Saftige, fudgy Macadamia Brownies mit weißer Schokolade, glänzendem Crinkle-Top und knusprigem Macadamia-Crunch. Dieses Rezept backe ich seit 2012, habe es über Jahre Stück für Stück verfeinert und so abgestimmt, dass es mit ganz normalen Supermarkt-Zutaten zuverlässig gelingt. Die deutsche Version eines amerikanischen Klassikers.
Es gibt so Rezepte, die backe ich seit über 10 Jahren regelmäßig, ohne sie je hier auf dem Blog zu zeigen. Diese Brownies gehören dazu. 2012 habe ich angefangen, an meiner perfekten Brownie-Version zu feilen, als ich sie für Freunde zur Hochzeit gebacken habe. Und 2026 ist es endlich an der Zeit, sie mit euch zu teilen. Ich weiß, dass ich mich damit in eines der am härtesten umkämpften Backrezepte überhaupt einreihe. Aber wenn ich ehrlich bin: Genau deshalb hat es so lange gedauert. Ich wollte mir sicher sein, dass ich euch wirklich etwas in die Hand gebe, was nicht nur lecker ist, sondern verlässlich gelingt. Und das tut dieses Rezept. Nach nicht unerheblich vielen Fehlversuchen. Und ausgerechnet als es drauf ankam habe ich mich bei den Zutaten mal verrechnet und eine falsche Mehlmenge verwendet. Am Ende schwamm der Teig unter einer Butterschicht…

Mein Bezug zu amerikanischem Gebäck und der Weg zum perfekten Brownie
Mein Bezug zu Brownies ist ziemlich tief und dabei ein bisschen kitschig. Ich habe amerikanische Vorfahren und das amerikanische Backen war von klein auf fester Bestandteil unserer Familienküche. Mein Blog hat 2011 überhaupt erst mit amerikanischem Gebäck angefangen und auch wenn moey’s kitchen sich über 15 Jahre weit darüber hinaus entwickelt hat, ist genau das immer noch eine meiner größten Leidenschaften. Ich habe diese Brownies früher auch schon mit amerikanischen Zutaten gebacken und auch wenn man bei Mehl, Zucker und Schokolade auf den ersten Blick wenig Unterschied vermutet, ist er da. Amerikanisches all-purpose flour ist anders gemahlen als unser Type 405, US-Edelbitterschokolade ist süßer, US-Butter wässriger und auch der Zucker gibt eine andere Süße und vor allem eine andere Konsistenz. Über die Jahre habe ich das Rezept Schritt für Schritt auf deutsche Mengen, deutsche Mehltypen und deutsche Schokolade umgestellt, ohne den fudgy Charakter zu verlieren.
Macadamias aus Hawaii: das Erlebnis hinter der Lieblingszutat
Und die Macadamias? Die habe ich tatsächlich auf einer Hawaii-Reise im letzten Jahr im großen Stil mitgeschleppt. Macadamiabäume stammen ursprünglich aus Australien, sind aber heute ein Wahrzeichen der hawaiianischen Landwirtschaft und auf Big Island gibt es Plantagen, bei denen man die Nüsse direkt ab Hof kaufen kann. Geröstet, gesalzen, in großen Tüten. Ich habe damals so viel mitgenommen, dass mein Handgepäckkoffer nur aus Nusstüten bestand. Die Brownies in diesem Beitrag habe ich mit genau diesen Hawaii-Macadamias gebacken und das war ein besonderer Moment für sich. Jetzt sind sie nämlich leider aufgebraucht. Aber gute geröstete und gesalzene Macadamias bekommt ihr auch hier ohne Hawaii-Trip, dazu unten mehr. Ich möchte da trotzdem unbedingt nochmal hin… Aber genug des Vorgeplänkels, lasst uns fantastische Brownies backen!
Warum ihr diese Macadamia Brownies mit weißer Schokolade lieben werdet
- Saftige, fudgy, fast schon cremig-weiche Mitte mit glänzender Crinkle-Top-Oberfläche, ohne dass ihr besondere Zutaten oder Geräte braucht.
- Intensiver, dunkler Schokoladengeschmack, abgerundet durch gutes Espressopulver und ausbalanciert mit süßer weißer Schokolade.
- Geröstete, gesalzene Macadamias bringen Crunch und einen feinen salzigen Kontrast, der das ganze Gebäck so gut ausbalanciert.
- Funktioniert mit ganz normaler Edelbitterschokolade aus dem Supermarkt. Kein Spezialitätenladen und keine Überseebestellung nötig.
- In rund 20 Minuten vorbereitet, in 25-30 Minuten gebacken. Perfekt für kurzfristigen Besuch oder einen entspannten Sonntag.
- Am nächsten Tag noch besser, wenn die Aromen sich verbunden haben. Halten luftdicht verpackt mehrere Tage frisch.
- Über Jahre auf deutsche Zutaten und Mengen abgestimmt, damit das Ergebnis hier zuverlässig so wird wie das amerikanische Original.

