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Müsli der Woche: selbstgemachtes Knuspermüsli – Heute: Macadamia-weiße Schokolade-Granola

Es ist wieder Müsli-Freitag, juchu! Heute wieder mit einer Hammermischung, perfekt für das dekadente Wochenend-Frühstück!
Es gibt einfach Kombination, die immer funktionieren. Apfel und Zimt, Erdbeeren und Sahne, Karamell und Salz. Und so eben auch der Dauerbrenner aus gerösteten und gesalzenen Macadamianüssen in Kombination mit weißer Schokolade.

Die Cookies in dieser Geschmacksrichtung kennt wohl jeder. Ich habe sie hier auch schon vor Jahren verbloggt: Macadamia-Weiße Schokolade-Lieblingsplätzchen. Auch als Blondie funktioniert die Kombination ganz wunderbar: Blondies mit weißer Schokolade und gesalzenen Macadamias.
Warum also nicht mal ein Knuspermüsli in der leckersten aller Geschmackskombinationen?!

Macadamia-weiße Schokolade-Granola, Knuspermüsli zum Wochenendfrühstück

Ich habe hin und her überlegt und getüftelt und schließlich festgestellt: auch im Müsli müssen die Macadamias geröstet und gesalzen sein. Das ist so gut und geschmacksintensiv. Normale Macadamias sind zwar auch lecker, gehen aber ein bisschen unter.
Weiße Schokolade muss doppelt rein – das ist die zweite Erkenntnis. Einmal schmelze ich weiße Schokolade für die flüssige Mischung. Die wird mitgebacken. Und dann kommen ganz zum Schluss noch mal kleine Stückchen weiße Schokolade mit ins Müsli. Wer keine weißen Schokotropfen bekommt (ich habe sie in England gekauft), hackt oder raspelt einfach normale weiße Schokolade.
Wenn dann noch ein Hauch malzig-karamelliger Vollrohrzucker und ein ganz mildes Rapsöl ins Spiel kommen, haben wir die Jackpot-Mischung erreicht! 100 Punkte für diesen Müsligenuss!

Macadamia-weiße Schokolade-Granola, Knuspermüsli zum Wochenendfrühstück

Macadamia-weiße Schokolade-Granola

für etwa 700 g fertiges Müsli (ca. 14 Portionen zu je 50 g)

Zutaten

200 g Haferflocken, Großblatt bzw. kernige Haferflocken
200 g Dinkelflocken
50 g Weizenkleie
50 g Haferkleie
125 g geröstete und gesalzene Macadamiakerne
40 g Rapsöl, nativ und möglichst mild
50 g weiße Schokolade, in groben Stücken
30 g (2 EL) Vollrohrzucker
nach Geschmack: 50 g weiße Schokolade, geraspelt, als Schokotropfen oder grob gehackt

Zubereitung

Den Backofen auf 140 °C Umluft oder 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Ein großes Backblech großzügig mit Backpapier auslegen, so dass auch ein Rand hochsteht.

Hafer- und Dinkelflocken zusammen mit den beiden Kleiesorten in eine sehr große Schüssel geben und alles mit einem großen Löffel gründlich vermischen. Die Macadamianüsse grob hacken: kleine Nüsse halbieren, größere Exemplare besser vierteln. Mit zu der Müslimischung geben und gründlich verrühren.

Rapsöl, weiße Schokolade und Vollrohrzucker zusammen in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger Temperatur erwärmen und so lange rühren, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist und sich der Zucker etwas aufgelöst hat.

Die warme Mischung über die Flocken gießen. Mit Hilfe einer Gabel in der einen Hand und einem Löffel in der anderen Hand die Müslimischung nun sehr gründlich durchrühren. Ich mache dafür Bewegungen wie mit einem Salatbesteck und mische die Flocken von unten immer wieder nach oben. Wichtig ist, dass sich alles sehr gründlich verteilt und wirklich jede Haferflocke mit der Ölmischung in Berührung kommt. Wenn kleine Klümpchen entstehen, sollte man die immer wieder etwas auseinander drücken. Meistens dauert es einige Minuten, bis ich eine perfekte Masse ohne Klümpchen und ohne trockene Stellen habe.

Die Müslimischung aus der Schüssel auf das Backblech gleiten lassen und mit Hilfe der Gabel oder des Löffels auf dem Blech verteilen. Das Müsli sollte wirklich bündig auf dem ganzen Blech verteilt sein und gleichmäßig angedrückt werden, so als ob man einen Kuchen glatt streicht.

Das Blech ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens einschieben und das Müsli etwa 12-15 Minuten backen, bis es goldbraun und knusprig wird und leicht duftet. Doch jeder Ofen ist anders, fangt deswegen lieber mit 12 Minuten an und lasst das Blech noch etwas im Ofen, wenn euch das Müsli noch nicht goldbraun genug ist.

