Die liebe Zorra hat ein altes Blogevent aus dem Archiv gezerrt, abgestaubt und ihm neues Leben eingehaucht: die Food-o-grafie ist zurück!
In unserer heutigen Zeit tut sich in 5 Jahren technisch sehr viel, deswegen gibt es einen Relaunch des 2008 gestarteten Projekts.
Die Version 2.0 der Foodfotografie sozusagen.
"Damals" habe ich selber noch nicht gebloggt und konnte entsprechend nicht mitmachen.
Dieses Mal bin ich aber dabei und möchte deswegen an dieser Stelle auch mal etwas detaillierter auf meine Kamera-Ausrüstung eingehen.
Der Übersichtlichkeit halber gehen wir Zorras Fragen einfach im Interviewstil durch:
Welches Modell ist im Einsatz?
Eine Canon EOS 550 D.
Hier wie immer mit Lieblingsobjektiv und Akkugriff (näheres zu beidem weiter unten) im Einsatz:
(aufgrund akuten Tageslichtmangels und
Fotografiermöglichkeit mal als Selbstportrait)
Wurde es speziell für Food-Fotografie zugelegt?
Jein.
Zwar stand für mich ganz klar die Food-Fotografie im Vordergrund, insgesamt wollten wir aber eine Allround-Kamera mit der wir auch gut Portrait- und Landschaftsaufnahmen sowie Eventfotografie aufnehmen können.
Welches sind die Vor- und Nachteile des Modells?
Da ich davor keine DSLR hatte, kann ich keine wirklichen Vergleiche ziehen.
Und weil ich aus einer Nikon-Fotografen-Familie komme, war es schon vermessen von mir mich für eine Canon zu entscheiden.
Die Gründe waren aber ganz einfach: in meinen Augen ist die Bedienung der Canon wesentlich intuitiver und angenehmer, alle Knöpfe liegen da, wo sie liegen sollten und auch die Display-Bedienung ist selbsterklärend. Außerdem gibt es reichlich erschwingliches Zubehör für dieses Kamera-Modell und sie liegt in einem preislich mittleren Segment.
Dazu können wir unsere Android-Tablets und -Smartphones mittels OTG-Kabel und einer App (DSLR-Controller) mit der Kamera verbinden, um dort direkt Einstellungen an Blende, Belichtungszeit, Vorschau usw. vornehmen zu können - das geht bisher weder mit Nikon noch mit iOS.
Konkrete Nachteile sehe ich keine.
Entspricht es euren Anforderungen?
Ein klares Ja.
Wie gesagt, mir fehlt sonst der direkte Vergleich mit anderen DSLR, aber die Kamera ist für meine Zwecke ganz hervorragend geeignet und sehr gut bedienbar.
Ich verwende die Kamera ausschließlich mit einem zugehörigen Akkugriff, was das ganze Handling noch wesentlich bequemer macht (hochkant hat man einen weiteren Auslöser und hält die Kamera insgesamt wesentlich sicherer und stabiler) und die Akkulaufzeit dank zwei Akkus entsprechend verdoppelt.
Für die Eventfotografie und für Nachtaufnahmen verwenden wir einen Aufsteck-Blitz mit eigenen Akkus.
Würdet ihr das Modell wieder kaufen?
Wie ich oben schon schrieb, die Technik macht heutzutage rasante Fortschritte. Insgesamt bin ich mit der Canon EOS-Serie aber so zufrieden, dass ich mir wieder ein aktuelles Modell aus dieser Reihe kaufen würde.
Welche ist eure Traumkamera?
Da ich mit meinem Modell sehr zufrieden bin, habe ich mir bisher keine weiteren Gedanken über andere Kameras gemacht.
Klar kann man sich immer noch steigern und eine eingebaute Wasserwage oder ein integriertes GPS sind sicher auch ganz nett, allerdings fühle ich mich als Foodblogger und Hobbyfotograf mit meinem Modell sehr wohl und vermisse nichts.
Technische Daten, wie Sensor-Grösse, Megapixel, ISO, Video, WLAN etc. sind ebenfalls interessant.
An dieser Stelle verlinke ich schon mal direkt auf die ausführliche Canon-Produktseite für wirklich alle zugehörigen Infos:
Canon EOS 550D
Amazon-Link:
Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert)
Das sind laut Canon-Homepage wohl die Highlights:
- 18 Megapixel APS-C CMOS-Sensor
- DIGIC 4
- ISO 100-6.400, erweiterbar auf H: 12.800
- Reihenaufnahmen mit bis zu 3,7 B/s
- Aufzeichnung von Full-HD-Movies
- 7,7 cm (3,0 Zoll) Clear View LCD-Monitor mit Seitenverhältnis 3:2 und 1.040.000 Bildpunkten
- iFCL AE-Messsystem
- Quick-Control-Bildschirm
- Anschluss für externes Mikrofon
- Movie-Crop-Funktion
Technisch bin ich zwar interessiert, aber nicht sonderlich bewandert und bevor ich jetzt mühsam versuche zu erklären, dass ich eine Crop- und keine Vollformatkamera habe, verlinke ich an dieser Stelle lieber auf Uwe, der seine Canon EOS 50D schon ausführlich vorgestellt und dabei auch schon einige Erklärungen zu Crop und Vollformat, EF und EF-S, Brennweite und Blende und vielem mehr gegeben hat:
HighFoodality - EIN BLICK HINTER DIE FOTOGRAFIE-KULISSEN: MEIN EQUIPMENT
Vielen Dank für diesen aussagekräftigen und sehr hilfreichen Beitrag, lieber Uwe!