Was macht einen perfekten Brownie aus?
Wenn man über Brownies spricht, landet man früher oder später unweigerlich bei der Glaubensfrage: fudgy, chewy oder cakey? Cakey Brownies sind dabei im Prinzip Schokokuchen in eckig: luftig, hoch aufgegangen, oft mit Backpulver. Fudgy Brownies sind das andere Extrem. Niedrig, dicht, mit hohem Fett- und Schokoladenanteil und ganz wenig Mehl. Chewy liegt geschmacklich dazwischen, hat aber einen leicht zähen Biss, der durch die Eier-Zucker-Behandlung entsteht. Mein Rezept liegt klar im fudgy bis chewy Bereich. Es geht mir um diese saftige, dichte Mitte, die fast schon wie Schokoladentrüffel auf der Zunge zergeht, mit dem leichten Widerstand einer perfekt gebackenen Kruste an den Rändern. Backpulver kommt deshalb bewusst keines hinein.
Was ist das Geheimnis der glänzenden Crinkle-Top-Oberfläche?
Diese feine, glänzende, leicht rissige Oberfläche, die einen guten Brownie optisch so unverwechselbar macht, ist kein Zufall, sondern reine Lebensmittelchemie. Und ihr habt vielleicht schon mitbekommen, dass ich da gerade sehr on fire bin, was chemische Prozesse beim Backen angeht. Siehe zum Beispiel auch bei meinen New York Style Chocolate Chip Cookies oder meinem super saftigen Bananenbrot. Die Oberfläche jedenfalls entsteht, wenn der Zucker im Wasseranteil der Eier vollständig aufgelöst wird, beim Backen mit der Hitze nach oben wandert und dort wieder kristallisiert. Je gründlicher der Zucker vorher aufgelöst und mit Luft verbunden ist, desto besser klappt das. Das ist der ganze Zauber dahinter!
Und ehrlich gesagt bin ich für diesen Effekt jahrelang nur den halben Weg gegangen. Ich habe rund die Hälfte des Zuckers in der warmen Schokoladen-Butter-Mischung aufgelöst, was schon mal richtig ist. Den Rest habe ich aber lange Zeit nur kurz mit den Eiern verrührt, weil viele Rezepte ausdrücklich vor schaumig geschlagenen Eiern warnen. Das Ergebnis war oft ein guter Brownie, aber nicht der perfekte Crinkle-Top. Beim erneuten Querlesen amerikanischer Profi-Quellen wie Stella von BraveTart, Sally von Sally’s Baking Addiction und Tessa von Handle the Heat ist mir klar geworden: Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen schaumigschlagen wie für einen Biskuit und der sogenannten „ribbon stage“, die für Brownies tatsächlich elementar wichtig ist.
Ribbon Stage als Maßstab für die Konsistenz lernen
Die ribbon stage ist erreicht, wenn die Eier-Zucker-Mischung deutlich heller geworden ist, an Volumen gewonnen hat und beim Anheben des Schneebesens in dicken Bändern zurück in die Schüssel fällt – daher auch der Name. Das dauert mit dem Handrührgerät auf mittlerer bis hoher Stufe etwa drei bis fünf Minuten. Es ist kein Eischnee und keine Biskuitmasse, sondern eine cremige, voluminöse Masse, in der sich der Zucker wirklich aufgelöst hat. Mein liebster Test: ein bisschen der Mischung zwischen Daumen und Zeigefinger reiben. Spürt ihr noch deutlich Zuckerkörner, weiterschlagen. Sind die Körner verschwunden oder nur noch ganz fein, ist der Punkt erreicht.
Mein Rezept arbeitet jetzt mit einer Hybrid-Methode aus beiden Ansätzen: 90 g Zucker löse ich in der warmen Schokoladen-Butter-Mischung auf, die restlichen 100 g schlage ich gründlich mit den Eiern zur ribbon stage. Erst dann kommt die handwarme Schokoladenmasse vorsichtig unter die Eiermasse, nur noch untergehoben statt eingerührt, damit die eingeschlagene Luft erhalten bleibt. Genau das ist der Hebel, der aus einem guten Brownie einen Brownie mit dieser typischen krachenden, hauchdünnen, glänzenden Oberfläche macht.

