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Streetfood & Sambal: Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce und selbst gemachtem Sambal ulek

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Wie in den vergangenen beiden Jahren ruft Claudia von Dinner um Acht auch in diesem Jahr wieder zu einem gemeinsamen Blogevent mit der Frankfurter Buchmesse auf: Streetfood & Sambal
Das jeweilige Gastland der Buchmesse soll kulinarisch in den Mittelpunkt gestellt werden und in diesem Jahr ist das Indonesien. Dem Gewinner des Events winkt ein Showkochen in der Gourmet Gallery auf der Frankfurter Buchmesse. In den vergangenen Jahren hatten wir so schon ein tolles Cook it with Samba-Event für das Gastland Brasilien und das Thema Kochen mit Wodka im vergangenen Jahr für Finnland.

Streetfood und Sambal Blog Event für das Gastland Indonesien zur Frankfurter Buchmesse 2015 von Dinner um Acht

In diesem Jahr geht es also um Streetfood und Sambal für Indonesien und dem Gewinner winkt diesmal sogar eine Reise nach Indonesien! Wie toll ist das denn?! Leider, leider kann ich in diesem Jahr aus terminlichen Gründen nicht beim Showkochen dabei sein und bin entsprechend aus der Bewertung und der Chance zum Hauptgewinn raus, buhu.

Trotzdem ist das Thema so toll und ich bin gerne mit einer Kleinigkeit dabei. Die anderen Gewinne klingen ja auch sehr verlockend…Also bin ich erst mal mit dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles!“ an das Thema gegangen und habe geguckt, was ich denn dazu beitragen kann. Dafür habe ich erst mal ausgiebig recherchiert, weil ich mich bisher nicht wirklich ernsthaft mit der ziemlich vielseitigen indonesischen Küche auseinandergesetzt hatte.

Streetfood & Sambal: Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce und selbst gemachtem Sambal ulek (Sambal oelek)

Sambal. Hier in Deutschland vor allem als Sambal ulek bzw. in der niederländischen Schreibweise als Sambal oelek (trotzdem mit u ausgesprochen) bekannt, kennt vor allem jeder als höllisch scharfe Würzsauce in der asiatischen Küche. Sambal selber steht als Überbegriff für eine Vielzahl an Saucen auf Chilibasis, die entweder roh zubereitet oder gekocht werden.

Ulek ist dabei eine der simpelsten Arten und steht für eine rohe Chilipaste, die im Mörser gerieben wird. Ganz klassisch besteht sie daher nur aus roten Chilischoten samt Kernen, Salz und etwas Rotweinessig zum Konservieren. Man kann sie entweder im Mixer zerkleinern oder ganz traditionell von Hand mörsern. Für beides gilt: Achtung, scharf! Kein Scherz, es kann zu Schleimhaut- und Augenreizungen kommen, wenn man zu dicht über dem Mörser hängt! Ich hab die Mischung deswegen zuerst – mit ausreichend Sicherheitsabstand – im Thermomix vorgemixt und dann mit Salz und Essig im Mörser weiter gerieben. Ich hab auch einfach ganz simple rote Chilischoten verwendet, diese gewaschen, die Enden abgeschnitten und die Chili samt Kernen weiterverarbeitet. Gerade die Kerne sorgen nämlich für die Schärfe. Mehr braucht man nicht für ein echtes, klassisches Samal ulek. Das hat nichts mit den fertigen Mischungen im Supermarkt zu tun, die für die Haltbarkeit gekocht und mit weiteren Zusätzen konserviert werden. Der Aufwand hält sich in Grenzen und das Sambal hält sich im besten Fall auch mehrere Wochen im Kühlschrank, wenn man es in ein sterilisiertes, also mindestens mit kochend heißem Wasser ausgespültes Glas füllt.
Das selbst gemachte Sambal ulek kommt hier später als Scharfmacher in die Salatsauce.

Krautsalat oder Kohlsalat soll ein typisches Gericht in Indonesien sein und passt natürlich prima zum Thema Streetfood. Ob Weißkohl oder Chinakohl: man kann den Salat sowohl als Rohkost als auch als gebrühte Variante herstellen. Ich hab mich für Chinakohl und die blanchierte Variante entschlossen, weil das den Salat bekömmlicher macht. Für eine weitere knackige und farbliche Komponente sorgen hier die Karotten im Salat.

