Seit gestern geht es mir dann auch wieder besser und nach einer kleinen Landpartie samt Grillen mit lieben Menschen bei angenehmen Temperaturen, fühlte ich mich auch wieder wesentlich fitter.
Fit genug, um heute endlich mal den Kuchen nachbacken zu können, der schon eine ganze Weile auf meiner Nachkochliste stand.
Nachdem die liebe Paule im Januar ihren Schoko-Cola-Kuchen (oder auch schöner klingend: Gâteau fondant Cho-Cola) verbloggt hat, gab es in der Blogger-Welt kein Halten mehr und gefühlt jeder wollte oder hat den Kuchen nachgebacken.
Ich dann drei Monate später, aber besser spät als nie!
Das ursprüngliche Rezept stammt von dem französischsprachigen Blog Le Pétrin und wurde von Paule leicht modifiziert und um Tonkabohnen ergänzt.
Da ich vor kurzem einen Gutschein bei einem Gewürzhändler eingelöst und testweise auch mal Tonkabohnen mitbestellt habe, war das die Gelegenheit für mich diese ominösen Bohnen, die wortwörtlich in aller Munde sind mal zu testen.
Der Geruch hat mich ehrlichgesagt nicht überzeugt, sie riechen stark nach Marzipan und wenn ich eines nicht mag, dann ist das Marzipan.
Aber angeblich sollen sie in Gebäck nach Vanille schmecken, deswegen habe ich ihnen eine Chance in Paules Kuchen gegeben.
Ich habe mich weitgehend an das Rezept von Paule gehalten und verweise deswegen an dieser Stelle nur darauf: Schoko-Cola-Kuchen
Hier sind meine kleinen Änderungen:
- Ich habe ganz normale Cola verwendet.
- Ich habe die beiden Eier einzeln unter die Cola/Butter/Sahne/Milch-Mischung gerührt und dann erst alles zusammen langsam unter Rühren in die Mehl/Kakao-Mischung gegossen.
- Ich habe das Natron im Kuchen weggelassen, weil ich das neben Weinsteinbackpulver (das ich sowieso ausschließlich zum Backen verwende) und Salz für überflüssig halte. Ich wüsste nicht, welchen anderen Effekt es hat.
- Ich habe eine 24cm-Springform verwendet.
- Mein Kuchen war bereits nach 40 Minuten fertig, deswegen würde ich unbedingt empfehlen schon mal nach 35-38 Minuten eine erste Stäbchenprobe zu machen. Beim Abkühlen festigt der Kuchen sich auch noch weiter.
- Für die Glasur habe ich light corn syrup verwendet. Da meine Glasur aber leider viel zu flüssig war, habe ich sie stattdessen einfach mittels Handrührern nach dem Durchkühlen zu einer Ganache aufgeschlagen und auf dem Kuchen verstrichen.
- Mangels Kakaobohnen habe ich weiße Raspelschokolade zum Dekorieren verwendet.
Ich kann sagen, dass der Kuchen (zum Glück) nicht nach Cola schmeckt. Welchen Effekt die Cola genau hat, weiß ich aber auch nicht. Zucker? Farbstoff? Kohlensäure? Konsistenz?
Ist aber auch egal, denn der Kuchen hat eine geniale Konsistenz!
Richtig schön weich, saftig und leicht "klitschig", genau wie ich es mag.
Er schmeckt extremst schokoladig, so dass wir jeder nicht mal ein Stück vom Kuchen geschafft haben.
Insgesamt ist das Rezept wirklich super einfach und schnell gemacht.
Allerdings muss ich leider leider sagen, dass mir die Tonkabohne im Teig und in der Ganache zu stark hervortritt und mir das einfach zu dominant ist.
Mich erinnert es leider auch nicht an Vanille, sondern - wie der Geruch schon vermuten lässt - an Marzipan.
Das ist wirklich schade, aber auch nur mein persönlicher Geschmack. Ansonsten stelle ich mir vor, dass genau das für viele das gewisse Extra gibt.
Ich werde den Kuchen sicher noch mal backen, dann aber nur mit Vanille.
Und evtl. für meinen Geschmack noch etwas weiter modifizieren und dann auch entsprechend verbloggen.
Ich werde von meinem zweiten Versuch berichten!
Für jetzt ist das aber erst mal mein Beitrag zum heutigen Sonntagssüß, neuerdings gesammelt bei Facebook.








Ich höre zugegebenermaßen zum ersten Mal von dem Kuchen :)! Anscheinend habe ich bisher hintermn Mond gelebt... Aber jetzt werde ich ihn sicher mal probieren, aber wohl auch eher ohne die Tonkabohne. Klitschig ist übrigens bei mir knetschig :)!
AntwortenLöschenBei den Bildern bekomm ich Schnappatmung... ;-) Schade, dass er nach Marzipan geschmeckt hat, so wäre er auch nix für mich gewesen. Aber den Tipp mit der Vanille merk ich mir!
AntwortenLöschenWow, der sieht aber toll aus! Bei den Bildern läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Ich mag eigentlich keine Cola, aber wenn man sie nicht so rausschmeckt.... muss ich das Rezept auf jeden Fall ausprobieren!
AntwortenLöschenLieben Dank dafür und liebe Grüße, Lotta