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Guten Rutsch! Zum Beispiel mit schwarzem Sesam-Eis...

Montag, 31. Dezember 2012

Na, habt ihr Weihnachten alle gut überstanden? Geschlemmt und es sich gut gehen lassen? Reich beschenkt worden?
Möp, ab da bin ich raus.
Weihnachten ist bei uns nur Völlerei und Familienfest, die Schenkerei haben wir aber bereits vor ein paar Jahren abgeschafft.

So ein paar wunderschöne nette (Anspielung - Moment, Moment...) Kleinigkeiten habe ich aber doch bekommen, doch das hat einen anderen Grund: Ab sofort bin ich für euch die Frau Nett. Kein Scherz, das ist mein Name.
Zumindest seit dem 5. Dezember - denn an diesem Tag haben sich mein Liebster und ich still und heimlich nach fast 10 gemeinsamen Jahren das Ja-Wort gegeben.
Deswegen war es hier in letzter Zeit auch eher etwas ruhig, schwelge ich doch im Neu-Ehe-Glück und zelebriere wöchentlich das Fest der Feste.

Weihnachten ist in diesem Jahr etwas kurz gekommen, ich habe nicht mal wirklich Plätzchen gebacken. Bzw. wenn ich etwas gebacken habe, dann nur "alte" Plätzchen aus dem letzten Jahr, nämlich diese köstlichen Schoko-Knusper-Kekse.
Um mich nach dieser elendigen Krankenhausgeschichte Ende November/ Anfang Dezember auch weiter zu schonen, gab es Heiligabend im kleinsten Kreis (= Herr und Frau Nett) Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen, am 1. und 2. Feiertag haben wir uns von unseren Familien einladen lassen.

Silvester wird bei uns auch eher wieder ruhig zugehen: Wir haben Freunde zu Besuch und es gibt (wenn auch nicht traditionelles) Raclette mit köstlicher Steakhüfte.
Von Silvesterböllern halte ich nicht viel und noch weniger würde ich auf die Idee kommen dafür Geld auszugeben oder mich inmitten der 0-Uhr-Knallerei aufzuhalten.
Von daher: alles ganz besinnlich!

Bevor ich mich aber ins neue Jahr verabschiede, möchte ich hiermit die letzte (und wirklich in jeglicher Form die allerletzte) Gelegenheit nutzen und ein Rezept für das Cookbook of Colors einreichen. Eigentlich wollte ich bei diesem tollen Projekt gerne jeden Monat teilnehmen, habe es aber meistens dann doch nicht geschafft...
Für den letzten Monat und die eher schwierige Farbe Schwarz hatte ich dann aber noch eine tolle Idee, die sich außerdem auch toll als erfrischendes Silvester-Dessert macht.



Zum ersten Mal habe ich dieses Eis beim Japaner gegessen und war schlichtweg begeistert. Nur leicht süß, schön cremig und erfrischend und dazu mit einem tollen nussigen Sesamgeschmack. Gut, die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings passt sie jetzt gerade für dieses Event ganz hervorragend!

Das Rezept habe ich in Gordon Ramsay's "World Food"-Buch gefunden und nur leicht abgewandelt.




Schwarzes Sesam-Eis
für etwa 8 Kugeln

85 g schwarze Sesamkörner
5 Eigelb von ganz frischen Bio-Eiern Größe M
100 g weißer Zucker
250 ml Vollmilch
200 g frische Bio-Schlagsahne
schwarze Sesamkörner zum Garnieren

Den Sesam in eine Pfanne oder einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren anrösten, bis er leicht duftet und zu knistern anfängt.
Danach auf einen großen Teller geben und auskühlen lassen.
Jetzt folgt die Fleißarbeit: die Sesamkörner müssen zu Paste verarbeitet werden! Das funktioniert am besten in einem Foodprozessor, Multizerkleinerei oder im Mörser und dauert ein Weilchen. Am besten funktioniert hier immer noch ein Ehemann.
Das Ergebnis sollte eine leicht klebrige, feste und feine Paste sein.

Eigelb und Zucker zusammen in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer dickschaumig aufschlagen. Ruhig einnige Minuten auf höchster Stufe schlagen, bis eine dickliche Creme entsteht.

Milch und Sahne mischen und in einen Topf geben. Auf mittlerer Hitze erwärmen, aber nicht kochen lassen.
Etwa 4 Esslöffel der warmen Flüssigkeit in die Eiermasse geben und diese erneut gut durchrühren.
Nun Löffel für Löffel die Eiermasse in das Milch-Sahne-Gemisch geben und mit einem Teigschaber immer gut vom Topfboden aus verrühren. Die Masse darf keinesfalls kochen oder stocken, sondern wirklich nur bei niedriger Temperatur leicht erwärmt werden. Insgesamt soll die Creme leicht andicken und luftig-schaumig sein.

