Süß

Sonntagsfrühstück deluxe: Gebrannte Pekannusscreme auf’s Brot, auf Waffeln, auf Pfannkuchen, auf Eis…

Ich sag euch was: klassischer Nuss-Nougat-Aufstrich und normale Frucht-Konfitüren sind sowas von out! Der neueste Schrei auf dem Frühstückstisch sind für mich ganz klar Nussaufstriche aus gebrannten Nusskernen. Bäm! Und bevor ihr vehement widersprechen wollt – lest erst mal weiter.
Entdeckt habe ich die leckeren Cremes Ende August auf der eat & lifestyle in Frankfurt: Brandgut ist eine junge Hamburger Firma, die sich auf knusprige Nussaufstriche spezialisiert hat. In den Aufstrich kommen nur Nusskerne, Zucker, Vanille, Salz und höchstens etwas Öl. That’s it! Und sie schmecken sowohl auf Brötchen, Stuten, Weißbrot, Graubrot und sogar Vollkornbrot.
Ich bin schwer begeistert. Und deswegen ist das hier kein Werbebeitrag, sondern lediglich eine persönliche Empfehlung. Vier Gläschen der Aufstriche habe ich direkt vor Ort gekauft: Cashew, Haselnuss und gleich zwei mal Pekannuss, mein persönlicher Favorit. Und alle Leute, die vor Ort probiert haben, waren ebenfalls komplett begeistert. Für mich mit DIE Entdeckung des Jahres. Weitere Sorten sind übrigens Mandel, Erdnuss und Pistazie. Was für eine tolle Palette! Dazu sind die Verpackungen unglaublich hübsch und die Namen richtige Knaller. Wer kann schon „Yes, Pe Can!“ oder „Haselgenuss“ widerstehen?! Und weil alles so lecker ist, ist mein Vorrat schon wieder leer…

Sonntagsfrühstück deluxe: Gebrannte Pekannusscreme auf's Brot, auf Waffeln, auf Pfannkuchen, auf Eis...
Doch ich wäre ja nicht ich, wenn ich sowas nicht mal selber ausprobieren würde. Also habe ich mich in meine Versuchsküche gestellt und losgebastelt. Der erste Versuch war nichts – für meinen Geschmack dürfen die Nüsse nicht komplett gebrannt sein. Falls ihr schon mal selber gebrannte Mandeln gemacht habt, kennt ihr den Prozess sicher: zuerst werden die Mandeln knusprig und trocken und bekommen eine Zuckerkruste, danach löst sich diese Kruste noch mal, schmilzt und die Mandeln werden schön karamellisiert. Doch das Ergebnis mit Pekannüssen in diesem Prozess hatte mir persönlich zu viele Röstaromen und war nicht so schön crunchy wie ich wollte.
Also habe ich den Prozess im zweiten Versuch genau an der Stelle gestoppt, wenn das Wasser verdunstet ist und die Nüsse eine helle Zuckerkruste bekommen. Das Ergebnis hat perfekt meinen Geschmack getroffen!
Sonntagsfrühstück deluxe: Gebrannte Pekannusscreme auf's Brot, auf Waffeln, auf Pfannkuchen, auf Eis...
Nach dem Auskühlen der gebrannten Nüsse müssen diese mit einem leistungsstarken Mixer gemixt werden. Der Pürierstab kommt da eher schnell an die Grenzen. Ein starker Foodprozessor oder Standmixer ist auf jeden Fall von Vorteil. Ich hab die Nüsse im Thermomix gemixt, das hat ganz wunderbar funktioniert. Damit die Masse nicht zu heiß wird und sich die einzelnen Komponenten trennen, sollte man immer nur in kurzen Intervallen und auf nicht zu hoher Stufe mixen. Wir wollen ja auch kein ganz feines Mandelmus herstellen, sondern eine knusprige Creme. Mixt deswegen am besten auf mittlerer Stufe ein paar Mal hintereinander mit Pausen für etwa 20-30 Sekunden. Die Masse soll richtig schön cremig werden, aber eben noch kleine Stückchen enthalten. Das ist am Anfang vielleicht etwas tricky – tastet euch einfach langsam bei mittlerer Geschwindigkeit heran, bis das Ergebnis für euren Geschmack passt.
Sonntagsfrühstück deluxe: Gebrannte Pekannusscreme auf's Brot, auf Waffeln, auf Pfannkuchen, auf Eis...

