Herzhaft

Die Metro-Kochherausforderung: vegetarische Einweihungsparty mit Bulgur-Sushi, Tomaten-Gin-Süppchen, Zuckerschoten-Salat, gerösteten Kichererbsen und mehr

Ich mag Herausforderungen.
Ich habe an einem verkaufsoffenen Sonntag im Düsseldorfer ZWILLING-Store gestanden und für die Kundschaft gekocht und gebacken.
Ich habe ein Kochbuch geschrieben.
Ich habe eine Woche lang streng regional eingekauft und daraus gekocht.
Deswegen habe ich mich auch direkt gemeldet, als Carmen und Anna vom METRO Genussblog zu einer neuen Kochherausforderung aufgerufen haben. Sonst schaffe ich es fast nie dabei zu sein – das letzte Mal hab ich vor exakt zwei Jahren mitgemacht und ein Drei-Gänge-Menü gezaubert. Dieses Mal lautete das Thema „Einweihungsparty“, der Warenkorb ist rein vegetarisch und da sag ich doch nicht Nein.

Es geht hier nicht darum etwas zu gewinnen oder sich zu messen, es gibt auch kein Geld dafür – mich reizt einfach die Herausforderung einen völlig unbekannten Warenkorb zu bekommen und diesen komplett verarbeiten zu müssen. Denn das ist kein Spaziergang, sondern eine echte Herausforderung… Und dann gucke ich natürlich auch immer sehr neugierig in die anderen Blogs, was sie sich haben einfallen lassen.

Ich hatte lustigerweise direkt zu allen eine direkte Eingebung, die ich auch umgesetzt habe. Reichlich bunte Tomaten und Gin? Klar, eine kalte Suppe mit ordentlich Wums! Grober Bulgur und Noriblätter? Ob man aus Bulgur Sushi machen kann? Man kann! Chicorée? Schiffchen! Und so hab ich dann mal ein kleines Partybuffet auf meinem Esstisch gezaubert. Dazu gibt es noch ein bisschen frisches Brot, der restliche Gin wird direkt zu leckerem Gin Tonic verarbeitet und los geht die Party!

Kalte Tomaten-Gin-Suppe mit gerösteten Halloumiwürfeln zur Metro Kochherausforderung

Kalte Tomatensuppe mit Gin und gerösteten Halloumiwürfeln

Zutaten

1 kg gemischte, vollreife Tomaten, z.B. gelbe Tomaten, Ochsenherztomaten, grüne Tomaten usw.
2 El Olivenöl
3-4 cl Gin (oder nach Geschmack mehr…)
frisch gemahlener schwarzer oder weißer Pfeffer
Meersalz
Chiliflocken
1 Stück Halloumi
Sonnenblumenöl zum Braten

Zubereitung

Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen oder kurz in einem Topf mit kochendem Wasser blanchieren. In einer Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken, dann die Haut abziehen.
Tomaten halbieren, den Strunk entfernen und die Tomaten mitsamt Fruchtfleisch in einen Standmixer oder den Thermomix geben. Olivenöl, Gin, Salz und Pfeffer und etwas Chili dazu geben und alles sehr gründlich durchpürieren. Durch ein feines Sieb in eine verschließbare Schüssel streichen und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Ich verzichte bewusst auf Kräuter oder weitere Zusätze, um den Eigengeschmack der reifen Tomaten hervorzuheben.
Zum Servieren den Halloumi in kleine Würfel schneiden und in etwas neutralem Öl in einer kleinen Pfanne knusprig braten.
Halloumiwürfel zur kalten Tomatensuppe reichen.

