Rezepte im Oktober heißt bei mir: Kürbis in allen Formen und Farben und Äpfel frisch vom Apfelhof. Kürbis kommt von der Suppe bis zum Kuchen auf den Tisch und für Apfelkuchen werden jetzt genau die Sorten reif, die ich am liebsten verbacke. Und die letzten frischen Feigen gibt es auch noch!
Meine Äpfel hole ich frisch direkt vom Apfelhof. Ich habe das große Glück in einer Apfelregion zu wohnen und kann deswegen im Herbst so richtig zugreifen. Äpfel aus Neuseeland werdet ihr bei mir nicht finden. Jedes Jahr entdecke ich dafür neue heimische Sorten oder eben auch alte Sorten, die wiederkommen. Ich liebe gerade die Klassiker wie Rubinette oder Boskop und verbacke sie am liebsten. Mein Lieblingsapfel ist trotzdem eine ganz junge Sorte: Bloss 29 heißt er und hat den Namen erst seit 2024. Mein Mann und ich haben uns durch sämtliche Sorten auf dem Apfelhof probiert und sind daran hängen geblieben. Jahrelang hierß er nur „29“ bevor er dann final einen Namen bekommen hat.
Im September hat die Kürbissaison schon bei mir angefangen, jetzt im Oktober sind wir quasi mittendrin. Deswegen findet ihr in meiner Rezeptsammlung für den Oktober vor allem Kürbis in süßen und herzhaften Gerichten. Fürs Abendessen gibt es Suppe, Quiche und Chili mit Kürbis, für die Wochenenden und Nachmittage frischen Apfelkuchen und dazwischen noch die letzten Feigen des Jahres.

Endlich wieder Kürbis auf dem Tisch
Wenn ihr einen Hokkaido verwendet, braucht ihr den in der Regel nicht nur nicht zu schälen, ihr könnt auch die Kerne gut verwenden! Werft sie nicht weg, sondern pult sie einmal sauber, tupft sie trocken und röstet sie in einer Pfanne ohne Fett knusprig. Schon habt ihr ein wunderbares Topping für Suppe oder Quiche, ohne dass ihr noch eine Tüte Kürbiskerne kaufen müsst. Für Ofengerichte und Salat greife ich aber auch immer gerne zu Butternut – der lässt sich mit einem Sparschäler ganz einfach schälen und auch gut schneiden.









Noch mehr Ideen mit Kürbis findet ihr in meiner Sammlung Best of Kürbis.

Zeit für heimische Äpfel und Birnen
Neben den Äpfeln gehen die Birnen gerne mal unter. Dabei liebe ich Birnen! Und sie passen in kleine Küchlein oder Tartes genauso wie in eine herzhafte Suppe mit Blauschimmelkäse. Ich nehme dafür am liebsten feste Sorten, die beim Garen nicht sofort zerfallen.









Die letzten Feigen genießen
Ich liebe frische Feigen – von morgens im Müsli bis abends im Salat oder einfach pur und frisch vom Baum. Leider sind Feigen äußerst druckempfindlich und halten meist nur 1-2 Tage. Kauft sie deswegen möglichst frisch und verbraucht sie sofort. Sie sollten nebeneinander gelagert werden. Wenn ihr an die kleinen violetten Feigen kommt, könnt ihr daraus eine wunderbare Konfitüre kochen!