Sobald Eier, Milch und Sahne gut verrührt und zu einer dicklichen Creme geworden sind, nun die Sesampaste hinzugeben und gut unterrühren. Wer es ganz fein haben möchte, streicht die Paste gründlich durch ein Sieb. Ich habe die Paste jedoch einfach komplett untergerührt.

Um die Masse schneller abzukühlen, kann man den Topf nun in ein Eiswasser-Bad stellen und weiterrühren oder die Creme in eine andere Schüssel umfüllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.
Danach direkt in die Eismaschine geben und zu Eiscreme verarbeiten. Sollte das Eis zu flüssig sein, einfach nochmal nachfrieren lassen.

Wer keine Eismaschine hat füllt die Creme einfach in eine flache Schüssel und rührt die Masse alle 30 Minuten durch, bis sie ausreichend fest ist.

Nach Belieben Kugeln abnehmen und mit etwas weiterem schwarzen Sesam bestreut servieren.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors



Ich wünsche euch allen 
einen tollen Silvesterabend,
 einen guten Rutsch und vor allem 
ein gesundes und frohes Jahr 2013.

2013 geht es hier wie gewohnt weiter.
Und dann folgt vor allem noch mein 
großer Kochbuch-Jahresrückblick 2012!

Advent, Advent! Zeit für Kekse - heute: Snickerdoodles

Sonntag, 2. Dezember 2012

Pünktlich zum ersten Advent melde ich mich wieder zurück und krieche aus dem Siechtum der vergangenen zwei Wochen. Es war nicht schön. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben im Krankenhaus und will da auch so schnell nicht hin. Zumindest nicht so lange, bis ich es mir irgendwann mal leisten kann dort als Privatpatient aufzutauchen.

Jedenfalls geht mir langsam wieder besser und ich konnte heute endlich mal wieder in der Küche stehen und mit einem simplen Keksrezept die diesjährige  Adventszeit eröffnen.
Irgendwie bin ich noch nicht in Weihnachtsstimmung. Das liegt sicher auch daran, dass ich bisher auf keinem Weihnachtsmarkt war und keine Heißgetränke mit Freunden einnehmen konnte. Es liegt kein Schnee und der Ausblick aus dem Fenster meiner Krankenlager-Festung erinnert auch eher an Schmuddelherbst.

Auch deswegen gab es heute Cookies. Nicht mal klassische Weihnachtskekse, auch wenn ich den Geschmack von Zimt immer automatisch mit Weihnachten verbinde. Aber so fange ich langsam an mich an Weihnachten zu gewöhnen.


Klassische amerikanische Snickerdoodles stehen schon länger auf meiner Back-Wunschliste und ich weiß ehrlichgesagt nicht, warum ich noch nie dazu gekommen bin, sie zu backen. Es geht wirklich ganz schnell und einfach!
Rezepte dazu gibt es wie Sand am Meer, ich fand die Kombination aus gebräunter Butter und braunem Zucker aber irgendwie am Ansprechendsten und habe mir das Rezept deswegen so zurecht gebastelt.
Als Grundrezept habe ich mich mal wieder an einem Martha Stewart Rezept aus ihrem Cookies-Buch orientiert.


Snickerdoodle Cookies mit brauner Butter
für ca. 20-25 Cookies

Für den Teig:
250 g weiche Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
2 Eier
350 g Mehl
2 Tl Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz

Zum Wälzen:
2 El weißer Zucker
2 Tl Zimtpulver


Den Ofen auf 175 °C vorheizen.

Die Hälfte der Butter in einem kleinen Topf zerlassen und leicht bräunen. Das dauert einige Minuten, dabei aber immer aufpassen, dass die Butter nicht verbrennt. Vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen.

Die andere Hälfte der Butter zusammen mit beiden Zuckersorten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer dickschaumig aufschlagen, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. 
Dann die gebräunte Butter dazugeben und die Mischung einige Minuten weiterschlagen, bis eine glatte Creme entsteht.
Die beiden Eier gründlich einzeln unterrühren.

Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen und esslöffelweise unter die Buttermischung rühren, bis ein glatter, fester Teig entsteht.

Zucker und Zimt zum Wälzen gründlich miteinander in einer kleinen Schüssel vermischen.

Aus dem Teig mit den Händen walnussgroße Portionen abnehmen und zu Kugeln formen.
Die Teigkugeln rundherum in der Zucker-Zimt-Mischung wälzen und dann mit ausreichend Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
Die Teigkugeln mit Hilfe eines schweren Glases vorsichtig flachdrücken.


Die Teiglinge auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen etwa 12 bis 15 Minuten backen.
Die Cookies sollen außen leicht bräunen, aber nicht zu fest werden. Lieber etwas kürzer als zu lang im Ofen lassen.

Die fertig gebackenen Snickerdoodles direkt auf ein Kuchengitter setzen und vollständig abkühlen lassen.
In Blechdosen oder anderen gut schließenden Behältern halten sie sich ein paar Tage frisch.


 

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