SEARCH

Wird geladen...

Französische Bratkartoffeltarte mit Crème fraîche und Salbei

Montag, 26. März 2012

Hach ihr Lieben, war das nicht ein herrliches Wochenende?
Köln vermeldete das ganze Wochenende über herrlichen Sonnenschein und strahlend blauen Himmel.
Einfach ein wunderbares Frühlingswochenende. So schön, dass ich den Samstag dazu genutzt habe mein Fahrrad wieder frühlingsfit zu machen. Dank neuem Fahrradhelm (in Köln sehr wichtig!), Sicherheitsschloss und Lenkerkorb bin ich jetzt auch wieder soweit ausgestattet durch die Gegend zur radeln.
Ich hatte ganz vergessen wie praktisch ein Fahrrad ist und wieviel Spaß das doch macht!
Bisher habe ich immer sehr ländlich gewohnt und da wurde das Fahrrad nur gebraucht, wenn man mal eine Radtour gemacht hat. Köln war zu weit weg, um mal eben mit dem Fahrrad dorthin zu fahren, der nächste Supermarkt lag entweder am Fuße eines Berges, den man mit vollen Tüten nicht wieder hochradeln wollte oder am Ende einer vielbefahrenen Landstraße ohne Fahrradweg. Außerdem hatte ich ja immer ein Auto.
Nun wohne ich mitten in der Stadt, habe mein Auto verkauft, bin Inhaberin eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel und habe nun eben noch mein Fahrrad.
Gestern hatten meine Mädels und ich damit einen wunderbaren Tag in Köln.
Um 10 Uhr (gefühlt wegen Zeitumstellung: 9 Uhr...) gab es Frühstück um die Ecke im Café Franck. Sehr empfehlenswert. Und es lohnt sich früh aufzustehen, wenn man noch einen Platz auf der sonnigen Terrasse haben möchte.
Weiter ging es dann zum Flohmarkt an der Bastei am Rhein und von dort weiter zum neuen Rheinauhafen mit Zwischenstopp am Schokoladenmuseum bis zu einer abschließenden Rhabarberschorle in der Südstadt. Um 19 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Und alles mit dem Rad erledigt. Herrlich!
Ich kam mir wieder vor als wenn ich 12 gewesen wäre und den ganzen Tag draußen auf dem Reiterhof verbracht hätte. Man ist danach so zufrieden und fühlt sich so erholt.

Kommen wir aber dann doch mal langsam zum Essen, denn das hier ist schließlich nicht mein persönliches Tagebuch oder ein Kindheitserinnerungenblog, sondern immer noch ein Foodblog.
Und ich habe das alles auch nur erzählt, weil ich am Wochenende so gar nicht in meiner Küche stand. Dürfte jetzt nachvollziehbar sein, warum nicht.

Dafür habe ich heute dann wieder gewerkelt.
In der März-Ausgabe der "Lust auf Genuss" hat mich ein Rezept besonders angesprochen: Der Bratkartoffel-Kuchen mit Knusper-Salbei.
Da mein Liebster mehr so der Pastaesser ist und meine ganzen liebsten Kartoffelrezepte verschmäht, habe ich die Gelegenheit genutzt und meinen einsamen Mittag heute mit diesem Rezept gefüllt.
Und als der Liebste dann von der Arbeit kam und ein Stück probieren musste, stellte er fest, dass es eigentlich ganz ok schmeckt und ich das ruhig zum Abendessen servieren darf. Würde er sich jetzt so nicht bestellen, aber man kanns essen. Juchu!



Ich habe mich ziemlich dicht an das Original-Rezept von S. 26 der März-Ausgabe gehalten und finde aber, dass das ganze eine französische Bratkartoffeltarte ist.

Deswegen hier mein Rezept für die
Französische Bratkartoffeltarte mit Crème fraîche und Salbei

für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser

Für den Teig:
150 g Mehl
1/2 Tl Salz
75 g kalte Butter in Stückchen
30 ml Wasser (ca. 2 El)
Fett für die Form
Mehl für die Arbeitsfläche
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Für die Füllung:
1 kg festkochende Kartoffeln
50 ml Olivenöl
1/2 Bund Salbei (ca. 20 Blättchen)
200 g Crème fraîche
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
2-3 Knoblauchzehen

Mehl, Salz und Butterstückchen in eine Schüssel geben und mit einem Pastry Blender oder einem normalen Messer durchhacken.
Wasser dazugeben und alles weiter bearbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht. Rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, diesen fest in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Kartoffeln schälen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden oder hobeln.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen.
Die Salbeiblättchen waschen, gut trocken tupfen und im Olivenöl knusprig frittieren.
Mit einem Schöpflöffel aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Kartoffelscheiben in die Pfanne geben und rundherum kurz anbraten. Temperatur weiter reduzieren und die Kartoffeln bei aufgelegtem Deckel etwa 15 Minuten sanft braten. Dabei gelegentlich umrühren.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Eine Tarteform (möglichst mit herausnehmbaren Boden) leicht einfetten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen und wie einen Crêpe zweimal zusammenfalten. In die Tarteform legen, vorsichtig aufklappen und an Boden und Rändern gut andrücken. Überstehenden Teig abschneiden.
Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, dann mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren.
Etwa 20 Minuten vorbacken.

Die bissfest gegarten Kartoffeln in eine große Schüssel geben.
Crème fraîche kurz glattrühren, dann über die Kartoffeln gießen. Mit reichlich Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen und zu den Kartoffeln geben. Alles vorsichtig vermengen, ohne dass die Kartoffelscheiben auseinanderfallen.

Vorgebackenen Tarteboden aus dem Ofen nehmen und Backpapier samt Hülsenfrüchten entfernen.
Die Kartoffeln gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen. Wer die Muße hat, kann sie dachziegelartig anrichten, ich mag es da lieber etwas rustikaler.
Weitere 25 Minuten backen.

Die fertige Tarte aus dem Ofen nehmen und 5-10 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen. Mit den frittierten Salbeiblättchen garnieren und entweder heiß, lauwarm oder auch kalt servieren. Dazu passt ein frischer grüner Salat.



Die französische Variante gefällt mir schon ziemlich gut, die Kombination ist wirklich lecker.
Mir fehlt lediglich ein gewisser Pfiff. Beim nächsten Mal würde ich fein gewürfelte Schalotten mit den Kartoffeln braten.
Ich stelle mir das ganze auch als deutsche Variante mit Speck, Zwiebeln, Schmand und Petersilie sehr lecker vor. Das probiere ich bestimmt auch mal aus.


