Süß

Schokoladeneis ohne Ei – cremiges Rezept für Ninja Creami und klassische Eismaschine

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Seitliche Nahaufnahme von einer silbernen Schüssel mit frischem Schokoladeneis ohne Ei aus dem Ninja Creami.

Diese Variante vom Schokoladeneis ohne Ei wird richtig intensiv-schokoladig und trotzdem wunderbar cremig. Und das ganz ohne Eigelb und mit nur wenigen Minuten Aufwand, bevor die Masse in den Gefrierschrank wandert. Wie schon bei meinem Vanilleeis ohne Ei zeige ich euch hier die einfache Zubereitung im Ninja Creami und in der klassischen Eismaschine.

Warum aus dem Vanilleeis ein Schokoladeneis wurde

Nachdem mein Vanilleeis ohne Ei bei euch so gut angekommen ist, stand für mich schnell fest, dass als Nächstes ein Schokoladeneis im gleichen Stil folgen muss. Schokolade ist bei uns einfach die Sorte, nach der am häufigsten gefragt wird… Und ich wollte eine Version, die ohne Ei auskommt und trotzdem satt und schokoladig schmeckt.

Bis ich zufrieden war, habe ich einige Durchgänge gebraucht. Mal kam die Masse zu fest und krümelig aus dem Creami, mal blieb die Schokolade im Geschmack zu flach. Überzeugt hat mich am Ende die Kombination aus stark entöltem Backkakao und einer guten Zartbitterschokolade: Der Kakao bringt die Tiefe, die Schokolade die Cremigkeit.

Und ja, man liest im Moment überall von High-Protein-Eis und Varianten mit Hüttenkäse oder Proteinpulver. Ich teile hier aber ganz bewusst ein „normales“ Schokoladeneis – eins, bei dem ich genau weiß, was drin ist, und das einfach nach Schokolade schmeckt.

Frisch gemixtes Schokoeis ohne Ei wird direkt aus dem Ninja Creami Pint zu Kugeln geformt und serviert.

Warum ich das Schokoladeneis am liebsten im Ninja Creami mache

Ich besitze sowohl eine klassische Eismaschine von Unold (einen Vorgänger von dieser aktuellen Unold-Eismaschine ) als auch den allerersten Ninja Creami (aktuell gibt es die Ninja Creami Deluxe-Variante  als Standard-Modell). Der Creami rührt die Masse nicht langsam kühlend, sondern spinnt den vorher eingefrorenen Block frisch auf. Gerade bei einer Basis ohne Ei ist das ideal, weil die eher feste Masse dabei so richtig glatt und cremig wird. Und weil sich Reste problemlos wieder einfrieren und neu aufmixen lassen. Meine Empfehlung ist deshalb klar der Creami! Die klassische Eismaschine funktioniert aber ebenfalls, die Mengen dafür findet ihr weiter unten.

Tiefgefroreren Ninja Creami Pint Behälter mit gefrorener Schokoladeneis-Masse vor dem Spinnen.

Worum es mir bei diesem Schokoladeneis geht

Die Schokoladen-Tiefe kommt hier aus zwei Quellen und das halte ich persönlich für das beste Vorgehen. Der gute Backkakao liefert das intensive, fast schon herbe Kakao-Aroma und löst sich gut in der Milch. Die fein gehackte Zartbitterschokolade schmilzt zusätzlich in die warme Masse und bringt Fett und Schmelz mit, die den Kakao noch runder und cremiger machen. Eine Prise Salz hebt beide noch einmal an.

Damit das Eis trotz fehlendem Eigelb schön bindet, übernehmen zwei kleine Helfer die Arbeit: Ein bisschen Speisestärke (wirklich nur ein gestrichener Teelöffel bzw. 3 g) dickt die Masse leicht an und hält die Eiskristalle klein, ein Löffel Glukosesirup sorgt dafür, dass das Eis nicht steinhart friert, sondern cremig bleibt. Wer zum Schluss kurz mit dem Stabmixer durchgeht, verbindet Kakao, Schokolade und Milchfett zu einer besonders feinen Masse. Für mich mit der entschiedene Schritt.