Aber muss man Brownies nicht nur kurz rühren, damit sie fudgy bleiben?
Das ist eine berechtigte Frage, die mir oft begegnet, weil sich diese Regel im deutschen Backwissen hartnäckig hält. Und sie stimmt sogar, sie meint nur nicht das, was die meisten denken. Es gibt zwei verschiedene Mischvorgänge in einem Brownie-Teig und jeder hat seine eigene Regel. Ich hab das selbst jahrelang nicht kapiert und falsch gemacht.
Erster Schritt: Eier und Zucker aufschlagen
Im ersten Schritt schlagt ihr die Eier mit Zucker. Hier ist noch kein Mehl im Spiel, also gibt es nichts, was ihr durch ausdauerndes Schlagen kaputt machen könntet. Im Gegenteil: Der Zucker löst sich im Wasseranteil der Eier auf, und das ist die halbe Crinkle-Top-Miete. Die gleichzeitig eingeschlagene Luft ersetzt das fehlende Backpulver als sanftes Triebmittel, weil ein klassischer fudgy Brownie ja keines enthält. Drei bis fünf Minuten zur ribbon stage sind hier genau richtig und ausdrücklich gewollt. Das ist keine Biskuitmasse und kein Eischnee, sondern eine cremige, voluminöse Emulsion mit aufgelöstem Zucker.
Zweiter Schritt: Mehl unterheben
Im zweiten Schritt kommt erst das Mehl dazu und ab hier gilt die alte Regel zu hundert Prozent: nur kurz und schonend unterheben, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Wer hier weiterrührt, entwickelt Gluten, also genau das, was ein gutes Brot kauig und elastisch macht. In einem Brownie wollt ihr das Gluten definitiv nicht haben. Sobald die Masse homogen aussieht, sofort aufhören.
Was Brownies wirklich fudgy macht, ist also nicht das vorsichtige Verrühren am Anfang, sondern das Zutaten-Verhältnis plus die schonende Mehl-Behandlung am Ende. Hoher Fettanteil aus Butter und Schokolade, wenig Mehl, kein Backpulver. Bei diesem Rezept ist das mit 200 g Butter und 250 g Edelbitterschokolade auf nur 160 g Mehl von Haus aus gegeben. Die Brownies werden mit der ribbon-stage-Methode mindestens genauso fudgy wie vorher, eher noch eine Spur sauberer in der Schnittkante. Der dichte, weiche Kern bleibt absolut erhalten, dazu kommt jetzt nur die schöne, glänzende Oberfläche obendrauf. Für mich die perfekte Mischung!