Da das ganze bei jeder Temperatur schmeckt und sich auch ganz gut in der Mikrowelle wieder aufwärmen lässt, passt es super zum Brunch oder als kleine Mahlzeit.

Lieblingsnudeln: Frische Tagliatelle mit Trüffelschinken, Blauschimmelkäse und jungem Spinat

Mittwoch, 21. März 2012


Hach, momentan habe ich einfach einen Run.
Alles was ich anfasse wird zu Lieblingsgerichten.
Erst der köstliche Süßkram mit den Oreo Banoffee Pies und nun diese neuen Lieblingsnudeln, die tatsächlich die Pappardelle mit Nusspesto und Parmaschinken ablösen.
Und ich muss wieder zugeben, dass ich mir auch dieses Gericht von Vapiano abgeguckt habe, wie schon die Spinat-Pesto-Pizza.
Über den eher ungemütlichen Kantinenstil habe ich mich ja schon ausgelassen, aber die Nudelzubereitung dort finde ich toll.
Die Pasta wird vor Ort frisch gefertigt und man kann den Köchen beim Brutzeln zugucken.
Besonders witzig finde ich, dass in einer Art Wok gekocht wird.
Das Zugucken und Entgegennehmen des frisch gekochten Gerichts belohnt dann auch für das teilweise extrem lange Anstehen.
Bei meinem letzten Vapiano-Besuch habe ich brav mit einer Freundin zusammen gewartet und die Pasta des Monats gegessen.
Und weil die Idee so toll war und die Pasta so lecker war, habe ich sie jetzt direkt zu Hause nachgekocht.
Und ich bin schwer begeistert - eine wirklich tolle Kreation!
Das Geheimnis sind sicher auch die Schalotten und der Dijon-Senf, die den gewissen Pfiff an die Sauce bringen.

Und weil ich es ja stilecht nachkochen wollte, habe ich das ganze im Wok zubereitet. Das ist wirklich eine grandiose Idee - man kann alles genau auf den Punkt garen und kann am Ende noch bequem die Nudeln für 2 Personen gut durchschwenken. Probiert das unbedingt mal aus!
Ich habe es beim ersten Mal sogar stilecht in 2 Woks nebeneinander gekocht, um das Vapiano-Feeling zu bekommen...

Und weil es so lecker schmeckt und ich noch Trüffelschinken übrig hatte, habe ich das ganze heute Abend gleich schon wieder gekocht. Dieses Mal nur in einem Wok. Und ich fand die Zubereitung wieder toll.


Hier mein Rezept für
Frische Tagliatelle mit Trüffelschinken, Blauschimmelkäse und jungem Spinat
verfeinert mit Dijon-Senf

für 2 Portionen

200 g Mehl
2 Eier
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 große Hände voll junge Spinatblätter (ca. 150 g)
100 g Edelpilz-Blauschimmelkäse, wer es lieber mild mag nimmt cremigen Gorgonzola, wer es lieber würzig mag nimmt Roquefort
150 g Trüffelschinken, vom Metzger in eine etwa 1 cm dicke Scheibe geschnitten
1-2 Tl Dijonsenf
200 ml Sahne
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Aus dem Mehl und den Eiern einen geschmeidigen Nudelteig kneten.
Ich lasse meine Kenwood dafür etwa 10 Minuten laufen und knete den Teigballen dann noch kurz von Hand zu einer Kugel.
In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Danach in zwei Teile teilen und durch die Nudelmaschine zu einem dünnen Teig ausrollen (ich nehme Stufe 8 von 9). Von Hand oder mit einem Aufsatz zu Tagliattelle schneiden. Nebeneinander auf ein Handtuch legen, damit die Nudeln nicht verkleben. Bis zur Verwendung mit einem Handtuch abdecken.


Als nächstes die ganzen weiteren Zutaten vorbereiten und bereitlegen.
Schalotten und Knoblauch schälen, fein würfeln und zusammen in einem Schüsselchen neben dem Herd bereitstellen.
Spinat putzen und gut trocken schütteln.
Käse falls nötig entrinden und in einige größere Stücke zerteilen.
Den Schinken in etwa 1 x 1 cm große Würfel schneiden und ebenfalls an den Herd bereitstellen.


Eine große Pfanne mit hohem Rand oder eben einen beschichteten Wok auf mittlere Temperatur erhitzen.
Einen ordentlichen Schluck Olivenöl hineingeben und kurz erwärmen.

In der Zwischenzeit großzügig gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Nudeln etwa 2-3 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Danach abgießen und tropfnass im Topf warmhalten.

Nun als erstes den Schinken in den Wok geben und langsam rundherum anbraten. Er soll dabei keine Farbe annehmen.
Danach die Schalotten mit dem Knoblauch dazugeben und sanft glasig dünsten, ohne dass sie Farbe annehmen. Einige Minuten garen lassen.
Als nächstes den Käse dazugeben und schmelzen lassen.
Den Dijon-Senf dazugeben und gut unterrühren.
Die Sahne angießen und alles sanft köcheln lassen, bis der Käse ganz geschmolzen ist.
Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Spinat in den Wok geben, den Herd ausschalten und den Spinat nur kurz zusammenfallen lassen.
Die Nudeln dazugeben und kurz unterrühren.
Auf vorgewärmte Pastateller verteilen und sofort servieren.

Die Zubereitung geht wirklich schnell und einfach, wenn man alles vorbereitet und bereitstellt.
Die Temperatur sollte die ganze Zeit nicht zu hoch sein, damit alles sanft gart und nicht anbrennt.

Ich werde auf jeden Fall weitere Pastagerichte im Wok zubereiten und testen, was man noch so alles damit machen kann.

Achtung: Traumdessert! Köstliche Oreo-Banoffee-Pies

Montag, 19. März 2012

Ich schwebe im 7. Desserthimmel! Ich bin im Karamellglück! Im Schokoladentraum!
Ich habe es gefunden - DAS Dessert. Ich bin verliebt!

Aber der Reihe nach...
Eigentlich bin ich unter der Woche ja eher gut darin herzhafte Sachen zu verbloggen, leichte Küche und klassische Gerichte.
Das Rezept hier kann aber einfach nicht bis zum nächsten Wochenende warten.