Worauf es bei den Zutaten ankommt

Beim Kakao lohnt sich der Griff zu stark entöltem Backkakao . Er schmeckt intensiver als normaler Trinkkakao und löst sich besser in der Milch – geschmacklich ist das der größte Hebel im ganzen Rezept. Mir persönlich ist es außerdem wichtig, dass der Kakao Fairtrade und Bio ist. Dafür bestelle ich ihn dann lieber online als ihn im Supermarkt zu kaufen. Wenn ihr es mit normalem Backkakao aus dem Supermarkt ausprobiert, lasst mich doch gerne wissen, wie es euch gelingt!

Bei der Schokolade nehme ich am liebsten eine Zartbitterschokolade mit 60 bis 64 Prozent Kakao. Das ist für mich die Balance, bei der das Eis intensiv schmeckt, ohne bitter oder zu schwer zu werden. Höhere Prozente gehen auch, machen das Ergebnis aber herber. Weniger Prozente sorgen dann wieder dafür, dass es evtl. zu süß und zu „schwach“ wird. Meine Empfehlung liegt deswegen in der Mitte.

Bei der Sahne rate ich euch zu einer carrageenfreien Bio-Schlagsahne mit 30 Prozent Fett. Das klingt nach Kleinkram, macht im Creami aber einen Unterschied: Auf eine Leser-Rückmeldung hin, dass sich bei Sahne-Rezepten manchmal ein leichter „Butter-Film“ am Gaumen bilden kann, habe ich genau darauf geachtet – mit carrageenfreier Sahne konnte ich diesen Effekt nicht feststellen. Und den Fettanteil der Sahne würde ich wirklich nicht kürzen, gerade weil wir hier kein Eigelb verwenden.

Den Glukosesirup  bekommt ihr in gut sortierten Läden oder online. Er hält sich ewig und ist auch für Karamell oder Pralinen praktisch. Wie ihr ihn ersetzen könnt, wenn ihr gerade keinen da habt, beantworte ich weiter unten in den Fragen. Und bei der Stärke bitte klassische Maisstärke nehmen, keine Kartoffelstärke – die verändert die Konsistenz.

Frisch gespinntes Schokoladeneis ohne Ei aus dem Ninja Creami im Pint.

So gelingt euch das cremige Schokoladeneis

Der Ablauf ist unkompliziert: Zuerst mische ich Kakao und Zucker trocken – das ist der kleine Trick, damit der Kakao später nicht klumpt. Milch, Sahne und Salz kommen in den Topf, die Kakao-Zucker-Mischung rühre ich mit dem Schneebesen ein und erhitze alles langsam bis kurz zum Aufkochen. Dann folgt die glatt gerührte Stärke, und die Masse darf etwa eine Minute leicht köcheln, bis sie andickt.

Der wichtige Moment kommt danach: Topf von der Hitze nehmen, erst dann Glukosesirup und die gehackte Schokolade einrühren, bis alles geschmolzen ist – so bleibt die Schokolade schön glänzend. Nach dem optionalen Pürieren lasse ich die Masse abkühlen, fülle sie in den Creami Pint und friere sie gerade stehend mindestens 24 Stunden ein. Im Creami läuft das Ganze dann über das Programm „Ice Cream“, bei Bedarf mit einem „Re-Spin“. Die genauen Mengen und Zeiten findet ihr unten in der Rezeptkarte.

