Eiersalat gehört für mich nicht nur zu Ostern, sondern ist auch so ein kleines Stück Kindheit. Das Rezept, das ich heute mache, basiert auf der Version meiner amerikanischen Oma – bei der die Mayonnaise damals noch selbst gemacht wurde. Ich mache es etwas alltagstauglicher, bleibe aber genau bei dieser klassischen, cremigen Kombination.
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Eiersalat auf einen Blick
| Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten |
| Schwierigkeitsgrad: einfach |
| Haltbarkeit: 2–3 Tage im Kühlschrank |
| Geschmack: klassisch, cremig, würzig |
Warum selbst gemachter Eiersalat einfach besser schmeckt
Eiersalat gehört zu diesen Produkten, die man im Supermarkt schnell mal mitnimmt. Super einfacher Brotaufstrich, proteinreich und eine tolle Abwechslung auf der Stulle. Aber „Kühlketten-Maja“, wie mich meine Freund:innen liebevoll nennen, ist einfach kein Fan von gekauftem Eiersalat. Als Kind der 80er schwebt immer eine latente Salmonellen-Angst mit. Außerdem schmeckt er selbst gemacht einfach so viel besser! Falls ihr euch bisher nicht ran getraut hattet – probiert es unbedingt mal aus. Es braucht keine besonderen Zutaten, keine große Vorbereitung und keine extra Küchengeräte. Es ist also wirklich kein Hexenwerk.
Ihr braucht nur ein paar hart gekochte Eier, eure liebste Mayo, Dijon-Senf, einen Klecks Schmand, Crème fraîche oder Saure Sahne, Paprikapulver (oder meinetwegen auch Curry, wenn ihr darauf steht) und etwas frischen Schnittlauch. Alles in eine Schüssel, Eier mit der Gabel zerdrücken, umrühren – fertig ist ein ehrlicher und simpler Brotaufstrich, der locker mit jedem Gekauften mithalten kann. Und ihr wisst genau, was drin ist.
Ich habe in den letzten Jahren wirklich viele Varianten ausprobiert – mit Joghurt, mit Curry oder mit zusätzlichen Zutaten. Am Ende komme ich aber immer wieder zu dieser Version zurück, weil sie genau das trifft, was ich an Eiersalat liebe! Schlicht, cremig und richtig gut abgeschmeckt.
Früher habe ich übrigens immer einen Eierschneider verwendet, um die hart gekochten Eier akkurat in gleich große Stücke zu bekommen. Viele hacken die Eier mit einem Messer durch, manche reiben sie sogar auf einer Vierkantreibe. Seit ich mal durch Zufall bei einer amerikanischen Bloggerin gesehen habe, dass sie die Eier direkt in der Sauce zerdrückt, mache ich das nur noch so! Ich finde das Ergebnis viel schöner und ein bisschen rustikaler und besser vermischt.

Eiersalat Zutaten – das braucht ihr wirklich
Zum Thema „Wissen, was drin ist“: Ich verwende in meiner Küche ausschließlich Eier von freilaufenden Hühnern. Aus regionaler Freilandhaltung, wo ich den Hühnern auf der Wiese „Guten Tag“ sagen kann oder aus Bio-Haltung. Letztendlich muss das jede:r für sich selbst entscheiden, aber ich kann euch nur empfehlen, das mal auszuprobieren. Eier können wirklich unterschiedlich schmecken!
Was außerdem nicht fehlen darf ist meine Lieblings-Mayonnaise. Hat nicht jeder Mensch eine Lieblings-Mayo? Schon, oder? Neben Butter gehört Mayo zu meinen absoluten Lieblingen. Und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich 4 oder 5 verschiedene Gläser im Kühlschrank stehen habe. Denn Mayo ist nicht gleich Mayo. Ich kaufe liebend gerne belgische Mayo im niederländischen Supermarkt. Und finde auch hier, dass es ganz gewaltige Unterschiede gibt. Auch da ist mir die Verwendung von Eiern aus Freilandhaltung wichtig. Oder ich verwende auch mal eine vegane Mayonnaise. Aber auch hier macht das Produkt den Geschmack aus. Eier und Mayo sind einfach die Hauptzutaten. Verwendet also unbedingt eure liebste Mayo!
Gewürzt wird schlicht mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer – kein Curry, keine Einlagen wie Radieschen, Zwiebeln o.ä. Nur der Klassiker Schnittlauch kommt bei mir zum Einsatz. Der Eiersalat soll so schmecken, wie ich ihn am liebsten mag. Natürlich könnt ihr aber auch nach eigenem Geschmack abwandeln, dazu gebe ich euch ein paar Tipps mit!
Anders als viele Varianten aus dem Supermarkt oder aus deutschen Rezepten kommt mein Eiersalat bewusst ohne Curry oder zusätzliche Einlagen aus. Er orientiert sich eher am klassischen amerikanischen Stil: wenige Zutaten, dafür eine richtig gute Balance aus Ei, Mayonnaise und Würze.

