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Schnelles feines Maronensüppchen zum Wetterumschwung

Mittwoch, 30. November 2011

Pünktlich zum langsam schlechter werdenden Wetter komme ich auch langsam in Suppenstimmung.
Was hatten wir für einen traumhaften November in Köln! Es gab genau einen Regentag und da hat es auch nur kurz geplätschert. Kann man sich das vorstellen? Im ganzen November hatte ich nicht einmal einen Schirm dabei! 
Habe ich als Kind noch das "November"-Gedicht von Heinrich Seidel aufgesagt, konnte ich das in diesem Jahr nicht einmal inbrünstig vortragen. Nix mit toben, Verdrießlichkeit, kein Sonnenschein oder maulenden Sturmwinden.
Das Wetter in dieser Form hält seit Oktober an - tagsüber gemäßigte 10 °C, Sonnenschein. Einfach nur toll.
Allerdings wird der Wasserstand des Rheins langsam knapp. Interessante und eher ungewöhnliche Trockenperiode. Ich habe ja jetzt ein bisschen die Befürchtung, dass wir das alles doppelt und dreifach im Dezember abkriegen. Warten wir es mal ab. Ab morgen ist jedenfalls Dezember und ab morgen soll auch der Regen Einzug halten.
Deswegen gab es heute abend erst mal ein schnelles, feines und sehr wohltuendes Maronensüppchen, das mich gegen das kommende Herbstwetter wappnet.
Geht ganz einfach und schnell, schmeckt aber schön nussig und pikant, obwohl es nur weniger Zutaten bedarf. Und vegetarisch ist es auch noch, wenn man Gemüsebrühe verwendet!



Maronensuppe
für 2  Portionen

1 Schalotte
1 kleine Möhre
1-2 kleine Stangen Staudensellerie
1/2 Stange Lauch (davon nur das Weiße)
200g Maronen (vorgekocht, vakuumiert)
1 El Weißweinessig
1/2 l Gemüse- oder Hühnerbrühe (oder natürlich Fond)
ca. 50-75 ml Sahne
Olivenöl
Petersilie zum Servieren

Schalotte und Möhre schälen und in sehr feine Würfelchen schneiden.
Sellerie und Lauch putzen und ebenfalls sehr fein würfeln.
Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin gut anschwitzen.
Die Maronen dazugeben und kurz anrösten.
Die Mischung mit dem Weißweinessig ablöschen und kurz einkochen lassen.
Mit der Brühe aufgießen und das ganze bei leicht geöffnetem Deckel 20 Minuten kochen.
Die Sahne unterrühren. Ich verwende Bio-Sahne und mag vor allem die dicke Sahneschicht, die sich absetzt. Damit wird es besonders cremig.
Mit einem Pürierstab gründlich durchpürieren, dann noch mal erwärmen.
Sollte die Konsistenz zu dickflüssig sein, noch etwas Sahne unterrühren.
Auf Suppenteller verteilen, mit Petersilie dekorieren und sofort servieren.
Nachwürzen oder abschmecken war in meinem Fall nicht nötig.
Stelle ich mir auch als "Maronen-Cappuccino" mit Milchschaumhaube sehr lecker vor. Allerdings war es durch die Sahne auch sämig genug. Wird es bestimmt bald mal wieder geben!


Endspurt der Verlosung!

Falls es bisher jemand noch nicht gesehen hat oder bisher nicht wusste, was er schreiben soll - bis heute um Mitternacht könnt ihr noch an meiner Verlosung zum 100. Leser teilnehmen und drei tolle Bücher aus dem Fackelträger Verlag gewinnen!