Welche Schokolade für Brownies?
Die Schokolade ist die wichtigste Zutat in diesem Rezept. Mein Anspruch war von Anfang an, dass dieses Brownie-Rezept mit Schokolade aus dem ganz normalen Supermarkt funktioniert, und genau das tut es. Und versteht mich nicht falsch, ich liiiebe gute Zutaten und habe natürlich schon feinste und teuerste Schokoladen verwendet. Das ist nur mittlerweile teilweise echt unerschwinglich für so ein Gebäck und ich habe lange gesucht und getüftelt, um etwas zu finden, was für uns alle funktioniert.
Ich verwende eine Edelbitterschokolade mit 60-70 % Kakaoanteil. Alles darunter wird mir zu süß, alles darüber kippt schnell ins Bittere und nimmt der weißen Schokolade die Bühne. Achtet beim Einkauf auf eine Tafel, die ihr auch pur gerne essen würdet, ohne sauer aufstoßende Noten oder künstlichen Vanillegeschmack. Eine gute, milde Edelbitterschokolade aus dem Supermarkt, gerne in Bio-Qualität, ist hier völlig ausreichend. Ihr braucht keine handgeschöpfte Kuvertüre aus dem Patisseriebedarf, um perfekte Brownies zu backen.
Meine Empfehlungen aus jahrelangen Tests
Aus jahrelangen Tests kann ich euch zwei Tafeln ganz ohne Werbung konkret ans Herz legen, weil sie bei meinen Brownies zuverlässig genau das Ergebnis bringen, das ich haben möchte: die Ritter Sport Edelbitter 61 %, die ihr in jedem normalen Supermarkt findet, und die Moser Roth Edelbitter 70 % von Aldi Süd. Beide haben das passende Geschmacksprofil, sind mild, schokoladig im besten Sinne und ohne bittere Spitzen. Beide sind dazu so gut wie überall verfügbar und bezahlbar. Ich verwende sie selbst seit Jahren parallel und nenne sie hier nicht, weil mich jemand dafür bezahlt, sondern weil ich genau weiß, dass es mit beiden klappt. Wer eine andere Lieblingsschokolade in diesem Kakao-Bereich hat, ist damit natürlich genauso gut aufgestellt.
Bei der weißen Schokolade gilt: nehmt eine, die ihr mögt. Sehr süße, stark vanillige Sorten machen die Brownies insgesamt süßer, was hier durch das Salz der Macadamias allerdings gut aufgefangen wird.
Warum Espressopulver und kein flüssiger Espresso?
Ein guter Brownie hat für mich immer eine leichte Espresso-Tiefe. Nicht so, dass es nach Kaffee schmeckt, sondern so, dass die Schokolade sich runder und vollmundiger entwickelt. Das ist wieder Lebensmittelchemie: Bitterstoffe im Kaffee verstärken die Wahrnehmung von Schokoaromen. Ich verwende dafür Bio-Espressopulver, also fein gemahlenes, instant-lösliches Espressopulver und ganz bewusst keinen flüssigen Espresso. Der Grund ist banal, aber wichtig: Brownies reagieren empfindlich auf Veränderungen im Flüssigkeitsverhältnis. Schon zwei bis drei Esslöffel zusätzliche Flüssigkeit können aus der schönen Crinkle-Top-Mitte einen leicht gummiartigen Kuchenboden machen. Das Pulver dagegen löst sich rückstandsfrei in der warmen Eier-Zucker-Masse und bringt das Aroma, ohne den Teig zu verfälschen. Zwei gestrichene Teelöffel sind genug, um die Schokolade zu unterstreichen, ohne dass es kaffeelastig wird. Darüber hinaus rutscht man in einen Kaffeegeschmack, der zwar köstlich ist, aber nicht unbedingt gewollt ist.

