Süß

Sonntagssüß: Rhabarber-Ofen-Schmarrn

Zugegeben, vorm Tatort zu sitzen und ein Sonntagssüß-Rezept zu tippen, ist eher ungewöhnlich. Aber ehrlich – das, was wir hier eben noch frisch und voller Hingabe gemampft haben, ist so gut, das musste einfach direkt verbloggt werden! Das ist also quasi mehr oder weniger ein Live-Rezept und das will bei mir echt was heißen!
Die Rhabarber-Saison hat nämlich mittlerweile so ziemlich offiziell angefangen. Da ich unbedingt heimischen Rhabarber wollte, musste ich ein bisschen drauf warten. Gestern habe ich ihn aber endlich bekommen und konnte loslegen.

Sonntagssüß: Fluffiger Rhabarber-Ofen-Schmarrn - Kaiserschmarrn mit Rhabarber aus dem Ofen

Und auf meiner Unbedingt-Nachkochen-Liste stand nun also dieser Rhabarber-Schmarrn.
Ursprünglich habe ich ihn in einem Thermomix-Kochbuch entdeckt (ich glaube in dem Saison-Kochbuch für den TM5). So ganz nach meinem Geschmack ist das Original-Rezept nicht, aber die Grundidee gefiel mir ziemlich gut. Allerdings kommt bei mir diesmal nicht der Thermomix zum Einsatz. So gerne ich ihn für alles mögliche benutze – hier geht es um eine schaumig aufgeschlagene Eiermasse. Und da lasse ich nur den Ballonbesen meiner großen Kenwood dran. Und das lohnt sich!

Heraus kommt ein unheimlich fluffiger, saftiger Schmarrn, den ich ganz bequem im Ofen gare. Der Pfiff kommt hier durch den in karamellisiertem Zucker angebratenen Rhabarber, der in der Eiermasse mitgart und wunderbar saftig bleibt. Den letzten Pfiff geben die gerösteten Mandelblättchen und etwas Puderzucker. Schon hat man das perfekte Sonntagssüß, ganz ohne Kuchenbacken. Und der Schmarrn ist so unglaublich locker und lecker!

Sonntagssüß: Fluffiger Rhabarber-Ofen-Schmarrn - Kaiserschmarrn mit Rhabarber aus dem Ofen

Deswegen rede ich nicht mehr drum herum, hier kommt das blitzschnelle und kinderleichte Rezept für einen köstlichen Frühlings-Schmarrn:

Rhabarber-Ofen-Schmarrn

für 2-3 Portionen

Zutaten:

400 g Rhabarber
50 g gehobelte Mandeln
3 Eier (Größe M)
1 Prise Salz
100 g Zucker
100 g frische Vollmilch
100 g Sahne
75 g Mehl, gesiebt
50 g Butter
Puderzucker zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Endstücke vom Rhabarber abschneiden. Die Rhabarberstangen schälen. Den Rhabarber leicht schräg in etwa 3-4 cm große Stücke schneiden.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz in eine große Rührschüssel oder die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Handmixer oder Ballonbesen steif schlagen. In eine andere Schüssel umfüllen.

Eigelb und 50 g Zucker in die Rührschüssel geben und einige Minuten dickschaumig aufschlagen. Milch, Sahne und Mehl dazu geben und kurz, aber kräftig verrühren.
Zuletzt den Eischnee gründlich unterheben.

Eine ofenfeste, große Pfanne (28 cm Durchmesser) auf dem Herd auf mittlere Temperatur erhitzen.

Die Mandelblättchen in der Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht duften und goldbraun sind. Danach aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Die Temperatur beibehalten und die Butter in der Pfanne schmelzen. Die restlichen 50 g Zucker einrieseln und langsam ohne umzurühren kurz karamellisieren lassen. Die Rhabarberstücke hinzufügen und 2-3 Minuten rundherum anbraten, bis der Zucker sich gelöst hat und mit dem Rhabarber vermischt ist.

Die Eiermasse in die heiße Pfanne gießen und die Pfanne in den vorgeheizten Ofen schieben. Den Schmarrn etwa 12-15 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Innen sollte der Schmarrn nicht mehr flüssig, aber noch fluffig sein. Ggf. halbieren, innen test und einfach noch mal 2 Minuten in den Ofen schieben.

Den Schmarrn aus dem Ofen nehmen und mit zwei Gabeln oder einem Holz-Pfannenwender in grobe Stücke zerteilen bzw. zerzupfen. Auf Tellern anrichten, mit den Mandelblättchen bestreuen und mit Puderzucker bestäuben. Sofort servieren.

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3 Kommentare

  • Antworten
    EIN DEKOERZAL IN DEN BERGEN
    24. April 2016 um 22:40

    MEI guat des mechat i jetzt gern,,,
    hob heit RHABARBER KOMPOTT gmacht,,,
    und morgen hätt i eh an KAISERSCHMARRN gmacht,,,
    ja da nehm i doch glei des her,,,

    hob no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

  • Antworten
    Daniela
    25. April 2016 um 11:30

    Ein Rezept ganz nach meinem Geschmack 🙂 dazu noch histaminarm, daher einfach perfekt! Jetzt muss ich nur noch eine Ofen-feste Form in meinem Schrank finden 😉

    Liebe Grüße,
    Daniela

  • Antworten
    Bine
    1. Mai 2016 um 9:50

    Hört sich seeehr lecker an! Hier wurde schon dreimal unser geliebter Rhabarberkuchen gebacken.
    Und aus dem Rest: Kompott!
    LG Bine

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