Shepherd's Cottage Pie

Montag, 28. November 2011

Es gibt so manche Gerichte, die ich schon immer mal ausprobieren wollte. Irgendwann liest man mal etwas darüber, es sind wahre Klassiker und meistens landet dann doch noch etwas anderes auf dem Tisch.
Szegediner Gulasch habe ich ja immerhin jetzt mal selber gemacht und werde es defintiv wiederholen.
Käsespätzle stehen auch schon ewig auf meiner Liste, Miri hat sie jetzt auch mal verbloggt. Das muss ich unbedingt mal nachmachen. Passt ja jetzt auch in den Winter, Hat was von Hüttengaudi oder so.
Und dann gibt es da noch die guten alten Gemüsesorten wie z.B. Schwarzwurzeln oder Steckrüben, die noch nie in meinem Topf gelandet sind. Kirsten von Sugar and Spice macht es jetzt vor und benutzt fleißig das gute alte Gemüse. Auch das muss ich unbedingt nachmachen!
Und eines dieser vielen Gerichte auf meiner Nachkochliste im Kopf ist eben der "Shepherd's Pie" - ein typischerweise englischer Klassiker, bestehend aus Lammhackfleisch mit Gemüse, gebacken mit einer Schicht aus Kartoffelfrei. 
Ich habe den Shepherd's Pie allerdings das erste Mal in den USA gegessen. Sogar in der Cheesecake Factory gibt es den Pie.
Da ich ja auf Aufläufe jeder Art total abfahre und unbedingt mal diese Kartoffelkruste ausprobieren wollte, habe ich mich heute an einem klassischen Gericht versucht. Naja, fast klassisch. Ich habe eine Mischung aus Lamm- und Rinderhack genommen, damit ist es kein echter Shepherd's Pie mehr. Wenn Rind im Spiel ist wird der Shepherd's Pie zum Cottage Pie. Nur Lamm kam mir aber zu streng vor. Deswegen nenne ich ihn einfach mal Shepherd's Cottage Pie.



Hier das Rezept für 4 Portionen:

Shepherd's Cottage Pie

1 kg mehligkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 g kleine Möhren (ca. 6 Stück)
einige Zweige Thymian
500 g Lamm- oder Rinderhack oder eine Mischung aus beidem
150 g TK-Erbsen
30 g Butter
100 g Käse, gerieben (je nach Geschmack z.B. Gouda, Cheddar oder Parmesan)
100-200 ml Milch
Muskatnuss
Olivenöl, Butter
Salz, Pfeffer
zum Servieren: Saure Sahne oder Schmand

Die Kartoffeln schälen, halbieren und etwa 20 min in Salzwasser kochen oder dämpfen, bis sie gar sind.
In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch und Möhren schälen und fein würfeln. 
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse gut andünsten.
Die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und mit in die Pfanne geben.
Das Hackfleisch dazugeben und krümelig anbraten. 
Die Erbsen dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei niedriger Temperatur einige Minuten im eigenen Saft köcheln lassen.
Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder die Kartoffeln stampfen. Butter und Käse dazugeben und gut unterrühren, bis beides geschmolzen ist. Erst dann die Milch dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz glattrühren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
Die Hackfleischmischung in eine leicht eingeölte Auflaufform geben.
Je nach Belieben die Kartoffelmasse in einen Spritzbeutel füllen und in einem Muster auf dem Fleisch verteilen oder einfach mit einem Messer glattstreichen.
Mit Butterflöckchen bedecken und im heißen Ofen etwa 30 Minuten backen. In den letzten 5 Minuten den Backofengrill dazuschalten, damit die Oberfläche schön gebräunt wird.
Mit Saurer Sahne oder Schmand servieren.



Es hat schon ganz gut geschmeckt, allerdings hat mir etwas gefehlt...
Die Hackfleischmasse ist etwas langweilig. Ich würde beim nächsten Mal entweder direkt schon nach dem Braten Schmand unterrühren oder eine Art Bechamel-Sauce machen und mit dem Fleisch vermischen.
Für den Kartoffelbrei hatte ich Gouda verwendet, würde nächstes Mal aber entweder Ziegenfrischkäse ausprobieren oder einen pikanteren Parmesan verwenden.
Die Kombination aus Lamm und Rind war ansonsten sehr lecker, ohne zu anstrengend zu sein. Beim nächsten Mal würde ich auch mit Zwiebel und Knoblauch noch großzügiger sein. 