DSLR- und Kompakt-Systemkamera-Besitzer:
Welche Objektive besitzt ihr?
Wie schon im Amazon-Link oben angegeben ist, habe ich die Kamera direkt mit dem Standard-Objektiv EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II als Kit gekauft.
Falls man bisher nur das Kamera-Gehäuse hat, kann man das Objektiv auch einzeln dazu kaufen.
Amazon-Link:
Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS II Universalzoom-Objektiv (58mm Filtergewinde, bildstabilisiert)
Die Kamera in Verbindung mit dem Objektiv ist natürlich schon mal um Welten bisher als meine bis dahin verwendete einfache Casio-Digitalkamera.
Mal zum Vergleich:
Als ich mit diesem Blog im Januar 2011 angefangen habe, habe ich noch mit besagtem Casio Exilim-Modell fotografiert.
Bei schlechtem Tageslicht plus Kunstlicht und unbearbeitet sah das ganze dann noch so aus:
(Die Guinness-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting kann ich aber geschmacklich nachwievor wärmstens empfehlen!)
Kurz danach zog meine geliebte Kamera dann bei uns ein.
Und mit ungünstigem Tageslicht, ohne jegliche Bildbearbeitung bekam ich mit dem o.g. Standard-Objektiv dann immerhin so etwas hin:
Schon bald reichte mir besagtes Standardobjektiv aber nicht mehr aus. Das Objektiv ist nicht sehr lichtstark und ist sicher für einfache Aufnahmen ganz nett, es musste aber mit mehr Übung und Erfahrung ein besseres, lichtstärkeres, für die Foodfotografie passenderes Objektiv her...
Zum Thema Blende verweise ich an dieser Stelle gerne noch mal auf Uwes kurze und prägnante Erklärung im oben verlinkten Artikel.
Nach einiger Suche und vielen Tipps bzgl. Makro, Festbrennweite und Blenden bin ich über dieses Canon-Objektiv gestolpert:
Canon EF 50mm f/1.8 II
Dieses Objektiv war und ist bei Amazon schon für um die 100 € zu haben:
Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv (52 mm Filtergewinde)
Zum Vergleich: die 50mm-Festbrennweite mit f/1.4 kostet direkt über 300 €!
Da ich aber noch in der Test- und Experimentierphase war, sollte das f/1.8 für mich erst mal ausreichen.
Nochmal als Hinweis, wie auch bei Uwe erklärt: dank Crop-Kamera, muss man die Brennweite noch mal mit 1,6 malnehmen, um auf die tatsächliche Brennweite zu kommen. 50mm entsprechen somit etwa tatsächlich 80mm Brennweite.
Und so sieht meine Fotografie dann (zumindest bei Tageslicht) heute aus:
ISO 200, 50 mm, f/1,8 1/60 Sek - komplett unbearbeitet
fotografiert mit Stativ, Tageslicht kommt leicht schräg von links/vorne links, später Nachmittag, bewölkt
Der Unterschied zwischen den Objektiven und der von mir gewollten Schärfe und Unschärfe ist doch schon gewaltig, oder?
Meist muss ich für meinen persönlichen Geschmack nicht mehr viel bearbeiten. Ein bisschen am Licht bzw. der Belichtung spielen, den Kontrast leicht erhöhen, evtl. noch die Farbsättigung beachten, das war es.
Hier zum Vergleich das in Lightroom bearbeitete Bild, wie es dann auch im Blog erschienen ist:
Und hier noch ein weiterer Vorher-Nachher-Vergleich, ebenfalls mit der Festbrennweite fotografiert:
ISO 320, 50mm, f/1,8, 1/60 Sek. - komplett unbearbeitet
fotografiert mit Stativ, Tageslicht kommt komplett von rechts, Mittag, heller Tag
Auch hier bin ich persönlich wieder von dem unbearbeiteten Bild schon sehr überzeugt, nach Zurechtschneiden und Hervorheben der Farben und des Lichts, ist das Bild in dieser Form dann im Blog erschienen:
Ich habe noch ein Objektiv von 50 bis 200mm Brennweite, dieses nutze ich allerdings überhaupt nicht im Bereich der Foodfotografie, deswegen muss ich da auch nicht näher drauf eingehen.
Das Standard-Objektiv nutze ich so gut wie gar nicht mehr - ich bin nur noch mit der Festbrennweite unterwegs, weil ich von der Lichtstärke sehr begeistert bin.
Am Anfang war es eine gewisse Umgewöhnung nicht mehr zoomen zu können, mittlerweile bin ich es aber gewohnt dann eher mal einen Schritt zurück zu treten, um alles aufs Bild zu bekommen und benutze die Festbrennweite deswegen auch gerne unterwegs und auf Reisen.
Das einzige, was mich bisher nicht sehr zufriedenstellt ist die Fotografie ohne Tageslicht. Da bin ich mit meinen bisherigen Ergebnis trotz Softbox mit Tageslichtbirne äußerst unzufrieden.
Das weitere Equipment wird aber erst demnächst weiter thematisiert.
Hier wollte ich erst mal nur meine Kamera samt direktem Zubehör vorstellen.
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck über mein System vermitteln!
Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.