Drei Tipps aus meiner Küche

  • Reste lohnen sich: einfach glatt streichen, wieder mindestens 24 Stunden einfrieren und im Creami frisch aufmixen. Genau da spielt die Maschine nämlich ihren Vorteil gegenüber der klassischen Eismaschine aus!
  • Für ein Stracciatella-Schokoladeneis nach dem Creamen (ist das ein Wort?! Ihr versteht, was ich meine) 30-40 g fein gehackte Zartbitterschokolade über die „Mix-In“-Funktion einarbeiten. Wer noch mehr Lust auf Schokostückchen hat, mag vielleicht auch mein klassisches Minz-Schoko-Eis mit frischer Minze und Schokostückchen.
  • Das Eis ist bewusst nicht zu süß. Wer es süßer mag, arbeitet sich in kleinen Schritten nach oben, statt gleich viel mehr Zucker zu nehmen. Mir persönlich war es mit 10 g Zucker mehr schon zu süß. Wagt euch an eure eigene Testreihe, um für euch das perfekte Schokoeis zu finden!
Topshot Aufnahme von zwei silbernen Eisschalen, die mit super cremigem Schokoladeneis ohne Ei gefüllt sind.

Häufige Fragen zum Schokoladeneis ohne Ei

Wie kann ich den Glukosesirup im Schokoladeneis ersetzen?

Am besten ersetzt ihr den Glukosesirup 1:1 durch milden, flüssigen Honig. Im Schokoladeneis fällt seine Eigennote nämlich kaum auf. Auch Invertzuckersirup oder ein selbst gekochter Zuckersirup funktionieren. Ganz weglassen geht auch, dann friert das Eis nur etwas härter.

Der Glukosesirup hat vor allem eine Aufgabe: Er bindet Wasser und verhindert, dass sich große Eiskristalle bilden, damit das Eis geschmeidig bleibt und nicht steinhart durchfriert. Honig übernimmt das am unkompliziertesten und anders als beim Vanilleeis, wo mich seine Note stört, verschwindet sie hier hinter dem Kakao. Wer es ganz neutral mag, nimmt Invertzuckersirup oder kocht sich aus Traubenzucker und Wasser (etwa 2:1, kurz eingeköchelt) selbst einen Sirup. Agavendicksaft geht ebenfalls, bringt aber wie Honig eine eigene Süße mit. Und wenn ihr gar nichts davon da habt: Lasst ihn weg. Das Eis wird dann einen Tick fester, mit einem Re-Spin und 1-2 Esslöffeln Milch bekommt ihr es trotzdem cremig. Ansonsten empfehle ich euch aber die Anschaffung von einem Töpfchen Glukosesirup  – er hält sich wirklich ewig im Schrank und ist super hilfreich für die Herstellung von Eis und Pralinen.

Frontale Ansicht eines Ninja Creami im Betrieb, in einer Küche stehend.

Funktioniert das Schokoladeneis auch ohne Ninja Creami?

Ja. In der klassischen Eismaschine gelingt das Schokoladeneis genauso – dafür bereitet ihr die 1,5-fache Menge für rund 750 ml zu (Mengen in der Rezeptkarte) und lasst sie etwa 40-50 Minuten cremig frieren.

Ich habe beide Wege direkt nebeneinander getestet. Frisch aus der Eismaschine schmeckt das Eis hervorragend, am besten serviert ihr es dann sofort. Der Unterschied zeigt sich beim Wiedereinfrieren: Im Creami lässt sich der gefrorene Block jederzeit neu aufspinnen, aus der klassischen Maschine wird das Eis nach dem Frosten fester. Wenn ihr also gern auf Vorrat macht, ist der Creami hier klar im Vorteil.

Kann ich das Schokoladeneis vorbereiten und auf Vorrat einfrieren?

Ja, das Rezept ist ideal zum Vorbereiten: Die Masse muss ohnehin mindestens 24 Stunden einfrieren. Im Creami mixt ihr immer nur die Portion frisch auf, die ihr gerade braucht, und friert den Rest wieder ein.

