Ein lauwarmer Kichererbsen-Salat mit gerösteten Möhren, würzigem Feta und viel frischer Petersilie, ergänzt von frischer Zitrone und gutem Olivenöl. Die Möhren werden in Stifte geschnitten und in der Heißluftfritteuse geröstet, bis die Ränder leicht karamellisieren. Wer keinen Airfryer hat, nimmt den Ofen. In 30 Minuten steht ein vegetarisches Gericht auf dem Tisch, das als Mittagessen, Beilage oder Meal Prep für die Woche funktioniert.
| Aktivzeit | 10 Minuten |
| Zubereitungszeit | 13-15 Minuten in der Heißluftfritteuse, 20-25 Minuten im Ofen |
| Schwierigkeit | Einfach |
| Portionen | 2 als Hauptgericht, 3-4 als Beilage |
| Highlights | Möhren in Stiften aus der Heißluftfritteuse sind super einfach und lecker, funktionieren genauso gut im Ofen |
Wie ich bei diesem Salat von geschälten Babymöhren aus dem Kühlregal weggekommen bin…
Ursprünglich gefunden habe ich dieses Rezept 2014. In einer englischen Frauenzeitschrift, beim Warten auf einen Termin. Auf der Heimfahrt hatte ich es im Kopf quasi schon durchgekocht. Damals stand auf meinem Einkaufszettel allerdings noch eine Packung Babymöhren, diese kleinen, fertig geschälten aus dem Kühlregal. Geschmacklich passiert da wenig, die Aufbewahrung und Vorbereitung ist fragwürdig und die Konsistenz auch. Das kann ich heute guten Gewissens zugeben.
Inzwischen kaufe ich je nach Saison normale Bundmöhren oder klassische Karotten und schneide sie selbst in Stifte. Der Unterschied ist größer, als man denkt: Eine Möhre mit Eigengeschmack, richtig schön geröstet, bis die Ränder dunkel werden, schmeckt süß und fast nussig. Die Kichererbsen aus dem Glas dazu, herber Feta in groben Brocken, Petersilie, frische Zitrone, ein guter Schluck Olivenöl. Mehr braucht es nicht.
Den Salat habe ich seit 2014 dutzende Male gemacht, und das sagt bei mir doch einiges aus. Die meisten Rezepte fliegen nach zwei, drei Anläufen wieder aus der Rotation, oft zum Leidwesen meines Mannes. Dieses Rezept allerdings nicht. Er ist schnell genug für einen normalen Mittwoch und gut genug, dass ich ihn auch Gästen vorsetze. Vor kurzem habe ich ihn sogar einer Freundin als Abendessen ins Krankenhaus gebracht!
Eine Sache vorweg, weil sie oft gefragt wird: Ich röste die Möhren mittlerweile in der Heißluftfritteuse. Für mein Heißluftfritteusen-Kochbuch habe ich wochenlang mit Wurzelgemüse aus dem Gerät gearbeitet, und Möhrenstifte gehören zu den dankbarsten Zutaten überhaupt. Ohne Airfryer geht es natürlich trotzdem, so wie früher. Der Ofen macht das fast genauso gut, braucht nur etwas länger. Beide Wege stehen weiter unten beschrieben.

Warum ihr diesen Kichererbsen-Salat machen solltet
- Wenige Zutaten, grandioses Ergebnis. Möhren, Kichererbsen, Feta, Zitrone, Petersilie, Olivenöl. Damit steht ein Salat auf dem Tisch, der nach mehr schmeckt, als die Liste vermuten lässt.
- In einer halben Stunde fertig, davon nur 10 Minuten echte Arbeit. Den Rest übernehmen Heißluftfritteuse oder Ofen, während ihr den Tisch deckt.
- Airfryer oder Backofen, beide Wege funktionieren. Ich habe sie nebeneinander getestet und beschreibe euch den Unterschied weiter unten.
- Hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank und schmeckt durchgezogen oft noch besser. Damit ist der Salat ein verlässliches Meal Prep fürs Büro.
- Vegetarisch, und ohne Feta wird er zu einem vollwertigen veganen Gericht.
- Lauwarm serviert am besten. So entfalten warme Möhre und Olivenöl ihr volles Aroma, während die Kichererbsen kühl bleiben.
- Nichts Ausgefallenes auf der Einkaufsliste. Ein Glas Kichererbsen, ein Bund Möhren, eine Zitrone, das ist meistens ohnehin im Haus. Bei mir definitiv!
Wie röste ich die Möhren in der Heißluftfritteuse?
