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Burger mit frischen Hamburger-Brötchen, Balsamico-Schalotten, Rucola, Pecorino und Serranoschinken

Sonntag, 5. August 2012

Während ich es ja momentan leider so gut wie gar nicht schaffe vernünftig zu bloggen, versuche ich zumindest ab und an mal ein bisschen was bei Facebook zu posten.
Wer dort bei mir mitliest hat mitbekommen, dass in der vergangenen Woche ein toller neuer Küchenhelfer bei mir eingezogen ist. Nach Monaten des Grübelns und Überlegens und Habenwollens habe ich nun einen Kontaktgrill. Aber nicht irgendeinen, sondern einen "Design Grill-Barbecue Advanced".
Und das ist einfach ein irres Gerät, gerade wenn man wie ich Stadtbewohner ohne Balkon oder Terrasse ist.

Ich habe natürlich direkt einiges ausprobiert von Paninis (genial) über Chorizo (oberlecker) und Bratwürstchen (geht gar nicht) bis hin zu Burgern.
Und gerade letztere haben mich wirklich begeistert.
Das liegt aber natürlich nicht nur am Grill, sondern sicher auch an den leckeren selbstgebackenen Hamburger-Brötchen, die ich dazu gemacht habe.
Die Kombination war einfach so stimmig und lecker, ich muss euch das Rezept sofort mitgeben.

Auf der Suche nach einer Grundlage für die Buns bin ich bei Ann von dillspitzen.net gelandet. Ich habe ihre Basis genommen und dann so lange mit dem Teig rumgebastelt, bis ich ein gutes Ergebnis hatte. Und ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Super leckere, fluffige und gut schmeckende Brötchen - kein Vergleich zu der Pappe, die man sonst so fertig kaufen kann. Dazu sind sie super schnell gemacht, lassen sich auf Vorrat backen und einfrieren und man weiß was genau drin ist.
Ich kann das Rezept absolut empfehlen.

Die Idee für den Burger kam mir, als ich den Burger der Woche in meiner Lieblings-Burgerbude "Die fette Kuh" auf Facebook gesehen habe. Deren Wochenburger ist mit Rucola, Parmesan, Parmaschinken und Basilikum-Mayo belegt. Übrigens werden die Buns dort auch täglich frisch gebacken und kommen nicht aus Plastikverpackungen...

Jedenfalls habe ich dem ganzen noch ein Schippchen drauf gesetzt und mir mal so einen richtig tollen Deluxe-Burger gebastelt:




Hamburger-Brötchen / Burger Buns
für ca. 8 - 10 große Brötchen

250 ml Vollmilch
50 g Butter
20 g Zucker
125 ml lauwarmes Wasser
600 g Mehl
1 Tl Salz
25 g frische Hefe
1 Ei
Sesam zum Bestreuen nach Belieben

Die Milch zusammen mit der Butter und dem Zucker in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle leicht erwärmen, bis die Butter schmilzt.
Das Wasser dazu gießen, alles gut verrühren und zur Seite stellen.

Das Mehl zusammen mit dem Salz in eine große Schüssel geben und die Hefe bröckchenweise mit den Fingerspitzen unter das Mehl kneten.

Die Milchmischung in einem Schwung auf die Mehlmischung gießen, das Ei darüber aufschlagen und alles zusammen mit der Küchenmaschine oder von Hand zu einem elastischen Teig kneten.
Ich habe meine Küchenmaschine schon etwa 10 Minuten kneten lassen, bis der Teig schön elastisch und weich, aber nicht mehr klebrig war.
Falls nötig, etwas mehr Flüssigkeit oder Mehl hinzugeben, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat.
Er sollte sich gut von Hand formen lassen ohne zu kleben und nach dem Eindrücken mit einem Finger wieder zurückspringen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Den Teig in 8 - 10 gleichgroße Teile aufteilen und jedes Teigstück zwischen den Handflächen zu einer glatten und gleichmäßigen Kugel rollen.
Die Kugeln mit ausreichend Abstand zueinander auf die Bleche setzen und mit den Handflächen zu flachen Scheiben von etwa 1,5-2 cm Dicke zurechtdrücken.
Jetzt je nach Wunsch noch mit Sesam bestreuen oder auch nicht. Ich habe weißen und schwarzen Sesam verwendet, einfach weil es hübsch aussieht und geschmacklich noch etwas Pepp gibt.
Die Bleche mit Geschirrhandtüchern abdecken und die Teiglinge etwa 45 - 60 Minuten gehen lassen, bis sie schön aufgegangen sind. Bei mir sah das dann so aus:



Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Die Bleche nacheinander auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und die Brötchen bis zur gewünschten Bräune ca. 12 - 15 Minuten backen.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Entweder sofort servieren oder einzeln einfrieren.
Die Brötchen lassen sich nach dem Auftauen noch mal gut aufbacken oder auch auf dem Grill knusprig rösten.




Und nun kommen wir zum eigentlichen Rezept, bei dem die frisch gebackenen Brötchen Verwendung finden:


Hamburger mit Balsamico-Schalotten, Rucola, Pecorino und Serranoschinken
für 2 große Burger (ohne Beilagen...)

2 El Olivenöl
3-4 kleine Schalotten, geschält und in Ringe geschnitten
1 Tl Zucker
50 ml Aceto balsamico
2 große frische Hamburger-Brötchen
500 g frisches, hochwertiges Rinderhackfleisch
Ketchup und Mayonnaise nach Belieben
1/2 Bund Rucola, gewaschen und getrocknet
1 reife Tomate, gewaschen und abgetrocknet
4 Scheiben Serranoschinken
50 g frisch geriebener Pecorino
Salz und Pfeffer

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
Die Schalotten-Ringe darin bei mittlerer Hitze weich dünsten, ohne dass sie zuviel Farbe annehmen.
Mit dem Zucker bestreuen und alles leicht karamellisieren lassen. Mit dem Balsamico ablöschen und die Mischung soweit reduzieren lassen, bis der Balsamico fast vollständig verkocht ist und die Zwiebeln eine dunkle Farbe angenommen haben.
Die Mischung zur Seite stellen.

Die Hamburger-Brötchen halbieren und mit den Schnittflächen nach unten auf dem Ofenrost oder direkt auf dem Kontaktgrill erwärmen und leicht bräunen.
Danach ebenfalls zur Seite stellen.

Das Hackfleisch in zwei Teile teilen und beides zu gleichmäßigen Kugeln formen.
Jeweils eine Kugel in die Mitte eines ausreichend großen Schneidebretts setzen und mit einem anderen Schneidebrett von oben gleichmäßig flachdrücken, bis das Fleisch im Durchmesser etwas größer als das Brötchen ist.

Den Kontaktgrill oder alternativ eine Pfanne auf höchster Stufe vorheizen.
(Beim Braten in der Pfanne sollte zusätzlich hoch erhitzbares Öl verwendet werden und ein Deckel oder Spritzschutz bereitliegen.)

Die Burgerbrötchen nach Belieben mit Ketchup und Mayo bestreichen.
Den Rucola auf den unteren Brötchenhälften verteilen.
Die Tomate in Scheiben schneiden.

Die beiden Burger-Patties auf den hinteren Bereich der Grillfläche legen und bei offenem Deckel auf einer Seite etwa 2-3 Minuten braten.
Die Patties wenden, salzen und pfeffern und mit dem Pecorino bestreuen.
Die Serranoschinkenscheiben ebenfalls auf den Grill legen.
Den Deckel soweit schließen, dass er den Käse nicht berührt und die Patties weitere 2-3 Minuten braten, bis der Käse geschmolzen und der Schinken knusprig ist.

Die Patties auf den Rucola setzen.
Die vorbereiteten Balsamico-Schalotten gleichmäßig darauf verteilen.
Als nächstes die Tomatenscheiben darauf legen und bei Bedarf noch mal salzen und pfeffern.
Zum Schluss die leicht knusprigen Schinkenscheiben oben drauf legen.
Sofort servieren.

