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Food-o-grafie #1 - meine Kamera-Ausrüstung

Donnerstag, 28. Februar 2013

Wieder kein Rezept, aber trotzdem ein tolles Thema!

Die liebe Zorra hat ein altes Blogevent aus dem Archiv gezerrt, abgestaubt und ihm neues Leben eingehaucht: die Food-o-grafie ist zurück!

In unserer heutigen Zeit tut sich in 5 Jahren technisch sehr viel, deswegen gibt es einen Relaunch des 2008 gestarteten Projekts. 
Die Version 2.0 der Foodfotografie sozusagen.

"Damals" habe ich selber noch nicht gebloggt und konnte entsprechend nicht mitmachen.
Dieses Mal bin ich aber dabei und möchte deswegen an dieser Stelle auch mal etwas detaillierter auf meine Kamera-Ausrüstung eingehen.


Der Übersichtlichkeit halber gehen wir Zorras Fragen einfach im Interviewstil durch:


Welches Modell ist im Einsatz?


Eine Canon EOS 550 D


Hier wie immer mit Lieblingsobjektiv und Akkugriff (näheres zu beidem weiter unten) im Einsatz:

(aufgrund akuten Tageslichtmangels und 
Fotografiermöglichkeit mal als Selbstportrait)


Wurde es speziell für Food-Fotografie zugelegt?


Jein.

Zwar stand für mich ganz klar die Food-Fotografie im Vordergrund, insgesamt wollten wir aber eine Allround-Kamera mit der wir auch gut Portrait- und Landschaftsaufnahmen sowie Eventfotografie aufnehmen können.


Welches sind die Vor- und Nachteile des Modells?


Da ich davor keine DSLR hatte, kann ich keine wirklichen Vergleiche ziehen.

Und weil ich aus einer Nikon-Fotografen-Familie komme, war es schon vermessen von mir mich für eine Canon zu entscheiden.
Die Gründe waren aber ganz einfach: in meinen Augen ist die Bedienung der Canon wesentlich intuitiver und angenehmer, alle Knöpfe liegen da, wo sie liegen sollten und auch die Display-Bedienung ist selbsterklärend. Außerdem gibt es reichlich erschwingliches Zubehör für dieses Kamera-Modell und sie liegt in einem preislich mittleren Segment. 
Dazu können wir unsere Android-Tablets und -Smartphones mittels OTG-Kabel und einer App (DSLR-Controller) mit der Kamera verbinden, um dort direkt Einstellungen an Blende, Belichtungszeit, Vorschau usw. vornehmen zu können  - das geht bisher weder mit Nikon noch mit iOS.
Konkrete Nachteile sehe ich keine.


Entspricht es euren Anforderungen?


Ein klares Ja.

Wie gesagt, mir fehlt sonst der direkte Vergleich mit anderen DSLR, aber die Kamera ist für meine Zwecke ganz hervorragend geeignet und sehr gut bedienbar.
Ich verwende die Kamera ausschließlich mit einem zugehörigen Akkugriff, was das ganze Handling noch wesentlich bequemer macht (hochkant hat man einen weiteren Auslöser und hält die Kamera insgesamt wesentlich sicherer und stabiler) und die Akkulaufzeit dank zwei Akkus entsprechend verdoppelt.
Für die Eventfotografie und für Nachtaufnahmen verwenden wir einen Aufsteck-Blitz mit eigenen Akkus.


Würdet ihr das Modell wieder kaufen?


Wie ich oben schon schrieb, die Technik macht heutzutage rasante Fortschritte. Insgesamt bin ich mit der Canon EOS-Serie aber so zufrieden, dass ich mir wieder ein aktuelles Modell aus dieser Reihe kaufen würde.



Welche ist eure Traumkamera?


Da ich mit meinem Modell sehr zufrieden bin, habe ich mir bisher keine weiteren Gedanken über andere Kameras gemacht.