Apfeltarte mit Mascarponecreme und Mandeln

Samstag, 26. November 2011

Äpfeln gegenüber bin ich (leider) sehr zwiegespalten.
Als Kind habe ich Äpfel geliebt, vor allem süße Rote. Und - ich weiß, dass das kein Mensch versteht - je mehliger umso lieber! Vielleicht war das ja schon eine Vorausahnung meinerseits, denn heute vertrage ich frische knackige Äpfel nicht mehr. Je säuerlicher umso schlimmer für mich.
Das ist insofern schade, weil gerade die ganzen alten oder direktvermarkteten Apfelsorten wieder zurückkommen, was auch sehr gut ist! Nur leider kann ich sie nicht essen, so sehr ich Äpfel auch eigentlich mag. So schade das auch ist, ich muss auf die modernen und weltweit vermarkteten Sorten wie Gala und Jazz zurückgreifen, obwohl ich gerne die saisonalen und vor allem regionalen Sorten unterstützen würde.
Zum Glück mag mein Liebster genau jene Sorten und ich mache insofern was für mein Apfelgewissen, indem ich ihm diese Äpfelchen zurechtschneide und serviere. Damit trage ich einen kleinen Teil bei.
Meine Kollegin versorgt uns dabei zum Beispiel mit Rubinette. Das ist ein kleiner, relativ säuerlicher Apfel, der aus Cox Orange und Golden Delicious gezüchtet wurde. Damit zählt er nicht zu den wirklich alten Sorten, ist aber auch nicht überall erhältlich und steht unter Schutz. Da ich regelmäßig tütenweise Rubinette nach Hause trage und mein Liebster mit einem Apfel pro Tag nicht wirklich hinterherkommt, musste ich jetzt mal ran und das ganze verbacken. 
Gebacken oder generell gegart vertrage ich die Äpfel nämlich wieder. Ich liebe naturtrüben Apfelsaft oder Apfelmus!

Vor ein paar Tagen hat Chaosqueen eine köstliche Birnentarte mit Mascarponecreme verbloggt, die mir sofort gefallen hat. Nach trockenem Kuchen war mir nicht zumute, ich wollte mal etwas neues ausprobieren, Mürbeteig kam mir wie gerufen und da ich noch ein Schüsselchen Mascarpone im Kühlschrank hatte, was dringend weg musste, habe ich mich für diese Tarte entschieden und sie mir mit Äpfeln zurecht gebastelt.



Apfeltarte mit Mascarponecreme und Mandeln
für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Für den Mürbeteigboden:
200 g Mehl
75 g feinster Zucker
80 g zimmerwarme, aber nicht zu weiche Butter
50 g Schmand
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Für den Belag und die Füllung:
1 großes Ei
125 g Mascarpone
80 g Zucker
3 El gemahlene Mandeln
etwa 6 kleine, säuerliche Äpfel
Saft von 1/2 Zitrone
100 g Mandelblättchen

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Eine Tarteform gut einfetten und bemehlen.
Für den Boden Mehl, Zucker, Butter in Stückchen und Schmand zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig sofort auf etwas Mehl in Größe der Tarteform ausrollen, zusammenfalten, die Form damit auslegen und einen Rand hochziehen. Überschüssigen Teig abschneiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
Danach Backpapier auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten beschweren.
Den Boden 25 Minuten vorbacken, dann die Hülsenfrüchte entfernen und die Form noch mal für 5 Minuten in den Ofen stellen.

In der Zwischenzeit für die Füllung das Ei in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen, dann die Mascarpone unterrühren und zu einer glatten Masse verrühren. 50 g des Zuckers und 1 El gemahlene Mandeln unterrühren.

Die Äpfel erst schälen, dann vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Apfelviertel in Spalten schneiden. In eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln und mit 20 g des Zuckers bestreuen.

Den Tarteboden mit den restlichen gemahlenen Mandeln gleichmässig bestreuen und glattstreichen. Das verhindert, dass sich der Boden später mit Flüssigkeit vollsaugt und durchweicht.
Die Mascarponecreme darübergießen und glattstreichen. Die Apfelscheiben dachziegelartig auf die Creme legen und reichlich mit Mandelblättchen bestreuen.
Den restlichen Zucker darübergeben und die Tarte nochmals für etwa 45 Minuten bei 175°C weiterbacken.
Danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Tarte schmeckt lauwarm und kalt sehr gut. Dazu passt Vanilleeis oder Schlagsahne.




