Süß

Nektarinentarte mit Vanillecreme

Im Grunde hatte ich mit meinem Pflaumenkuchen ja eigentlich schon den Herbst eingeläutet, springe jetzt aber noch mal zurück zum Sommerobst. Ich bin so wechselhaft wie dieser Sommer selber.

In diesem Jahr hatte ich so meine Probleme mit Pfirsichen und Nektarinen. Entweder war der Kram schon so matschig und nicht mehr essbar oder knüppelhart und wurde nicht weich. Die einzig leckeren Pfirsiche, die ich dieses Jahr hatte, habe ich als süße Beilage zu den Ricotta-Pancakes gemacht.

Als Alex über seine Pfirisch-Salsa schrieb, habe ich noch ein bisschen rumgeheult und mein Pfirsich-Leid geklagt.
Bis jetzt! Denn gestern habe ich endlich endlich die ultimaten Weinbergpfirsiche erwischt und sofort pur und im selbstgemachten Joghurt verputzt. Die waren genau richtig! Weich ohne matschig zu sein, süß ohne zu nah an der Fäule zu sein, nicht zu pelzige Haut, die sich ansonsten aber auch leicht abziehen ließ. Perfekt! Hinter den diesjährigen Pfirsichgenuss kann ich deswegen ein Häkchen setzen.
Wie dem geneigten Leser aber sicherlich aufgefallen ist, geht im Titel ja um Nektarinen und genau damit geht es jetzt auch weiter.
Ähnliches Spiel wie mit den Pfirsichen: faul oder hart. Sowohl weiße als auch gelbe Sorten.
Bis jetzt! Denn ich habe auch die ultimativen gelbfleischigen Nektarinen gefunden. Und was nicht sofort aufgegessen wurde, wanderte in eine köstliche Nektarinentarte mit knusprigem Mürbeteigboden und süßer Vanille-Schmand-Creme.
Das muss direkt verbloggt werden, bevor die Nektarinenzeit auch wieder vorbei ist.
 ein Stück frisch gebackene Tarte mit Nektarinen und Vanillecreme
Nekatrinen-Tarte mit Vanillecreme
Für den Mürbeteigboden:
200 g Mehl
50 g Zucker
100 g kalte Butter in kleinen Stücken
ca. 3 El Eiswasser
evtl. Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Butter für die Form
Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten.
Ich habe dafür einen praktischen Pastry Cutter“ oder auch „Dough Cutter“. Damit klappt es super. Ansonsten tun es auch die Hände, die Knethaken des Handrührers oder ein normales Messer, mit dem man durch den Teig „schneidet“.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1/2 Stunde kalt stellen.
Eine Tarteform mit Butter einfetten.
Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen und in die Tarteform legen, dabei einen Rand hochziehen. Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, dann für 15 Minuten bei 180 °C auf der mittleren Schiene vorbacken. Wer hat, verwendet Hülsenfrüchte zum Blindbacken.
Für Belag und Creme:
4 reife Nektarinen
300 g Schmand
50 g Zucker
1 Ei (Größe L)
1 Vanilleschote
20 g Speisestärke, gesiebt
Die Nektarinen waschen, abtrocknen, halbieren, entsteinen und dann in schmale Spalten schneiden.
Nach dem Vorbacken dachziegelartig auf dem Boden verteilen.
Für die Creme den Schmand mit Zucker und Ei glatt rühren, das Mark aus der Vanilleschote kratzen und zusammen mit der Speisestärke dazugeben und alles gründlich verquirlen.
Über die Nektarinen gießen und die Tarte bei gleichbleibender Temperatur ca. 35-40 Minuten weiterbacken. Sollte sie zu dunkel werden, etwas weiter unten in den Ofen schieben.
Schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt. Schlagsahne oder Vanilleeis passen hervorragend dazu. Mir hat die Tarte jedoch auch pur schon großartig geschmeckt.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Schokolia
    14. August 2011 um 17:16

    Lecker, gut, dass Du die letzte Zeit für dieses Jahr noch gut nutzen kannst. Mir ging es auch oft so, entweder war das Obst hart oder so schnell schlecht, dass ich mit dem essen nicht nachgekommen bin. Blöd …

  • Antworten
    Frau V
    15. August 2011 um 5:14

    Au, die sieht gut aus! Die werd ich glaub ich nächste Woche meinen Mädels vorsetzen! Vorausgesetzt ich hab auch so viel Glück und finde endlich ein paar brauchbare Nektarinen. Wo hast du deinen denn gefunden? Auf´m Markt irgendwo in Köln oder im Supermarkt?

    Lg
    Sabine

  • Antworten
    Alex [Chef Hansen]
    15. August 2011 um 6:45

    Ich steh auf Happy Ends 😉

  • Antworten
    Sylvia
    15. August 2011 um 11:47

    Bitte, bitte ein Stückchen zu mir… sofort! 🙂

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