Kommentare:

  1. Hmmm sieht das lecker aus! So einen Luxus-Burger muss ich mir auch unbedingt mal machen... Wäre sogar ne gute Möglichkeit, meinen Kontaktgrill auszuprobieren, den meine Eltern schon vor Ewigkeiten an mich weitergegeben haben und der (Schande!) immer noch auf seinen ersten Einsatz wartet... ;o)

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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  2. Die Buns pinn ich mir gleich. Ich bin auch noch auf der Suche nach Guten. Und nachdem wir seit kurzer Zeit einen Megagefrierschrank haben ist das bevorraten von Brot, Brötchen und Co auch kein Thema mehr :).
    Zu deinem Burger würde ich aber auch nicht nein sagen...

    LG Lena

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  3. Wow wie lecker es einfach aussieht und mit selbstgebackenem Brötchen habe ich auch noch keine Burger gemacht!
    Toll :)

    Liebe Grüße
    Björn
    www.herzfutter.blogspot.com

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  4. Yummy, sehen die Burger lecker aus! Die merk ich mir doch gleich mal ;o)

    Liebe Grüße
    Mara

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  5. Über der Venloerstrasse da hinten bei dir geht gerade die Sonne auf...
    die Frau im Radio sagte was von 27 Grad...
    Sonntag dachte ich schon, der Sommer wär vorbei...
    aber ich denke, heute ist endlich Zeit für deine Burger-Buns Schwester!!! :)

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  6. Selbsgemachte Burger sind einfach die besten. Der hier sieht köstlich aus. Jetzt hab ich Hunger.. auf Burger.

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  7. wow das sieht super lecker aus!!! Ich lese deinen Blog schon seit ein paar Monaten und muss sagen, du stellst echt immer tolle Rezepte vor!!! Ein wirklich toller Blog!

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  8. Das sieht sehr lecker aus. Ans Burgerbrötchen selber backen haben wir uns bisher noch nicht rangetraut. Aber eine Frage: wieso muss man hier die Hefe nicht anrühren - es handelt sich ja um frische Hefe? Funktioniert das ohne vorheriges Anrühren mit ein bisschen Flüssigkeit und nur durch das in den Teig kneten??

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  9. @Maria Müller

    Man muss die Hefe wirklich nicht anrühren. Es funktioniert auch mit frischer Hefe ganz wunderbar, wenn man sie mit den Fingerspitzen stückchenweise direkt in das Mehl hineinarbeitet. Probier es unbedingt mal aus :-)

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  10. Sehr geil, die Brötchen sind einsame Spitze. Bei uns wird es nichts anderes mehr geben.
    Lg Kathie Jo

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  11. Das sieht so super lecker aus-da bekommt man glatt Hunger, obwohl das Abendessen nur knapp eine halbe Std. zurückliegt :D
    Die Burgerbrötchen kommen auf meine Merkliste :)

    Liebe Grüße aus Hannahs Küche

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  12. die sind SOOOOOO fluffig und SOOOOOO lecker. innerhalb von 2 wochen schon 2x gebacken. nachschub ist schon eingeplant. total grandioses rezept!
    danke dafür!!!

    http://lunasphilosophy.wordpress.com/2013/03/13/hamburgerbroetchen/

    liebe grüße von der luna

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  13. Hey , ich hab mich gerade an dem Rezept versucht doch bei mir wird der Teig ganz weich und eher flüssig , auch bei mehr Mehl. Also nicht so schön fest wie bei dir :(
    Ich verwende wohl Trockenhefe kann das ein Grund sein ?

    Würde mich über eine Antwort und Hilfe freuen :)

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    1. Das tut mir leid, dass es bei dir nicht klappt. Ich hab die Brötchen schon ein paar Mal gebacken und kam immer problemlos mit dem Teig zurecht.
      Ich glaube auch nicht, dass es an der Trockenhefe liegt.
      Bereitest du den Teig denn genau so wie bei mir beschrieben zu oder anders?
      Knetest du ihn von Hand, mit einer Küchenmaschine oder mit den Knethaken?
      Man muss ihn schon eine ganze Weile tüchtig bearbeiten, bis er elastisch und geschmeidig wird. Rührst du vielleicht nicht lang genug?
      Verwendest du ganz normales Mehl und stimmen die Gewichtsangaben aller Zutaten?
      Ich würde sonst so lange esslöffelweise weiteres Mehl hinzugeben und weiterkneten, bis die Konsistenz besser wird.
      Ich drück dir die Daumen, dass es klappt!

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