Herzhaft

Wie die One Pot Pasta schließlich auch zu mir fand und warum es sie jetzt öfter bei mir gibt

One Pot Pasta mit Tomaten, Walnüssen und mariniertem Feta

One Pot Pasta – Dieses Wort kam in meinem Sprachgebrauch bisher nicht vor. Zumindest bis Freitag. Denn da durfte ich eine ziemlich große Portion davon aus dem Buch Clean Eating: Natürlich, pur & unbelastet* von der lieben Katharina von Katharina kocht. zubereiten. Zusammen mit anderen Bloggern war ich vom Trias Verlag zur „Trias Blogger Kitchen“ in ein hippes Berliner Loft eingeladen. Zusammen kochten und lachten wir und meine Bilder vom Abend findet ihr unter dem Hashtag #triasbloggerkitchen und in meinem Account bei Instagram.
Und so stand ich also erstmals vor einem großen Topf, kippte kaltes Wasser, Olivenöl und Oregano auf rohe Vollkorn-Nudeln und schichtete nach und nach Tomaten, Brokkoli und Frühlingszwiebeln darüber. Das soll funktionieren?
Und wie das funktionierte! Wie lecker das schmeckt. Warum nur habe ich vorher nie One Pot Pasta ausprobiert?

One Pot Pasta - frische Pasta, alles aus einem Topf. Mit getrockneten und frischen Tomaten, Walnüssen, mariniertem Feta und Basilikum

War es letztes oder vorletztes Jahr, als der von Martha Stewart gestartete Trend zu uns herüberschwappte, nachdem sie dieses Gericht angeblich in einem kleinen italienischen Dorf entdeckt hatte? Plötzlich sah man in allen Blogs und Magazinen dieses ominöse Gericht. Nudeln, die in Wasser oder Brühe mit weiteren Zutaten direkt garten. Mich erinnerte das eher an Studenten-WG-Küchen. Alles rein was weg muss. Immerhin eine Steigerung zu Dosenravioli. Aber ist das wirklich kochen? Kann das schmecken? Das Foodblogwelt spaltete sich in zwei Lager: man liebte oder man hasste One Pot Pasta. Die Befürworter entwickelten immer weiter spannende Ideen, die Gegner schimpften auf das einfache Topfgericht. Das sei kein kochen, das kann nicht schmecken, das ist doch nur Matsch, die Zutaten haben doch ganz unterschiedliche Garzeiten… Ich stand irgendwo zwischen den Stühlen und konnte dem Trend irgendwie bisher nichts abgewinnen.

One Pot Pasta - frische Pasta, alles aus einem Topf. Mit getrockneten und frischen Tomaten, Walnüssen, mariniertem Feta und Basilikum

Bis eben zu jenem vergangenen Freitagabend. Das Ergebnis war ein Topf dampfender Pasta mit knackigem Gemüse, einer cremig-sämigen Sauce und einfach unheimlich viel Geschmack. Wow! Warum hatte ich mich nur vorher nicht daran gewagt? Eigentlich ist die Zubereitung doch total logisch: alles gart im eigenen Saft, man kippt keine Aromen weg und die Stärke der Pasta sorgt für eine tolle Bindung. Das Besondere bei Katharinas Pasta ist außerdem, dass sie nicht komplett durchgemischt wird, sondern geschichtet wird, so dass das oberste Gemüse nur sanft gedämpft wird.

One Pot Pasta - frische Pasta, alles aus einem Topf. Mit getrockneten und frischen Tomaten, Walnüssen, mariniertem Feta und Basilikum

Danach hab ich die One Pot Pasta wieder vergessen. Zumindest für einen Tag. Bis ich Samstagabend nach Hause kam. Denn da fand ich das kleine Büchlein Kochbuch: One Pot Pasta … basta!* von meiner lieben Blogger-Kollegin Steffi von schmecktwohl in meinem Briefkasten. Hallo, kann das ein Zufall sein?
Umso größer wurde die Freude mit jeder umgeblätterten Seite. Was für tolle Ideen! Was sollte ich nur bloß zuerst machen? Pasta Caprese mit Büffelmozzarella und Pesto? Pasta mit Ziegenkäse und Traube? Pasta Primavera? Die Geschäfte hatten zwischenzeitlich geschlossen und ich musste praktischer denken – was hast du noch im Haus? Feta. Check. Frische und getrocknete Tomaten. Check. Walnüsse. Check. Yeah, es wurde die One Pot Pasta mit mariniertem Feta, Tomate & Walnuss!

