Herzhaft

Wintergemüse-Frittata aus dem Ofen nach Hugh Fearnley-Whittingstall aus „Täglich vegetarisch“ (AT Verlag)

Wie versprochen melde ich mich heute noch mal zum Thema Wintergemüse.
Wir müssen dem Sommer und seinen knackig-frischen Gemüsesorten schließlich gar nicht hinterherweinen, gibt es doch genau jetzt all die wunderbaren Wintergemüse frisch auf dem Markt.
Und da gibt es so viel leckeres und schönes dabei: von den verschiedenen Kürbissen über all die unterschiedlichen Rüben, Rettiche, Kartoffeln, Bete, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Zwiebeln und eben die ganzen Kohlgemüse.
Aus regionalem Anbau bekommen wir nun endlich diese ganze wunderbare Saisonvielfalt auf den Tisch und die Ideen zur Zubereitung sind schier grenzenlos. Ich bin ein größer Fan von diesem Wintergemüse!

Für ein Rezept aus einem weiteren vegetarischen Rezensionsbuch war mir deswegen schnell klar, in welche Richtung es gehen soll. Und „Täglich vegetarisch – Die schönsten Rezepte aus dem River Cottage„* von Hugh Fearnley-Whittingstall, auf deutsch erschienen im AT Verlag ist genau wie „Deutschland vegetarisch„* ein wahrer Schatz an Inspirationen für die alltägliche vegetarische Küche.

Deswegen habe ich mir für die „Jeden Tag ein Buch“-Woche auch gleich zwei vegetarische Bücher herausgesucht – wie ihr sicher mitbekommen habt, koche ich unheimlich viel vegetarisch und bin immer auf der Suche nach tollen neuen Ideen.

Ofengebackene Wurzel-Frittata nach Hugh Fearnley-Whittingstall

Auch hier habe ich wirklich viele tolle Anregungen bekommen und war sofort begeistert von diesem Rezept, das im Original „Ofengebackene Wurzel-Frittata“ heißt. Hugh gibt einem dabei nur grob eine Richtung vor, letztendlich sind der Fantasie aber keine Grenzen gesetzt und man nimmt einfach das an Gemüse, was man gerade da hat oder eben frisch auf dem Markt bekommt.

Er spricht von „gemischtem Wintergemüse“ und empfiehlt dafür Schalotten oder Zwiebeln, Möhren, Kürbisse, Pastinaken, Knollensellerie, Rote Bete oder Kartoffeln.
Meine ganz persönliche Zusammenstellung folgt gleich im Rezept – fühlt euch aber frei in der Wahl eures Lieblingsgemüse. Wenn ihr zum Beispiel Reste vom Butternut- oder Hokkaido-Kürbis habt – kein Problem! Oder wie ich noch eine halbe Rote Bete Knolle – wunderbar! Einzelne Pastinaken oder Petersilienwurzeln – prima!
Ich habe die Frittata an einem kühlen Sonntagnachmittag serviert und war absolut begeistert, von der Schlichtheit des Rezept, der Einfachheit des verwendeten Zutaten und des absolut leckeren Ergebnisses.
Nachmachen unbedingt empfohlen!

Ofengebackene Wurzel-Frittata nach Hugh Fearnley-Whittingstall
Wintergemüse-Frittata aus dem Ofen

nach „Täglich vegetarisch„* von Hugh Fearnley-Whittingstall

für 2-3 Portionen

Zutaten

Etwa 400 g gemischtes Wintergemüse, geputzt und geschält
hier: 2 Schalotten, 1/2 kleine Rote Bete, 2 kleine Kartoffeln, 2 kleine Möhren, 1 kleine Pastinake
1-2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
3 El Olivenöl
4 Eier Größe L
1/2 Bund Schnittlauch, in feinen Röllchen
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
2 El Parmesan, Grana Padano oder Pecorino, fein gerieben
Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

1 El Olivenöl in eine Auflaufform mit der Größe von etwa 20 x 20 cm und einem ausreichend hohen Rand geben und verteilen. Ich hab dafür meine Brownie-Form verwendet.
Die geschälten Schalotten vierteln, die Rote Bete und die Kartoffeln in etwa 1,5 – 2 cm große Stücke schneiden, die Möhren und die Pastinake in etwa 0,5 – 1 cm breite Scheiben.
Das Gemüse zusammen mit dem gehackten Knoblauch in die Form geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut miteinander vermischen und möglichst gleichmäßig in der Auflaufform verteilen.

Mit dem restlichen Öl beträufeln und im vorgeheizten Ofen etwa 45 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist und an den Ecken leicht bräunt. Nach der Hälfte der Backzeit einmal gut durchrühren.
Die Eier mit den Schnittlauchröllchen, der gehackten Petersilie sowie Salz und Pfeffer verquirlen und gleichmäßig über das Gemüse in der Form gießen. Den geriebenen Käse ebenfalls gleichmäßig darüber verteilen.
Zurück in den Ofen schieben und die Frittata etwa 10-15 Minuten weiterbacken, bis das Ei gestockt ist.

Zum Schluss ggf. noch mal für 2-3 Minuten den Backofengrill hinzuschalten, damit die Oberfläche schön bräunt.
Die Frittata danach aus dem Ofen nehmen, etwa 5 Minuten auskühlen lassen, vorsichtig aus der Form gleiten lassen und lauwarm oder ausgekühlt servieren.
Dazu passt ein frischer grüner Wintersalat, z.B. mit Feldsalat, Endivien oder Chicorée.

Alle mit einem * gekennzeichneten Links sind Amazon-Affiliate-Links. Es handelt sich hierbei um eine persönliche Empfehlung. Nähere Hinweise zum Affiliate-Programm finden sich im Impresssum.

Das könnte dir auch gefallen

5 Kommentare

  • Antworten
    Christina
    10. November 2013 um 8:44

    Ok, das habe ich mir für nächstes Wochenende direkt aufgeschrieben!

  • Antworten
    like a piece of New York Cheesecake
    10. November 2013 um 10:31

    Hhhmmm…. ich mag Frittata total gerne! Und saisonal, regional und vegetarisch unterstütze ich sowieso – das sollte man viel öfter machen!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Carina

  • Antworten
    Jens
    10. November 2013 um 20:03

    Bis eben kannten wir Frittata noch nicht. Weil wir aber gerne etwas aus dem Ofen essen ist das ein super Kandidat für unser Abendessen. Vielen Dank für die schöne Inspiration!

    Gruß,
    Jens

  • Antworten
    Dani
    11. November 2013 um 11:43

    Hmmm, das sieht toll aus. Wintergemüse wird so oft unterschätzt, echt traurig.
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich selbst erst vor einiger Zeit auf den Geschmack gekommen bin. Dafür liebe ich es jetzt umso mehr 🙂

  • Kommentar hinzufügen

    *