Genau dafür mag ich die Zubereitung im Creami so gern. Ihr könnt einen oder mehrere Pints auf Vorrat einfrieren und müsst nur den Pint, den ihr essen wollt, kurz durchs Programm „Ice Cream“ laufen lassen. Sollte die Oberfläche mal krümelig wirken, hilft ein Re-Spin, bei sehr fester Masse zusätzlich 1-2 Esslöffel Milch. Reste vor dem erneuten Einfrieren einfach glatt streichen.

Kugel cremiges Schokoladeneis ohne Ei direkt aus dem Ninja Creami.

Schokoladeneis ohne Ei aus der Ninja Creami Eismaschine

Cremiges, intensiv-schokoladiges Schokoladeneis ohne Ei mit Backkakao, Zartbitterschokolade, Speisestärke und Glukosesirup. Besonders glatt aus dem Ninja Creami, funktioniert aber auch in der klassischen Eismaschine.
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Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitung 5 Minuten
Kühl- und Gefrierzeit 1 day 4 Stunden
Gesamt 1 day 4 Stunden 25 Minuten
Gericht Dessert, Eis
Küche International
Portionen 1 Pint (ca. 470 ml)

Zubehör

  • Ninja Creami oder klassische Eismaschine

Zutaten
  

  • 40 g Zucker
  • 20 g stark entölter Backkakao
  • 1 gestr. TL Speisestärke Maisstärke, ca. 3 g
  • 300 g frische Vollmilch
  • 150 g frische Schlagsahne
  • 1 Prise feines Salz
  • 2 TL Glukosesirup oder eine Alternative, siehe Text
  • 50 g Zartbitterschokolade 60–64 % Kakao, fein gehackt

Zubereitung

  • Zucker und Backkakao in einer kleinen Schüssel gründlich miteinander vermischen. Die Speisestärke separat in 2 EL von der kalten Milch glatt rühren.
  • Restliche Milch, Sahne und Salz in einen kleinen Topf geben. Die Kakao-Zucker-Mischung mit einem Schneebesen einrühren und alles unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Die Mischung einmal kurz aufkochen lassen.
  • Die angerührte Stärke unter Rühren in die heiße Schokoladenmilch geben und die Masse etwa 1 Minute leicht köcheln lassen, bis sie leicht andickt.
  • Den Topf vom Herd nehmen. Glukosesirup und die fein gehackte Schokolade hinzufügen und rühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist.
  • Die Eismasse optional 15 Sekunden mit einem Stabmixer pürieren – so verbinden sich Kakao, Schokolade und Milchfett besonders fein.
  • Die Eismasse auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann bis zur MAX-FILL-Markierung in den Creami-Pint füllen und gerade stehend mindestens 24 Stunden einfrieren.
  • Den gefrorenen Pint mit dem Programm "Ice Cream" verarbeiten, bei Bedarf "Re-Spin" für ein besonders glattes Ergebnis. Es muss nichts hinzugefügt werden und sollte nicht krümelig sein.
  • Sofort genießen. Reste glatt streichen, erneut mindestens 24 Stunden einfrieren und später wieder mit dem Programm "Ice Cream" frisch aufmixen.

Hinweise

  • Zubereitung in der klassischen Eismaschine (für ca. 750 ml): Alle Zutaten mit Faktor 1,5 zubereiten: 450 g frische Vollmilch, 225 g frische Schlagsahne, 60 g Zucker, 30 g stark entölter Backkakao, 75 g Zartbitterschokolade, 1 geh. TL Speisestärke (ca. 5 g), 3 TL Glukosesirup, 1 Prise Salz. Die Eisbasis wie oben zubereiten, vollständig abkühlen lassen und mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen. Anschließend nach Herstellerangaben etwa 40–50 Minuten cremig frieren lassen und möglichst frisch servieren.
  • Für ein Stracciatella-Schokoladeneis nach dem Creamen 30-40 g fein gehackte Zartbitterschokolade über die „Mix-In“-Funktion einarbeiten.
  • Verwendet möglichst stark entölten Backkakao (intensiver, löst sich besser) und eine carrageenfreie Bio-Sahne mit 30 % Fett.
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