Klar kann man sich immer noch steigern und eine eingebaute Wasserwage oder ein integriertes GPS sind sicher auch ganz nett, allerdings fühle ich mich als Foodblogger und Hobbyfotograf mit meinem Modell sehr wohl und vermisse nichts.


Technische Daten, wie Sensor-Grösse, Megapixel, ISO, Video, WLAN etc. sind ebenfalls interessant.


An dieser Stelle verlinke ich schon mal direkt auf die ausführliche Canon-Produktseite für wirklich alle zugehörigen Infos:

Canon EOS 550D

Amazon-Link:

Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) 

Das sind laut Canon-Homepage wohl die Highlights:
  • 18 Megapixel APS-C CMOS-Sensor
  • DIGIC 4
  • ISO 100-6.400, erweiterbar auf H: 12.800
  • Reihenaufnahmen mit bis zu 3,7 B/s
  • Aufzeichnung von Full-HD-Movies
  • 7,7 cm (3,0 Zoll) Clear View LCD-Monitor mit Seitenverhältnis 3:2 und 1.040.000 Bildpunkten
  • iFCL AE-Messsystem
  • Quick-Control-Bildschirm
  • Anschluss für externes Mikrofon
  • Movie-Crop-Funktion

Technisch bin ich zwar interessiert, aber nicht sonderlich bewandert und bevor ich jetzt mühsam versuche zu erklären, dass ich eine Crop- und keine Vollformatkamera habe, verlinke ich an dieser Stelle lieber auf Uwe, der seine Canon EOS 50D schon ausführlich vorgestellt und dabei auch schon einige Erklärungen zu Crop und Vollformat, EF und EF-S, Brennweite und Blende und vielem mehr gegeben hat:

HighFoodality - EIN BLICK HINTER DIE FOTOGRAFIE-KULISSEN: MEIN EQUIPMENT
Vielen Dank für diesen aussagekräftigen und sehr hilfreichen Beitrag, lieber Uwe!


DSLR- und Kompakt-Systemkamera-Besitzer:

Welche Objektive besitzt ihr?

Wie schon im Amazon-Link oben angegeben ist, habe ich die Kamera direkt mit dem Standard-Objektiv EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II als Kit gekauft.


Falls man bisher nur das Kamera-Gehäuse hat, kann man das Objektiv auch einzeln dazu kaufen.

Amazon-Link:
Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS II Universalzoom-Objektiv (58mm Filtergewinde, bildstabilisiert)

Die Kamera in Verbindung mit dem Objektiv ist natürlich schon mal um Welten bisher als meine bis dahin verwendete einfache Casio-Digitalkamera.


Mal zum Vergleich:

Als ich mit diesem Blog im Januar 2011 angefangen habe, habe ich noch mit besagtem Casio Exilim-Modell fotografiert.
Bei schlechtem Tageslicht plus Kunstlicht und unbearbeitet sah das ganze dann noch so aus:

(Die Guinness-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting kann ich aber geschmacklich nachwievor wärmstens empfehlen!)


Kurz danach zog meine geliebte Kamera dann bei uns ein.
Und mit ungünstigem Tageslicht, ohne jegliche Bildbearbeitung bekam ich mit dem o.g. Standard-Objektiv dann immerhin so etwas hin:



Schon bald reichte mir besagtes Standardobjektiv aber nicht mehr aus. Das Objektiv ist nicht sehr lichtstark und ist sicher für einfache Aufnahmen ganz nett, es musste aber mit mehr Übung und Erfahrung ein besseres, lichtstärkeres, für die Foodfotografie passenderes Objektiv her...

Zum Thema Blende verweise ich an dieser Stelle gerne noch mal auf Uwes kurze und prägnante Erklärung im oben verlinkten Artikel.

Nach einiger Suche und vielen Tipps bzgl. Makro, Festbrennweite und Blenden bin ich über dieses Canon-Objektiv gestolpert:

Canon EF 50mm f/1.8 II

Dieses Objektiv war und ist bei Amazon schon für um die 100 € zu haben:
Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv (52 mm Filtergewinde) 
Zum Vergleich: die 50mm-Festbrennweite mit f/1.4 kostet direkt über 300 €!