Gockel auf der Knolle oder Hähnchenbrust mit Käsekruste auf Kartoffelscheiben

Donnerstag, 24. November 2011

Auf meiner Küchenfensterbank wohnt ein Rosmarin. Allerdings ein sehr trauriger Rosmarin. Er lässt den Kopf hängen, die Blätter und Zweige sind schon zur Hälfte vertrocknet und es geht mit ihm zu Ende.
Erfahrene Gärtner haben mir schon alle möglichen Tipps gegeben, wie ich ihn vielleicht retten könnte, aber weder ein größerer Topf noch mehr Wasser noch eine andere Lage haben ihm gefallen. Dabei war es schon ein richtiges kleines Bäumchen, das ich extra im Blumenladen gekauft hatte.
Jedenfalls wäre es sehr schade, wenn er einfach so eingehen würde und deswegen gibt es nach der Pasta mit Rosmarin gestern, heute Kartoffeln aus dem Ofen mit Rosmarin. Rosmarin-Verwertung also, soweit das Auge reicht.
Dieses Mal kommt auch wieder etwas Fleisch ins Spiel, das sanft auf den besagten Kartoffeln gart und von einer wunderbar knusprigen Parmesankruste bedeckt wird, wodurch es schön saftig wird.
Aber fangen wir mal von vorne an.


Man nehme:
Hähnchenbrust mit Käsekruste auf Kartoffelscheiben
für 2 Portionen

4 mittelgroße Kartoffeln
2 Zweige Rosmarinzweige
2 Hähnchenbrustfilets
50 g weiche Butter
50 g Semmelbrösel
30 g frisch geriebener italienischer Hartkäse, ich empfehle Grana Padano oder Pecorino romano, Parmesan finde ich zu streng
Olivenöl
grobes Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Ein Backblech mit reichlich Olivenöl einpinseln.
Die Kartoffeln gut abbürsten, aber nicht schälen. In schmale Scheiben schneiden und nebeneinander auf das Blech schichten. Mit dem Olivenöl bepinseln und mit dem Meersalz bestreuen. 
Rosmarin waschen und trocken schütteln. Die Nadeln von den Zweigen zupfen und auf die Kartoffeln streuen.
Das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und für 10 Minuten vorbacken.
In der Zwischenzeit das Fleisch trocken tupfen und mit etwas gemahlenem Salz und Pfeffer einreiben.
Für die Käsekruste die weiche Butter mit den Semmelbröseln und dem geriebenen Käse zu einer bröseligen Masse vermischen, mit gemahlenem Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Blech nach 10 Minuten aus dem Ofen nehmen, wenn die Kartoffeln bereits leicht angebräunt sind.
Die Hähnchenbrustfilets auf die Kartoffeln setzen, die Panade auf den Filets verteilen und gut andrücken.
Wieder in den Ofen geben und für weitere 15 Minuten backen. Prüfen, ob das Fleisch gar ist, sonst noch einige Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen.
Mit einem frischen Salat, zum Beispiel Feldsalat mit Vinaigrette servieren.

Bei uns gab es mal wieder ein Gläschen Wein dazu, in dem Fall war es unser momentan absoluter Lieblingswein, ein 2007er Kerner Auslese vom Weingut Berthold aus Neckarsulm.