Vor dem vergangenen Wochenende habe ich mich mit niedlichen kleinen Bio-Bananen eingedeckt, die (wie alle anderen auch) die Angewohnheit haben schnell braun zu werden. Und sobald sie auch nur ein braunes Pünktchen an der Schale vorweisen, bin ich die Einzige, die sie bei uns noch isst...
Da die Bananen einen gewissen Reifegrad hatten, musste ich mir also schleunigst etwas für sie einfallen lassen.
Und da ich noch eine Dose russische Karamellcreme in den Untiefen meiner Backschublade hatte, war die Idee für einen Banoffee-Pie geboren. Davon habe ich immer wieder gelesen und wollte es mal ausprobieren, allerdings stand es bisher nicht sehr weit oben auf meiner Prioritätenliste.

Beim Rumsurfen im Internet bin ich auf die Idee gestoßen den Banoffee-Pie  weder mit klassischem Keksbröselboden noch mit Mürbeteig zu machen, sondern mit einem dunklen Boden aus Oreokeksen.

Wer keinen gut sortierten Supermarkt mit russischen Produkten hat, kann entweder selber auf die bewährte Methode zurückgreifen und eine Dose Milchmädchen zu Karamell einkochen oder den Karamellaufstrich von Bonne Maman verwenden.



Und so entstand der unfassbar leckere Desserttraum:

Oreo-Banoffee-Pie
für 2 Tarteletteformen mit je 12 cm Durchmesser

12 Oreokekse (3 Tütchen)
30 g Butter, zerlassen
1/2 Dose (200 g) Karamellcreme
2 reife Bananen
200 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
2 Tl Zucker
2 El geriebene Zartbitterschokolade
evtl. etwas Fett für die Form

Die Oreos in einem Multizerkleinerer fein zerhacken. Die zerlassene Butter dazugeben und alles noch mal gut durchmixen.
Die beiden Tarteletteformen falls nötig etwas einfetten.
Jeweils die Hälfte der Keksbrösel in jede Form geben, gleichmäßig verteilen und mit den Händen gut andrücken.
Die Formen für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Als nächstes die Karamellcreme auf den gut durchgekühlten Keksboden verstreichen.
Die Bananen schälen und in schmale, leicht schräge Scheiben schneiden. Gleichmäßig auf der Karamellcreme verteilen.

Die Sahne in einen hohen Rührbecher geben und kurz durchmixen.
Sahnesteif und Zucker mischen und mit dem Handmixer unter die Sahne rühren, steif schlagen.
Die Sahne nach Belieben in einen Spritzbeutel geben und dekorativ auf die Bananenscheiben verteilen. Man kann sie aber auch einfach nur mit einem Messer darauf verteilen.
Die geriebene Schokolade darüberstreuen.
Alles noch mal mindestens 1 Stunde vor dem Servieren in den Kühlschrank stellen.


Ich hätte nicht gedacht, dass ein paar so wenige Zutaten und eine so simple Zubereitung (bis auf die Wartezeiten) etwas so köstliches ergeben können!
Der Geschmack hat mich direkt so umgehauen, dass das ab sofort und offiziell mein Lieblingsdessert ist.

Es ist allerdings nicht ganz einfach den Keksboden von der Form zu lösen, da die Creme dabei etwas auseinander läuft. Wirklich ansehnlich für ein schickes Dinner ist das Dessert auch nicht. Ich stelle mir das ganze aber auch super als Schichtdessert im Glas oder direkt in einer großen Schüssel toll vor.
Für den nächsten Besuch werde ich es mal als Schichtdessert ausprobieren.

Die Portionen sind übrigens durchaus, ähm, üppig bemessen. Ich denke man bekommt von diesen beiden Förmchen auch durchaus 3-4 Leute satt und glücklich. Für Einzelportionen nehme ich nächstes Mal kleinere Formen.


Wenn ihr Oreos, Bananen, Karamell und Schokolade mögt, müsst ihr unbedingt mal diese Kombination ausprobieren!

Sonntagsfrühstück: Blueberry-Cream-Scones mit Clotted Cream und Marmelade

Sonntag, 18. März 2012

Heute nach dem Aufstehen war ich einfach zu faul die Straßenseite zu überqueren und zum Bäcker zu gehen. Das sind Luxusprobleme...

Stattdessen wollte ich selber mal wieder was nettes zum Frühstück machen.
Brötchen, Brot usw. hätte ich aber clevererweise gestern schon vorbereiten sollen. Pancakes hatten wir erst vor kurzem, außerdem wird der Ahornsirup mal wieder knapp. Und Waffeln gab es auch zuletzt vor nicht allzu langer Zeit.

Da ich noch ein Päckchen frische Blaubeeren im Kühlschrank hatte, kam ich auf die Idee mal wieder Scones zu machen. Meine letzten Scones liegen auch schon wieder eine ganze Weile zurück. Und da nächsten Monat wieder beruflich ein Trip nach London ansteht, kann ich mich ja schon mal wieder auf die Essgewohnheiten einstimmen.
Meine letzten, sehr klassischen Scones passen eher zum 5-Uhr-Tee und waren typisch britisch zubereitet.
Dieses Mal musste aber was zum Frühstück her und meine Inspiration habe ich in Cynthia Barcomi's Backbuch gefunden und einfach auf meine Bedürfnisse hin umgewandelt. Dort heißen sie "Classic Cream Scones" und enthalten Schokolade und Korinthen (brrr...).
Sie sind super schnell gemacht und schmecken einfach köstlich. Genau das richtige für einen gemütlichen (und faulen) Sonntagmorgen.


Blueberry-Cream-Scones
für 8 Scones

350 g Mehl
75 g Zucker
2,5 Tl Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
90 g kalte Butter in Flöckchen
1 Ei 
175 ml Sahne
125 g frische Blaubeeren
1 El Zucker zum Bestreuen
Mehl für die Arbeitsfläche

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen.

Die Butterflöckchen darauf geben und mit einem Pastry Cutter, einem Messer oder den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten. Es sollte eine krümelige Konsistenz entstehen.

In einer kleineren Schüssel das Ei kurz mit dem Schneebesen verquirlen. Die Sahne gut untermixen.

Die Sahnemischung in die große Schüssel geben und alles mit einem Holzlöffel kurz und kräftig verrühren. Nicht zu lange rühren, sondern nur so lange, bis das Mehl grob untergearbeitet ist.

Die Blaubeeren verlesen, waschen und trocknen und dann vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig aus der Schüssel auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche kippen und vorsichtig mit den Händen zu einem etwa 2-3 cm hohen Kreis formen.


