Herzhaft

Schnelles feines Maronensüppchen zum Wetterumschwung

Pünktlich zum langsam schlechter werdenden Wetter komme ich auch langsam in Suppenstimmung. Was hatten wir für einen traumhaften November in Köln! Es gab genau einen Regentag und da hat es auch nur kurz geplätschert. Kann man sich das vorstellen? Im ganzen November hatte ich nicht einmal einen Schirm dabei!  Habe ich als Kind noch das „November“-Gedicht von Heinrich Seidel aufgesagt, konnte ich das in diesem Jahr nicht einmal inbrünstig vortragen. Nix mit toben, Verdrießlichkeit, kein Sonnenschein oder maulenden Sturmwinden.

Das Wetter in dieser Form hält seit Oktober an – tagsüber gemäßigte 10 °C, Sonnenschein. Einfach nur toll.
Allerdings wird der Wasserstand des Rheins langsam knapp. Interessante und eher ungewöhnliche Trockenperiode. Ich habe ja jetzt ein bisschen die Befürchtung, dass wir das alles doppelt und dreifach im Dezember abkriegen. Warten wir es mal ab. Ab morgen ist jedenfalls Dezember und ab morgen soll auch der Regen Einzug halten.
Deswegen gab es heute abend erst mal ein schnelles, feines und sehr wohltuendes Maronensüppchen, das mich gegen das kommende Herbstwetter wappnet.
Geht ganz einfach und schnell, schmeckt aber schön nussig und pikant, obwohl es nur weniger Zutaten bedarf. Und vegetarisch ist es auch noch, wenn man Gemüsebrühe verwendet!
Maronensuppe
für 2  Portionen
1 Schalotte
1 kleine Möhre
1-2 kleine Stangen Staudensellerie
1/2 Stange Lauch (davon nur das Weiße)
200g Maronen (vorgekocht, vakuumiert)
1 El Weißweinessig
1/2 l Gemüse- oder Hühnerbrühe (oder natürlich Fond)
ca. 50-75 ml Sahne
Olivenöl
Petersilie zum Servieren
Schalotte und Möhre schälen und in sehr feine Würfelchen schneiden.
Sellerie und Lauch putzen und ebenfalls sehr fein würfeln.
Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin gut anschwitzen.
Die Maronen dazugeben und kurz anrösten.
Die Mischung mit dem Weißweinessig ablöschen und kurz einkochen lassen.
Mit der Brühe aufgießen und das ganze bei leicht geöffnetem Deckel 20 Minuten kochen.
Die Sahne unterrühren. Ich verwende Bio-Sahne und mag vor allem die dicke Sahneschicht, die sich absetzt. Damit wird es besonders cremig.
Mit einem Pürierstab gründlich durchpürieren, dann noch mal erwärmen.
Sollte die Konsistenz zu dickflüssig sein, noch etwas Sahne unterrühren.
Auf Suppenteller verteilen, mit Petersilie dekorieren und sofort servieren.
Nachwürzen oder abschmecken war in meinem Fall nicht nötig.
Stelle ich mir auch als „Maronen-Cappuccino“ mit Milchschaumhaube sehr lecker vor. Allerdings war es durch die Sahne auch sämig genug. Wird es bestimmt bald mal wieder geben!

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7 Kommentare

  • Antworten
    Christina
    30. November 2011 um 20:02

    köstlich – ich liebe maronensuppe!
    und das foto ist super geworden, wirklich sehr hübsch. und der topf (oder ist das schon eine suppenschüssel?) sieht auch prima aus. ich mag solche art von geschirr. 🙂

  • Antworten
    Maja
    30. November 2011 um 20:15

    Hihi, dankeschön!
    Das ist ein kleines auf Vintage getrimmtes Suppenschüsselchen oder auch Auflaufförmchen für eine kleine Portion. Ich finde es aber auch toll!

  • Antworten
    Gourmande
    30. November 2011 um 20:19

    Hmmm, lecker!
    Ich habe vor kurzem zum ersten Mal Maronensuppe gemacht und war gleich verliebt! 🙂

  • Antworten
    PUNKt
    30. November 2011 um 22:11

    …Maronensuppe, noch nie gehört vorher…aber tönt mhhhhhh lecker…da kriegt Frau doch gleich wieder Appetit…

    LG Pünktchen Punkt

  • Antworten
    anja
    1. Dezember 2011 um 9:45

    Ich will es am WE unbedingt selbst ausprobieren, muss aber erst noch einkaufen gehen, und hoffe, dass ich Maronen bekomme! Das Foto ist genial!

  • Antworten
    Sarah-Maria
    1. Dezember 2011 um 11:07

    Lecker! Ich lieeeebe Maronen! 🙂

  • Antworten
    Heike
    2. Dezember 2011 um 8:43

    Das ist ein wirklich gelungenes Foto. Suppen sind ja nicht ganz einfach.
    Entzückend!

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