Spaghetti mit Paprika und Zucchini

Mittwoch, 23. November 2011

Ich bin ja, wie schon mal irgendwo erwähnt, nicht der weltgrößte Pastafan und würde jede Nudel für jede Kartoffel der Welt liegenlassen.
Aber so manche Sachen, die mag ich einfach furchtbar gerne mit Pasta.
Als Kind habe ich Tomatensauce und Bolo geliebt. Mittlerweile mache ich da aber einen Bogen drum, warme Tomaten sind einfach nicht meins. Danach habe ich Spaghetti mit Butter und Salz geliebt und verschlungen. Ist jetzt auch nicht mehr sooo meins.
Aber Spaghetti mit leckerem Olivenöl und etwas Flor de Sal - ein Gedicht! Da könnte ich mich reinsetzen.
Und weil das ganze pur ja kein wirkliches Gericht ist, wird es noch mit schönen Vitaminen aufgepeppt. Zugegeben, Paprika und Zucchini passen eher in den Sommer. Da es sich aber nicht um regionale und saisonale Produkte handelt, mache ich dabei auch ne Ausnahme und kaufe sie auch noch im Herbst.
Das ganze wird ein wirklich tolles, aromatisches und knackiges Pastagericht, mit feiner Rosmarin- und Olivenölnote. Ist blitzschnell auf dem Tisch und kriegt auch hungrige Esser satt.
Habe mich schon den ganzen Tag drauf gefreut genau dieses Gericht heute zu kochen und sitze jetzt satt und glücklich an meinem PC und lasse euch an den leckeren Spaghetti teilhaben. Die Reste gibts morgen im Büro - lässt sich nämlich super gut aufwärmen!



Spaghetti mit Paprika und Zucchini
für 3-4 Portionen

500 g Spaghetti
1 gelbe Paprikaschote
1 orange Paprikaschote
1 rote Paprikaschote
2 mittelgroße Zucchini
4 Frühlingszwiebeln
1 Zweig Rosmarin
100 g Kirschtomaten
Flor de Sal oder ähnliches grobes Meersalz, Pfeffer
reichlich gutes mildes Olivenöl
Italienischer Hartkäse zum Servieren

Die Spaghetti nach Packungsanleitung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen und abgießen. Zurück in den Topf geben, einen guten Schluck Olivenöl darüber geben und die Pasta gut durchrrühren, damit sie nicht zusammenklebt. Da das Olivenöl die Basis ist, macht es auch nichts, dass da sonst nichts mehr an den Spaghetti haften bleibt. Das ist hier also erwünscht, dass sie etwas "glitschig" sind.
In der Zwischenzeit einen großzügigen Schluck Olivenöl in einer großen Pfanne oder einem Wok nur auf mittlere Temperatur erwärmen.
Die Paprika waschen und in ca 1 cm große Würfel schneiden.
In das warme Öl geben und sanft andünsten.
Die Zuchini waschen, längs halbieren, nochmals halbieren und das Kerngehäuse herausschneiden. Dann in schmale Stücke schneiden und mit in die Pfanne geben.
Die Frühlingszwiebeln gut putzen und nur den weißen und hellgrünen Teil in feine Ringe schneiden, ebenfalls in die Pfanne geben.
Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln von den Zweigen zupfen. Je nach Geschmack im Ganzen oder fein gehackt zum Gemüse geben.
Einen Deckel auflegen und das Gemüse ca. 5 Minuten sanft schmoren.
Die Tomaten waschen und im Ganzen zum Gemüse geben, weitere 5 Minuten garen. Das Gemüse sollte noch leichten Biss haben. Mit grobem Meersalz abschmecken.
Die Pasta in die Pfanne geben, alles gut durchmischen und auf tiefe Pastateller verteilen.
Italienischen Hartkäse (bei mir Grana Padano - Parmesan oder Pecerino gehen natürlich auch) darüber reiben, nach Geschmack noch pfeffern und sofort servieren.


