Herzhaft

Pan Pizza 2.0

Rezept für amerikanische Pan Pizza aus der gusseisernen Pfanne

Im letzten USA-Urlaub habe ich es wieder gemerkt: ich bin einfach ein riesiger Fan von amerikanischer Pizza. Ich bestelle mir in der Regel keine Pizza beim Italiener, weil das einfach nicht meins ist. Außer neapolitanische Pizza in meinem Lieblingsladen 485 Grad, würde ich nicht auf die Idee kommen mir klassische Pizza zu bestellen. Die einzige Ausnahme ist da amerikanische Pizza, zum Beispiel New York Style Pan Pizza oder als Deep Dish Pizza Chicago Style. Als ich dann beim Stöbern auf Pinterest über die Pan Pizza gestolpert bin, wusste ich, dass ich sie ausprobieren MUSSTE: Cast Iron Pizza!

Rezept für amerikanische Pan Pizza aus der gusseisernen Pfanne

Alles was ihr braucht ist ein bisschen Zeit für den Hefeteig und eine schwere, gusseiserne Pfanne. Der Pizzateig ist im Vergleich zu klassischem Hefeteig ziemlich weich und kaum formbar. Stattdessen wird er mehr oder weniger in die Pfanne gegossen und mit den Händen glatt gedrückt. Auch die Hefemenge ist unheimlich gering und der Teig sollte mehrere Stunden bei Raumtemperatur ruhen dürfen. Mein Favorit ist die klassische amerikanische Peperoni Pizza, wobei man das nicht mit scharfer Paprika verwechseln darf. Ich meine die würzige Peperoni Salami. Da ich hier keine finden konnte, habe ich mich für eine herzhafte spanische Chorizo entschieden und bin wahnsinnig begeistert von dem Ergebnis. Für die Tomatensauce habe ich einfach mein Grundrezept verwendet, das immer ganz köstlich ist!

Rezept für amerikanische Pan Pizza aus der gusseisernen Pfanne

Das Ergebnis ist eine herrlich krosse, ziemlich luftige Pan Pizza, wie sie amerikanischer kaum sein könnte. Die Zubereitung ist dabei so einfach, dass ihr das Rezept unbedingt mal ausprobieren müsst. Ihr könnt den Teig auch zum Beispiel morgens ansetzen, im Kühlschrank aufbewahren und abends dann die Pizza backen. Viel Spaß beim Nachmachen!

Rezept für amerikanische Pan Pizza aus der gusseisernen Pfanne

Pan Pizza 2.0

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Portionen: 2

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 2 g Trockenhefe (entspricht ca. 1/4 TL)
  • 3/4 TL Salz
  • 150 g handwarmes Wasser
  • etwas Olivenöl für die Form
  • Tomatensauce zum Bestreichen
  • 150 g Mozzarella, gerieben
  • 100 g Chorizo, in dünnen Scheiben

Zubereitung

1

Mehl, Hefe und Salz in einer Rührschüssel vermischen. Das warme Wasser dazugeben und alles rasch zu einem weichen Teig verrühren. Langes Kneten ist nicht nötig, es reicht, wenn man einen Kochlöffel verwendet.

2

Den Teig abdecken und entweder über Nacht im Kühlschrank oder 3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

3

Die gusseiserne Pfanne mit etwas Olivenöl einpinseln und den weichen Teig in die Form gleiten lassen. Mit eingeölten Fingern gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Die Pfanne abdecken und den Teig nochmal 1-2 Stunden gehen lassen.

4

Den Backofen zwischenzeitlich auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig mit Tomatensauce bestreichen und mit Mozzarella bestreuen. Mit den Chorizo-Scheiben belegen und die Pfanne auf den Herd stellen. Bei mittlerer bis hoher Hitze 3-5 Minuten braten. Die Pfanne dann in den Ofen einschieben und die Pan Pizza bis zur gewünschten Bräune weitere 12-15 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Sofort heiß servieren.