Bulgur-Sushi mit Möhren und Gurken zur Metro Kochherausforderung

Bulgur-Sushi mit Möhre und Gurke

Zutaten

100 g grobkörniger Bulgur
2 El Reisessig
1/4 kleine Salatgurke
1 mittelgroße Möhre
50 g Naturjoghurt mit 10% Fett oder Saure Sahne
1/4-1/2 Tl Pul Biber
Salz, Pfeffer
5 Noriblätter

Zubereitung

Den Bulgur in der dreifachen Menge Wasser mit etwas Salz etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis er gar ist. Danach durch ein Sieb abgießen, etwas auflockern und den Reisessig unterrühren. Vollständig auskühlen lassen.
Die Gurke gründlich waschen, aber nicht schälen. Halbieren, mit Hilfe eines Teelöffels das Kerngehäuse entfernen und die Gurke längs in feine Streifen schneiden.
Die Möhren schälen und ebenfalls längs in feine Streifen schneiden.
Naturjoghurt mit Pul Biber, Salz und Pfeffer abschmecken und glatt rühren.
Jeweils ein Noriblatt auf die Arbeitsfläche legen und je 1 Tl des Joghurts gründlich darauf verstreichen. Etwa 2-3 El des abgekühlten Bulgurs darauf geben und gleichmäßig auf dem Noriblatt verteilen, dabei rundherum etwa 1 cm Rand freilassen. Einige Gurken- und Möhrenstifte an einem Ende längs in Form eines Streifens auf dem Bulgur verteilen und das Noriblatt von dieser Seite her fest aufrollen. Die Rolle gut andrücken und 10-15 Minuten in den Kühlschrank legen. Danach mit Hilfe eines scharfen, angefeuchteten Messers in einzelne Stücke schneiden und direkt servieren.

Zuckerschoten-Salat mit Erbsensprossen und gerösteten Kichererbsen aus dem Ofen für die Metro Kochherausforderung

Zuckerschoten-Salat mit Erbsensprossen und gerösteten Kichererbsen

Für die gerösteten Kichererbsen

1 Dose Kichererbsen
2 El Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 Tl Kreuzkümmel
1/4 Tl Pul Biber oder frisch gemahlene Chiliflocken
Pinienhonig oder anderer flüssiger Honig

Für den Zuckerschoten-Salat

300 g frische Zuckerschoten
1 Schalotte
3 El Olivenöl
50 g Erbsensprossen (Pea Shoots)
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Pinienhonig oder anderer flüssiger Honig

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Kichererbsen in ein Sieb abgießen und unter fließendem Wasser gut durchspülen. Danach auf Küchenpapier geben und gut trockentupfen.
In einer kleinen Schüssel das Olivenöl mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Pul Biber verrühren. Mit den Kichererbsen gründlich vermischen.
Ohne Backpapier auf ein Backblech geben, etwas Honig über die Kichererbsen träufeln und die Mischung etwa 30 Minuten im Ofen rösten, bis die Kichererbsen knusprig sind. Auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen, danach auskühlen lassen.

Die Zuckerschoten gründlich putzen, trocken schütteln und halbieren. Die Schalotte schälen und in dünne Ringe schneiden.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, die Schalottenringe und Zuckererbsen dazu geben und bei mittlerer Temperatur etwa 8-10 Minuten rundherum andünsten, mit Salz und Pfeffer und einem kleinen Klecks Pinienhonig abschmecken. In eine große Schüssel umfüllen und auf Raumtemperatur auskühlen lassen. Die Erbsensprossen dazu geben und gut unterrühren. Auf eine Servierplatte geben und mit einer guten Handvoll gerösteten Kichererbsen bestreuen. Die restlichen Kichererbsen als Snack dazu reichen.

Chicorée-Schiffchen mit Spargel Panna Cotta als Fingerfood zur Metro Kochherausforderung

Chicorée-Schiffchen mit Spargel Panna Cotta

Zutaten

1 Bund weißer Spargel (500 g)
500 g Sahne
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
ca. 2 Päckchen AgarAgar (z.B. Agartine, entsprechend 10 Blatt Gelatine)
3 große Chicorée-Stauden

