Herzhaft

Wärmende Herbstküche: vegetarische Möhrensuppe mit gerösteten Möhren, Karottensaft und Ingwer (mit veganer Alternative)

Das Arbeitsprojekt ist endlich abgeschlossen und ich hatte mir für heute fest vorgenommen den ganzen Tag in der Küche zu stehen und/oder Blogbeiträge vorzubereiten.
Statt direkt weiter von der kalifornischen Sonne zu schwärmen und euch eine lange Nase zu machen, bringe ich euch erst mal ein feines Herbst-Rezept mit. Heute war so ein ganz wunderbarer Herbsttag mit ganz viel Sonne und blauem Himmel und viel Draußensein. Was gibt es dann schöneres als nach Hause zu kommen, sich gemütlich aufs Sofa zu kuscheln und eine schöne warme Suppe zu essen?

Vegetarische Möhrensuppe / Karottensuppe, serviert mit griechischem Joghurt und Schnittlauchröllchen im Bügeglas

Schon bei der Rösttomatensauce habe ich festgestellt, dass vieles in gerösteter Form einfach besser schmeckt. Und was für Tomaten gilt, kann ja für Karotten auch nicht so verkehrt sein! Wie lecker geröstete Möhren aus dem Ofen schmecken, habe ich schon bei meinem veganen Reisgericht mit Tofu berichtet – die Möhren werden ganz zart und weich und süß und einfach lecker. Daraus dann eine Suppe zu kochen ist noch mal eine Steigerung, das kann ich euch sagen! Mögt ihr schon „normale“ Karottensuppe aus gekochten Karotten, probiert unbedingt mal die Variante mit den Röstaromen. Unglaublich!

Ein frischer Bund wilder Möhren vom Bauern

Der Aufwand wird dadurch natürlich ein bisschen größer: die Möhrchen kommen erst in den Ofen und dann in den Topf, doch das Warten lohnt sich und macht auch noch nach Feierabend Sinn. Belohnt wird man mit einer herrlich cremigen, samtigen Suppe mit ganz wunderbaren Aromen, ohne viele Zutaten.

Meine Möhren nennen sich „Wildmöhren“ und stammen vom Bauern. Ich glaube eher, dass das eine Erfindung des Bauern ist, aber sie erinnern stark an die großen Zuckermöhren. Ich mag sie unheimlich gerne und empfehle sehr die Verwendung von regionalen und saisonalen Karotten, die es jetzt überall gibt!

Eine der wenigen, aber umso effektiveren Zutaten ist der Ingwer. Man schmeckt ihn nicht zu stark heraus, aber er gibt noch mal einen tollen Kick. Mögt ihr partout keinen Ingwer, lasst ihn einfach weg und erhöht oder ergänzt vielleicht einfach den Kräuteranteil.

Statt reiner Brühe und pürierten Möhren ist ein weiterer Clou die Zugabe von Karottensaft! Den könnt ihr entweder selber machen, wenn ihr einen Entsafter habt oder in Bio-Qualität kaufen. Ich mag den Bio-Karottensaft von Alnatura (persönliche Empfehlung!) sehr gern und trinke ihn auch mal so zwischendurch.

Möhrenstücke mit Olivenöl und Meersalz auf dem Backblech - geröstete Möhren für eine vegetarische Möhrensupper

In der Grundversion ist die Suppe vegan, sofern ihr eine vegane Gemüsebrühe verwendet. Ich finde sie aber noch pfiffiger, wenn man ihr zum Servieren etwas griechischen Joghurt oder Saure Sahne hinzufügt. In einer veganen Variante könnte das zum Beispiel auch Sojajoghurt sein.

Eine ähnliche Suppe habe ich schon letztes Jahr beim Blättern in einer amerikanischen Foodzeitschrift gesehen, ich weiß nur bei bestem Willen nicht mehr in welcher.
Deswegen jetzt hier meine Version einer ganz wunderbaren Herbst- und Winter-Suppe – Guten Appetit!

Vegetarische Möhrensuppe / Karottensuppe, serviert mit griechischem Joghurt und Schnittlauchröllchen im Bügeglas

Möhrensuppe mit gerösteten Möhren, Karottensaft und Ingwer

für ca. 3-4 Portionen

Zutaten

750 g Möhren (geschält und ohne Wurzelenden gewogen)
2 kleine Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Thymian, die Blättchen abgezupft
500-750 ml Gemüsebrühe (möglichst selbst gemacht oder in Bio-Qualität)
350 ml Karottensaft (siehe oben)
1 ca. 3 cm dickes Stück Ingwer, geschält
extra natives Olivenöl
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
etwa 50 g griechischer Joghurt oder Saure Sahne, glatt gerührt
etwa 1 Tl Schnittlauchröllchen

Zubereitung

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Etwas Olivenöl auf ein Backblech oder in einen großen Bräter geben.
Die vorbereiteten Möhren schräg in ca. 2-3 cm dicke Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Sie sollten möglichst nicht übereinander geschichtet werden.
Mit weiterem Olivenöl beträufeln und mit etwas Meersalz bestreuen.
30 Minuten auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen rösten, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal gut durchmischen.