Hinweise

Ergibt eine Pizza mit 26 cm Durchmesser. Ich habe das Rezept bisher nur in gusseisernen Pfannen ausprobiert und weiß nicht, ob es in anderen Backformen oder Pfannen auch gelingt.

Rezept für amerikanische Pan Pizza aus der gusseisernen Pfanne

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10 Kommentare

  • Antworten
    Emmi @ emmiscookinside.blog
    3. Mai 2017 um 9:00

    Das ist wunderbar! Genauso geht der italienische Teig aus Neapel, welches ich im Blog habe! 😉 Wenig Hefe, lange Gehzeiten! 😉
    Sieht super lecker aus die Deep-Pan-Pizza 😉
    Lieben Gruß, Emmi

    • Antworten
      Maja
      7. Mai 2017 um 16:55

      So eine italienische Pizza habe ich auch im Blog – mit der anderen Variante hier funktioniert es auch wunderbar 🙂

      Liebe Grüße
      Maja

  • Antworten
    Tanjas Bunte Welt
    3. Mai 2017 um 18:36

    Herrlich aber ich kenne diese Pan Pizzen gar nicht. Sehen aber lecker aus
    Liebe Grüße

    • Antworten
      Maja
      7. Mai 2017 um 16:55

      Es gibt da so eine große Kette, wo man solche Pizzen bekommt 😉 Ansonsten sind sie wirklich super lecker und einfach selbst gemacht.

      Liebe Grüße
      Maja

  • Antworten
    Andreas
    11. Mai 2017 um 8:45

    Auch eine meiner favorisierten Pizzen und bin echt happy, dass ich das Rezept hier gefunden habe. 🙂
    Gibt es auch Alternativen zur Pfanne? Ich habe keine Gußeiserene.

    Gruß

    • Antworten
      Maja
      11. Mai 2017 um 22:07

      Vielen Dank, Andreas! Leider habe ich noch keine Erfahrungswerte mit anderen Pfannen. Hast du sonst vielleicht eine Pizzaform? Ich denke, dass die Hitzeverteilung in der Eisenpfanne sonst ganz besonders und nicht mit normalen beschichteten Pfannen zu vergleichen ist.
      Viele Grüße!

      • Antworten
        Andreas
        15. Mai 2017 um 14:46

        Ich habe noch eine Schmorpfanne aus Silargan die bis 250 Grad backofenfest ist. Müsste von den Hitzeeigenschaften eigentlich ähnlich wie eine gußeiserne sein. Wobei ich etwas Angst habe, da bei der Pfanne dabei steht, dass sie bis zu 250 Grad backofenfest ist. Und das Rezept für die Pizza ja genau diesen Wert verlangt.
        Ansonsten hatte ich noch überlegt, eine Kuchen Springform zu nutzen. Vor dem Ofen in der Pfanne anfangen, dann umsetzen in die Springform. Denke aber, dass dann die Form der Pizza nicht gehalten wird. Du schreibst ja, dass es doch recht dünnflüssig ist.

        • Antworten
          Maja
          17. Mai 2017 um 22:17

          Oh je, da will ich lieber keinen Tipp geben – nicht, dass wir deine Pfanne noch zerstören. Ein heutiger Test der Pizza in einem Ofen bei 230 °C war heute auch nicht ganz so knusprig wie bei 250 °C, deswegen empfehle ich diese hohe Temperatur weiterhin. Das wäre sonst höchstens die Überlegung, mit der Temperatur runter zu gehen. Ich fürchte, dass ohne Eisenpfanne nicht die gleichen Ergebnisse erzielt werden. Hast du denn alternativ vielleicht einen gusseisernen Bräter? Das könnte auch funktionieren.

          • Andreas
            19. Mai 2017 um 8:05

            Danke für deine Antwort. Gußeisen fehlt bisher wirklich noch als einziges in meiner Küche. Vielleicht sollte ich mal mit meiner besseren Hälfte sprechen. Kann man ja immer wieder mal gebrauchen. 🙂

          • Maja
            25. Mai 2017 um 12:10

            Absolut, ich verwende Gusseisen total gerne und häufig in meiner Küche 🙂

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