Süß

Die Plätzchenwoche Teil III: Lebkuchen

Weihnachten kommt irgendwie immer so plötzlich und irgendwie auch viel schneller als man denkt. Es ist noch soviel zu machen, da ich aber die ganze Zeit normal arbeite (bis auf die Feiertage natürlich), muss ich alles irgendwie nebenbei machen. Deswegen liefere ich jetzt nur schnell ein tolles Lebkuchen-Rezept zum unbedingt Nachbacken ab. Das Rezept bedarf nicht vieler Worte, es ist einfach köstlich!

Ich habe eine Herde Rudolphs daraus gebacken, aber auch die der Gingerbread Man ist natülich ein Klassiker.
Genau wie das Rezept. Das Bedarf etwas Zeit, die wir jetzt zugegebenermaßen nicht mehr haben, aber vielleicht ist es ja für jemanden eine Anregung für nächstes Jahr.
Der Teig ruht nämlich erst mal 2-3 Tage abgedeckt im Kühlschrank und entfaltet dabei sein volles Aroma. Nach dem Backen liegen die ausgestochenen Kekse dann erst mal 1-2 Tage an der Luft, damit sie richtig schön weich werden. Die Wartezeit lohnt sich aber absolut, denn der Aufwand ist ansonsten relativ gering und das Ergebnis ist ein saftiger, würziger Lebkuchen, den man beliebig dekorieren und verzieren kann.

Lebkuchen zum Ausstechen

500 g Mehl
10 g Weinsteinbackpulver
40 g Kakaopulver, ungesüßt
125 g gemahlene Haselnusskerne
350 g Rohrohrzucker
1 Bio-Zitrone, davon die abgeriebene Schale
1 Vanilleschote, davon das ausgekratzte Mark
1-2 Tl Lebkuchengewürz
1 Tl gemahlener Zimt
2 Eier
200 g cremiger Honig
125 g kalte Butter in Flocken
Für den Lebkuchenteig zuerst das Mehl mit dem Backpulver gut vermischen, dann Kakao und gemahlene Haselnusskerne gut untermischen. Den Zucker ebenfalls gut unter die Mischung rühren.
Zitronenschale, Vanillemark, Lebkuchengewürz und Zimt zuerst seperat vermengen, dann sorgfältig unter die Teigmischung heben.
Eine Mulde in die Mischung drücken und die beiden Eier hineingleiten lassen. Von innen nach außen mit den anderen Zutaten vermengen. Bei mir hat das mein Knethakenaufsatz an der Küchenmaschine sehr gut gemacht, ein normaler Knethaken am Handmixer tut es aber bestimmt auch.
Den Honig zusammen mit der Butter dazugeben und alles gründlich durchkneten, bis ein homogener Teig entsteht. Sollte der Teig noch zu fest sein, kann man noch etwas Milch drangeben.
Der Duft dürfte bereits jetzt betörend sein!
Den Teig gut in Frischhaltefolie einwickeln und 2-3 Tage in den Kühlschrank legen.
Am Backtag den Ofen auf 175 °C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Jeweils kleinere Portionen vom Teig abnehmen und auf einer bemehlten Arbeitsplatte etwa 3-5 mm dick ausrollen. Den Rest immer im Kühlschrank lassen. Der Teig lässt sich auch kalt sehr gut in Form drücken und dann ausrollen.
Beliebige Formen ausstechen oder ausschneiden und auf die Bleche legen. Je nach Ofen etwa 15-20 Minuten backen – die Ränder dürfen sich leicht bräunen, allerdings dürfen die Kekse nicht zu dunkel und fest werden. Lieber etwas zu kurz als zu lang drin lassen.
Sofort auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen lassen.
Danach entweder direkt verzieren, oder die Plätzchen erst mal 1-2 Tage liegen lassen, damit sie schön weich werden.
Royal Icing
1 frisches Bio-Eiweiß ohne Faden
einige Tropfen Zitronensaft
ca. 250 g gesiebter Puderzucker
Eiweiß und Zitronensaft in einer sauberen und fettfreien Schüssel kurz mit einem Schneebesen verquirlen.
Den Puderzucker esslöffelweise dazugeben und immer gut unterrühren, bis das Icing eine glatte und glänzende Konsistenz hat. Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist keinen weiteren Puderzucker mehr dazugeben.
Die Schüssel luftdicht mit Klarsischtfolie abdecken und das Icing 1 Stunde ruhen lassen.
Danach nach Belieben entweder aufteilen und mit Lebensmittelfarbe in Pastenform einfärben oder direkt in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und die Plätzchen nach Belieben verzieren.
Lebkuchen in Rentierform mit Royal Icing - Weihnachtsplätzchen
Weihnachten kann kommen!
Morgen kommt dann erst mal das letzte Rezept für dieses Jahr – mehr werde ich nicht mehr schaffen oder hebe sie für nächstes Jahr auf.
Bevor übrigens jemand was gegen mein Ausstechförmchen sagt – ich finde ebenfalls, dass die Rentiere eher aussehen wie Hasen. Es handelt sich aber um eine original amerikanische Form namens „Reindeer“. Vielleicht ist es ja auch praktisch gemeint, so dass man keine eigene Form für Ostern mehr braucht… Dank der roten Nase sollte man meine Absicht aber hoffentlich erkennen können.

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6 Kommentare

  • Antworten
    Mariell
    23. Dezember 2011 um 7:41

    Die sehen ja total süß aus <3
    Wie lange hält sich so ein Royal Icing?

    LG Mariell
    http://kruemel-in-der-kueche.blogspot.com/

  • Antworten
    F_A
    24. Dezember 2011 um 10:12

    Ja nun, das sind halt fliegende Rentiere. Die sehen ganz bestimmt so aus. 😉
    Immerhin hat Deine Ausstechform den Vorteil, daß es da keine Winkel gibt, in denen der Teig hängen bleiben könnte.
    Was ist der Trick beim Royal Icing? Bei mir ist es nie so schön weiß.

  • Antworten
    Anonym
    10. November 2013 um 20:21

    Hallo Maya,

    weißt du, ob ich wohl dein Rezept auch mit glutenfreiem Mehl machen kann? Bin noch neu auf/in dem glutenfreiem Gebiet 😉
    herzliche Grüße
    Geske

    • Antworten
      Maja
      11. November 2013 um 9:00

      Hallo Geske,

      leider habe ich bisher gar keine Erfahrung mit glutenfreiem Mehl. Deswegen kann ich dir leider gar keine Angabe für die Lebkuchen machen. Tut mir wirklich leid!
      Vielleicht probierst du es einfach mal mit einem glutenfreien Haushaltsmehl oder backstarkem Mehl aus? Du könntest ja sicherheitshalber erst mal die halbe Menge machen, falls es nicht klappt.

      Viele Grüße,
      Maja

  • Antworten
    Anonym
    10. November 2013 um 20:22

    Ach noch eine Frage, kann ich den Kakao einfach weglassen und/oder durch Mehl ersetzen?
    Gruß, Geske

    • Antworten
      Maja
      11. November 2013 um 9:01

      Das Kakaopulver trägt wenn überhaupt nur ganz dezent zum Geschmack bei – es sorgt eher für die dunkle Farbe. Du kannst es also weglassen, solltest es aber durch 40 g Mehl ersetzen, damit die Konsistenz stimmt.

      Viele Grüße,
      Maja

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