Das Backblech aus dem Ofen holen und auf ein Kuchengitter stellen. Blech und Müsli vollständig auskühlen lassen. Am Anfang ist das Müsli nämlich noch sehr weich, wenn es direkt aus dem Ofen kommt. Erst wenn es auskühlt wird es fest und knusprig und zu einer Art „Müsliplatte“. Sobald diese vollständig ausgekühlt ist, kann man das Müsli nun in Stücke brechen, mit einem Pfannenwender teilen oder zwischen den Händen in die gewünschte Größe zerreiben.
Je nach Geschmack jetzt noch die weißen Schokotropfen bzw. die gehackte weiße Schokolade unter das kalte Müsli mischen.
Danach gleich luftdicht verpacken, am besten in ein Glas oder eine Plastikdose und innerhalb von einem Monat genießen.

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9 Kommentare

  • Antworten
    FeeMail
    23. Mai 2014 um 8:05

    Mensch, das klingt mal wieder genau nach meiner Kragenweite. Außer, dass ich keine Macadamias mag, aber die ersetze ich einfach, ohne mit der Wimper zu zucken, durch Cashews :)!

  • Antworten
    Jenny
    23. Mai 2014 um 8:36

    Das klingt richtig gut! Das probiere ich einfach mal aus am Wochenende. Hab ein tolles!

  • Antworten
    Berliner Küche
    23. Mai 2014 um 8:58

    woah! ich glaube, ich habe gerade mein neues lieblingsmüsli entdeckt. 🙂

  • Antworten
    Gourmande
    23. Mai 2014 um 9:20

    Oh Gott, ich schmelze dahin! Das liest sich SOSOSO lecker! Ich will noch mal frühstücken jetzt!

    Und ich bin dafür, dass du den Vorschlag aus Brasilien in die Tat umsetzt und einen Müsliversand aufmachst! 😉

    LG
    Melissa

  • Antworten
    Tonkabohne Sabine
    23. Mai 2014 um 17:34

    Liebe Maja,
    Da blinken meine Augen beim lesen, genau meine Favoriten, hach…
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  • Antworten
    Anonym
    23. Mai 2014 um 22:49

    Liebe Maja,
    ich habe dieses Müsli direkt ausprobiert..aber irgendwas ist glaube ich schief gegangen…das Müsli ist nicht so schön knusprig und klumpig geworden wie dein Rachels Granola habe mich an die Mengenangaben gehalten.Was hab ich falsch gemacht????
    Danke!

    • Antworten
      Maja
      25. Mai 2014 um 9:27

      Vielen Dank für deinen Hinweis.
      "Klumpig" wird diese Mischung nicht – das kommt nur zu Stande, wenn man Honig oder Ahornsirup zugibt. Aber knusprig sollte sie natürlich schon werden.
      Wie hoch hattest du das Müsli denn auf dem Blech liegen und hattest du es richtig gut angedrückt? Wenn es höher als etwa 1,5 cm liegt, sollte man es vielleicht mal nach 8-10 Minuten durchrühren und noch mal genauso lang weiterbacken. Das hängt auch immer ein bisschen vom Ofen ab. Ist es ganz flach angedrückt reichen bei mir etwa 13 Minuten – sobald es aber höher liegt, wird es länger brauchen, um ganz durchgebacken zu sein. Ansonsten hat sich die weiße Schokolade aber auch im Zweifel nicht richtig verbunden, das Müsli bleibt etwas feucht und schimmelt dann auch schnell.
      Du kannst es einfach noch mal auf ein Blech geben, mit ein paar Tropfen Öl beträufeln (oder auch etwas Honig, wenn du es lieber klumpig haben möchtest) und noch mal backen, bis es die gewünschte Knusprigkeit hat.
      Viel Erfolg und viele Grüße,
      Maja

    • Antworten
      Anonym
      27. Mai 2014 um 9:06

      Danke für deine Antwort Maja! Ich war gestern Abend auch ganz verwirrt, wieso das nicht klumpig ist wie das letzte. Aber die Erklärung macht Sinn und schmecken tut es auf jeden Fall!

    • Antworten
      Anonym
      27. Mai 2014 um 21:05

      Hallo Maya,
      danke für deine Antwort! Ich hatte das Müsli sogar auf zwei Bleche verteilt, ich denke auch, dass es am Ofen liegt, ich werde das nächste mal das Musli bei Ober- Unterhitze backen!
      Mit dem Honig werde ich auch ausprobieren, weil ich es lieber klumpig mag! 🙂
      Noch eine Frage: ich hatte braunen Rohrzucker verwendet weil ich Vollzucker nicht kenne, was ist das für eine Sorte? Wo sind die Unterschiede?
      Das Müsli wird auf jeden Fall nochmal ausprobiert…denn geschmacklich ist es top…danke für dieses tolle Rezept!

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