Das Rezept funktionierte 1A, die Beschreibung ist unheimlich easy und das Ergebnis ist unfassbar würzig, sämig und geschmacksintensiv. Ich gehöre damit jetzt absolut zu den Befürwortern der One Pot Pasta. Kocht One Pot Pasta! Probiert es aus, experimentiert, lasst euch überraschen. Steffis Buch gibt euch einen ganz großartigen Leitfaden mit an die Hand und bietet neben einigen Klassikerin vor allem auch ein paar echt fancy Ideen, auf die man von alleine so nicht unbedingt gekommen wäre. Das perfekte Buch für den Einstieg in die One-Pot-Pasta-Welt!

One Pot Pasta - frische Pasta, alles aus einem Topf. Mit getrockneten und frischen Tomaten, Walnüssen, mariniertem Feta und Basilikum

One Pot Pasta mit Tomaten, mariniertem Feta und Walnüssen

für 2 große Portionen

Für den marinierten Feta und die Walnüsse

150 guter, echter Feta
75 ml Olivenöl
2 El getrocknete italienische Kräuter
1 Knoblauchzehe, fein gerieben
50 g Walnusskerne

Für die Pasta

250 g Conchiglie
50 g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
150 g Cocktailtomaten
1 rote Zwiebel
1 EL getrocknete italienische Kräuter
1/2 TL Salz
500 ml Gemüsebrühe
frische Basilikumblättchen zum Garnieren
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Einige Stunden oder am Vorabend vor der Zubereitung den Feta marinieren: Das Feta-Stück in eine Schale oder auf einen tiefen Teller geben und mit einer Gabel zerdrücken. Olivenöl, getrocknete Kräuter und die geriebene Knoblauchzehe dazugeben und alles gut mit der Gabel vermengen. In ein geeignetes Gefäß umfüllen, fest verschließen und einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Unmittelbar vor der Zubereitung die Walnusskerne grob zerkleinern und in einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten. Beiseite stellen.

Für die Pasta einen großen Topf mit mindestens 3-4 Liter Inhalt bereit stellen. Die trockene Pasta hineingeben.

Die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden, die Cocktailtomaten gründlich waschen und halbieren, die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Gemüse zur Pasta geben. Kräuter, Salz und kalte Gemüsebrühe in den Topf geben und alles gut verrühren.

Den Herd anschalten und die Mischung aufkochen. Die Temperatur reduzieren und die Pasta bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen. Die One Pot Pasta braucht etwa 1-2 Minuten länger als die normale Kochzeit der Nudeln (wie auf der Verpackung angegeben). Da sie Sauce schnell andickt, muss die Mischung regelmäßig umgerührt werden.

Sobald die Pasta gar ist, vom Herd nehmen und den Feta gründlich unterrühren. Die Pasta auf zwei tiefe Teller verteilen und heiß mit schwarzem Pfeffer, den gerösteten Walnüssen und frisch gezupften Basilikumblättchen garniert servieren.

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10 Kommentare

  • Antworten
    Dynamite Cakes
    19. April 2016 um 21:25

    Liebe Maja,
    ich hatte den Hype bzw. die Diskussion um OnePotPasta auch seinerzeit verfolgt. Gemacht habe ich sie bis heute nicht. Warum, weiß ich auch nicht. Doch jetzt geht´s mir wie dir, seitdem ich letzten Freitag davon gegessen habe: Ich werde quasi verfolgt 🙂 …. und ja, ich werde das unbedingt auch ausprobieren. Feta und Walnuss ist ja auch eine super Kombi. Toll.

    Liebste Grüße, Franzi

    P.S.: Es war so schön, mit dir den Abend zu verbringen 🙂

    • Antworten
      Maja
      21. April 2016 um 17:27

      Das war voll lecker, oder?
      Ich hab mich auch riesig gefreut dich dort zu treffen!