Welche Macadamias passen am besten?
Ich nehme für dieses Rezept ausschließlich geröstete und gesalzene Macadamias, keine rohen. Beim Rösten entwickeln Macadamias ihr typisches buttriges, leicht karamellartiges Aroma und das Salz auf den Nüssen ist hier kein Störfaktor, sondern absichtlich gewünscht. Diese kleinen Salzpunkte im süßen, schokoladigen Teig sind das, was die Brownies geschmacklich für mich ausmachen. Wer Salted-Caramel-Eis oder gesalzene Schokolade liebt, weiß genau, was ich meine. Ihr bekommt geröstete und gesalzene Macadamias gut sortiert in der Knabberabteilung im Supermarkt, in jedem größeren Drogeriemarkt mit Lebensmittelregal und natürlich im Bio- oder Feinkostladen. Falls ihr ungesalzene Macadamias verwenden wollt oder müsst, gebt zusätzlich eine kleine Prise Meersalzflocken mit unter den Teig. Der salzige Kontrast gehört für mich einfach dazu.
Brownies aus den USA auf deutsche Zutaten anpassen
Wer schon einmal ein klassisches amerikanisches Brownie-Rezept 1:1 nachgebacken hat, kennt das Problem. Bei mir ging es schon damit los, dass amerikanische Cup-Mengen schwer auf Gramm umzurechnen sind, weil amerikanisches all-purpose flour anders gemahlen ist als unser Weizenmehl Type 405. Die Mehlqualität beeinflusst die Krumenstruktur stärker, als viele denken. Außerdem ist amerikanische Edelbitterschokolade oft süßer als unsere, und unsere Butter hat einen höheren Fettanteil als US-Butter, die noch Wasseranteile mitbringt. Ich habe diese Brownies über Jahre Schritt für Schritt umgestellt: deutsches Type 405 statt amerikanischem all-purpose, Edelbitterschokolade mit 60 bis 70 Prozent statt amerikanischer baking chocolate, mildgesäuerte Butter statt unsalted American butter. Das Verhältnis von Zucker zu Mehl habe ich entsprechend angepasst. Heraus kommt ein Rezept, das den fudgy Charakter eines amerikanischen Original-Brownies hat, aber zuverlässig mit allem funktioniert, was ihr hier in jedem ganz normalen deutschen Supermarkt bekommt.
Bei der Butter habe ich nach jahrelangem Vergleichen meinen klaren Favoriten gefunden: die mildgesäuerte Kerrygold. Mildgesäuert klingt erstmal nach Säure und nach Frische, ist aber etwas anderes als die normale deutsche Sauerrahmbutter. Sie wird mit milchsäurebildenden Kulturen sanft fermentiert, hat dadurch ein etwas runderes, vollmundigeres Butteraroma und einen feinen, leicht karamelligen Unterton, der in Schokoladengebäck wunderbar funktioniert. In Brownies merkt man den Unterschied tatsächlich: Die Butter wirkt im fertigen Gebäck präsenter, ohne aufdringlich zu sein und harmoniert besonders schön mit der Edelbitterschokolade. Süßrahmbutter funktioniert auch, aber wenn ihr die mildgesäuerte zur Hand habt, nehmt sie. Das ist keine Werbung, sondern eine ehrliche Empfehlung aus jahrelangem Backen mit verschiedensten Buttersorten.