In einem sauber ausgespülten Glas mit festem Verschluss hat sich der Nussaufstrich bei mir problemlos zwei Wochen bei Raumtemperatur gehalten. Die Creme sollte natürlich auch immer nur mit einem sauberen Löffel entnommen werden. Ihr könnt euch wahrscheinlich nicht beherrschen und wollt den Löffel direkt ablecken – nehmt dann einfach einen frischen Löffel für die nächste Portion Creme. Durch das austretende Öl der Nüsse bzw. das zugesetzte Öl, konserviert das Mus von alleine. Das Öl setzt sich nach einiger Zeit an der Oberfläche ab, die Masse wird nach unten hin immer fester. Ihr solltet die Creme deswegen vor jeder Verwendung gründlich durchrühren. Im Kühlschrank besteht die Gefahr, dass Kondenswasser entsteht und die Masse deswegen anfängt zu schimmeln.

Und dann heißt es: Pimp your Stulle! Deswegen kommt hier jetzt mein Rezept für einen unglaublich leckeren, knusprigen, süßen und einfach unwiderstehlichen Pekannussaufstrich aus gebrannten Pekannüssen. Natürlich könnt ihr auch jede andere Art von Nusskernen verwenden – bei nicht sehr fetthaltigen Nüssen oder Kernen gebt ihr einfach noch ein bisschen neutrales Sonnenblumenöl zur Masse.
Übrigens schmeckt der Aufstrich natürlich nicht nur als Aufstrich. Träufelt davon doch mal etwas über eine frische, knusprige Waffeln, bestreicht einen Pfannkuchen damit oder versucht es mal auf einem Eis. Mhhmmm….

Sonntagsfrühstück deluxe: Gebrannte Pekannusscreme auf's Brot, auf Waffeln, auf Pfannkuchen, auf Eis...

Gebrannte Pekannusscreme

für 1 Glas

Zutaten

200 g Zucker
125 g Wasser
1 El selbst gemachter Vanillezucker bzw. 1 Messerspitze gemahlene Vanilleschote
200 g rohe Pekannusskerne
1/4 Tl Meersalzflocken

Zubereitung

Eine Backblech mit antihaftbeschichtetem Backpapier auslegen.
Eine große beschichtete Pfanne auf den Herd stellen. Zucker und Wasser hineingeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen. Die Vanille dazugeben.
Sobald die Flüssigkeit kocht und sich der Zucker aufgelöst hat, die Pekannusskerne in die Pfanne geben. Die Mischung unter regelmäßigem Rühren einige Minuten lang köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist und sich um die Nüsse eine weiße Zuckerkruste bildet. Sobald diese Kruste trocken ist und bevor sie wieder schmilzt und karamellisiert, die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Nüsse auf das Backpapier auf dem Blech geben und gleichmäßig verteilen, so dass die Nüsse nicht zu sehr zusammenkleben. Vollständig auskühlen lassen.
Sobald die Nüsse komplett trocken und erkaltet sind, in einem leistungsstarken Mixer in mehreren Etappen zu einer Creme mit kleinen knusprigen Stücken mixen. Die Meersalzflocken unterrühren.
In ein heiß ausgespültes Schraubglas geben und bei Raumtemperatur aufbewahren.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Schlotti
    20. September 2015 um 14:07

    Woah, ich liebe, liebe, LIEBE Nussaufstriche/-mus/-gedöns!! Mandeln, Macadamia, Haselnuss, Erdnuss…. aber Pekannuss hab ich noch nicht probiert. Merk ich mir! ♥

  • Antworten
    Lena
    21. September 2015 um 12:50

    Got me!
    Pekannüsse, gebrannt, als Aufstrich? Danke für's Rezept, ich bin dann mal in der Küche….

    Liebe Grüße
    Lena

  • Antworten
    irgendwieso
    22. September 2015 um 6:52

    Hej Maja.

    Das klingt lecker. Ich esse Nüsse einfach so gerne und diese Aufstriche..auweia, ganz gefährlich. 😉 Ich habe letztens einen Aufstrich aus Sonnenblumenkernen gemacht und Ahornsirup dazu. Da ich leider nicht so einen leistungstarken Mixer habe, mussten die etwas weicheren Kerne herhalten.
    Übrigens sieht dein Brot total lecker aus.

    Liebe Grüße,
    Lisa

  • Antworten
    Mel | Creative Little Things
    24. September 2015 um 15:43

    Du hattest es mir ja extra auf der eat+lifestyle in Frankfurt noch gesagt, dass ich den Aufstrich von Brandgut unbedingt mal probieren sollte und was mach ich? Ich geh an dem Stand vorbei, weil ich wusste, ich würde was kaufen und ich hatte schon keinen Platz mehr in meiner Tasche. Ich bereue es so!

    Dafür wird sich jetzt gleich das Rezept gemerkt und ausprobiert! 😉

    Liebste Grüße,
    Mel

  • Antworten
    Krisi
    25. September 2015 um 17:26

    Mhm eine sehr leckere Idee…Pekannüsse esse ich alleine schon gerne, als Aufstrich muss ich mich dann bestimmt sehr beherschen;) Wird probiert…
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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