      Bis ganz bald!
      LG Maja

  • Antworten
    Steffi
    20. April 2016 um 8:54

    Liebe Maja,
    dein Beitrag hat mich ebenfalls überzeugt. Ich werde die One Pot Pasta jetzt auch mal probieren. Du hast recht, was nur im eigenen Saft köchelt, muss ja aromatisch werden. Außerdem hat mich dei Rezept allein schon wegen der angegeben Nudelmenge überzeugt. Wir machen zu zweit auch immer 250g und ich kann nicht verstehen, wie andere mit den oft angegeben 80g pro Person satt werden…
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Antworten
      Maja
      21. April 2016 um 17:29

      Steffi schreibt in ihrem Buch auch, dass die angegebene Menge für 2-3 Portionen reicht. Das finde ich realistisch und für uns war es ein Abendessen und hat genau für zwei Portionen ohne Vorspeise und Dessert genau gepasst.
      Ich bin ganz gespannt, was du testest und ob es dir auch schmeckt!

      Viele Grüße
      Maja

  • Antworten
    mareen
    20. April 2016 um 10:48

    Schön dass du jetzt auch der One Pot Pasta verfallen bist, liebe Maja 😉 Ich bin ja schon lange ein Fan und es gibt sie immer, wenn ich mal keine Lust habe lange in der Küche zu stehen und so irgendwie auch gar nicht weiß, was ich eigentlich kochen soll. Irgendwas dafür ist ja immer da. Manchmal schummel ich auch etwas und brate Zwiebel und Fleisch vorher an, dann gibt’s noch mehr Aroma 😉
    Ganz liebe Grüße,
    xo.mareen

    • Antworten
      Maja
      21. April 2016 um 17:30

      Hihi, ich finde diese Schummelei völlig in Ordnung 😉
      Und du hast total recht – es gibt echt kein besseres Feierabend-Essen. Sonst mache ich natürlich auch mal schnelle Pastagerichte, aber so flott und einfach ist es eher selten gewesen.

      Viele Grüße
      Maja

  • Antworten
    Tabea
    20. April 2016 um 19:30

    „Alles was weg muss“-Gerichte sind eigentlich etwas, was ich richtig klasse finde. Je einfach die Zutaten nämlich sind, desto eher koche ich das Rezept auch. Denn meist mache ich abends nach der Schule was für mich alleine – da will ich schnell fertig sein und wenig Geschirr dreckig machen.
    Die Schichtung der Pasta klingt wirklich gut. Das muss ich mir dringend merken!
    Freut mich, dass das Bloggerevent dich überzeugen konnte – dann kann ich mich ja vielleicht auf mehr One-Pot-Gerichte von dir freuen?
    Liebe Grüße

    • Antworten
      Maja
      21. April 2016 um 17:31

      Oh ja, ich glaube, dass es das jetzt durchaus öfter mal bei mir gibt. Und wenn das, was dabei rauskommt dann auch was her macht, landet es bestimmt auch im Blog 😉
      Die Schichtung mit dem Effekt des Dämpfens finde ich ganz spitze und gerade für so Sachen wie Brokkoli echt praktisch!

      Viele Grüße
      Maja

  • Antworten
    Nicole
    22. April 2016 um 12:04

    Hihi, ich habe auch lange gebraucht, bis ich bei diesem Trend mitgemacht habe und angefangen hat es dann erst mit Reis und dann mit Nudeln (weil das mit Reis so super funktioniert hat^^). Einfach mega lecker und schnell gemacht. LG, Nicole

  • Antworten
    chastity64
    29. April 2016 um 7:48

    Das Rezept will ich nächsten Freitag ausprobieren, das liest sich nämlich echt gut. Und wenn eine One Pot Pasta Skeptikerin damit überzeugt werden konnte sind das doch gute Voraussetzungen. 😉
    Ich würde jedoch nur 200g Nudeln kochen wollen, wieviel weniger Flüssigkeit würdest du nehmen? Gibts da irgendwie eine Faustregel?

    Liebe Grüße
    chastity

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