In der Zwischenzeit die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen und würfeln.
Beides zusammen mit den abgezupften Thymianblättchen in einem großen Topf bei niedriger Hitze in etwas Olivenöl einige Minuten lang sanft dünsten. Zwiebel und Knoblauch sollen dabei keine Farbe annehmen.
Mit 500 ml Gemüsebrühe und dem Karottensaft ablöschen und die Mischung einmal aufkochen.

Die fertig gerösteten Karotten aus dem Ofen nehmen und vorsichtig in die Suppe geben. Das Ingwerstück ebenfalls dazu geben (bei Verwendung eines Pürierstabs zum Pürieren lieber vorher in mehrere kleine Stücke schneiden), erneut aufkochen und etwa 10 Minuten bei niedriger Hitze sanft köcheln lassen.
Danach mit Hilfe eines Pürierstabs direkt im Topf fein pürieren oder die Mischung in einen Blender umfüllen. Ich hab sie in den Thermomix umgefüllt und super fein püriert.
Die Konsistenz der Suppe ist bei den 500 ml Gemüsebrühe sehr dick und cremig. Wer lieber eine etwas flüssigere Suppe möchte, kann jetzt noch nach und nach etwas mehr heiße Gemüsebrühe untermixen und die Suppe noch einmal aufkochen.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Die Suppe zum Anrichten jeweils mit einem Klecks griechischem Joghurt oder Saurer Sahne versehen und mit Schnittlauchröllchen bestreuen.
Man kann die Karottensuppe nach dem Abkühlen (und vor dem Anrichten mit dem Joghurt!) auch super einfrieren.

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11 Kommentare

  • Antworten
    Barbara
    9. November 2014 um 14:22

    Rösten ist eine gute Idee! Das bringt bei vielem den Geschmack erst richtig raus. Geröstete Walnüsse sind ja auch lecker. Und Deine Suppe gefällt mir sehr gut!

  • Antworten
    Sandra von from-snuggs-kitchen
    10. November 2014 um 10:54

    Das klingt super! "Suppe mit geröstetem" hat mich direkt hergeleitet 😀
    Merke ich mir gleich mal für Samstag vor!

    Und Auto ist immer so eine Sache… Hab einen Reimport und bin sehr zufrieden! 8.000,- € gespart, den Deutschlandservice schon gebraucht und das hat ohne Probleme funktioniert. Kann ich nur empfehlen, würde ich jederzeit wieder einem Neuwagen vorziehen.

  • Antworten
    lieberlecker
    11. November 2014 um 9:57

    Eine wunderbare Suppe mit einer herrlichen Farbe! 🙂
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Antworten
    Ina
    11. November 2014 um 18:53

    mhmmm das sieht wirklich superlecker aus 😀 und da ich hier gerade seeeehr friere (heizung ist defekt…brrr) träume ich ein bisschen von so einem heißen süppchen!

  • Antworten
    Petra B.
    22. November 2014 um 19:31

    Die Suppe hört sich richtig lecker an, kann mir vorstellen das sie durch das rösten einen ganz anderen Geschmack bekommt.
    Liebe Grüße
    Petra

  • Antworten
    Ina von Brotzeitliebe
    10. Januar 2015 um 17:23

    Liebe Maja, ich habe heute Deine Suppe nachgekocht und sie ist soooo unglaublich lecker. Ich hab 750ml Brühe und noch ca. 70ml Orangensaft aufgefüllt und muss sagen, ich bin hellauf begeistert. Vielen Dank für dieses sehr leichte und leckere Gericht <3

  • Antworten
    lotte
    20. Januar 2015 um 7:23

    Ich habe mich als Kind ja vor Karottensuppe gesträubt, aber nur weil bei uns immer klare Suppe auf den Tisch kam.
    Diese gebundenen, cremigen, pürierten Suppen aus Karotten sind heute eines meiner Lieblingsgerichte 🙂

    Schaut super lecker aus!

  • Antworten
    Nicole
    15. Januar 2017 um 20:28

    Hallo Maja! Danke für das Rezept! Tolle Bilder! Bin auch gerade im Suppen-Fieber. Winterzeit ist für mich Suppenzeit! Liebe Grüsse, Nicole

    • Antworten
      Maja
      16. Januar 2017 um 21:38

      Ja, finde ich auch total! Und ich liebe den Geschmack von der Möhrensuppe so sehr. Dieses angeröstete mit den süßen und erdigen Noten. Köstlich!
      Liebe Grüße
      Maja

  • Antworten
    Martina
    25. September 2017 um 3:44

    Liebe Maja, vielen Dank für das geniale Rezept. Es hat umwerfend geschmeckt. Bei mir gab es noch selbstgemachte, ganz kleine, spicy (Sriracha) Meatballs dazu. Danach braucht man für eine ganze Weile keine Heizung…lach.
    Der vegane oder vegetarische Charakter ist natürlich verloren gegangen mit meinen Fleischklößchen. Das weiß ich wohl. Es gibt sicherlich auch eine vegane Variante für diese Meatballs. Ich kann die Kombination nur empfehlen. Einfach köstlich!

    • Antworten
      Maja
      26. September 2017 um 21:12

      Hallo Martina,
      tolle Idee mit den Meatballs, da bin ich sofort dabei und stelle mir das köstlich und toll wärmend vor!
      Vielen Dank für deinen netten Kommentar 🙂

      Liebe Grüße
      Maja

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