Jetzt wie einen Kuchen mit einem großen Messer in 8 gleichgroße Tortenstücke teilen.


Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Scones versetzt und mit ausreichend Abstand zueinander auf das Blech setzen.


Etwa 20-25 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen, bis die Scones leicht gebräunt sind. Evtl. noch etwas höher einschieben und ein paar Minuten weiter oben backen.

Danach direkt vom Blech nehmen und auf ein Kuchengitter setzen. 10-15 Minuten auskühlen lassen, dann direkt frisch servieren.

Dazu passt besonders gut Clotted Cream mit Marmelade oder Konfitüre. Mit Butter oder auch pur schmecken die Scones aber auch köstlich.
Ich hatte dieses Mal dran gedacht und mir Clotted Cream im English Shop besorgt.



Da man die Scones sowohl zum Frühstück, zum Brunch als auch zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee genießen kann, möchte ich sie auch als mein heutiges Sonntagssüß bei Nina | Fräulein Text einreichen.

Pesto-Spinat-Pizza mit Tomaten und Knoblauchöl

Samstag, 17. März 2012

Ich muss mich heute einfach mal outen.
Ich bin ein großer Fan von Vapiano.
So, jetzt ist es raus.

Ich weiß, Fast-Food, Junk-Food, große Kette usw.
Aber wirklich, das was die machen finde ich richtig gut.
Das Konzept mit dem Kantinenflair ist eher gewöhnungsbedürftig und nervig, aber die Pizzen und Nudelgerichte sind wirklich richtig lecker.
Pasta und Pizzateig werden frisch selber hergestellt, man bekommt alles heiß serviert und kann bei der Zubereitung zugucken. Die Zutaten sehen alle frisch und ordentlich aus.
Das momentane Monatsspecial PASTA PROSCIUTTO TARTUFATO war wirklich auch einfach nur lecker.

Wir gehen meist einmal im Monat mit ein paar Freunden zu Vapiano, bevor es zum Feiern weiter geht und neben der frischen Pasta stehe ich vor allem auf eine bestimmte Pizza.
Da ich ja nicht der größte Fan von warmen Tomaten bin und auch nur ab und zu Pizza esse, gibt es da genau das richtige für mich: die Pizza PESTO CON SPINACI. 
Laut Homepage handelt es sich um eine Pesto-Sahnesauce, frischen Blattspinat, Mozzarella und frische Tomaten. Ich habe dort noch nie eine andere Pizza bestellt.

Und weil sie mir so gut schmeckt und ich mich gefragt habe, wie genau sie gemacht wird, habe ich versucht sie mal nachzubasteln...


Deswegen hier meine Interpretation einer 
Pesto-Spinat-Pizza mit Tomaten und Knoblauch
für 4 kleine Pizzen

Für den Teig mache ich einfach meinen Lieblingspizzateig, wobei ich zugeben muss, dass ich da nichts mehr abmesse, sondern nach Gefühl soviel zusammenrühre, bis es passt.


Für das Knoblauchöl:
3 Knoblauchzehen
50 ml Olivenöl

Den Knoblauch schälen und in durch eine Knoblauchpresse in das Öl pressen. Gut umrühren und bei Zimmertemperatur bis zur Verwendung durchziehen lassen.


Für das Pesto:
1 Bund Basilikum, die Blätter abgezupft
1 Knoblauchzehe, geschält
20 g Pinienkerne
20 g Parmesan, gerieben
1 El Olivenöl
50 ml Sahne
etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Alle Zutaten bis zur Sahne in einem hohen Messbesser mit dem Stabmixer pürieren, bis ein cremiges Pesto entsteht. Nach und nach die Sahne dazugeben und weitermixen, bis eine dickliche Creme entsteht.
Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.


Für den Belag:
200 g TK-Blattspinat, aufgetaut
1 Kugel Büffelmozzarella
2 Tomaten, fein gewürfelt
etwas Gries


Einen Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech etwa 1 Stunde auf 250 °C im Backofen vorheizen.
In der Zwischenzeit den Teig und das Knoblauchöl zubereiten.

Sobald sich das Teigvolumen verdoppelt hat diesen in vier gleich große Teile teilen und jedes Stück dünn zu einem Kreis ausrollen.

Auf eine mit etwas Gries bestreute Pizzaschaufel geben und mit 1-2 El Pesto bestreichen.
Mit Blattspinat belegen und 1/4 der Mozzarellakugel darüber zupfen.

Jede Pizza einzeln auf den Pizzastein oder das Blech geben und je nach Ofen etwa 5-10 Minuten backen, bis der Rand gebräunt ist und der Käse Blasen wirft.

Aus dem Ofen nehmen, mit Tomatenwürfeln und Knoblauchöl samt Knoblauchstücken nach Belieben belegen und würzen und sofort servieren.


Ich finde, dass ich schon ziemlich gut an das Original herangekommen bin. 
Gerade dieses Sahne-Pesto schmeckt wirklich großartig. Und für Knoblauchliebhaber ist die Kombination mit den Tomaten und dem Spinat in Verbindung mit dem Öl einfach großartig.

Allerdings habe ich leider nur einen normalen Ofen und trotz Pizzastein schmeckt meine Pizza natürlich einfach anders. Ansonsten kann ich das Rezept wirklich sehr empfehlen. Ich würde die Käsemenge noch etwas erhöhen und gehe davon aus, dass meine Pizza auch anders schmeckt, weil ich Büffelmozzarella verwende.

Hereinspaziert: Tag der offenen Küche

Donnerstag, 15. März 2012

Die liebe Steph vom Kuriositätenladen ruft zum Tag der offenen Küche auf - und diesem Ruf folge ich natürlich gerne.

Heute gibt es deswegen kein Rezept und keine Essensbilder, sondern einen Einblick in moey's kitchen.

Ich bin ja im Oktober umgezogen. Meine Küche hatte da schon 3 Jahre auf dem Buckel und hatte ursprünglich eine normale L-Form. Sie war als offene Küche mit angrenzendem Esstisch und Wohnzimmer geplant und gebaut worden und musste ohne viel Geld auszugeben in den neuen Raum eingepasst werden. Die neue Küche ist ein abgetrennter Raum und dort war nur die Möglichkeit gegeben zwei gegenüberliegende Küchenzeilen zu gestalten.
Mit nur einem schmalen extra Unterschrank, neuen Arbeitsplatten und zwei Ikea-Oberschränken ist das aber ziemlich gut gelungen, wie ich finde.
Ich habe jetzt mehr Arbeitsfläche als vorher und auch mehr Platz in den Schränken, allerdings fällt mein Abstellraum weg, den ich vorher hatte und in dem ich neben den ganzen Lebensmitteln vor allem Backformen, Bräter, Joghurtbereiter und Dampfgarer aufbewahrt habe.
Meine Küche steht jetzt seit Anfang Dezember. Lieferzeiten für Arbeitsplatten können ganz schon lang sein... 