Schneidet die Möhren in Stifte, mischt sie mit Olivenöl, Zitronenschale, Salz und Pfeffer und gart sie gut verteilt bei 180 Grad für 13-15 Minuten, je nach Größe. Nach der Hälfte einmal kräftig durchschütteln. Die Stifte sind fertig, wenn die Ränder leicht dunkel werden und sich die Möhre mit der Gabel etwas eindrücken lässt, ohne zu weich zu sein. Der wichtigste Punkt steht oft im Kleingedruckten anderer Rezepte: Füllt den Korb nicht zu voll. Liegen die Stifte übereinander, dünsten sie im eigenen Dampf, statt zu rösten, und werden blass. Bei größeren Mengen oder kleineren Heißluftfritteusen lohnen sich deswegen zwei Durchgänge. Der zweite ist meist schon nach 10-12 Minuten durch, weil das Gerät dann schon gut vorgewärmt ist.
Heißluftfritteusen heizen unterschiedlich, das habe ich bei den Testreihen für meine Kochbücher deutlich gemerkt. Wenn euer Modell kräftig zur Sache geht, startet mit 12 Minuten und schaut dann nach. Einmal mehr den Korb aufzuziehen kostet nichts, verkohlte Möhren dagegen den ganzen Salat. Ist mir auch schon passiert!
Falls ihr Lust auf weitere Ideen und Lieblinge aus der Heißluftfritteuse habt, kann ich euch meine Crispy Lachs Bowl aus dem Airfryer und meinen Crispy Chicken Burger Caesar-Style nur wärmstens empfehlen!

Funktioniert das Rezept auch im Backofen?
Ja. Verteilt die Möhrenstifte mit Abstand auf einem mit Backpapier belegten Blech und röstet sie bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 20-25 Minuten, einmal gewendet. Achtet darauf, dass die Stifte nicht aufeinanderliegen, sonst dünsten sie auch hier. Das Ergebnis ist eine Spur weniger karamellisiert als aus der Heißluftfritteuse, dafür bekommt ihr in einem Durchgang problemlos eine größere Menge hin. Aus meinen Vergleichen der letzten Wochen: Für zwei Portionen nehme ich den Airfryer, für vier oder mehr den Ofen. Der geschmackliche Abstand ist da, aber klein genug, dass niemand am Tisch ihn vermissen wird.
Welche Zutaten brauche ich?
Sechs Dinge plus Salz und Pfeffer: Möhren, Kichererbsen aus dem Glas, Feta, frische Petersilie, eine Bio-Zitrone und ein gutes Olivenöl. Nichts davon müsst ihr extra besorgen. Worauf es bei den vier wichtigsten Zutaten ankommt, sehr ihr hier:
Welche Möhren funktionieren am besten?
Greift zu regionalen Bundmöhren oder losen Möhren vom Markt, die bringen ordentlich Eigengeschmack mit. Die abgepackten Babymöhren bleiben schon seit ein paar Jahren bei mir liegen, sie sind geschmacklich blass und rösten nicht so schön. Wichtiger als die Sorte ist der Schnitt: Stifte mit etwa 1-1,5 cm Kantenlänge, 5-7 Zentimeter lang, möglichst gleichmäßig. Das wirkt kleinlich, entscheidet aber darüber, ob alle Stücke gleichzeitig gar werden. Ihr könnt natürlich auch Scheiben oder Würfel schneiden, müsst dann die Garzeit aber selbst anpassen und vor allem gut im Auge behalten.
Falls ihr Lust auf einen Salat mit anderem Gemüse habt, wie wäre es mit meinem Rosenkohlsalat mit Apfel, Walnüssen und Pecorino? Auch vegetarisch, auch eine Mischung aus Gemüse und Käse, hier mit Nuss und Obst dazu.
Welche Kichererbsen nehmt ihr?
Die aus dem Glas oder der Dose. Ich weiche hier ehrlich gesagt keine Kichererbsen über Nacht ein, wenn der Salat in einer halben Stunde fertig sein soll. Wichtig ist nur, sie vor dem Verarbeiten gründlich unter kaltem Wasser abzuspülen. Wer mag, häutet sie kurz, das macht den Salat etwas zarter, ist aber keine Pflicht und dauert mir persönlich auch einfach zu lang.
Welcher Feta gehört hinein?
Echter Feta aus Schafsmilch, am Stück gekauft, nicht die fertig gewürfelte Salatware und bitte keinen Hirtenkäse aus Kuhmilch. Den Block könnt ihr mit den Fingern in grobe Stücke brechen, und genau diese unregelmäßigen Brocken halten besser am Salat und sehen lebendiger aus als saubere Würfel. Für die vegane Variante lasst ihr ihn weg, dazu unten mehr.
