Mein Saisonkalender: was wann gut ist und was ich daraus koche

Möhren in einer Kiste auf dem Markt

Saisonale Rezepte sammle ich hier Monat für Monat, sortiert nach dem, was gerade wirklich gut ist. Kein Kalender zum Nachschlagen, sondern eine ehrliche Auswahl aus über 15 Jahren Kochen und Schreiben. Der Kalender wächst über das Jahr weiter, und jedes neue Rezept wandert in den Monat, in den es gehört.

Meine Wurzeln liegen in Hessen, aber seit 2003 ist das Rheinland mein Zuhause. Hier zwischen Köln und dem Umland habe ich das gefunden, was mir beim Kochen am meisten Spaß macht: Wochenmärkte, Hofläden, ein guter Metzger und ein italienischer Großhandel, in dem ich mich regelmäßig verlaufe. Ich kaufe am liebsten zuerst ein und entscheide danach, was daraus wird. Das klingt unorganisiert und ist in Wahrheit die entspannteste Art, saisonal zu kochen.

Denn genau das ist der Punkt: Saisonal kochen heißt nicht, sich an eine Liste zu halten. Es heißt, dass die Zutaten die Arbeit machen. Eine Tomate im August braucht Salz, Olivenöl und sonst nichts. Dieselbe Tomate im Februar braucht Zucker, Kräuter und viel Geduld – und schmeckt trotzdem nicht. Wer im richtigen Monat einkauft, kocht automatisch einfacher.

Unter der Woche muss es auch bei mir schnell gehen, oft vegetarisch und immer frisch. Am Wochenende darf es dann opulent werden, da wird geschmort, gebacken und eingekocht. Beides findet ihr hier. Und weil sich der Kalender mit jedem neuen Rezept füllt, lohnt es sich, im nächsten Jahr noch einmal vorbeizuschauen.

Frisches Gemüse für Gemüsebrühe

Die Monate im Überblick

Der Kalender entsteht Monat für Monat. Den Anfang macht der August, weil er der Monat mit der größten Auswahl im ganzen Jahr ist.

August: Zucchini, Tomaten, Paprika, Aubergine und Pfirsiche. Dazu meine Antworten auf die Zucchinischwemme.

Im September folgen die Pflaumen und Zwetschgen, und damit beginnt bei mir die Backsaison. Danach geht es weiter, bis alle zwölf Monate stehen.

Bis dahin: meine Sammlungen nach Zutaten

Neben den Monaten sortiere ich meine Rezepte auch nach einzelnen Zutaten. Wenn ihr also gerade eine bestimmte Kiste vom Markt nach Hause getragen habt, findet ihr hier schneller etwas:

Ein frischer Bund Grünkohl in der Hand eines Bauern auf dem Markt

Häufige Fragen zum saisonalen Kochen

Wie plane ich saisonal, ohne dass es kompliziert wird?

Kauft zuerst ein und plant danach. Wer mit einer festen Einkaufsliste losgeht, kommt mit Zutaten nach Hause, die gerade nicht die besten sind. Wer sich vom Angebot leiten lässt, kocht saisonal, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Ich gehe deswegen fast nie mit einem konkreten Rezept im Kopf auf den Markt. Stattdessen schaue ich, was gut aussieht und überlege am Stand, was daraus werden könnte. Das braucht ein bisschen Übung und ein paar Grundrezepte, die man ohnehin im Kopf hat. Genau dafür ist dieser Kalender gedacht: Ihr seht, was gerade Saison hat, und findet direkt die passenden Rezepte dazu.

Kaufe ich wirklich nie etwas außerhalb der Saison?

Bei frischem Obst und Gemüse halte ich mich daran, Erdbeeren im Dezember kommen mir nicht ins Haus. Bei haltbar gemachten Zutaten bin ich dagegen entspannt, gute Dosentomaten sind außerhalb der Saison die bessere Wahl als blasse frische Ware.

Ich finde diese Unterscheidung wichtiger als Dogmatismus. Sonnengereift eingelegte Tomaten aus der Dose haben im Januar mehr Geschmack als alles, was dann frisch im Regal liegt. Dasselbe gilt für eingekochte Sauce und Marmelade aus dem eigenen Sommer. Deswegen koche ich im August ein, was geht. Der Rest ist Vorratshaltung, wie sie meine Großmütter auch schon betrieben haben. Und sowas wie Erbsen oder Edamame habe ich standardmäßig im Gefrierfach.

Gemüsekiste auf dem Bauernmarkt

Was kocht ihr gerade?

Ich freue mich immer zu hören, was bei euch auf dem Tisch steht. Schreibt mir gerne in die Kommentare oder markiert mich bei Instagram unter @moeyskitchen, wenn ihr etwas nachgekocht habt.

Neue Rezepte direkt aufs Handy

In meinem WhatsApp-Channel teile ich jedes neue Rezept und immer mal wieder saisonale Tipps aus meiner Küche. Ihr müsst nichts kommentieren und niemand sieht, wer sonst noch dabei ist.