Hier mal ein Bild von meiner Küche in der alten Wohnung, als sie (die Küche) noch neu war:


Ich Nachhinein betrachtet sieht das eher aus wie ein Ausstellungsraum im Möbelaus. Bisschen kahl das Ganze. War aber auch knapp nach dem Einzug.

Ich mag helle Küchen sehr gerne. 
Auch wenn ich vielleicht gerade die Farben Aubergine oder Limone schön finde, würde ich mich vermutlich in ein paar Jahren doch sehr satt daran sehen und mich ärgern auf Modefarben hereingefallen zu sein. Hochglanz-weiß finde ich einfach schlicht und schön und zeitlos. 
Die Arbeitsplatte in der Farbe Kern-Ahorn hatte ich vorher auch. Ich war am Überlegen auf einen dunkleren Ton umzusteigen, allerdings habe ich mich doch für die helle Variante und einen dunklen Boden entschieden. Es kommt wie gesagt nicht übermäßig viel Licht in die Küche und ich wollte sie dennoch gerne hell und freundlich haben und nicht erdrückend.

Das aber nur als Vorgeschichte, kommen wir nun zur Führung.
Wir betreten die Wohnung und gehen den Flur entlang.
Zu unserer Rechten befindet sich das Schmuckstück nun - hier die linke Küchenzeile mit Kühlschrank, Trockner und neuen Oberschränken. Die Tür haben wir übrigens ausgehängt, weil ich ganz geschlossene Küchen irgendwie ungemütlich finde.


Hinten durch an der Wand befinden sich Löcher - teilweise mit Dübeln drin, teilweise mit abgebrochenen Bohrern... Der Versuch zwei einfache Metallregale anzubringen, in denen ich meine ganzen Backformen unterbringen und Küchenutensilien dran hängen kann, schlug aufgrund irgendwelcher Stahlplatten in der Wand leider fehl. Naja, Altbau eben. Hänge ich halt ein großes Bild auf.


Stattdessen lagern meine ganzen Backformen (ich habe alleine 6 Muffinformen und Springformen in 4 verschiedenen Größen, teilweise auch doppelt...) überall wo sonst Platz in der Küche ist.
So wie hier eben auf meiner Mikrowelle. Diese steht wiederum auf meinem frei stehenden Kühlschrank.
Die Mikrowelle hat mir sehr geholfen, als wir vor gut 3,5 Jahren auf diese jene neue Küche gewartet haben. Sie kann nämlich Kartoffeln garen, Pizza backen und auch Kuchen gelingt darin. Ein wahres Multitalent an High-tech.
Ich benutze sie zum Milch Erwärmen und Butter Schmelzen...


Das ist mein Kühlschrank. Er dient als Pinnwand, Erinnerungsalbum und Zeitvertreib, wenn ich vor der Mikrowelle stehe und auf die Milch warte. Dann lese ich gerne mal wieder alte Postkarten oder sortiere die Magnete neu.
Ich glaube der Kühlschrank war von Bauknecht, allerdings habe ich das Logo schon lange nicht mehr gesehen. Ich weiß auch eigentlich gar nicht mehr, wo es sich befindet.
Ansonsten habe ich euch meinen Kühlschrank in der alten Wohnung samt Inhalt schon mal gezeigt: Zeig mir deinen Kühlschrank...


Neben dem Kühlschrank befindet sich mein Lieblingsgerät Nummer 1: Die Lattissima. Ich liebe Nespresso einfach. An dem System scheiden sich die Geister, ich trinke aber seit Jahren Nespresso und möchte die Maschine nicht mehr missen. Ein Griff in den Kühlschrank, Milchbehälter andocken und immer wieder gibt es frischen Latte Macchiato wie im Café auf Knopfdruck.

Der sich zufällig auf dem Bild befindende Honigtopf (*hüstel*) ist ein wunderbarer cremiger Honig aus dem Taunus. Ich kenne die Bienen, die diesen klebrigen Genuss zusammengetragen haben persönlich, denn sie trinken im Teich meiner Großmutter ihr Wasser und laben sich an ihrer reichen Blumenvielfalt.
Hier gab es bereits einige Einblicke in das herrliche Kleinod meiner Oma.
Der Imker ist übrigens ihr Nachbar und ich glaube ich habe noch 3 kg Honig im Schrank. Meine Oma ungefähr 10 mal so viel...


Gleich nach der Kaffeemaschine kommen wir dann zum nächsten Lieblingsteil: der Backecke, angeführt von meiner lieben lieben Kenwood Major, die mir seit Jahren treue Dienste leistet.
Die beiden unteren Schubladen enthalten das ganze Kenwood-Zubehör und meine ganzen Backutensilien.
Im Eck-Rondell befinden sich tatsächlich Töpfe, Pfannen und auch Backformen...

Aufgrund der genannten fehlenden Aufhängmöglichkeiten für Kleinteile geht es in meinen Schubladen etwas drunter und drüber und sieht gerne mal so aus:


Ich schwöre aber, ich weiß immer wo alles liegt!


Am Ende meiner Küche befindet sich ein grooooßes und vor allem hohes Fenster. Wie gesagt, es handelt sich um einen Altbau. Die Deckenhöhe in meiner Küche beträgt über 3 m. Wieviel genau weiß ich nicht, mein Zollstock ist dann zu Ende.
Ich blicke auf den Hinterhof und auf Backsteingemäuer und finde das sehr charmant. Allerdings kommt so auch nicht viel und vor allem nicht lange Licht zu mir in die Küche.
Bei dem Boden handelt es sich um einen simplen PVC-Boden in Weinkistenoptik. Pflegeleicht, hübsch, praktisch. Und außerdem etwas weich, was mir sehr entgegenkommt, weil ich am liebsten barfuss in meiner Küche stehe.