Da ich aber noch in der Test- und Experimentierphase war, sollte das f/1.8 für mich erst mal ausreichen.
Nochmal als Hinweis, wie auch bei Uwe erklärt: dank Crop-Kamera, muss man die Brennweite noch mal mit 1,6 malnehmen, um auf die tatsächliche Brennweite zu kommen. 50mm entsprechen somit etwa tatsächlich 80mm Brennweite.

Und so sieht meine Fotografie dann (zumindest bei Tageslicht) heute aus:
ISO 200, 50 mm, f/1,8 1/60 Sek - komplett unbearbeitet
fotografiert mit Stativ, Tageslicht kommt leicht schräg von links/vorne links, später Nachmittag, bewölkt


Der Unterschied zwischen den Objektiven und der von mir gewollten Schärfe und Unschärfe ist doch schon gewaltig, oder?

Meist muss ich für meinen persönlichen Geschmack nicht mehr viel bearbeiten. Ein bisschen am Licht bzw. der Belichtung spielen, den Kontrast leicht erhöhen, evtl. noch die Farbsättigung beachten, das war es.

Hier zum Vergleich das in Lightroom bearbeitete Bild, wie es dann auch im Blog erschienen ist:


Und hier noch ein weiterer Vorher-Nachher-Vergleich, ebenfalls mit der Festbrennweite fotografiert:

ISO 320, 50mm, f/1,8, 1/60 Sek. - komplett unbearbeitet
fotografiert mit Stativ, Tageslicht kommt komplett von rechts, Mittag, heller Tag


Auch hier bin ich persönlich wieder von dem unbearbeiteten Bild schon sehr überzeugt, nach Zurechtschneiden und Hervorheben der Farben und des Lichts, ist das Bild in dieser Form dann im Blog erschienen:



Ich habe noch ein Objektiv von 50 bis 200mm Brennweite, dieses nutze ich allerdings überhaupt nicht im Bereich der Foodfotografie, deswegen muss ich da auch nicht näher drauf eingehen.


Das Standard-Objektiv nutze ich so gut wie gar nicht mehr - ich bin nur noch mit der Festbrennweite unterwegs, weil ich von der Lichtstärke sehr begeistert bin.
Am Anfang war es eine gewisse Umgewöhnung nicht mehr zoomen zu können, mittlerweile bin ich es aber gewohnt dann eher mal einen Schritt zurück zu treten, um alles aufs Bild zu bekommen und benutze die Festbrennweite deswegen auch gerne unterwegs und auf Reisen.

Das einzige, was mich bisher nicht sehr zufriedenstellt ist die Fotografie ohne Tageslicht. Da bin ich mit meinen bisherigen Ergebnis trotz Softbox mit Tageslichtbirne äußerst unzufrieden.

Das weitere Equipment wird aber erst demnächst weiter thematisiert.

Hier wollte ich erst mal nur meine Kamera samt direktem Zubehör vorstellen.
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck über mein System vermitteln!



Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

moey's kitchen on tour

Sonntag, 24. Februar 2013

Heute melde ich mich mal kurz ohne Rezept und in eigener Sache:
Auch wenn ich häufig aus Zeitgründen nicht wie gewollt zum Bloggen komme  - Kochen, Backen, Fotografieren, Fotos bearbeiten, Texte schreiben und formatieren nimmt leider wahnsinnig viel Zeit in Anspruch, die ich neben meinem Job kaum habe - so bin ich doch immer irgendwie in kulinarischer Mission unterwegs oder tätig.

Unter der Woche komme ich selber kaum zum Kochen und greife dann gerne mal auf selbst eingekochtes Ragù Bolognese aus dem Glas zurück. 
Sobald es aber Wochenende wird, gibt es kein Halten mehr und es wird gekocht, gebacken und eingemacht bis die Töpfe qualmen.

