Süß

Guten Rutsch! Zum Beispiel mit schwarzem Sesam-Eis…

Na, habt ihr Weihnachten alle gut überstanden? Geschlemmt und es sich gut gehen lassen? Reich beschenkt worden?
Möp, ab da bin ich raus.
Weihnachten ist bei uns nur Völlerei und Familienfest, die Schenkerei haben wir aber bereits vor ein paar Jahren abgeschafft.

So ein paar wunderschöne nette (Anspielung – Moment, Moment…) Kleinigkeiten habe ich aber doch bekommen, doch das hat einen anderen Grund: Ab sofort bin ich für euch die Frau Nett. Kein Scherz, das ist mein Name.
Zumindest seit dem 5. Dezember – denn an diesem Tag haben sich mein Liebster und ich still und heimlich nach fast 10 gemeinsamen Jahren das Ja-Wort gegeben.
Deswegen war es hier in letzter Zeit auch eher etwas ruhig, schwelge ich doch im Neu-Ehe-Glück und zelebriere wöchentlich das Fest der Feste.

Weihnachten ist in diesem Jahr etwas kurz gekommen, ich habe nicht mal wirklich Plätzchen gebacken. Bzw. wenn ich etwas gebacken habe, dann nur „alte“ Plätzchen aus dem letzten Jahr, nämlich diese köstlichen Schoko-Knusper-Kekse.

Um mich nach dieser elendigen Krankenhausgeschichte Ende November/ Anfang Dezember auch weiter zu schonen, gab es Heiligabend im kleinsten Kreis (= Herr und Frau Nett) Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen, am 1. und 2. Feiertag haben wir uns von unseren Familien einladen lassen.

Silvester wird bei uns auch eher wieder ruhig zugehen: Wir haben Freunde zu Besuch und es gibt (wenn auch nicht traditionelles) Raclette mit köstlicher Steakhüfte.
Von Silvesterböllern halte ich nicht viel und noch weniger würde ich auf die Idee kommen dafür Geld auszugeben oder mich inmitten der 0-Uhr-Knallerei aufzuhalten.
Von daher: alles ganz besinnlich!

Bevor ich mich aber ins neue Jahr verabschiede, möchte ich hiermit die letzte (und wirklich in jeglicher Form die allerletzte) Gelegenheit nutzen und ein Rezept für das Cookbook of Colors einreichen. Eigentlich wollte ich bei diesem tollen Projekt gerne jeden Monat teilnehmen, habe es aber meistens dann doch nicht geschafft…
Für den letzten Monat und die eher schwierige Farbe Schwarz hatte ich dann aber noch eine tolle Idee, die sich außerdem auch toll als erfrischendes Silvester-Dessert macht.

Zum ersten Mal habe ich dieses Eis beim Japaner gegessen und war schlichtweg begeistert. Nur leicht süß, schön cremig und erfrischend und dazu mit einem tollen nussigen Sesamgeschmack. Gut, die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings passt sie jetzt gerade für dieses Event ganz hervorragend!

Das Rezept habe ich in Gordon Ramsay’s „World Food„-Buch gefunden und nur leicht abgewandelt.

frisches schwarzes Sesameis im Glas

Schwarzes Sesam-Eis

für etwa 8 Kugeln

85 g schwarze Sesamkörner
5 Eigelb von ganz frischen Bio-Eiern Größe M
100 g weißer Zucker
250 ml Vollmilch
200 g frische Bio-Schlagsahne
schwarze Sesamkörner zum Garnieren

Den Sesam in eine Pfanne oder einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren anrösten, bis er leicht duftet und zu knistern anfängt.
Danach auf einen großen Teller geben und auskühlen lassen.
Jetzt folgt die Fleißarbeit: die Sesamkörner müssen zu Paste verarbeitet werden! Das funktioniert am besten in einem Foodprozessor, Multizerkleinerei oder im Mörser und dauert ein Weilchen. Am besten funktioniert hier immer noch ein Ehemann.
Das Ergebnis sollte eine leicht klebrige, feste und feine Paste sein.

Eigelb und Zucker zusammen in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer dickschaumig aufschlagen. Ruhig einnige Minuten auf höchster Stufe schlagen, bis eine dickliche Creme entsteht.

Milch und Sahne mischen und in einen Topf geben. Auf mittlerer Hitze erwärmen, aber nicht kochen lassen.
Etwa 4 Esslöffel der warmen Flüssigkeit in die Eiermasse geben und diese erneut gut durchrühren.
Nun Löffel für Löffel die Eiermasse in das Milch-Sahne-Gemisch geben und mit einem Teigschaber immer gut vom Topfboden aus verrühren. Die Masse darf keinesfalls kochen oder stocken, sondern wirklich nur bei niedriger Temperatur leicht erwärmt werden. Insgesamt soll die Creme leicht andicken und luftig-schaumig sein.

Sobald Eier, Milch und Sahne gut verrührt und zu einer dicklichen Creme geworden sind, nun die Sesampaste hinzugeben und gut unterrühren. Wer es ganz fein haben möchte, streicht die Paste gründlich durch ein Sieb. Ich habe die Paste jedoch einfach komplett untergerührt.

Um die Masse schneller abzukühlen, kann man den Topf nun in ein Eiswasser-Bad stellen und weiterrühren oder die Creme in eine andere Schüssel umfüllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.
Danach direkt in die Eismaschine geben und zu Eiscreme verarbeiten. Sollte das Eis zu flüssig sein, einfach nochmal nachfrieren lassen.

Wer keine Eismaschine hat füllt die Creme einfach in eine flache Schüssel und rührt die Masse alle 30 Minuten durch, bis sie ausreichend fest ist.

Nach Belieben Kugeln abnehmen und mit etwas weiterem schwarzen Sesam bestreut servieren.

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5 Kommentare

  • Antworten
    NY-cheesecake
    1. Januar 2013 um 11:55

    Hiphip Hurra!! Herzlichen Glückwunsch den neu Vermählten! 2012 war ein fantastisches Jahr zum Heiraten 🙂

    Das Sesameis sieht genauso fantastisch aus und schreit geradezu "Mach mich bitte auch mal bei dir zuhause!"

    Ein wunderbares neues Jahr wünsche ich!

    Liebe Grüße
    Carina

  • Antworten
    Sylvia
    1. Januar 2013 um 15:58

    Alles, alles Gute noch nachträglich zur Hochzeit! Das Eis sieht farblich ganz fantastisch aus und ist wirklich ein Hingucker – so kann man Gäste wunderbar überraschen.

  • Antworten
    Christin
    1. Januar 2013 um 20:43

    Wow alles alles Liebe zur Hochzeit! Das sind ja tolle Neuigkeiten!
    Das Eis sieht super aus, würde ich gerne mal probieren.
    Lieben Gruß Christin

  • Antworten
    Anna Purna
    2. Januar 2013 um 1:14

    Sieht einfach toll aus! Kann mir das auch super vorstellen. Meine Stimme hast Du daher schon. Jetzt halte ich Dir nur noch die Daumen, dass Du ins Kochbuch kommst.

    Ein Gutes Neues Jahr und liebe Grüße
    Anna

  • Antworten
    mein-i-tüpfelchen
    6. Januar 2013 um 18:01

    Sesameis habe ich kürzlich in einem japanischen Restaurant gegessen und war hin und weg. Der schwarze Sesam liegt seidem in meinem Vorratsschrank – ich werde Dein Rezept die Tage mal ausprobieren, Herzlichen Dank und alles Liebe-Alex

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