Eigentlich stehen immer noch 3-4 Kräutertöpfe auf der Fensterbank. Die Kräuter sind aber leider alle unmittelbar vor dem Fototermin verstorben.
Neben der Heizung beginnt dann die rechte Küchenzeile mit der Waschmaschine, der Spüle, der Spülmaschine (ganz ganz wichtig!) und dem Ofen.


Wir wechseln nun auf die Arbeitsplatte der rechten Küchenseite (im Hintergrund die einsamen Blumentöpfe). Hier steht noch ein Schätzchen: die Moulinette, die ich mir selber zu Weihnachten geschenkt habe.
Seitdem schneide ich keine Zwiebeln mehr, zerbrösel keine Kekse mehr mit Nudelhölzern und hacke keine Schokolade mehr von Hand. Ein tolles kleines Gerät, das bei mir häufig im Einsatz ist.

Die angrenzende Spüle erspare ich euch mal. Ich sage nur: Edelstahl! Nie wieder. Man sieht alles und kriegt es nie richtig sauber. Und da ich leider nicht über einen ausgeprägten Putzfimmel verfüge, verschwende ich viel zu viel meiner kostbaren Zeit mit Edelstahlreinigern und feuchten Reinigungstüchern anstatt zu Kochen und zu Backen.
Lediglich mein neuer Wasserhahn (ausziehbar, ebenfalls wichtig) ist aus Chrom und pflegeleichter.


Weiter geht es deswegen mit meinem Herd. Der ist nicht hochgestellt und der kann keinen Schnickschnack. Das was er kann, kann er aber ziemlich gut. Genau wie mein simples Ceranfeld.
Ich habe eine coole Umluft-Abzugshaube, die im Oberschrank integriert ist, das finde ich äußerst praktisch. Man stößt sich nicht den Kopf an einem Edelstahlungetüm (und wieder dieses Putzen!) und kann den Schrank noch als Stauraum nutzen.
Ebenfalls im Bild: mein Graef Allesschneider, ebenfalls ein echt tolles Gerät!
Ganz rechts unten sieht man den neuen schmalen Unterschrank. Und nein, das Bild ist nicht schief, die Firma Wellmann hat in den vergangenen 3 Jahre einfach mal ihre Standardmaße geändert. Wie wir nach dem Einbau festgestellt haben...


Ja, das ist mein Gewürzregal. Links über dem Herd.
Das ist weder schön noch praktisch. Ich bin nur immer zu faul (und zu geizig) mir diverse Döschen anzuschaffen und zu beschriften. Im Grunde muss ich das aber wirklich mal tun. Vergessen wir dieses Bild also ganz schnell wieder.

Kommen wir lieber zu etwas Schönem: meinen beiden Lieblings-Olivenöl-Sorten.


Ich muss davon einfach mal schwärmen. Die sind einfach so unfassbar lecker, dass ich sie pur trinken könnte.
Links im Bild befindet sich ein käuflich zu erwerbendes katalanisches Olivenöl. Weich, mild, samtig. Köstlich!
Rechts im Bild befindet sich ein wunderbares kretisches Olivenöl. Aber nicht irgendeins! Es handelt sich dabei um ein handgepresstes feines und doch rustikales Olivenöl eines Engländers, der sich auf Kreta niedergelassen hat und im Jahr etwa 200 l ganz traditionelles Öl selber von Hand herstellt. Diese Mengen verkauft er ausschließlich nach England an Freunde und Bekannte. Und meine England-affine Kollegin bringt so 2 mal im Jahr von ihren Reisen ein 10-16 l Fass mit, aus denen wir uns das flüssige Gold in Flaschen abfüllen.
Der Duft alleine ist betörend, der Geschmack ist unbeschreiblich.
Auch wenn Olivenöl irgendwie out zu sein scheint und durch Avocado- oder Arganöl abgedrängt wird - meiner Meinung nach geht nichts über diese köstliche Flüssigkeit.

Das war es dann auch schon mit dem Rundgang durch meine Küche.
Einen Essplatz gibt es hier nicht, dafür aber genügend Arbeitsfläche und Bewegungsfreiraum um mit 2-3 Leuten bequem zu Kochen und zu Plaudern.

Gegessen wird in meinem fantastischen Esszimmer. Dort befindet sich neben einem einfachen (Ikea-)Esstisch für 6 Personen, meiner Fotografierecke, meiner Kochbuchsammlung und der Musikanlage meines Liebsten noch das Klavier, auf dem ich vor 15 Jahren Klavierspielen gelernt habe. Und in einem Erker befindet sich ein gemütliches Sofa neben meiner Kochzeitschriftensammlung. Die Decke ist 3,60 m hoch und stuckverziert und über dem Esstisch hängt ein Kronleuchter.
Aber das zeige ich euch, wenn zum Tag des offenen Esszimmers aufgerufen wird.

Der Bräter aus der Abstellkammer befindet sich übrigens neben dem Joghurtbereiter (den Dampfgarer habe ich verschenkt) in einem großen Regal neben meinen ganzen Unterlagen in meinem Arbeitszimmer, hinter meinem Schreibtisch, an dem ich gerade sitze und diesen Beitrag schreibe.
Aber das zeige ich euch...

Gratinierte Muschelnudeln mit Tomatensauce und Auberginen

Samstag, 10. März 2012

Nach dem ganzen letzten Süßkram gibts jetzt erst mal wieder was deftigeres bei mir. Wobei ich zugeben muss, dass die nächsten Kuchen und Co. schon wieder in den Startlöchern stehen...

Allerdings war mir in der vergangenen Woche nach einem Wochenende der Völlerei erst mal nach einfachen, guten Sachen zumute.
Dazu habe ich das folgende Pastagericht gemacht und muss sagen, dass ich mich da reinsetzen könnte. Unglaublich simpel, aber auch unglaublich lecker.
Vor allem wegen der Auberginen.
Leider muss ich sagen, dass ich in meinem Freundeskreis mit meiner Vorliebe für Auberginen ziemlich alleine dastehe. Und das verstehe ich einfach nicht. Was gibt es köstlicheres als frisch gemachtes Auberginenmus mit Olivenöl und Knoblauch zum Grillen? Oder Auberginen-Schafskäse-Dip zu frischem Fladenbrot? Oder einfach marinierte gegrillte Auberginenscheiben? 
Nun ja. Da auch mein Liebster kein Auberginenfan ist, habe ich das Gericht in zwei Backformen gemacht - für mich mit, für ihn ohne Auberginen.
Und was soll ich sagen? Er hat letztendlich meine Portion aufgegessen...

