Süß

Apfeltarte mit Mascarponecreme und Mandeln

Äpfeln gegenüber bin ich (leider) sehr zwiegespalten. Als Kind habe ich Äpfel geliebt, vor allem süße Rote. Und – ich weiß, dass das kein Mensch versteht – je mehliger umso lieber! Vielleicht war das ja schon eine Vorausahnung meinerseits, denn heute vertrage ich frische knackige Äpfel nicht mehr. Je säuerlicher umso schlimmer für mich.

Das ist insofern schade, weil gerade die ganzen alten oder direktvermarkteten Apfelsorten wieder zurückkommen, was auch sehr gut ist! Nur leider kann ich sie nicht essen, so sehr ich Äpfel auch eigentlich mag. So schade das auch ist, ich muss auf die modernen und weltweit vermarkteten Sorten wie Gala und Jazz zurückgreifen, obwohl ich gerne die saisonalen und vor allem regionalen Sorten unterstützen würde.
Zum Glück mag mein Liebster genau jene Sorten und ich mache insofern was für mein Apfelgewissen, indem ich ihm diese Äpfelchen zurechtschneide und serviere. Damit trage ich einen kleinen Teil bei.
Meine Kollegin versorgt uns dabei zum Beispiel mit Rubinette. Das ist ein kleiner, relativ säuerlicher Apfel, der aus Cox Orange und Golden Delicious gezüchtet wurde. Damit zählt er nicht zu den wirklich alten Sorten, ist aber auch nicht überall erhältlich und steht unter Schutz. Da ich regelmäßig tütenweise Rubinette nach Hause trage und mein Liebster mit einem Apfel pro Tag nicht wirklich hinterherkommt, musste ich jetzt mal ran und das ganze verbacken.
Gebacken oder generell gegart vertrage ich die Äpfel nämlich wieder. Ich liebe naturtrüben Apfelsaft oder Apfelmus!
Vor ein paar Tagen hat Chaosqueen eine köstliche Birnentarte mit Mascarponecreme verbloggt, die mir sofort gefallen hat. Nach trockenem Kuchen war mir nicht zumute, ich wollte mal etwas neues ausprobieren, Mürbeteig kam mir wie gerufen und da ich noch ein Schüsselchen Mascarpone im Kühlschrank hatte, was dringend weg musste, habe ich mich für diese Tarte entschieden und sie mir mit Äpfeln zurecht gebastelt.
ein Stück frisch gebackene Tarte mit Äpfeln, Mascarpone, Mandeln und Vanilleeis
Apfeltarte mit Mascarponecreme und Mandeln
für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser
Für den Mürbeteigboden:
200 g Mehl
75 g feinster Zucker
80 g zimmerwarme, aber nicht zu weiche Butter
50 g Schmand
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Für den Belag und die Füllung:
1 großes Ei
125 g Mascarpone
80 g Zucker
3 El gemahlene Mandeln
etwa 6 kleine, säuerliche Äpfel
Saft von 1/2 Zitrone
100 g Mandelblättchen
Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Eine Tarteform gut einfetten und bemehlen.
Für den Boden Mehl, Zucker, Butter in Stückchen und Schmand zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig sofort auf etwas Mehl in Größe der Tarteform ausrollen, zusammenfalten, die Form damit auslegen und einen Rand hochziehen. Überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
Danach Backpapier auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten beschweren.
Den Boden 25 Minuten vorbacken, dann die Hülsenfrüchte entfernen und die Form noch mal für 5 Minuten in den Ofen stellen.
In der Zwischenzeit für die Füllung das Ei in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen, dann die Mascarpone unterrühren und zu einer glatten Masse verrühren. 50 g des Zuckers und 1 El gemahlene Mandeln unterrühren.
Die Äpfel erst schälen, dann vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Apfelviertel in Spalten schneiden. In eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln und mit 20 g des Zuckers bestreuen.
Den Tarteboden mit den restlichen gemahlenen Mandeln gleichmässig bestreuen und glattstreichen. Das verhindert, dass sich der Boden später mit Flüssigkeit vollsaugt und durchweicht.
Die Mascarponecreme darübergießen und glattstreichen. Die Apfelscheiben dachziegelartig auf die Creme legen und reichlich mit Mandelblättchen bestreuen.
Den restlichen Zucker darübergeben und die Tarte nochmals für etwa 45 Minuten bei 175°C weiterbacken.
Danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Die Tarte schmeckt lauwarm und kalt sehr gut. Dazu passt Vanilleeis oder Schlagsahne.
knusprige Tarte mit Apfel, Mascarpone und Mandelblättchen

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5 Kommentare

  • Antworten
    Sarah-Maria
    27. November 2011 um 1:18

    ohhhh lecker! LECKER! 😀

  • Antworten
    Jen @ Savory Simple
    27. November 2011 um 3:53

    Beautiful tart!

  • Antworten
    Charlotte
    27. November 2011 um 17:05

    Ich mochte als Kind schon immer lieber die knackigen, richtig sauren Äpfel – allerdings mit Zucker bestreut. Aus heutiger Sicht echt ekelhaft. 😉
    Was ich aber bis letztes Jahr echt nicht essen konnte, waren gekochte oder gebackene Äpfel. Den Geschmack konnte ich gar nicht haben. Das hat sich glücklicherweise geändert. Nur den dicken Hefeteig unter Apfelkuchen mag ich bis heute nicht besonders. Mit Mürbteig habe ich Apfelkuchen bisher noch nie serviert bekommen – sieht aber echt klasse aus! Das Rezept habe ich mir direkt mal abgespeichert! 🙂

    Liebe Grüße
    Charlotte

  • Antworten
    tanja
    28. November 2011 um 15:43

    Apfeltarte liebe ich heiss und innig, und deine sieht fantastisch aus. Wunderschöne Fotos!!

    Liebe Grüße
    Tanja

  • Antworten
    Anonym
    28. November 2011 um 21:12

    Oh. Die sieht sehr, sehr lecker aus. Und auch der Mürbeteig klingt toll. Nicht so viel Zucker – und etwas Schmand. Das mag ich sehr. Die werde ich in jedem Fall diesen Winter einmal – in klein – nachbacken.

    Tollen Dank für's Präsentieren. Irene

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