Nicht nur zur Resteverwertung nach Ostern
Nach Ostern hat man häufig mehr bunte gekochte Eier im Haus als Ideen, was man daraus machen kann. Mein Eiersalat ist dann natürlich die naheliegende Lösung und ich freu mich jetzt schon auf die leckerste Resteverwertung überhaupt! Aber natürlich lohnt sich das Rezept unabhängig von Ostereiern das ganze Jahr über. Wer ein paar Eier auf Vorrat kocht und sie im Kühlschrank aufbewahrt, hat so spontan und mit nur wenigen Handgriffen einen schnellen Brotaufstrich parat. Perfekt fürs Abendbrot, als Sandwich für unterwegs oder fürs Büro. Nur vielleicht besser nicht für Bahnreisen, das könnte fies werden… Der Salat hält sich außerdem gut im Kühlschrank und schmeckt auch nach ein bis zwei Tagen noch genauso lecker wie frisch gemacht.
Eier richtig kochen für Eiersalat (ohne grauen Rand)
Mein Eiersalat lässt sich natürlich auch ohne Ostereier oder Resteverwertung mit hart gekochten Eiern frisch zubereiten. Entweder ihr kocht sie direkt vor der Zubereitung und lasst sie gut abkühlen. Oder ihr habt sowieso schon welche im Kühlschrank. Ich koche regelmäßig ein paar auf Vorrat und habe eigentlich immer im Kühlschrank, weil ich sie auch pur gerne snacke. Am liebsten mit Maggi beträufelt, aber das ist eine andere Geschichte…
Für den Eiersalat sollten die Eier richtig hart gekocht sein und nicht mehr cremig oder gar flüssig, aber auch auf keinen Fall übergart. Ich verwende dafür Eier der Größe M oder L und immer bei Raumtemperatur gelagert. Ganz frische Eier nehme ich ungern, weil sie sich später schwerer schälen lassen. Eier, die schon ein paar Tage lagern, funktionieren deutlich besser.
Zum Kochen piekse ich die Eier am stumpfen Ende mit einem Eierpiekser an, damit sie beim Garen nicht aufplatzen, wenn ich sie ins kochende Wasser lege. Ich gebe sie mit Hilfe eines Schaumlöffels direkt in sprudelnd kochende Wasser und lasse sie dann etwa 9 Minuten kochen – bei größeren Eiern auch bis zu 10 Minuten. Danach schrecke ich sie in einer großen Schüssel mit eiskaltem Wasser ab. Das verhindert, dass sie nachgaren, und sorgt dafür, dass sich die Schale gut löst. Auch unter fließendem kaltem Wasser funktioniert das, das versuche ich aber zu vermeiden. Als Kind der 80er wurde mir auch immer eingebläut beim Zähneputzen kein Wasser laufen zu lassen. Deswegen kann ich Eier auch nicht so gut lang genug unter fließendem Wasser abschrecken…
Zum Schälen klopfe ich die abgekühlten Eier dann rundherum an und rolle sie leicht auf der Arbeitsfläche hin und her. So löst sich die Schale oft schon von alleine. Dann kann ich sie direkt weiterverarbeiten.
Warum bekommen hart gekochte Eier einen grauen Rand?
Wenn Eier zu lange gekocht werden, reagiert Schwefel aus dem Eiweiß mit Eisen aus dem Eigelb – es entsteht ein graugrüner Rand. Das ist gesundheitlich unbedenklich, sieht aber unschön aus und kann leicht schwefelig schmecken. Damit das nicht passiert, sollten die Eier nur etwa 9-10 Minuten gekocht und anschließend direkt kalt abgeschreckt werden.

Variationen für euren Eiersalat
Mein Rezept kommt ganz ohne Extras und Schnickschnack aus. Wer aber ein bisschen Abwechslung möchte oder Reste im Kühlschrank hat, die weg müssen, kann den Salat ganz easy anpassen:
Essiggurken oder Cornichons
Fein gewürfelte, eingelegte Gürkchen bringen etwas Säure und einen knackigen Biss in den Salat. Ich liebe das auch in Kartoffelsalat in der Kombi.
Zitronensaft oder Weißweinessig
Ein Spritzer Säure sorgt für Frische – vor allem, wenn ihr eine sehr milde Mayonnaise und Schmand verwendet.
Rote Zwiebel, Schalotte oder Frühlingszwiebel
Zwiebel gibt dem Eiersalat eine zusätzliche würzige Note und ergänzt den Schnittlauch optimal. Wichtig ist, die Zwiebeln wirklich ganz fein zu hacken und nur 1-2 TL zu verwenden, damit sie nicht zu dominant wird. Mir ist es meist zu würzig und ich favorisiere den Schnittlauch alleine.
Curry statt Paprika
Der Klassiker aus dem Supermarkt: Wer den Geschmack mag, ersetzt das Paprikapulver einfach durch mildes Currypulver. Meins ist es ehrlich gesagt nicht so, aber ich kenne eine Menge Leute, die ihren Eiersalat mit Currypulver lieben.