Solltet ihr also auch Auberginen nicht zu eurem bevorzugten Gemüse zählen - gebt ihnen hiermit eine Chance!
Das Geheimnis liegt darin, dass sie nicht fetttriefend frittiert werden, sondern langsam mit Knoblauch in ganz wenig Olivenöl geschmort werden.



Gratinierte Muschelnudeln mit Tomatensauce und Auberginen
für 2 Portionen

150 g große Muschelnudeln
1 große Aubergine
2 El Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
Weißweinessig oder Balsamico bianco
1 Dose stückige oder ganze Tomaten in Tomatensaft
1-2 Tl getrocknete italienische Kräuter nach Belieben
100 g Saure Sahne
100 g Mozzarella oder Gouda (ich habe eine leichte Variante von beidem verwendet)
Salz, Pfeffer
etwas Öl für die Form
frische Basilikumblätter

Die Muschelnudeln nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser al dente kochen, abtropfen lassen und mit kaltem Wasser abschrecken. In einem Sieb abtropfen lassen.

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.

Die Aubergine gut waschen und trocken tupfen. Die Enden abschneiden. Aubergine in feine ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
1 El Olivenöl in einer kleinen Pfanne mit Deckel auf mittlere Temperatur erhitzen, die Auberginenwürfel dazugeben und kurz anbraten.
Knoblauch schälen, fein hacken und zu den Auberginenwürfeln geben. Temperatur etwas zurückschalten und die Aubergine langsam bei aufgelegtem Deckel garen, bis die Würfel gar und weich sind. 
Zwischendurch immer wieder mal durchrühren. Insgesamt dauert es etwa 15 bis 20 Minuten. 
Danach salzen und pfeffern und beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln. 
1 El Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze goldgelb dünsten. 
Mit einem kleinen Schluck Essig ablöschen.
Die Tomaten angießen und aufkochen. Große Stücke mit einem Holzlöffel etwas zerpflücken.
Mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen und etwas köcheln lassen.
Die Auberginenwürfel dazugeben und noch mal mit erwärmen.

Eine Auflaufform leicht einfetten. Die Nudeln in die Form setzen, aufhalten und mit Hilfe eines Esslöffels die Tomatensauce in die Nudeln füllen. Übrige Sauce rund um die Nudeln verteilen.
Kleine Kleckse der Sauren Sahne auf die Muschelnudeln verteilen, nach Geschmack ein paar Basilikumblätter darauf legen.
Den Käse reiben oder in feine Scheiben schneiden und über die Nudeln geben.
Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.



Das Rezept lässt sich natürlich beliebig würzen und varrieren. Dank der saftigen und aromatischen Auberginen vermisst man als Nicht-Vegetarier auch kein Fleisch.

Sonntagssüß²: Schoko-Cupcakes mit Salzkaramell-Buttercreme und Sahnekaramellen

Sonntag, 4. März 2012

Puh, der Titel verrät schon, was hier jetzt folgt.
Alle die die gerade diäten sollten jetzt besser nicht weiterlesen.
Es sei denn ihr seid Teilnehmer der 10.000 kcal-Diät im Alles hausgemacht!-Forum der Hüttenhilfe. Dort ist sowas nämlich gerade der Running-Gag. Und da würden sich die folgenden kleinen Kalorienbomben ganz gut machen.

Heute morgen habe ich ja bereits die oberleckeren Sahnekaramellen mit Vanille und Flor de Sal vorgestellt. Die sind aber nur das Topping für das Ganze. Da sie aber irre lecker und eine tolle Geschenkidee sind, habe ich ihnen einen eigenen Beitrag gewidmet.
Im folgenden Rezept spielen sie allerdings nur die Nebenrolle.




Das Schokoladen-Cupcake-Rezept ist von mir und taucht in diesem und diesem Buch auf Seite 58 als "Schokoladen-Cupcakes mit Schmand-Frosting" auf. 

Das Frosting stammt wie auch schon die Sahnekaramellen von Annie's Eats und lautet im Original "Salted Caramel Chocolate Cupcakes".
Ich habe es ein wenig auf den deutschen Geschmack angepasst, muss aber sagen, dass diese kleinen süßen Törtchen sowas von mächtig sind, dass man definitiv nicht mehr als eins essen kann.




Schoko-Cupcakes mit Salzkaramell-Buttercreme und Sahnekaramellen
für 12 Cupcakes

Für den Teig:
120 g weiche Butter
150 g Zucker
2 Eier
150 g Mehl
1 Tl Backpulver
100 g Zartbitterschokolade
100 g Schmand

Den Backofen auf 180 °C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
Butter und Zucker dickcremig aufschlagen, dann die Eier einzeln unterrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und unter den Teig rühren.
Die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad oder der Mikrowelle schmelzen.
Zusammen mit dem Schmand unter den Teig rühren und gut untermixen.
Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und etwas glatt streichen.
Auf der mittleren Schiene etwa 20-25 Minuten backen, dann in der Form etwas auskühlen lassen.
Aus der Form lösen und auf dem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.


Für das Frosting:
140 g Zucker
30 ml Wasser
35 ml Sahne
1 Prise Flor de Sal
3 mittelgroße Eiweiß, Zimmertemperatur
ca. 175 -200 g Butter (kein Scherz!), Zimmertemperatur

75 g des Zuckers abwiegen und zusammen mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben.
Bei mittelhoher Temperatur unter Rühren zum Kochen bringen, bis der Zucker geschmolzen ist.
Danach die Temperatur etwas reduzieren, den Topf nur noch schwenken und die Mischung weiterkochen, bis sie sich leicht hellbraun verfärbt. Das dauert etwa 7-10 Minuten.
Danach den Topf vom Herd nehmen und vorsichtig die Sahne und das Salz einrühren. 
Das Karamell sofort in ein Glasgefäß umfüllen und kalt stellen.
Das Eiweiß zusammen mit dem restlichen Zucker in ein wasserbadgeeignetes Gefäß geben und über heißem Wasser leicht mit einem Schneebesen durchrühen.
Ein Thermometer in die Schüssel halten und die Mischung so lange durchrühren, bis sich der Zucker gelöst hat und das Thermometer maximal 72 °C anzeigt.
Die Ei-Zucker-Masse jetzt in eine Rührschüssel geben und mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder dem Handmixer etwa 10 Minuten lang auf hoher Stufe zu einem dicken Schnee aufschlagen. Die Masse sollte bis dahin abgekühlt sein.
Nun nach und nach esslöffelweise die Butter in den Eischnee geben und gründlich unterrühren. Die Butter muss immer komplett untergemengt sein, bevor ein neues Stück dazugegeben wird. Das dauert pro Vorgang etwa 2 Minuten.
Nach und nach soviel Butter unterrühren, bis eine dickcremige Buttercreme entsteht und die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Sollten die Zutaten nicht die gleiche Temperatur haben, kann es sein, dass die Mischung sich trennt und grieselig wird. In diesem Fall einfach auf höchster Stufe immer weiter rühren (durchaus noch mal 5-7 Minuten), bis sich die Masse wieder verbunden hat. Nicht aufgeben!
Zum Schluss die abgekühlte Karamellcreme dazugeben und ebenfalls noch mal gründlich unterrühren.
Die Buttercreme in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle geben und kreisförmig auf die Cupcakes aufspritzen.
Bis zur Verwendung kalt stellen.