Es sei denn, dass ich am Wochenende unterwegs bin, so wie dieses Wochenende. In kulinarischer Mission, versteht sich.
Gestern war es ein Tagestrip mit Steph vom Kleinen Kuriositätenladen auf die Pariser Kochbuchmesse im Auftrag für die Hüttenhilfeheute wird es ein meet & greet & eat im Düsseldorfer Nikko Hotel mit anderen Foodbloggern aus der Region.

Da es auch da immer etwas dauert, bis die Berichte und Beiträge verbloggt sind, möchte ich an dieser Stelle gerne noch mal auf meine Facebook-Seite hinweisen:



Dank Smartphone und Datenverbindung melde ich mich dort immer wieder mal zwischendurch von Events, zeige meine neuesten Kochbuchneuzugänge oder meine neuen Küchengeräte oder poste auch mal spontan Gerichte, die nicht im Blog landen.
Dort werdet ihr immer auf dem Laufenden gehalten - ich freue mich auf jeden Mitleser!


Klassiker deluxe: Lauch-Käse-Suppe mit Hackfleisch

Freitag, 22. Februar 2013

Brrr, ist es bei euch auch so kalt? Der Winter hat uns hier nachwievor fest im Griff, aber immerhin zeigt er sich gerade von seiner schönsten Seite: klirrende Kälte, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein - so mag ich das!
Genau das richtige Suppen-Wetter!
Und so fand am vergangenen Wochenende das "2. Forenkochwochenende" mit dem Motto "Suppen & Eintöpfe" im Forum der Hüttenhilfe statt.

Hack-Käse-Lauch-Suppe, Lauch-Käse-Hack-Suppe oder auch Käse-Lauch-Suppe mit Hack - wer kennt den Partyklassiker nicht? Diese typische Partysuppe macht mittlerweile schon seit Jahrzehnten die Runde neben Chili con carne oder Gulaschsuppe als Partyklassiker. 
Selbst Fix-Tütchen gibt es für diese Suppenvariante. Ich selber bin bisher immer kein großer Fan von dieser Suppe gewesen wegen den Unmengen an Schmelzkäse, die dort überlicherweise reinkommen. 
Mit Schmelzkäse kann man mich jagen, dieses Zusammengemisch von Milchprodukten mit Schmelzsalzen ist wirklich nicht meins und kommt bei mir auch nicht auf den Tisch, weder in Form von Streichkäse noch als Scheibenkäse.

Deswegen bekommt der Klassiker von mir einen neuen Anstrich durch Weißwein, Frischkäse und Parmesan - das ist quasi die Deluxe-Version der Partysuppe!
Und ich bin begeistert - schön deftig, wärmend und dazu noch schnell gemacht. Köstlich!



Lauch-Käse-Suppe mit Hackfleisch
für 3-4 Portionen

500 g Lauch (nur der weiße und hellgrüne Teil)
2 Schalotten
500 g Rinderhackfleisch
125 ml trockener Weißwein
1 l Gemüsebrühe (zum Beispiel aus Bio- oder selbstgemachtem Brühpulver)
200 g Doppelrahm-Frischkäse
frisch geriebener Parmesan zum Servieren
Olivenöl
nach Geschmack getrocknete italienische Kräuter zum Würzen
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Die Schalotten schälen und fein würfeln.
Die Lauchstangen gründlich waschen und putzen, der Länge nach halbieren und in feine Halbringe schneiden.

Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Rinderhackfleisch rundherum krümelig anbraten, dabei immer wieder mit einem Kochlöffel zerteilen.
Schalottenwürfel und Lauchringe dazugeben und ebenfalls mit anschwitzen. Wer mag gibt 1/2 Tl getrocknete italienische Kräuter an dieser Stelle dazu.
Den Weißwein angießen und die Mischung etwa 5 Minuten leicht einköcheln lassen, dann die Brühe angießen.
Die Suppe aufkochen und dann etwa 10 Minuten bei niedriger Temperatur sanft köcheln lassen.
Den Frischkäse dazugeben und alles vorsichtig und gründlich verrühren, dabei nur noch ganz leicht simmern und nicht mehr aufkochen lassen.
Falls nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Suppe direkt auf Suppenschüsseln verteilen. Mit etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und geriebenem Parmesan nach Belieben bestreuen und sofort servieren.

