  • FÜR DEN CIDER-ROSENKOHL:
  • 75 ml Apple Cider
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Akazienhonig
  • 50 g Walnusskerne
  • 400 g Rosenkohl, geputzt und große Röschen halbiert
  • Salz und Pfeffer
  • FÜR DIE GARLIC MASHED POTATOES:
  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln, geschrubbt
  • 10 Knoblauchzehen, ungeschält
  • 125 g geschmolzene Butter
  • 200 g Sahne, leicht erwärmt

Zubereitung

1

FÜR DIE GRAVY:

2

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Olivenöl in eine große tiefe Auflaufform geben und die Hähnchenschenkel darauf legen. Das Gemüse, die Kräuter und Gewürze hinzufügen und alles gut vermischen. Alles insgesamt 1,5 Stunden im vorgeheizten Ofen goldbraun rösten, dabei alle 30 Minuten gut durchrühren.

3

Das Mehl untermischen und alles weitere 10 Minuten rösten. Mit dem Portwein ablöschen und mit dem Fond und Wasser aufgießen. Nochmal etwa 60 Minuten im Ofen rösten, die Flüssigkeit sollte dabei leicht simmern.

4

Nach dem Garen die Mischung mit einem Kartoffelstampfer oder Kochlöffel in der Auflaufform zerstampfen. Durch ein feines Sieb in einen Topf geben und dabei gründlich ausdrücken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren erwärmen, aber nicht mehr kochen.

5

FÜR DIE CRANBERRYSAUCE:

6

Zucker, Wasser und Salz in einen kleinen Topf geben und aufkochen. So lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Cranberries hinzufügen und die Mischung noch mal aufkochen. Etwa 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Cranberries aufplatzen und die Sauce andickt. Die Sauce wird beim Abkühlen noch fester. In ein hitzebeständiges Glas füllen und auskühlen lassen. Abgekühlt zum Fleisch servieren. Reste im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 Woche verbrauchen.

7

FÜR DEN TRUTHAHN-ROLLBRATEN:

8

Salz, Pfeffer, Kräuter und Knoblauch in einem Mörser, Multizerkleinerer oder im Thermomix zu einer Kräuterpaste verrühren, dann mit der Butter vermischen. Das Putenfleisch mit der Hautseite nach unten legen und die Fleischseite mit der Kräuterpaste gleichmäßig einreiben.

9

Ein Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und den Bacon zu einem Gittermuster verflechten. Das Speck-Gitter muss größer als das ausgelegte Putenfleisch sein. Das Fleisch nun mit der Hautseite auf den Bacon auflegen und mit Hilfe des Backpapiers von der langen Seite her vorsichtig und fest aufrollen. Mit der Nahtseite nach unten setzen und die Speckränder nach unten umklappen. Das Fleisch fest in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde und bis zu 2 Tage im kältesten Fach im Kühlschrank durchkühlen lassen.

10

Zur Zubereitung den Truthahn-Rollbraten aus der Folie nehmen und in einen tiefen Bräter mit Deckel legen. Bei 160 °C Heißluft auf die mittlere Schiene einschieben. Je nach Dicke und Temperatur des Fleisches den Braten etwa 1 Stunde mit Deckel garen, dann den Deckel abnehmen, den Braten mit der ausgetretenen Bratensauce übergießen und den Braten weitere 20-30 Minuten garen, bis der Bacon knusprig wird. Die Gardauer hängt entscheidend von der Dicke des Fleischs ab. Die Kerntemperatur sollte 70 °C erreichen, bei mir war das nach etwa 80 Minuten der Fall - bitte mit einem Thermometer überprüfen! Das Fleisch vor dem Anschneiden 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen. Den Bratensaft ggf. entfetten und in die Gravy gießen. Das Fleisch in dicke Scheiben schneiden und mit den Saucen und Beilagen servieren.

11

FÜR DEN CIDER-ROSENKOHL:

12

Cider, Butter und Honig in eine Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur aufkochen. Die Walnusskerne hinzufügen und kurz mitdünsten.

13

Den Rosenkohl nach Belieben entweder 2-3 Minuten in reichlich Salzwasser blanchieren oder direkt in die Pfanne geben und 5-7 Minuten im Cider dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und warm als Beilage servieren. Die Mischung kann auch vorbereitet werden und vorm Servieren noch mal kurz erhitzt werden.

14

FÜR DIE GARLIC MASHED POTATOES:

15

Die Kartoffeln in wenig Wasser mit aufgesetztem Deckel etwa 30 Minuten kochen. Dann abgießen und etwa 5 Minuten ausdampfen lassen.

16

In der Zwischenzeit die ungeschälten Knoblauchzehen ca. 15-20 Minuten bei 180 °C Heißluft im Ofen rösten.

17

Die Kartoffeln noch warm schälen und durch eine Kartoffelpresse oder Flotte Lotte drücken. Die holzigen Enden vom Knoblauch abschneiden und das weiche Innere ebenfalls durchdrücken und zu den Kartoffeln geben. Die geschmolzene Butter gründlich unterrühren. Erst dann die warme Sahne untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm servieren.

Hinweise

Bitte die Rezepte im Vorfeld sehr gründlich durchlesen und die Zubereitungszeiten beachten!

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Hüftgold & Lametta – Mein Weihnachtsmenü 2017

APERITIF

Cranberry Mimosa

VORSPEISE

Süßkartoffel-Orangen-Suppe mit Pistazien-Salbei-Topping und Dinner Rolls

ZWISCHENGANG

Babyspinat-Salat mit roten Trauben, Blauschimmelkäse und gerösteten Pekannüssen

HAUPTGANG

Truthahn-Rollbraten mit Gravy und Cranberrysauce, Cider-Rosenkohl und Garlic Mashed Potatoes

DESSERT

Gingerbread Brownies mit Eggnog Ice Cream und Bourbon Caramel Sauce

Hüftgold & Lametta - Das Foodblogger-Weihnachtsmenü 2017

Die weiteren Hauptgerichte

Safrantagliatelle mit Gewürzbutter und Minzmöhren von Möhreneck

Geschmorte Short Ribs | Kürbis-Kartoffelpüree | Gerösteter Rosenkohl von Kleiner Kuriositätenladen

Rinderfilet in Wirsing und Blätterteig mit Wein-Senf-Sauce von Jankes*Soulfood

Rinderbäckchen | Cranberry-Rotkohl | Kartoffelpüree von Colors of Food

Entrecote an Kräuterbröseln, Portweinbirnen und buttrigen Kartoffelsticks von Gaumenpoesie

Kalbskotelett auf Kartoffel-Sellerie Püree und Rosenkohlsalat von gekleckert

Apfel-Zwiebel-Schweinefilet im Blätterteig von Cuisine Violette

Ente – Birne – Erdnuss von IRRE KOCHEN

Schwedischer Weihnachtsschinken – Julskinka – Sous Vide von S-Küche

 

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Das Foodblogger-Weihnachtsmenü 2017 – Das Kochbuch

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