Insgesamt wirklich eine tolle Geschmackskomposition aus süß und salzig, Karamell und Schokolade.
Allerdings bin ich nicht der größte Freund von amerikanischer Buttercreme, weil es einfach zu mächtig ist.
Ich könnte mir aber zum Beispiel vorstellen das Rezept für die Buttercreme auf eine Karamell-Pudding-Buttercreme mit deutlich weniger Butter abzuändern.

Ich hoffe ich konnte damit alle Süßmäuler und Naschkatzen glücklich stimmen.
Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt wieder danach lechze nächste Woche gesund und mit viel frischem Gemüse zu kochen - es wird also wieder deftig und gleichzeitig wieder gesund in meiner Küche.

Hiermit ist mein heutiges Rezept aber erst mal vollständig und geht ebenfalls als Beitrag für das Sonntagssüß an lingonsmak




Sahnekaramellen mit Vanille und Flor de Sal

Leider ist schon wieder eine Woche ins Land gegangen, in der ich nicht dazugekommen bin zu bloggen.
Es ist nicht mal so, dass ich keine Rezepte mehr hätte - ganz im Gegenteil, ich habe sogar noch einiges, was fertig ist und verbloggt werden kann. Ich komme nur einfach nicht dazu, weil ich super viel unterwegs bin oder bin abends einfach so müde, dass ich keine Lust habe mich noch mal an den PC zu setzen.

Dafür habe ich als Entschuldigung mal wieder ein besonders leckeres Sonntagsschmankerl im Gepäck.

Schon seit geraumer Zeit will ich endlich mal Karamellbonbons machen. Da ich bisher nicht im Besitz eines Zuckerthermometers war, weil ich das für überflüssigen Schnickschnack gehalten habe, könnt ihr euch die Ergebnisse ja sicher vorstellen. Von Karamellsauce bis hin zu Karamellsplittern war alles dabei (und auch lecker!) nur eben keine weichen Karamellbonbons wie ich das wollte.

Nachdem ich vor einiger Zeit bei Annie's Eats (einem meiner Lieblings-Blogs) dann aber über ihre Vanilla Bean Caramels gestolpert bin, MUSSTE ich ich das einfach nachmachen. Also habe ich mir ein entsprechendes Zuckerthermometer zugelegt, das nicht nur günstig war, sondern sich auch direkt bewährt hat.

Herausgekommen ist dann genau das, was ich mir vorgestellt habe: weiche, schmackhafte Sahnekaramellen, die durch Vanille und Flor de Sal ein unglaubliches Geschmackserlebnis bieten:


Ich habe Annies Rezept halbiert und ins metrische System umgewandelt, ansonsten aber nicht sehr viel verändert (außer dass ich mal wieder Flor de Sal statt Fleur de Sel verwende...), weil es einfach sehr stimmig ist.

Sahnekaramellen mit Vanille und Flor de Sal
für ca. 30 Karamellbonbons

120 ml Schlagsahne
60 g Butter
1 Vanilleschote
3/4 Tl Flor de Sal (alternativ: Fleur de Sel)
170 g Zucker
30 ml Light Corn Sirup (alternativ: heller Sirup)
30 ml Wasser
etwas Flor de Sal zum Bestreuen
etwas neutrales Speiseöl zum Einfetten

Eine etwa 20 x 20 cm große Backform mit Backpapier (ich habe sicherheitshalber "3D-Antihaft" von Toppits genommen, weil ich Angst hatte, dass sonst vielleicht doch etwas festklebt) auslegen und ganz leicht einölen.

In einem kleinen Topf die Schlagsahne mit der Butter, dem Vanillemark und der übrigen Vanilleschote und dem Flor de Sal mischen und bei mittlerer Temperatur einmal aufkochen.
Die Mischung gut verrühren, bis die Butter komplett geschmolzen ist, dann sofort vom Herd ziehen.

In einem zweiten kleinen bis mittelgroßen Topf den Zucker, den Sirup und das Wasser unter ständigem Rühren aufkochen. So lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat, danach ohne weiteres Rühren so lange bei mittelstarker Hitze köcheln lassen, bis die Mischung eine leicht goldene Farbe annimmt. Das dauert etwa 5-7 Minuten. Dabei den Topf ab und zu etwas schwenken.

Die Temperatur auf mittlere Hitze stellen.
Die Vanilleschote aus der Sahnemischung nehmen und diese Mischung ganz langsam und vorsichtig (es blubbert stark und ist ziemlich heiß) unter ständigem Rühren in die Zuckermischung geben. Alles gut verrühren und ein Zuckerthermometer in den Topf hängen.

Die Mischung einige Minuten bei etwa 100 °C sanft köcheln lassen, bis eine schöne karamellbraune Farbe entsteht.
Fall nötig die Hitze nun erhöhen und die Mischung bis auf 120 °C erhitzen.

Danach sofort vom Herd ziehen und in die vorbereitete Form gießen.

Das Karamell etwa 30 Minuten ruhen lassen, bis die Oberfläche leicht fest wird, dann mit etwas weiterem Flor de Sal bestreuen.
Komplett auskühlen lassen.


Das Karamell auf dem Backpapier aus der Form nehmen und mit einem leicht eingeölten großen Messer in mundgerechte Häppchen schneiden.
Bis zur weiteren Verwendung oder zum Verschenken in Pergament- oder Backpapier einwickeln.



Das ist der erste Teil meines Beitrags für das heutige Sonntagssüß, eingesammelt von lingonsmak

 

Blog Design by Nudge Media Design | Powered by Blogger