Herzhaft

Kalte Erfrischung an heißen Sommertagen: Wassermelonen-Gazpacho

Momentan hab ich mal wieder eine totale Kochunlust-Phase und esse am Liebsten kühl, wie zum Beispiel Wassermelonen-Gazpacho. Gerade durch die Schwüle der letzten Wochen hänge ich sowieso ziemlich in den Seilen. Das ist einfach nicht mein Wetter. Umso mehr freue ich mich aber über die Sommerküche – frisches Obst, kalte Buttermilch, Gemüsesticks und abends gerne mal ein Glas Weißwein, ein paar Oliven, Trauben, leckerer Käse und frisches Brot. Alles von den Franzosen und Spaniern abgeguckt – die wissen, wie mans macht!

In der Küche ist es einfach zu warm – das hält mich zwar am Wochenende vom Backen nicht ab, aber gerade nach der Arbeit habe ich meistens nicht mehr Energie als mich in den Schatten oder direkt den Biergarten zu schleppen und mit einem Kaltgetränk niederzulassen.

Kaltgetränk – da sind wir schon beim Thema. Nichts geht über eiskaltes Wasser mit Zitronenscheiben, Limettenstückchen, Erdbeeren oder auch Gurkenscheibchen. Manchmal trinke ich auch gerne einen Schluck Sirup im Mineralwasser. Oder mische eines meiner liebsten Mädchen-Getränke aus Mineralwasser, Holunderblütensirup, Zitronenscheiben und tiefgefrorenen Himbeeren. Mhhhmmm… Vor einem Jahr habe ich dann zum ersten Mal Wassermelonen-Limonade gemacht. Boah, ist das lecker und erfrischend!

Kalt serviert: Gazpacho mit Tomaten und Wassermelone, mit Olivenöl beträufelt

Als ich aber jetzt auf der Suche nach einer herzhaften, flüssigen Erfrischung war und mehrfach über Gazpacho gestolpert bin, habe ich dabei bei Foodgawker ein paar mal auch Gazpacho mit Wassermelone entdeckt. Die Idee klang jedenfalls genial: Wassermelonen-Gazpacho! Gazpacho andaluz ist der Klassiker – ich liebe Gazpacho auch im Spanienurlaub sehr. Wassermelone als Grundlage finde ich aber auch ziemlich spannend und habe das Originalrezept deswegen etwas abgewandelt.

Grüne Paprika finde ich zum Beispiel etwas schwierig in Kombination mit Wassermelone. Und auch Weißbrot und Knoblauch wollte ich nicht in meiner kalten Suppe haben. Allerdings soll sie herzhaft sein und nicht zu süß schmecken, deswegen passen Gurken, Tomaten, Essig, Salz und Olivenöl prima.

Auch bei der Konsistenz kann man sich streiten: manche mögen es stückiger, andere lieber glatt püriert. Ich hab mich für die letztere Variante entschieden – so kann man die Suppe prima aus einer Schüssel löffeln, aber genauso gut aus einem Glas trinken oder in hübschen Glasflaschen oder Marmeladengläsern zum Picknick mitnehmen.

Und ich kann euch beruhigen: die Suppe schmeckt nicht so süß, wie man vielleicht erwartet – trotz der Wassermelone. Man schmeckt die Gurke raus und insgesamt von Konsistenz und Geschmack her, könnte man meine kalte Suppe glatt als roten Smoothie verkaufen. Probiert die Geschmackskombination unbedingt mal aus – das passt alles echt prima zusammen, ist ratzfatz zusammen gerührt und super erfrischend an heißen Sommertagen! Lässt sich zum Beispiel prima morgens vorbereiten und abends genießen.

Gazpacho - kalte Suppe in einem tiefen Teller serviert, mit Basilikum und Olivenöl

Wassermelonen-Gazpacho

für 6-8 Portionen

Zutaten

1 kg Wassermelone, möglichst kernlos und nur das Fruchtfleisch abgewogen
1 große reife, kernarme Tomate, zum Beispiel Ochsenherz
1 Salatgurke
1 Schalotte
1 Handvoll Basilikumblätter
2-3 Esslöffel Balsamico bianco oder Weißweinessig
Meersalz
extra natives Olivenöl zum Servieren

Zubereitung

Die Wassermelone in grobe Stücke schneiden und in einem Blender, großen Mixer oder dem Thermomix sehr fein pürieren. Alternativ in eine hohe Schüssel geben und sehr gründlich mit dem Pürierstab durchmixen. Danach durch ein feines Sieb in eine große Schüssel streichen.

Die Tomate gut waschen, vierteln und in den Mixer geben.
Die Gurke schälen, die Enden abschneiden und das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen. Die Gurke in grobe Stücke schneiden und mit in den Mixer geben.
Die Schalotte schälen und vierteln. Das Basilikum waschen, trocken schütteln und zusammen mit den Schalottenvierteln zu den Tomaten- und Gurkenstücken geben.
Alles zusammen wieder sehr gründlich durchmixen, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Durch das Basilikum wird die Farbe eher unappetitlich – das sieht man aber später nicht mehr.

Die Tomaten-Gurken-Mischung wieder durch ein feines Sieb in die pürierte Wassermelone streichen und dabei die Tomatenkerne und -häute abfangen und entsorgen.
Die Mischung in der Schüssel mit Essig und Salz abschmecken und gründlich durchrühren, bis sich alles gut vermengt hat.
Gut abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden, besser etwas länger durchziehen und durchkühlen lassen.
In tiefen Tellern oder Gläsern servieren und vorher noch mit etwas Olivenöl beträufeln.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Krisi
    6. August 2014 um 8:54

    Hm, sieht super aus und klingt sehr lecker, wirklich eine tolle Idee. Werde ich mir merken=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

  • Antworten
    lunasphilosophy
    6. August 2014 um 18:41

    ooooh, diese Küchenunlust bei solch warmen Temperaturen kenn ich. Süße, du bist nicht allein 😉

  • Antworten
    Kiki
    8. August 2014 um 9:21

    ohja, mit der Kochunlust bist du wirklich nicht alleine :/ aber bald kann wieder losgekocht werden 🙂 und bis dahin essen wir eben alle Gazpacho, die sieht nämlich sehr sehr gut aus 🙂 Liebste Grüße, Kiki

  • Antworten
    Claudia ~ Food with a View
    8. August 2014 um 14:36

    Deine Suppe klingt nach einer wunderbaren Erfrischung, liebe Maja. Und bei Foodgawker hole ich mir auch oft Anregung :-). Schöne Grüße nach Köln!

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