Wie lange sind die Brownies haltbar? Kann ich sie einfrieren?
Luftdicht verpackt halten sich die Brownies bei Raumtemperatur problemlos drei bis vier Tage. Im Kühlschrank sind sie etwa eine Woche frisch, sollten dort aber gut verpackt aufbewahrt werden, weil sie sonst Aromen aus dem Kühlschrank annehmen. Vor dem Servieren lasse ich gekühlte Brownies kurz auf Zimmertemperatur kommen, dann sind sie wieder schön weich und fudgy. Einfrieren funktioniert übrigens auch hervorragend. Ich schneide die ausgekühlten Brownies in Stücke, lege sie nebeneinander in eine Frischhaltebox mit Backpapier zwischen den Lagen und friere sie so ein. Aufgetaut werden sie über Nacht im Kühlschrank oder in zwei Stunden auf der Arbeitsplatte. Mein Tipp: Direkt mehr backen, einen Teil sofort essen und den Rest in Portionsgröße einfrieren. So habt ihr immer einen Notfall-Brownie zur Hand, wenn die Lust auf Schokolade akut wird!
Meine wichtigsten Tipps für perfekte Macadamia Brownies
- Schokoladen-Butter-Mischung unbedingt auf Handwärme abkühlen lassen, bevor sie zur Eiermasse kommt. Zu heiß ruiniert die Emulsion und macht die Brownies zäh.
- Etwa die Hälfte des Zuckers direkt in die warme Schokoladen-Butter-Mischung einrühren. Das ist die eine Hälfte der Crinkle-Top-Strategie und sorgt dafür, dass sich der Zucker schon vor dem Backen vollständig auflöst.
- Eier und Zucker mit dem Handrührgerät 3-5 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe zur sogenannten ribbon stage schlagen: hell, voluminös, in dicken Bändern vom Schneebesen fallend. Fingertest: Ein bisschen der Mischung zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, Zuckerkörner sollten kaum noch spürbar sein. Das ist der wichtigste Hebel für den glänzenden Crinkle-Top.
- Die handwarme Schokoladenmasse anschließend nur vorsichtig unter den Eier-Zucker-Schaum heben, nicht einrühren. So bleibt die eingeschlagene Luft erhalten und damit auch der Crinkle-Effekt.
- Mehl, Macadamias und weiße Schokolade nur unterheben, nicht rühren. Sobald keine Mehlnester mehr zu sehen sind, hört ihr auf.
- Lieber einmal zu kurz backen als zu lang. Der Brownie gart in der heißen Form nach. Die Mitte darf beim Herausnehmen noch leicht weich wirken, die Ränder sollten gerade fest sein. Stäbchenprobe in 1 cm Tiefe: feuchte Krümel ja, nasser Teig nein.
- Komplett in der Form auskühlen lassen. Wer zu früh schneidet, bekommt zerfledderte Stücke. Etwas Geduld zahlt sich aus.
- Backpapier mit Überstand in die Form legen. So könnt ihr den ganzen Brownie nach dem Auskühlen am Stück herausheben und auf einem Brett sauber portionieren.
- Zum Schneiden ein langes, scharfes Messer nutzen und es zwischendurch unter heißem Wasser abspülen und abtrocknen. Ergibt saubere Schnittkanten ohne Schmierstreifen.
- Am nächsten Tag schmecken die Brownies noch eine Spur intensiver. Wenn ihr für Gäste backt, plant das ruhig ein.

Macadamia Brownies mit weißer Schokolade
Zubehör
- 1 quadratische Backform (ca. 20-22 cm Seitenlänge)
Zutaten
- 200 g Butter mild gesäuert
- 250 g Edelbitterschokolade 60-70 % Kakaoanteil, grob gehackt
- 190 g Zucker
- 3 Eier Größe M/L, Raumtemperatur
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 gehäufter TL Bio-Instant-Espressopulver
- 160 g Weizenmehl Type 405
- 125 g geröstete und gesalzene Macadamias grob gehackt
- 125 g weiße Schokolade grob gehackt
- ggf. etwas Meersalz
- etwas Fett für die Form
Zubereitung
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform mit 20-22 cm Seitenlänge leicht einfetten und mit Backpapier mit Überhang auslegen, damit ihr die Brownies später am Stück herausheben könnt.
- Butter und Edelbitterschokolade in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze oder im Wasserbad langsam schmelzen, bis die Masse glatt und glänzend ist. Nicht zu heiß werden lassen!
- 90 g des Zuckers direkt in die warme Schokoladen-Butter-Mischung einrühren, bis er sich weitgehend aufgelöst hat. Anschließend 5-10 Minuten abkühlen lassen, sodass die Mischung nur noch handwarm ist.