Urlaubsfeeling: Pimientos de Padrón

Montag, 21. November 2011

Ich weiß, ich bin wirklich unmöglich.
Da berichte ich gerade noch davon, dass ich öfter bloggen will und dann mache ich mich einfach mal 3 Tage rar.
Tztztz...
Aber es hat einfach nicht gepasst und irgendwie war mir mehr nach kuscheligem Herbstwochenende zumute. Ihr kennt das bestimmt, wenn man es sich einfach nur auf dem Sofa gemütlich macht, ne Decke über den Beinen hat, was Leckeres zu trinken und dann ne DVD guckt. Danach ein bisschen dösen und dann noch in ner Kochzeitschrift lesen. Ganz gemütlich eben.
Dazu habe ich am Samstag eine riiiesige Portion von meinem Tiramisú für einen Geburtstag gemacht, mich auf besagtem Geburtstag durchgeschlemmt, die Nacht zum Tag gemacht und dann schließlich den restlichen Sonntag wie oben beschrieben verbracht.
Heute habe ich dann pünktlich zur Eröffnung der Kölner Weihnachtsmärkte die erste Dampfnudel gegessen, eine neue Ausstechform gekauft und mich durch den Gewürzstand gewühlt, aber hier bin ich ja jetzt und habe natürlich auch noch was im Gepäck.
Als ich es zubereitet habe, fiel mir auf, dass ich euch immer noch den Kulinarischen Reisebericht Mallorca schuldig bin. Irgendwie kam dann der Umzug dazwischen, die Internetlosigkeit und jetzt, 2 Monate später, habe ich sowieso schon wieder alles vergessen. Bis auf eine Sache aber: Pimientos de Padrón! Die habe ich in meiner Urlaubswoche nämlich täglich gegessen. Hätte man mir in der Woche die Einsame-Insel-Frage gestellt, ich hätte meinen Freund, spanisches Sprudelwasser und eine nie versiegende Quelle Piemientos de Padrón eingepackt. Jeder der schon mal im Spanienurlaub war, kennt die Dinger, wer nicht: es handelt sich einfach um kleine grüne Paprikaschoten, die mit nichts weiter als gutem Olivenöl und grobem Meersalz zubereitet werden.
Mittlerweile kriegt man das ganze als so genannte "Bratpeperoni" in fast jedem Supermarkt. Und wenn man dann so an einem kalten Sonntag auf seinem Sofa sitzt, kann man sich das Spanienurlaub-Feeling ganz einfach nach Hause holen:



Pimientos de Padrón
für 1-2 Personen als Tapa

ca. 50 ml gutes mildes Olivenöl
200 g Pimientos de Padrón (Bratpeperoni)
1/2 Tl grobes Meersalz (ich nehme original mallorquinisches Flor de Sal)

Das Olivenöl in einer großen Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen.
Die Peperoni waschen und gut abtrocknen, dann ins Öl geben und solange unter Rühren garen, bis sie weich werden und Blasen werfen. Das dauert etwa 7-10 Minuten.
Danach vom Herd nehmen, in eine Servierschüssel geben und mit dem Meersalz bestreuen.
Sofort servieren.

Man isst die Pimientos de Padrón bis auf den Stiel komplett mit Kernen und Kerngehäuse.


Jetzt haue ich ab zum Sushi-Essen und stehe ab morgen dann auch mal wieder selber richtig in der Küche!

Ran an den Kohl: Wirsing-Hack-Nudeln mit Schmand

Donnerstag, 17. November 2011

Ich freue mich riesig über euer bisheriges Feedback in meinem letzten Beitrag.
Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare und euer Lob. Ich freue mich sehr zu lesen, was euch eigentlich so gefällt und wovon ihr mehr sehen wollt. 
Ich freue mich zum Beispiel ganz besonders über das Feedback von den Vegetariern unter euch. Ich bin zwar Fleischesser, habe aber absichtlich eine eigene vegetarische Kategorie eingerichtet und möchte ganz bewusst schmackhafte, fleischlose Gerichte zubereiten. Fleischkonsum schön und gut, aber nicht 7 Tage die Woche. Ich versuche das ganze mittlerweile auf 2, maximal 3 Tage einzurichten, wobei ich denke, dass es im Winter vielleicht auch etwas fleischlastiger bei mir wird.
Weihnachtsgerichte wurden auch gewünscht, die werde ich bestimmt auch liefern, und wenn es Kartoffelsalat mit Würstchen ist ;-)
Cupcakes und Muffins wurden noch angefragt (und werden bestimmt erfüllt!) und insgesamt ist der Tenor, dass ich mehr bloggen soll. Ich gebe mir Mühe, versprochen! Je nach Arbeitslage, Unistress und Laune kann es sicher auch mal wieder ein paar Tage ruhiger werden, aber grundsätzlich bemühe ich mich spätestens alle 3 Tage was von mir hören zu lassen. Ich arbeite dran!
Ansonsten kann ich noch herauslesen, dass euch die Mischung aus Koch- und Backrezepten gefällt, ich nicht zuviel Schischi koche, sondern einfache, alltagstaugliche Rezepte mit einem Anteil an "Sonntagsgerichten". Diesen Mix versuche ich weiter beizubehalten. 
In diesem Leben werde ich keine Sterneköchin mehr, auch wenn ich natürlich älter und weiser werde (hoffentlich!) und immer dazulerne. Ich bin jetzt Mitte/Ende 20, fange langsam an mich mit Wein zu beschäftigen (ich liebe Mosel-Riesling!) und gebe auch ab und zu viel Geld für ein gutes Stück Fleisch aus, entwickle mich also durchaus vorwärts. Mal gucken, wo es sich hin entwickelt, ich freue mich, wenn ihr weiter auf diesem Weg dabei seid!