Streetfood & Sambal: Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce und selbst gemachtem Sambal ulek (Sambal oelek)

Und die Salatsauce! So lecker, dass ich sie pur hätte löffeln können. Aus Gemüsebrühe, Kokosmilch, Erdnussmus (bitte keine Erdnussbutter verwenden, lieber aus frischen oder gerösteten, ungesalzenen Erdnüssen selber eine Paste herstellen) und Ketjap manis (mittlerweile eigentlich überall in der Asia-Abteilung des Supermarkts erhältlich), der süßen Sojasauce Indonesiens wird hier eine köstliche Erdnussauce gekocht, die eine tolle Schärfe durch das selbst gemachte Sambal erhält. Die Sauce passt damit nicht nur zu diesem Salat sondern auch als Dip zu Gemüse oder den klassischen Saté-Spießen aus Rindfleisch oder Hühnchen.

Zusammengesetzt erhält man einen lecker-würzigen, vegetarischen Salat, der sich prima als Vorspeise, Beilage oder eben klassisches Street Food genießen lässt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Streetfood & Sambal: Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce und selbst gemachtem Sambal ulek (Sambal oelek)

Selbst gemachtes Sambal ulek / Sambal oelek

für 1 kleines Schraubglas

Zutaten

10 rote Chilischoten
1 El Rotweinessig
1 Tl Salz

Zubereitung

Die Chilischoten gründlich waschen und den Stielansatz entfernen. Chilis samt Kernen klassisch im Mörser oder in einem Multizerkleiner bzw. im Thermomix auf mittelhoher Stufe zerkleinern. Es darf ruhig noch etwas stückig sein. Rotweinessig dazugeben und alles zu einer Paste verrühren. Zum Schluss das Salz gut untermischen.

Streetfood & Sambal: Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce und selbst gemachtem Sambal ulek (Sambal oelek)

Indonesischer Kohlsalat mit spicy Erdnusssauce

für 2 große oder 4 kleine Portionen

nach einer Idee aus dem Buch 1 Salat – 50 Dressings* von Tanja Dusy

Für die Erdnusssauce

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
120 ml Gemüsebrühe (selbst gemacht oder aus Bio-Brühpulver)
50 ml ungesüßte Kokosmilch
1 El Erdnussmus
2 El Ketjap manis
1-2 Tl Sambal ulek (Rezept s.o.)
Saft von ½ Limette
etwas Sonnenblumenöl zum Braten

Für den Salat

1 großer Kopf Chinakohl (ca. 500 g)
2 große Möhren
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Etwas Sonnenblumenöl in einem kleinen Topf erhitzen.
Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Würfelchen bei mittlerer Hitze rundherum einige Minuten lang glasig andünsten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen.
Kokosmilch, Erdnussmus, Ketjap manis und Sambal ulek dazu geben und alles unter Rühren aufkochen. Einige Minuten lang einkochen lassen, bis eine sämige Sauce entsteht, dabei aufpassen, dass die Mischung nicht anbrennt. Den Limettensaft unterrühren und die Mischung gut auskühlen lassen.In der Zwischenzeit Wasser in einem sehr großen Topf zum Kochen bringen und salzen.

Die äußeren Blätter vom Chinakohl entfernen und den Strunk herausschneiden. Den Kohl längs vierteln und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.
Die Möhren schälen, die Wurzelenden abschneiden und beide Möhren auf einer Reibe grob raspeln.
Chinakohl und Möhrenraspel ins das kochenden Salzwasser geben und 2-3 Minuten blanchieren.
Danach in ein Sieb abgießen und sofort unter fließendem Wasser kalt abschrecken. Gut ausdrücken und abtropfen lassen, dann auskühlen lassen.Den gut abgetropften und ausgekühlten Kohl mit etwa der Hälfte der lauwarmen oder ausgekühlten Erdnussauce vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und mit der restlichen Sauce und dem Sambal ulek zum Nachwürzen servieren.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Claudia von Dinner um Acht
    12. September 2015 um 13:52

    Maja du bist ein Schatz! Der Salat ist wunderbar und genau so etwas würde mir jetzt sehr gut gefallen. Ich freue mich sehr, dass du mit dabei bist. Nur leider nicht auf der Buchmesse. Das Glück ist uns in den letzten zwei Jahren nicht wohl gesonnen…. Ich drücke die Daumen für nächstes Jahr.
    Liebste Grüße
    Claudia

  • Antworten
    nike
    14. September 2015 um 9:27

    das sieht sooo gut aus. mit erdnusssauce haste mich ja sofort. das muss ich ausprobieren!

  • Antworten
    sassi
    14. September 2015 um 12:27

    du meine güte! das schaut soooo so gut aus und hört sich so lecker an! mit erdnusssauce kriegt man mich sow ie nike echt immer! 🙂

  • Antworten
    Krisi
    17. September 2015 um 12:39

    Oh das klingt und sieht wirklich sehr lecker..Macht mir direkt wieder Hunger;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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