- Eier und die restlichen 100 g Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät auf mittlerer bis hoher Stufe 3-5 Minuten zur ribbon stage schlagen: Die Masse soll deutlich heller, voluminöser und cremig werden und in dicken Bändern vom Schneebesen fallen. Fingertest: Ein bisschen der Mischung zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, der Zucker sollte kaum noch körnig zu spüren sein. Anschließend Vanilleextrakt und Espressopulver kurz unterrühren.
- Die handwarme Schokoladen-Butter-Mischung mit einem Teigschaber oder Kochlöffel langsam unter die Eier-Zucker-Masse heben (nicht einrühren), bis ein glatter, glänzender Teig entsteht. So bleibt die eingeschlagene Luft erhalten.
- Mehl und Salz mischen und ebenfalls nur kurz unter den Teig heben, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Macadamias und weiße Schokolade ebenfalls nur kurz unterheben.

- Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen. Auf der mittleren Schiene etwa 25-30 Minuten backen. Die Brownies sind perfekt, wenn die Ränder fest sind und die Mitte noch leicht weich wirkt. Stäbchenprobe in 1 cm Tiefe sollte feuchte Krümel zeigen, keinen flüssigen Teig.

- Die Brownies komplett in der Form auskühlen lassen,dann am Backpapier-Überstand herausheben und mit einem langen, scharfen Messer je nach Wunsch in 16, 20 oder 24 Stücke schneiden.

Hinweise
- Schokolade: Edelbitterschokolade aus dem Supermarkt mit 60-70 % Kakao funktioniert hervorragend. Ich verwende selbst seit Jahren parallel die Ritter Sport Edelbitter 61 % aus dem Supermarkt oder die Moser Roth Edelbitter 70 % von Aldi Süd. Beide haben das passende Profil. Wer es etwas dunkler mag, nimmt 70 % und plant ein, dass die weiße Schokolade dann als Süße-Gegenpol noch wichtiger wird.
- Macadamias: Idealerweise geröstet und gesalzen. Wer nur ungesalzene Macadamias bekommt, gibt eine zusätzliche Prise Meersalz mit unter den Teig.
- Espressopulver: Bewusst kein flüssiger Espresso, weil das Flüssigkeitsverhältnis sonst die fudgy Konsistenz stört. Wer kein Espressopulver mag, kann es weglassen, verliert dann aber etwas Schokoladentiefe.
- Vanille: Echter Vanilleextrakt rundet den Schokoladengeschmack ab, bitte kein Vanillin benutzen.
- Aufbewahrung: Luftdicht verpackt 3-4 Tage bei Raumtemperatur, ca. 1 Woche im Kühlschrank, bis 3 Monate eingefroren. Vor dem Servieren auf Zimmertemperatur kommen lassen.
- Form: Wer nur eine 22 cm Form hat, backt eher 25 Minuten. Bei 20 cm Seitenlänge ist der Teig höher, dann eher 30 Minuten. Stäbchenprobe in 1 cm Tiefe sollte feuchte Krümel zeigen, keinen flüssigen Teig.

Mehr amerikanisches Gebäck aus meiner Küche
Wer diese Brownies mag, mag auch meine anderen Klassiker aus der amerikanischen Backstube. Wenn ihr Macadamias liebt, schaut unbedingt mal in mein Rezept für Macadamia Cookies, das wunderbar in dieselbe Aroma-Welt passt. Für Schokoladenfans sind meine New York Style Chocolate Chip Cookies genau richtig, dick, weich und mit großen Schokostücken. Und wenn ihr richtig in den US-Backmodus reingehen wollt, ist mein New York Cheesecake der nächste logische Schritt: cremig, ohne Risse, mit dem Trick aus dem Dampfgarer.




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