Herzhaft

Mexico meets Italy: Mexikanische Lasagne

Viele Grüße aus dem Winter-Wonderland!
Äh nein, ihr habt schon richtig gesehen – Köln als Ortsangabe stimmt schon.
Der Winter hat auch hier mal wieder Einzug gehalten. Schnee im Januar, echt verrückt!
Das denken sich wohl zumindest die Autofahrer, die gerade dafür sorgen, dass ich vom Kölner Norden in den Kölner Süden 1 Stunde brauche.
Ich jedenfalls mag den Schnee sehr gerne, kann endlich meine molligwarmen Winterschuhe schnüren und hatte heute in der Mittagspause auch in dicken  Mantel, Wollmütze, Schal und Handschuhe gepackt einen wunderbaren Schneespaziergang im Park. Das lässt den Ärger vergessen. Und nein, ich nörgel nicht, ich mag den Winter!
Die Weihnachtsgans bei knapp 15 °C war auch im letzten Jahr etwas seltsam, aber nun ist es wieder Zeit für deftige Schmorgerichte, dampfende Eintöpfe und leckere Aufläufe.

frisch gebackene Lasagne mit mexikanischen Aromen

In amerikanischen Blogs bin ich in letzter Zeit immer wieder über „Mexican Lasagna“ gestolpert und fand die Idee großartig! Ich liebe mexikanische Aromen, warum also nicht mit Pasta kombinieren?
Also habe ich mir meine eigene mexikanische Lasagne zusammengebastelt und bin davon sehr begeistert. Sie lässt sich auch sehr gut vorbereiten und wieder aufbacken – mir hat sie am nächsten Tag sogar noch besser geschmeckt.
Die Nudelblätter habe ich nach meinem Standardpastarezept selber gemacht (man braucht auch nur Mehl oder Grieß und Eier), da das dank Pastaaufsatz wirklich schnell und unkompliziert geht und soviel besser als gekaufte Pasta schmeckt.
Wer jedoch keine Nudelmaschine hat oder wem der Aufwand für ein schnelles Abendessen zu groß ist, der kann natürlich auch gekaufte Lasagneplatten verwenden.