Olivenöl und Zitrone
Das extra native Olivenöl ist hier Geschmacksträger, nicht nur Bratfett, nehmt also eines, das ihr auch pur mögt. Die unbehandelte Zitrone arbeitet an zwei Stellen: Die abgeriebene Schale kommt vor dem Garen an die Möhren, weil sie ihr Aroma in der Hitze abgibt. Der Saft kommt erst zum Schluss über den fertigen Salat, denn Säure verliert unter langer Hitze ihre Frische.

Was macht diesen Salat besonders?
Es sind die gerösteten Möhrenstifte. Sie machen aus einem schnellen Beilagensalat ein warmes, eigenständiges Gericht mit echtem Röstaroma. Die meisten Kichererbsen-Salate sind kalte Gerichte, bei der alles roh zusammenkommt. Hier in meiner Variante lebt das Ganze vom Kontrast: warme, süßlich geröstete Möhre gegen kühle Kichererbse, herber Feta gegen frische Zitrone. In den Jahren, in denen ich den Salat koche, habe ich einiges verändert, aber der Wechsel von Babymöhren zu selbst geschnittenen, gerösteten Stiften war die Änderung, die wirklich den Unterschied gemacht hat.
Welche Variationen gibt es?
Mit einem halben Teelöffel Kreuzkümmel oder Ras el-Hanout im Möhren-Rub bekommt der Salat eine orientalische Richtung. Pinienkerne oder Granatapfelkerne machen ihn noch spannender. Eine kleine, fein gewürfelte rote Zwiebel bringt Biss. Granatapfelkerne sorgen für Farbe und Säure und machen aus dem Feierabendsalat etwas, mit dem ihr auch eine spontane Runde am Tisch überraschen könnt. Und wer Lust hat, röstet eine Handvoll Kichererbsen einfach mit den Möhren zusammen, dann wird ein Teil knusprig. All das habe ich ausprobiert und kann es sehr empfehlen! Vor allem gemahlener Kreuzkümmel ist wirklich eine absolute Empfehlung.
Wie mache ich den Salat vegan?
Lasst den Feta weg, das genügt. Die Kichererbsen liefern Eiweiß und Sättigung, das Zitronen-Olivenöl-Dressing hält alles zusammen. Das klingt fast zu einfach, reicht aber tatsächlich. Wenn euch der würzige Akzent fehlt, hilft ein Löffel Hummus auf dem Teller oder eine Handvoll gerösteter Pinienkerne. Veganen Feta nehme ich hier nicht, ich finde die ehrliche Lücke angenehmer als einen Ersatz, der nur so tut. Wer ihn aber mag, kann ihn natürlich verwenden.
Kann ich den Salat vorbereiten und wie lange hält er?
Ja, der Salat eignet sich gut zum Vorbereiten. Ohne Feta hält er sich in einer verschlossenen Box 2-3 Tage im Kühlschrank und schmeckt am nächsten Tag oft noch runder. Die Möhren geben ihre Süße ans Olivenöl ab, die Petersilie zieht durch. Ein Tipp aus der Meal-Prep-Praxis: Den Feta separat aufbewahren und erst beim Servieren über den Salat brechen, sonst zieht er Feuchtigkeit und wird schmierig. Wer das Glas direkt mit ins Büro nimmt, darf Feta und Salat aber auch zusammen einpacken.

Meine Tipps für den besten Kichererbsen-Salat
- Schneidet die Möhren gleichmäßig. Etwa 1-1,5 Zentimeter Kantenlänge, 5-7 Zentimeter lang. Das ist der eine Punkt, an dem sich Genauigkeit wirklich auszahlt.
- Lasst dem Gemüse Platz. Die Möhren einlagig in den Korb oder aufs Blech. Zwei Durchgänge sind besser als ein gedämpftes, zu blasses Ergebnis.
- Zitronenschale heiß, Zitronensaft kalt. Die Schale würzt die Möhren vor dem Garen, der Saft kommt erst über den fertigen Salat. So bleibt die Säure frisch.
- Brecht den Feta, statt ihn zu würfeln. Grobe Brocken aus den Händen gebröselt haften besser und sehen lebendiger aus als zu gleichmäßige Würfel.
- Behandelt das Olivenöl als Zutat, nicht als bloßes Bratfett. Ein gutes, extra natives Öl trägt hier einen großen Teil des Geschmacks.
- Serviert den Salat lauwarm. Direkt nach dem Rösten schmeckt er am intensivsten. Kalt aus dem Kühlschrank vorher kurz Raumtemperatur annehmen lassen.
Wenn ihr den Salat ausprobiert, erzählt mir gern, wie er bei euch geworden ist, in den Kommentaren, mit einer Bewertung oder als Foto auf Instagram unter @moeyskitchen. Verratet mir dabei gerne, ob ihr ihn aus der Heißluftfritteuse oder aus dem Ofen gemacht habt. Ich schaue mir eure Versionen wirklich gern an.