Vanille-Cheesecake mit Apfel-Streuseln

Sonntag, 3. Februar 2013

Neben meiner Kochbuchsammelleidenschaft habe ich außerdem eine gewisse Leidenschaft, was das Lesen und Sammeln von Koch- und Back-Zeitschriften angeht. Eigentlich doch total unnötig - ich hab ja reichlich Bücher und es gibt außerdem so viel Inspiration in den vielen schönen Foodblogs, die ich regelmäßig besuche.
Und trotzdem - kaum erblicke ich ein schönes Magazin im Kiosk, muss ich es haben. 
Das führt dazu, dass sich die Zeitschriftenstapel mittlerweile türmen und ich an kein einzelnes Exemplar in so einem Stapel mehr heran komme.
Das Kochbuchregal platzt schon aus allen Nähten und außer ein paar Beef Magazinen und Essen & Trinken Sonderausgaben ist auch im normalen Bücherregal kein Platz für all die Ausgaben Lecker, essen & trinken (für jeden Tag), So isst Italien, Saveurs, Sweet Paul, Sweet Dreams, LandGenuss und wie sie nicht alle heißen.
Einen tollen Tipp zur Verwaltung und Katalogisierung gibt es von Steph: Evernote und Evernote Clearly für Hobbyköche und Foodblog-Leser - damit werde ich auch mal begingen und meine etlichen Rezepte verwalten. Denn mal ehrlich - verschwindet eine der Zeitschriften erst mal in einem der Stapel, sehe ich sie so schnell nicht wieder. Geschweige denn, dass ich daraus was koche.
Ich erinnere mich auch noch, wie meine Mutter früher Rezepte aus der Brigitte & Co. ausgeschnitten und in Kladden eingeklebt hat. Aber das ist meinem Ordnungssinn zuwider. Unsortiert, unkategorisiert, wuah - geht gar nicht.
Also werde ich in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren anfangen meine Sammlungen zu digitalisieren. Meist sprechen mich letztendlich ohnehin nur wenige Rezepte in einem Magazin an, warum also die ganze Ausgabe aufbewahren?

Die neueste Ausgabe der Lecker Bakery ist jedoch erst ein paar Tage alt und liegt deswegen noch präsent und griffbereit im Flur. Ein paar nette Ideen sind auch drin, allerdings für eingefleischte Blogleser nicht unbedingt viel neues. Unter anderem gibt aber es auf Seite 45 einen "Karamell-Apfel-Käsekuchen". 
Das Rezept an sich hat mich leider nicht so sehr angesprochen. Ich mag keinen gebackenen Karamellgeschmack (falls man das so nennen kann - ich meine damit auch diese gebackenen Puddings mit Karamellgeschmack) und die Zusammensetzung der Streusel kam mir auch eher komisch vor. Allerdings finde ich die Idee grundsätzlich toll und habe sie so noch für mich weiterentwickelt.
Herausgekommen ist ein Vanille-Cheesecake mit Apfel-Streuseln. Sorry für das Denglisch, aber für mich besteht klassischer Käsekuchen immer noch aus Quark, Cheesecake hingegen aus Frischkäse. Und der hier ist ne richtige Wucht mit reichlich Frischkäse.
Ich schwelge jedenfalls im 7. Cheesecake-Himmel - auch wenn es sich nicht um einen "klassischen" Cheesecake handelt und somit nicht Episode meiner Reihe "Auf der Suche nach dem perfekten Cheesecake" wird.

Aber dennoch, der Kuchen ist einfach großartig - wenn auch etwas umständlich in der Zubereitung, da in drei Schritten gebacken wird. Ansonsten aber recht flott gemacht und unkompliziert, zumal ich alle drei Arbeitsschritte in der gleichen Schüssel vornehme.

