Eigentlich wollte ich ganz augustlike damit einsteigen wie toll kalte Suppen wie Gazpacho doch im heißen Sommer sind. Wäre da nicht dieser unberechenbare Sommer. Also steigen wir anders ein: Es ist Thermomix-Donnerstag. Yay! Und unser Thema diesmal lautet Kalte Suppe. Früher war das ja nicht so meins, bis ich vor ein paar Jahren diese köstliche Wassermelonen-Gazpacho gemacht habe, die ich in diesem Jahr mal zur Abwechslung in eine leicht scharfe Erdbeer-Gazpacho umgewandelt habe. Großartig! Also gehe ich diesmal einen Schritt weiter und wage mich zum ersten Mal an so eine verrückt klingende Mischung wie Mais-Paprika-Gazpacho!
Ich gebe es zu, ich war auch nicht sicher, als ich die Gazpacho von The Endless Meal entdeckt habe. Mais ist ja eh so eine Sache, die die Menschheit schnell spaltet. Und dann noch kalt als Suppe? Aber ich mag Mais und wollte unbedingt mal etwas Neues ausprobieren. Also Mais-Paprika-Gazpacho. Wobei Gazpacho vielleicht als Bezeichnung nicht ganz politisch korrekt ist. Denn eigentlich ist eine (heißt es überhaupt „eine“?) Gazpacho eine kalte Suppe aus rohem Gemüse. Sagt Wikipedia. Und vom Duden lerne ich, dass man sowohl „das Gazpacho“ als auch „die Gazpacho“ sagen kann. Ha!

Doch roher Mais? Ich weiß nicht. Das geht selbst mir zu weit. Vielleicht seid ihr da experimentierfreudiger, aber ich empfehle doch vorgekochte Maiskolben zu verwenden. Was auch toll ist, ist abgekühlter Mais vom Grill, der gerne mal als Rest übrig bleibt, weil man sich dann doch meistens schon vorher am Brot satt gegessen hat. Klassiker. Was ich nur eher nicht nehmen würde ist Dosenmais. Das ist einfach nicht das Gleiche und ich glaube auch, dass es der Dosenmais ist, den so viele Menschen hassen. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, an frische Maiskolben zu kommen, greift zu, schält die Blätter ab und kocht den Mais einfach 20-25 Minuten vor. Perfekt! Der gegrillte Mais gibt ansonsten auch ein prima Röstaroma ab.
Obwohl Mais ein Hauptbestandteil ist, ist er in der kalten Suppe nicht so extrem vordergründig. Er wird perfekt von gelber Paprika und gelben Tomaten begleitet, so dass die Mais-Paprika-Gazpacho ein ganz wunderbares Aroma mit leichter Süße und feiner Säure erhält. Ich serviere sie außerdem noch mit frischem Limettensaft und Korianderblättchen. Schon hat man den perfekten Lunch an heißen Sommertag. Wer es scharf mag, kann außerdem noch prima etwas frische Chili mit untermixen.

Kalte Mais-Paprika-Gazpacho (mit und ohne Thermomix)
Zutaten
- 4 vorgegarte kalte Maiskolben siehe Hinweise
- 2 gelbe Paprikaschoten
- 200 g gelbe Cherry-Tomaten
- 1/2 Schalotte
- 50 ml extra natives Olivenöl
- 1 EL Weißweinessig
- Meersalz
- frischer Limettensaft, frische Korianderblättchen und Olivenöl zum Servieren
Zubereitung
Zubereitung mit dem Thermomix:
- Die Maiskörner vorsichtig vom Kolben schneiden. Ein paar Körner zum Servieren beiseitelegen. Den Rest in den Mixtopf geben. Die Paprika waschen, entkernen, in Stücke schneiden und dazugeben. Die Tomaten waschen und im Ganzen mit in den Thermomix geben. Schalotte schälen und ebenfalls hineingeben. Olivenöl und Weißweinessig hinzufügen.
- Langsam bis auf Stufe 10 aufdrehen und 1 Minute fein pürieren.
- 250 ml kaltes Wasser dazu geben und nochmal 1 Minute auf Stufe 8 bis zur gewünschten Konsistenz weitermixen.
- Ich serviere die Gazpacho leicht stückig – wer lieber eine feinere Konsistenz mag, streicht die Mischung nun einfach durch ein feines Sieb. Die Gazpacho mit Salz abschmecken und mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank durchkühlen.
- Die Gazpacho zum Servieren in tiefe Teller verteilen und mit restlichen Maiskörnern, Limettensaft, Korianderblättchen und Olivenöl servieren.
Zubereitung ohne Thermomix:
- Alle Zutaten außer Wasser und Garnitur in einen Standmixer geben und fein pürieren, dabei immer wieder nach unten schieben. Das Wasser nach und nach zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Alternativ portionsweise in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab zerkleinern.
- Die Mischung durch ein feines Sieb streichen, mit Salz abschmecken und 2-3 Stunden kühl stellen. Wie oben angegeben anrichten und servieren.
Hinweise
Am liebsten nehme ich vorgegarte, ausgekühlte Maiskolben oder – noch besser – abgekühlten Grillmais, der vom Grillen übrig geblieben ist; der bringt ein feines Röstaroma mit. Wenn ihr frische Kolben habt, schält die Blätter ab und kocht den Mais 20–25 Minuten vor. Von Dosenmais würde ich abraten: Der schmeckt einfach anders, und ich vermute, dass es oft genau dieser Dosenmais ist, der so viele Menschen Mais gegenüber skeptisch macht. Zur Not kann man auf gefrorenen Mais zurückgreifen. Wie lange hält sich die Gazpacho, und kann ich sie vorbereiten?
Abgedeckt hält sich die kalte Suppe etwa 1-2 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren einmal kurz durchrühren. Kann ich die Mais-Paprika-Gazpacho einfrieren?
Zur Not geht das, aber die Konsistenz leidet darunter – nach dem Auftauen wird die Suppe wässriger und weniger fein. Ich mache sie deshalb lieber frisch oder ein, zwei Tage im Voraus, statt sie einzufrieren.

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Doch was wäre der Thermomix-Donnerstag mit nur einem Rezept? In dieser Woche sind Simone von der S-Küche und Zorra von Kochtopf mit dabei. Sehen die kalten Tomatensuppen nicht köstlich aus?

2 Kommentare
zorra
4. August 2016 um 10:03Sieht köstlich auch und so schön gelb. Muss ich demnächst probieren. Und was!? Das Gazpacho? Da rollen sich meine Zehennägel. 😉 Auf spanisch ist Gazpacho ja männlich, aber ich sage auf Deutsch auch die Gazpacho, weil Suppe…
Maja
5. August 2016 um 17:21Hihi, dann sind wir uns ja einig. Und die Farbe finde ich auch toll!