Kichererbsen-Salat mit gerösteten Möhren und Feta
Zubehör
- Heißluftfritteuse oder Backofen
Zutaten
- 400 g Möhren
- 2 EL extra natives Olivenöl plus etwas mehr zum Anrichten
- 1/2 Bio-Zitrone Schale und Saft
- 1 Glas oder 1 Dose Kichererbsen Abtropfgewicht ca. 240 g
- 1/2 kleiner Bund glatte Petersilie
- 100 g Feta Schafskäse
- Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Optional: 1 EL geröstete Pinienkerne, eine Handvoll Granatapfelkerne, ½ TL Kreuzkümmel im Möhren-Rub
Zubereitung
- Zubereitung in der Heißluftfritteuse: Möhren schälen oder gut waschen und in Stifte schneiden, etwa 1-1,5 cm Breit und 5-7 Zentimeter lang. In einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, der abgeriebenen Zitronenschale, Salz und Pfeffer mischen, bis jeder Stift einen leichten Film hat.
- Möhrenstifte einlagig in den Korb der Heißluftfritteuse geben. Bei 180 °C je nach Größe etwa 13-15 Minuten garen, nach der Hälfte einmal kräftig schütteln. Die Stifte sollen am Rand dunkel, innen weich, aber nicht matschig sein. Bei größeren Mengen in zwei Durchgängen arbeiten.
- Alternative im Backofen: Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Möhrenstifte wie oben marinieren und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech mit Abstand verteilen. 20-25 Minuten rösten, einmal nach 12 Minuten wenden.
- Während die Möhren garen, die Kichererbsen abgießen, gründlich unter kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. In eine Salatschüssel geben.
- Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stielen zupfen und grob hacken.
- Die fertig gerösteten Möhren samt Öl aus dem Korb beziehungsweise vom Blech zu den Kichererbsen geben. Petersilie und Zitronensaft hinzufügen, alles vorsichtig durchmischen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Ggf. noch 1-2 EL Olivenöl untermischen.
- Salat auf Tellern anrichten. Den Feta mit den Fingern über den Salat bröseln. Sofort lauwarm servieren.
Hinweise
- Vorbereitung: Salat hält sich ohne Feta in einer Box mit Deckel im Kühlschrank 2-3 Tage. Feta erst beim Servieren dazugeben, sonst zieht er Feuchtigkeit.
- Mit Babymöhren: Wer doch zu Babymöhren greift, halbiert sie längs und reduziert die Garzeit in der Heißluftfritteuse auf 10-12 Minuten, im Ofen auf 18-22 Minuten.
- Vegan: Feta weglassen. Optional einen Löffel Hummus auf den Teller oder geröstete Pinienkerne ergänzen.
- Würzigere Variante: ½ TL Kreuzkümmel oder Ras el-Hanout in den Möhren-Rub. Granatapfelkerne bringen Farbe und Säure.
- Servieren: Schmeckt lauwarm am besten. Kalt aus dem Kühlschrank vorher kurz Raumtemperatur annehmen lassen.
Weitere leckere Salatrezepte hier im Blog
Bei mir findet ihr natürlich zahlreiche weitere leckere Rezeptideen für Salate. Klickt euch doch gerne mal durch!







6 Kommentare
Ela
6. April 2014 um 11:07Mhhhm, lecker wars! 🙂 Karotten mag ich sowieso gern… Mit Feta hab ich sie aber vorher noch nie kombiniert.
LG Ela
Gaumenfreundin
6. April 2014 um 16:59Der Salat sieht klasse aus und klingt gar nicht mal nach sooo viel Arbeit 🙂 Lieben Dank für das schöne Rezept!Grüße, Steffi
Christina
6. April 2014 um 17:27Das ist ein ganz toller Salat, den muss ich ganz schnell nachmachen!Liebe Grüße, Christina
Julia
6. April 2014 um 18:18Ach Maja, das sieht traumhaft lecker aus! Schick mir doch mal ein Portiönchen, ja? ;)Ich werd's auf jeden Fall mal nachkochen und wünsche dir einen schönen Abend!Alles LiebeJulia
_our food stories_
6. April 2014 um 19:28mhmm das sieht wirklich köstlich aus!! die simplen sachen sind ja oftmals die besten <3liebe grüßelaura&nora
Elena (heute gibt es...)
10. April 2014 um 13:41Liebe Maja,vielen lieben Dank auch hier nochmal! Dein Salat sieht richtig lecker aus und trifft voll meinen Geschmack, da ich ein großer Fan von Feta bin. Wird sicher mal ausprobiert!Gruß Elena