Gerade im Sommer und vor allem abends nach Feierabend habe ich manchmal keine große Lust mehr zu kochen. Entweder es ist einfach zu heiß oder ich will nur noch die Füße hochlegen, weil es ein langer oder anstrengender Tag war. Deswegen bin ich ein großer Sandwich-Fan und mache mir abends unheimlich gern belegte Brote. Mal als Käsetoast aus dem Kontaktgrill, mal als klassisch amerikanisches Sandwich mit Salat, Tomate und Schinken. Mal mit hart gekochten Eiern oder Thunfisch-Salat. Und dann gibt es da noch den absoluten Klassiker: Das BLT Sandwich! BLT steht für Bacon, Lettuce (Salat), Tomato. Und ich habe es kurzerhand abgewandelt und aus dem B leckeren Bacon Jam gemacht.

Was ist Bacon Jam eigentlich und wie kann man es selber machen?
Bacon Jam, das ist diese geniale Erfindung aus Bacon, Zucker und Ahornsirup, Kaffee und weiteren leckeren „Schweinereien“ wie Zwiebeln und Knoblauch. Zusammen gekocht ergibt das eine klebrige, würzige Masse. Und diese marmeladenartige, stückige Creme wiederum passt hervorragend auf Toast, oder auf’s Frühstücksei. Außerdem passt sie zum Omelette, auf Burger, in den Salat und zu so viel mehr. Bacon Jam lässt sich prima 1-2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren und angeblich sogar einfrieren. Das allerdings habe ich noch nicht ausprobiert.

Meine besten Tipps für Bacon Jam – so schmeckt es uns am besten
Rezeptideen dazu gibt es wie Sand am Meer. Die Version von Dinner with Julie, die ich gefunden und leicht abgewandelt habe, hat mir großartig geschmeckt. Wichtig sind wie immer die Zutaten und mir kommt nur guter Bio-Bacon in den Topf. Dazu ein toller Espresso von einer Rösterei um die Ecke. Das Ergebnis ist einfach umwerfend lecker und ich hätte das Glas auch im Zweifel pur essen können. In der Kombination als BLT Sandwich ist Bacon Jam aber auch ganz hervorragend.

BLT Sandwich mit Bacon Jam einfach selber machen
Ihr braucht nur ein frisches Weißbrot, frisch getoastetes Toast oder ein Lieblings-Brot nach Wahl, etwas gute Mayonnaise, einige frische Salatblätter und Tomaten. Dazu dann jeweils ein ordentlicher Klecks Bacon Jam und schon steht dem perfekten Sandwichgenuss nichts mehr im Weg! Viel Spaß beim Ausprobieren!


Bacon Jam
Zutaten
- 300 g Bio-Bacon in Scheiben
- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 75 g brauner Zucker
- 1 Tasse frisch gebrühter Espresso
- 50 g Ahornsirup
- 2 EL Bourbon Whiskey optional, alternativ: Apfelsaft
- 1 EL Balsamico-Essig
- 1 EL grober Dijon-Senf alternativ 1 TL normaler Dijon-Senf
Zubereitung
- Den Bacon in feine Streifen hacken und in einem großen Topf mit schwerem Boden bei mittlerer Temperatur langsam auslassen, bis er gebräunt ist. Mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und in eine Schüssel füllen.
- Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und im Baconfett einige Minuten lang andünsten. Dann den Bacon zurück in den Topf geben.
- Braunen Zucker, Espresso, Ahornsirup, Whiskey, Balsamico und Dijon-Senf hinzufügen und alles gründlich verrühren. Bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Mischung goldbraun und leicht dickflüssig ist. Noch heiß in ein gut ausgespültes Glas füllen und am besten noch lauwarm servieren.
Hinweise
- Ergibt ein Glas mit ca. 300 ml.
- Hält sich ein paar Tage problemlos im Kühlschrank, sollte aber möglichst bei Raumtemperatur oder noch besser, wieder leicht erwärmt serviert werden.




3 Kommentare
multikulinaria
3. Juli 2017 um 14:33Ich hatte vor Jahren mal Bacon Jam gemacht und dachte, ich könnte mich überlisten. Für rohen schinken kann ich mich, im Gegensatz zum gekochten Pendant, nämlich nicht so recht begeistern. Nur wusste ich dann nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Direkt aufs Brot war mir der Schinkengeschmack doch zu intensiv. So kombiniert, wie du das hier vorstellst, könnte es aber selbst mir gefallen. Vllt. sollte ich dem Bacon Jam eine 2. Chance geben. 😉
Maja
5. Juli 2017 um 15:13Ich hab den Bacon Jam ehrlich gesagt auch pur gelöffelt… Aber ich finde es in der Kombination mit einem Burger oder Sandwich dann doch noch leckerer. Also ich würde ihm an deiner Stelle noch mal eine Chance geben 😉
Karin
3. April 2026 um 12:43Mega lecker