Großartig finde ich meine Idee mit den Apfel-Streuseln - ich bin so frei und vermenge grob geraspelte Äpfel direkt mit meinen Streuseln. Das gibt genau den richtigen Pepp auf dem vanilligen Cheesecake.
Unbedingt nachmachen!



Vanille-Cheesecake mit Apfel-Streuseln
für eine Springform mit 26 cm Durchmesser

Für den Rührteig-Boden:
100 g weiche Butter
50 g brauner Zucker
2 Eier
125 g Mehl
1 Tl Weinsteinbackpulver
50 ml Vollmilch
weiche Butter für die Form

Für die Frischkäse-Füllung:
500 g Doppelrahmfrischkäse
200 g Schmand
3 Eier
100 g weißer Zucker
40 g Speisestärke
Mark von 1 ausgekratzten Vanilleschote

Für die Apfel-Streusel:
75 g kalte Butter in Flöckchen
75 g brauner Zucker
150 g Mehl
3 säuerliche Äpfel (Boskoop)


Zubereitung:

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Eine Springform mit 26 cm Durchmesser am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand festklemmen und Boden und Rand mit weicher Butter einpinseln.

Für den Kuchenboden die weiche Butter mit dem braunen Zucker dickschaumig aufschlagen. Die beiden Eier einzeln unterrühren und alles gut verquirlen. Mehl mit Backpulver vermischen und gleichzeitig mit der Milch in die Rührschüssel geben. Alles noch mal kräftig, aber nicht zu lange, durchmixen, bis ein glatter und weicher Teig entsteht.
Den Teig in die vorbereitete Form geben, glatt streichen und die Form ein paar Mal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit der Teig schön glatt wird und sich keine Luftblasen bilden.
Auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten backen.

In der Zwischenzeit in der gleichen (sauber ausgeschabten) Rührschüssel alle Zutaten für die Frischkäse-Füllung gut miteinander vermixen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Man kann aber problemlos alles gleichzeitig in die Schüssel geben und dann kräftig losrühren. Die Mischung wird sehr dünnflüssig - ist aber kein Problem, da sie dank Ei und Stärke nach dem Backen wieder gut fest wird.

Wenn der Boden leicht vorgebacken und etwas gebräunt ist, die Frischkäse-Masse direkt daraufgießen und die Form direkt wieder in den Ofen stellen. Nochmal etwa 20 Minuten weiterbacken.


Während die Füllung leicht stocken kann, die Streusel vorbereiten. Dazu einfach Butter, braunen Zucker und Mehl kurz mit den Händen zu einem krümeligen Streuselteig verarbeiten. Erst kurz bevor die Streusel auf den Kuchen kommen, die Äpfel im Ganzen schälen und bis aufs Kerngehäuse auf einer groben Vierkantreibe direkt auf die Streusel raspeln. Die Äpfel bringen sehr viel Flüssigkeit mit, wodurch die Streusel leicht zerfallen und matschig werden können. Deswegen wirklich erst kurz vor Schluss dazugeben und nur ganz kurz mit den Händen untermischen. Nicht zu stark verrühren.

Wenn die Käsemasse leicht gestockt und gebräunt ist, die Form wieder aus dem Ofen nehmen und mit den Händen vorsichtig nicht zu große Streuselstückchen auf der ganzen Oberfläche verteilen.
Den Kuchen nun ein letztes Mal in den Ofen stellen und nochmal etwa 20 - 25 Minuten backen, bis die Streusel fertig gebacken und leicht gebräunt sind. Evtl. kurz den Backofengrill für ein paar Minütchen dazuschalten, falls der Teig noch nicht braun genug ist.

Den Kuchen danach aus dem Ofen nehmen und die Form auf ein Kuchengitter stellen. In der Form vollständig auskühlen lassen. Das dauert mindestens 4 Stunden, noch besser ist aber, wenn man den Kuchen samt Form über Nacht in den Kühlschrank stellt. Am nächsten Tag ist er dann perfekt schnittfest und kann direkt serviert werden.


 

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