Häufige Fragen zum Eiersalat
Wie viele Eier braucht man für Eiersalat?
Für einen klassischen Eiersalat rechnet man etwa 2-3 Eier pro Person. Für einen Brotaufstrich sind 4-6 Eier für 2 Personen ideal. Für einen Brunch kann man natürlich mit etwas weniger rechnen, weil es auch noch andere Gerichte gibt und sich nicht jeder an 2 Eiern satt essen wird.
Kann man Eiersalat gut vorbereiten? Und wie lange ist selbst gemachter Eiersalat haltbar?
Luftdicht verpackt und im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich der Eiersalat etwa 2 bis 3 Tage. Wichtig ist, dass ihr immer frisches Besteck verwendet, wenn ihr etwas davon verwendet.
Kann man den Eiersalat einfrieren?
Nein, bitte nicht! Sowohl die Eier als auch die Sauce würden beim Auftauen Geschmack und Konsistenz verlieren. Dadurch würde der Eiersalat wässrig und gummiartig werden. Bitte versucht deswegen nicht, ihn einzufrieren. Er ist ja blitzschnell frisch zubereitet oder gut im Kühlschrank aufzubewahren.
Kann man den Eiersalat auch ohne Mayo machen?
Mein Rezept ist ganz bewusst mit Mayo zubereitet und die trägt viel zum Geschmack bei. Ihr könnt natürlich drauf verzichten, zum Beispiel wenn ihr Kalorien sparen wollt. Ich weiß nur nicht, ob mein Rezept dann wirklich das Richtige ist. Natürlich kann man Eiersalat auch mit Joghurt oder Schmand machen. Oder die Mayo damit mischen. Aber die Konsistenz und vor allem der Geschmack werden sich dadurch ändern. Ich habe das noch nicht ausprobiert und kann deswegen keine Erfahrungswerte teilen.



Eiersalat
Zutaten
- 50 g Mayonnaise
- 1 EL Schmand oder Crème fraîche
- 1 TL Dijon-Senf
- 2 Prisen Paprikapulver, edelsüß
- 6 hart gekochte Eier
- 2 EL frische Schnittlauchröllchen
- Meersalz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Mayo, Schmand und Senf in eine ausreichend große, stabile Schüssel geben und gut verrühren. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen und glatt rühren.
- Die hart gekochten Eier schälen. Nacheinander mit in die Schüssel geben und mit einer Gabel direkt in der Sauce zerdrücken. Gut durchrühren, dann die Schnittlauchröllchen unterrühren.
- Sofort servieren oder vor dem Servieren nochmal abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Hinweise
Weitere Rezeptideen für Eiersalate
Bei meinen lieben Freundinnen Simone von der S-Küche und Bine von was eigenes findet ihr heute auch leckere Ideen für Eiersalat, wenn ihr auf den Titel oder das Bild klickt:
Ganz klassischer und einfacher Eiersalat von was eigenes

Klassischer Eiersalat auf französische Art von S-Küche
Weitere leckere Rezeptideen zu Ostern hier im Blog









7 Kommentare
Eddy
27. März 2025 um 7:58Oh, wie köstlich das alles aussieht!
Liebe Grüße,
Eddy
Laura
1. April 2025 um 21:19Die einfachsten Sachen sind doch oft die besten! Genau so mag ich das. danke für das Rezept!!
Svenja S.
21. April 2025 um 8:37Genau so lieben wir Eiersalat! Danke für das Rezept! Manchmal nehmen wir auch zusätzlich Dill dazu.
LG Svenja
T.
21. Juni 2025 um 13:24Genau sowas hab ich gesucht. Ich hab ehrlich gesagt noch einen Hauch Currypulver dazu gegeben weil wir das so gerne mögen. Den Trick mit dem Zerdrücken statt zu schneidenfinde ich genial und es schmeckt irgendwie besser. Oder ich bilde mir das ein. Aber richtig gut!
Maja
27. Juni 2025 um 9:39Lieben Dank für deine Rückmeldung! Oh ja, mit Curry das habe ich schon öfter gehört, aber ehrlicherweise hier noch nicht ausprobiert. Und ja, ich finde den Trick auch super und finde auch, dass es irgendwie anders schmeckt, hihi 😉
Julie
25. Juni 2025 um 11:31Lieb ich! So lecker, gibt es jeden Sonntag bei uns.
Maja
27. Juni 2025 um 9:36Wie cool zu hören! Freut mich, dass es euch schmeckt!