Zubereitung

Die Enden vom Spargel abschneiden, die Stangen schälen und in jeweils fünf Stücke schneiden.
Zusammen mit der Sahne in einen mittelgroßen Topf geben und unter Rühren bei schwacher Hitze etwa 10-12 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Spargel gar ist.
Den komplette Mischung im Thermomix, einem Standmixer oder mit dem Pürierstab ganz fein durchpürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gut abschmecken.
Die Agartine nach Packungsanleitung unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen unter die heiße Spargelmasse rühren.
Die Spargelmischung in eine Schüssel umfüllen und im Kühlschrank etwas anziehen lassen. Jetzt gilt es den richtigen Zeitpunkt abzupassen: die Mischung darf nicht zu flüssig sein, damit sie nicht aus dem Chicorée herausfließt, darf aber auch noch nicht geliert sein. Das ist etwas tricky und man muss ggf. ein paar Probeblätter einplanen.
Den Chicorée sauber in einzelne Blätter teilen und diese bündig in eine schmale Auflaufform, eine Plastikdose oder ähnliches schichten, damit die Blätter nicht verrutschen oder umkippen können.
Die dickflüssige Panna Cotta vorsichtig in die Blätter verteilen und die Chicorée-Schiffchen im Kühlschrank noch etwa 2 Stunden festwerden lassen. Danach als Fingerfood servieren.

Der Warenkorb wurde mir freundlicherweise von der Firma METRO Cash & Carry Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es keine Verbindlichkeiten oder gesonderte Vereinbarungen außer den kompletten Warenkorb zu verkochen.

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8 Kommentare

  • Antworten
    Carmen
    15. Juni 2015 um 11:48

    Hallo liebe Maja, das liest sich sehr lecker! Besonders die Idee, die Kichererbsen zu rösten, finde ich super. Ist schon auf der Nachkochliste! Herzliche Grüße Carmen

  • Antworten
    Wolkenfees Küchenwerkstatt
    15. Juni 2015 um 15:52

    Wow, sieht sowas von klasse und lecker aus. Und ich weiss wieviel Arbeit aber auch Freude das macht ggg. Liebe Grüße Anne

  • Antworten
    Wolkenfees Küchenwerkstatt
    15. Juni 2015 um 15:52

    Wow, sieht sowas von klasse und lecker aus. Und ich weiss wieviel Arbeit aber auch Freude das macht ggg. Liebe Grüße Anne

  • Antworten
    Sarah
    17. Juni 2015 um 8:15

    Oh Mann, sieht das großartig aus! Bei den Chicorée Schiffchen und den Sushis hatten wir ja ähnliche Gedankengänge 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah
    KüchenAtlas

  • Antworten
    AnnasArt
    17. Juni 2015 um 10:07

    Wow, das ist ja mal eine Herausforderung. Du hast das toll umgesetzt!
    LG Ingrid

  • Antworten
    Sina
    19. Juni 2015 um 7:43

    Hallo Maja,

    die Bulgur-Sushi sehen so lecker aus! 🙂 Die muss ich als großer Sushi Fan unbedingt bald mal ausprobieren. Auch den Zuckerschoten-Salat habe ich gleich mal abgespeichert. 😉

    Liebe Grüße
    Sina von veganheaven.de

  • Antworten
    Anonym
    22. Juni 2015 um 5:32

    Wow, was für ein fantastisches und originelles Buffet. Nur der Teil mit der Agartine scheint mir falsch zu sein. Die gibt es nämlich (soweit ich weiß) nur als Pulver und nicht als Blätter. Dementsprechend muss man die auch nicht einweichen. Zumindest laut Packungsangabe auf der Rückseite. Daher habe ich auch häufig Schwierigkeiten bei der Nutzung von Agar oder Agartine. Hast du da wirklich ein pflanzliches Geliermittel benutzt? 😉

    • Antworten
      Maja
      30. Juni 2015 um 8:49

      Nein, wie schon im Rezept mit angegeben ist, habe ich ursprünglich mit Gelatine gearbeitet. Als sich im Verlauf der Rezepte rausstellte, dass das Buffet ansonsten komplett in eine vegetarische Richtung geht, habe ich das Rezept entsprechend umgeändert, damit auch die Spargel Panna Cotta vegetarisch ist. Ich arbeite gerne mit Agar Agar (wenn ich dran denke und es im Haus habe) und man kann es hier genauso gut verwenden wie Gelatine. Deswegen der Hinweis darauf.

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