Häufige Fragen zum Kochen und Backen im Oktober
Wie lagert man einen Kürbis richtig?
Ganze Kürbisse solltet ihr kühl, trocken und gut belüftet lagern. Ideal sind 10-13 Grad, zum Beispiel im Keller. Der Stiel sollte unbeschädtigt sein und achtet darauf, dass keine Druckstellen entstehen. So kann man ihn wochenlang aufbewahren. Angeschnitten gehört er dann in den Kühlschrank und sollte rasch verbraucht werden.
Im Kühlschrank hält sich Kürbis luftdicht verpackt noch etwa 2 Tage. Wenn ihr nicht alles braucht, könnt ihr den Kürbis auch einfach in Stücke geschnitten blanchieren und anschließend einfrieren. So kann man ihn gut einige Monate aufbewahren. Oder ihr verkocht ihn direkt zu einem Püree, um ihn für Suppe, Kuchen oder Pastasaucen zu verwenden. Ich friere das Püree auch gerne portionsweise ein.
Wie macht man Kürbispüree?
Am einfachsten lässt sich Kürbispüree im Ofen machen: Einen kleinen Hokkaido gut putzen und im Ganzen garen, bis er sich wie Butter schneiden lässt. Halbieren, kurz ausdampfen lassen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch mit Schale pürieren.
Bei 180 °C Ober- und Unterhitze dauert es je nach Größe 45-60 Minuten. Noch schneller geht es im Airfryer! Butternut und Muskatkürbis funktionieren genauso, müssen aber vorher geschält werden.
Muss man Äpfel vor dem Backen schälen?
Äpfel müssen nicht unbedingt geschält werden. Sorten mit einer eher dünnen und feinen Schale wie Wellant, Braeburn oder Elstar lassen sich auch ungeschält wunderbar verbacken. Die Schale wird im Ofen weich, gibt der Füllung Struktur, mehr Aroma und Farbe. Äpfel mit fester Schale sollten besser geschält werden.
Für meine Appeltaart zum Beispiel schäle ich die Äpfel gar nicht. Wer aber eine feine Füllung möchte oder nicht gerne auf Schale beißt, schält sie aber besser vorab.
Wie lagert man Äpfel am besten?
Äpfel werden am besten kühl und dunkel gelagert. Am besten mit hoher Luftfeuchtigkeit und guter Belüftung. Am besten eignet sich ein Keller. Ich hab aber sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Äpfel einfach lose in der Gemüseschublade des Kühlschranks zu lagern. Sie sollten nicht in Plastiktüten aufbewahrt werden.
Weil Äpfel das Reifegas Ethylen abgeben, sollte man sie immer von anderem Obst und Gemüse getrennt halten. Im kühlen Keller halten sie gerne 3-5 Monate, im Kühlschrank locker 1-2 Monate. Ich kaufe meine Äpfel lieber in kleineren Mengen und frisch vom Apfelhof.
Wann haben Feigen Saison?
Frische Feigen gibt es bei uns meist von Juli bis November. Meist kommen sie aus Ländern am Mittelmeer. In dieser Zeit sind die Wege am Kürzesten und die Feigen schmecken am besten. Getrocknete Feigen gibt es natürlich das ganze Jahr über.
Wer einen eigenen Feigenbaum hat, kann jetzt im Oktober meist die letzten Früchte ernten. Alle anderen bekommen sie im Oktober frisch meist aus Italien oder der Türkei. Achtet darauf, dass sie noch nicht zu weich sind.
Was kocht ihr im Oktober?
Ich freu mich über eure Rückmeldungen zu meinen Rezepten! Lasst mir doch gerne eine Bewertung und einen Kommentar da. Markiert mich auch gerne bei Instagram unter @moeyskitchen.
Neue Rezepte direkt aufs Handy
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Noch Lust auf Zwiebelkuchen zum Federweißer?
Die Federweißer-Saison läuft meist bis Ende Oktober. Zwiebelkuchen, Zwiebeltarte und Zwiebelquiche findet ihr deswegen weiterhin in meinen Rezepten für den September. Außerdem auch noch Rezepte mit Quitten und Trauben.
Noch mehr Oktober-Rezepte in anderen Blogs
In meinen liebsten Foodblogs gibt es auch noch weitere Ideen für saisonale Gerichte im Oktober:
Rezepte im Oktober von Die Jungs kochen und backen
Oktober auf dem Teller bei was eigenes
Im November ist der Kohl dran
Im November haben Rosenkohl, Grünkohl und Rote Bete Hochsaison. Auch Kürbis kommt nochmal auf den Tisch!
