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Japanisch-deutsche Pâtisserie: Sweet greetings from Osaka!

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Hä? – fragt sich jetzt sicher der ein oder andere. Was soll denn japanisch-deutsche Pâtisserie sein? Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich in der letzten Woche von Christina Friedauer und Oliver Büscher ins Hotel Nikko nach Düsseldorf eingeladen wurde, um eben genau diese zu verköstigen. Neben ein paar Pressevertretern waren vor allem etwa 40 japanische Damen eingeladen, ihres zeichens Gattinnen von hochrangigen Managern, die die kleinen Köstlichkeiten probieren und bewerten sollten.
Grund für die Einladung war der Besuch von Koichi Oishi, Chef-Patissier aus dem Hotel Nikko in Osaka. Zusammen mit Albert Nitz, dem Chef-Patissier aus dem Hotel Nikko in Düsseldorf hat er in einem vierwöchigen Workshop das reichhaltige Kuchen- und Torten-Angebot des Hotel Nikkos überarbeitet und perfektioniert.

Bereits im Februar durfte ich Herrn Nitz kennenlernen und seine großartigen Torten verköstigen, darüber habe ich hier schon im März berichtet:
MEET and GREET and EAT IM HOTEL NIKKO IN DÜSSELDORF
Umso gespannter war ich jetzt also, was daraus wurde und wie diese wunderbaren Backwaren wohl jetzt schmecken würden.

Zuerst habe ich mich auch gefragt, was denn jetzt eigentlich typisch Japanisch an dieser Tortenkunst ist.
Und um es vorweg zu nehmen: Irgendwie ist doch alles eigentlich Französisch.
Die Franzosen können Pâtisserie einfach am besten und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Herr Oishi sich gerne am französischen Vorbild orientiert.
Und letztendlich muss man auch dem deutschen Gaumen etwas bieten, so dass die wirklich typisch japanischen Geschmacksrichtungen nur sehr dezent zur Geltung kamen.

Albert Nitz und sein japanischer Kollege Koichi Oishi, Chef-Patissier aus dem Hotel Nikko in Osaka

Ich muss ja sagen, dass ich persönlich ein großer Matcha-Fan bin. Dieses grüne Teepulver mit seinem leicht bitteren und erdigen Geschmack ist einfach großartig.
Und so war ich ganz besonders angetan von den Matcha-Brownies, die uns kredenzt wurden. Was für eine tolle Kombination!
Die Matcha-Torte, die Herr Nitz schon im März im Angebot hatte, wurde von Herrn Oichi dahingehend verbessert, dass er Adzukibohnen und eine Schicht ungesüßte Sahne integriert hat.
Herr Nitz erklärte mir, dass das eine der Neuerungen sei, die er von seinem Kollegen übernommen habe: geschlagene Sahne wird nicht noch mal gesondert gesüßt, wie wir es ja gerne hier in unseren Sahnetorten machen. Stattdessen wird die Sahne nur aromatisiert, im Falle der wunderbaren Mont Blanc Törtchen zum Beispiel nur mit Vanille. Dadurch werden die Backwaren nicht zu süß, sind aber gleichzeitig locker und der Eigengeschmack kommt noch besser zur Geltung.
Die Verständigung zwischen den beiden Patissiers soll trotz Sprachbarrieren sehr gut funktioniert haben. Man verständigt sich einfach mit Händen und Füßen und zeigt auf das, was man braucht.
Dank einer Dolmetscherin konnten wir auch Herrn Oichi zu seinen Erfahrungen befragen. Er ist ein sehr sympathischer und humorvoller Vertreter seines Fachs. Auf die Frage, warum er denn Patissier geworden sei, antworte er verschmitzt grinsend mit „wegen der Frauen“…

Koichi Oishi, Chef-Patissier aus dem Hotel Nikko in Osaka

Matchatee und Anko (die süße Paste aus den roten Adzukibohnen) waren allerdings auch die einzigen etwas ausgefallenen und authentischen Geschmacksrichtungen, die uns präsentiert wurden.
Es gab außerdem einen luftigen Käsekuchen, Passionsfrucht-Sahnetorten, frisches Zitrusfrucht-Jelly im Glas, selbstgemachte Pralinen mit Fruchtfüllung und ganz wunderbar fruchtige Macarons.
Ich fühlte mich dabei zwischen all den netten Japanerinnen wie in Frankreich.
Geschmeckt hat alles! Gut, dass ich an diesem Tag sowohl auf Frühstück als auch auf Mittagessen verzichtet habe. Und den lieben Kollegen konnte ich auch direkt noch was mitbringen, soviele Törtchen und Köstlichkeiten gab es.

japanisch-deutsche Köstlichkeiten, Koichi Oishi, Chef-Patissier aus dem Hotel Nikko in Osaka
Insgesamt solle der Stil aber noch etwas mutiger werden, erklärte der Generaldirekt Ken Dittrich. Man wolle sich langsam vorwärts tasten, um das Kuchensortiment so authentisch wie möglich rüberzubringen.
Dazu soll in einem nächsten Schritt Herr Nitz seinerseits für ein paar Wochen nach Osaka reisen und vor Ort typisch japanische Pâtisserie perfektionieren und vielleicht auch die ein oder andere neue Geschmacksrichtung mit zurück nach Düsseldorf bringen.
Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die Törtchen bei meinem nächsten Besuch schmecken werden – denn ich werde mit Sicherheit wiederkommen ins Hotel Nikko.

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7 Kommentare

  • Antworten
    Simone/S-Kueche
    25. Juli 2013 um 19:47

    Von allem ein Stück für mich bitte. Wie bekommt man denn die Mousse über die Luft un die Gläser?
    LG Simone

    • Antworten
      Maja
      25. Juli 2013 um 19:59

      Hehe, das sieht super aus, oder?
      Da ist eine hauchdünne Schokoplatte drin, die die Mousse oben hält.

  • Antworten
    Christina
    25. Juli 2013 um 19:51

    Mannomann. Ich hätte ja jetzt so Lust auf eines dieser kleinen Gläschen…
    Danke für deinen Bericht. 🙂

    • Antworten
      Maja
      25. Juli 2013 um 20:00

      Das war aber auch alles extrem lecker!
      Vielen Dank noch mal für die Einladung 🙂

  • Antworten
    Tina
    25. Juli 2013 um 20:00

    Da kommen die Erinnerungen an Japan zurück! Damals konnte ich von den genialen Patisserie Angeboten nicht genug bekommen, und dieser Mix aus japanisch & französisch fand ich genial dort.

    Warum wohne ich nur nicht in der Nähe? *schnief*

    • Antworten
      Maja
      25. Juli 2013 um 20:01

      Dann musst du wohl auch mal nach Düsseldorf kommen 😉
      Das schmeckt wirklich alles sooo lecker!

  • Antworten
    MIA Abigail
    26. Juli 2013 um 10:05

    Diese kleinen Knäuel mit den vier Nusstückchen oben drauf, sehen aus, wie diese Wuschelhunde 😀

    Maja, nimm mich das nächste Mal mit !

    süße Grüße

    MIA

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