frisch gebackene, mexikanische Lasagne mit Mais und Kidneybohnen

Mexikanische Lasagne

für 6 Portionen
Für den Pastateig:
100 g Hartweizengrieß
100 g Mehl Typ 405
2 Eier Größe L
Für die Lasagne:
2 El Raps- oder Sonnenblumenöl
400 g Rinderhackfleisch
1 Bund Frühlingszwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 Dose Maiskörner
1 Dose Kidneybohnen
3 Dosen Tomatenstücke in Tomatensaft
200 g Saure Sahne, Schmand oder Crème fraîche
150 g geriebener Käse, zum Beispiel Gouda und Mozzarella
2 Kugeln Mozzarella
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
edelsüßes Paprikapulver, Chiliflocken und/oder Tabasco
frischer Koriander, fein gehackt
Zunächst den Teig für die Lasagneplatten vorbereiten.
Dazu einfach Grieß, Mehl und Eier in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken des Mixers bzw. der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Der Teig darf nicht zu trocken sein, soll aber auch nicht kleben. Bei mir klappt die Zubereitung innerhalb von wenigen Minuten problemlos in der Küchenmaschine.
Die fertige Teigkugel in Frischhaltefolie einschlagen und bei Zimmertemperatur etwa 30 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Zutaten für die Lasagne vorbereiten.
Das Öl in einem ausreichend großen Topf stark erhitzen, dann das Hackfleisch hineingeben und rundherum gut anbraten.
Die Frühlingszwiebeln gut putzen, die Wurzeln entfernen und den weißen und hellgrünen Teil in dünne Ringe schneiden.
Die Temperatur zurückschalten, die Frühlingszwiebeln zum Hackfleisch geben und alles zusammen weitergaren.
Den Knoblauch schälen und dazu pressen.
Mais und Kidneybohnen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser gründlich abspülen, abtropfen lassen, dann zum Hackfleisch geben.
Die Mischung mit Salz, Pfeffer, Paprika und Chili oder Tabasco würzen und etwas auskühlen lassen. Wer den Geschmack von Koriander mag, kann zu dieser Mischung schon 1-2 Tl frisch gehackte Korianderblättchen geben.
Die Dosentomaten in eine Schüssel geben, große Stücke etwas zerdrücken und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
In einem sehr großen Topf etwa 4 Liter Wasser zum Kochen bringen und 4 Tl Salz hinzugeben.
Den Nudelteig teilen und jede Hälfte nun nach kneten, ausrollen und langsam steigernder Auswalz-Stärke wie gewohnt zu einer langen Bahn mit der Nudelmaschine auswalzen.
Die Teigbahn in Lasagneplatten schneiden und immer zwei bis drei dieser Stücke gleichzeitig im kochenden Salzwasser etwa 2 Minuten garen. Danach auf einem absolut sauberen und fusselfreien Geschirrtuch abtropfen lassen.
Den Boden einer großen und ausreichend hohen Lasagneform (hier: 26 x 34 x 10 cm) mit Tomaten bedecken. Eine erste Schicht Lasagneblätter darauf verteilen. Nun etwas Hackfleischmischung darüber geben, wieder etwas von den Tomaten darauf verteilen, einige Kleckse Saure Sahne darüber geben und alles mit etwas von dem geriebenen Käse bestreuen. Erneut eine Schicht Lasagneplatten darauf geben, wieder Hackfleisch, Tomaten, Saure Sahne und Käse, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht sollte aus einer Lage Lasagneblätter und Saurer Sahne bestehen.
Die Mozzarella-Kugeln in Scheiben schneiden und zum Schluss gleichmäßig auf der Lasagne verteilen.
Die Backform mit Alufolie abdecken und in den vorgeheizten Ofen schieben. Auf der mittleren Schiene abgedeckt etwa 40-45 Minuten backen. Danach die Alufolie vorsichtig entfernen, den Grill zuschalten oder die Auflaufform ins obere Ofendrittel stellen und weitere 5-10 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.
Vor dem Anschneiden und Servieren noch 15 Minuten ruhen lassen.
Je nach Geschmack mit Koriander bestreut servieren.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Christin
    16. Januar 2013 um 22:46

    Hört sich sehr gut an!!! Ich liebe Lasagne in allen Variationen! Habe auf meinem Blog mal eine Spinat-Lachs-Lasagne gepostet – auch richtig lecker 🙂

  • Antworten
    Anna Purna
    17. Januar 2013 um 6:45

    Mexikanische Lasagne Interessante Kombination und einmal anders. Gefällt mir. LG Anna

  • Antworten
    Bengelchen
    17. Januar 2013 um 7:51

    Die Lasagne sieht toll aus! Ich glaube, ich muss sie mal vegetarisiert nachmachen!

  • Antworten
    Restaurant am Ende des Universums
    17. Januar 2013 um 15:59

    Ich finde Lasagne auch wirklich superlecker, habe aber noch noch nie eine gemacht. Deine mexikanische könnte sogar meinem Mann gefallen, der nicht so auf die klassische Lasagne steht. Ach ja, jetzt fällt mir auch wieder ein, warum ich noch nie eine gemacht habe..

    Liebe Grüße!

  • Antworten
    Hannes
    29. August 2013 um 7:49

    Viele Dank für das tolle Rezept und die doch etwas andere Variante einer Lasagne, zumindesten in der Form wie ich sie immer mache (Tomatenmark, Hack usw.).
    Toll finde ich auch das die Lasagneplatten selber gemacht wurden. Hab ich mir schon oft gedacht, dass ich dir mir mal selber mache. Hat mich wieder daran erinnert und nun hab ich auch ein Rezept dafür.

    Weiterhin viel Spass beim kochen.

    Gruß Hannes

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