Herzhaft

Mein Ragù Bolognese

Dank einer fiesen Grippe lag ich in der vergangenen Woche komplett flach. Einfach so umgehauen, mit allem drum und dran. Am PC Sitzen war so gar nicht möglich. Und Kochen leider auch nur eingeschränkt.
Von davor habe ich allerdings noch einen Klassiker, den ich unbedingt verbloggen will.
Klar, alles schon da gewesen, hat doch jeder schon mal gemacht usw.
Macht man Ragù Bolognese wirklich mit Milch?
Und was kommt dran, Rot- oder Weißwein?
Rind oder Schwein oder gar beides?

Ich weiß, dass es ein so genanntes Originalrezept gibt und das ist meins ganz sicher nicht.
Ich habe mir jedoch Marcella Hazan zum Vorbild genommen. Die Frau muss es wissen, ist sie schließlich DIE Ikone der italienischen Küche.
Nach ihrem Rezept habe ich mir eine Bolognese für meinen Geschmack zurechtgebastelt und nenne es jetzt einfach mein Ragù Bolognese.
Und es kommt Milch dran! Und statt Rot- natürlich Weißwein. Und sowohl Rind als auch Schwein. Und es schmeckt fantastisch lecker!
Kräuter kommen überhaupt nicht dran, genausowenig wie irgendwelche Brühenzusätze.
Als einziges Gewürz gibt eine Prise Muskatnuss den richtigen Pfiff. Allerdings schummel ich ein bisschen, denn bei mir kommt Olivenöl mit dran, was im Originalrezept nicht vorgesehen ist.
Für solche Art von Gerichten, die stundenlang vor sich hin schmoren oder köcheln müssen, habe ich mir vor einigen Jahren eine einzelne energiesparende Induktionsplatte angeschafft, die sich sehr bewährt hat.
Mein Ragù Bolognese
Zutaten für einen großen Topf (etwa 8-10 Portionen)
3 kleine Zwiebeln
5 kleine Möhren
4 dünne Stangen Staudensellerie
1,5 kg Hackfleisch (2 Teile Rind, 1 Teil Schwein)
1/2 l Milch
1/4 l trockenen italienischen Weißwein
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
2 kg sonnengereifet italienische ganze Tomaten aus der Dose
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Die Zwiebeln und Möhren schälen und sehr fein würfeln.
Den Sellerie putzen und ebenfalls in sehr feine Würfel schneiden.
Etwas Olivenöl und Butter in einem großen Topf mti schwerem Boden zerlassen und das klein gewürfelte Gemüse darin unter Rühren gut andünsten.
Das Hackfleisch dazu geben und so lange unter Rühren braten, bis es durchgegart ist.
Die Milch angießen und die Flüssigkeit bei mittlerer Hitze und offenem Deckel vollständig verdampfen lassen, das dauert etwa 20-30 Minuten.
Danach den Weißwein zum Ablöschen angießen, eine Prise Muskatnuss dazugeben und das ganze wieder leicht einköcheln lassen.
Die Tomaten angießen, grob im Topf zerhacken und das Ragù bei sehr niedriger Temperatur etwa 3-4 Stunden nur leicht simmern lassen.
Sollte zuviel Flüssigkeit verkochen, wenn nötig nach und nach Wasser nachgießen, nicht mehr als 100 ml auf einmal.
Danach muss man erkennen können, wie sich das Fett von der Flüssigkeit trennt und wie das Fleisch ganz weich wird.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Ragù zusammen mit heißer Pasta, die kurz in Butter geschwenkt wurde, servieren und mit Parmesan oder Grana Padano bestreuen.
Zum Aufwärmen das Ragù nochmal mindestens 10 Minuten köcheln lassen.
Man kann es auch sehr gut auf Vorrat kochen und einfrieren.

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3 Kommentare

  • Antworten
    Nina
    18. Dezember 2011 um 8:23

    Mit Milch habe ich Bolognese noch nie probiert, werde ich beim nächsten Mal austesten! Ich koche auch immer mehr davon und friere dann portionsweise ein.

    Liebe Grüße

    Nina

  • Antworten
    Julia Erdbeerqueen
    6. Januar 2017 um 20:36

    Wir haben heute dein Ragu nachgekocht und es war super lecker 🙂
    Danke fürs Rezept
    Liebe Grüße von der Erdbeerqueen

    • Antworten
      Maja
      8. Januar 2017 um 21:13

      Sehr gerne, ich freue mich, dass es geschmeckt hat 🙂

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