Und schon springen wir auch zurück zu meinem heutigen, sehr bodenständigen Rezept. Super schnell gemacht, schön deftig und auch günstig in der Zubereitung. Einfach ein Alltagsrezept. Nur leider nicht vegetarisch (sorry!).
Beim Durchblättern meiner alten Kochzeitschriften, bin ich in der "essen & trinken Für jeden Tag" von Februar 2011 bei der Wirsing-Hack-Pasta hängen geblieben. Diese Kombination fand ich so toll, dass ich mir daraus mein eigenes Rezept gebastelt habe.



Muschelnudeln mit Hackfleisch und Wirsing
für 2 gute Esser

250 g gemischtes Hackfleisch
50 g Speck, gewürfelt
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g Schmand + 2 El zum Servieren
1/2 Kopf Wirsing
1 Tl Gemüsebrühenpulver
200 g große Muschelnudeln
Öl
Salz, Pfeffer
Balsamico Bianco

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch zusammen mit dem Speck bei mittlerer Hitze krümelig anbraten.
Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln und mit dem Hackfleisch braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 2 Minuten schmoren, bis das Hackfleisch durchgebraten ist.
Die Mischung aus der Pfanne nehmen und mit dem Schmand glattrühren.
Die äußeren Blätter vom Wirsing entfernen, den Strunk herausschneiden und den Wirsing in Streifen schneiden. In der Salatschleuder waschen und gut trocken schleudern.
Erneut etwas Öl in der Pfanne erhitzen und den Wirsing sanft andünsten.
Das Brühpulver in 125 ml kochendem Wasser auflösen.
Den Wirsing mit einem Spritzer Balsamico bianco ablöschen und sofort die Gemüsebrühe angießen. Den Deckel aufsetzen und den Wirsing bei niedriger Temperatur 15 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Muschelnudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser bissfest kochen.
Zum Ende der Garzeit hin die Hackfleischmischung unter den Wirsing rühren und noch mal kurz erwärmen. Die Nudeln abgießen und ebenfalls mit Unterrühren.
Die Mischung auf Schüsseln verteilen und mit einem Klecks Schmand servieren.

Guten Appetit!

Und vergesst weiter meine Verlosung nicht. Bis zum 30. November könnt ihr noch teilnehmen!

Willkommen Nummer 100! Verlosung für alle!

Dienstag, 15. November 2011

Da sitze ich hier nichtsahnend und tippsel meinen Beitrag und sehe dann: Der 100 Abonnent hat sich still und leiste dazugesellt. Herzlich Willkommen Nummer 100! Schön, dass du da bist! Setz dich und greif zu einem Keks. Ich hoffe es gefällt dir hier und bleibst noch ein bisschen.
Mein Blog hat ja doch ein paar mehr als 100 Leser, aber über diese 100 Abonnenten freue ich mich wirklich sehr!

Als ich im Januar angefangen habe zu bloggen, hätte ich ehrlichgesagt nicht so schnell damit gerechnet und auch nicht damit um die 1000 Klicks pro Tag zu bekommen. Ich bediene ja keine Special Interests, obwohl ich am Anfang mit dem Gedanken gespielt hatte einen reinen Cupcake-Blog zu machen und das ganze dann auch noch auf Englisch führen wollte. Gut, dass ich es nicht gemacht habe ;-)

Ich freue mich immer, wenn ihr bei mir hängen bleibt, wenn euch meine Rezepte gefallen und wenn ihr mir nette Kommentare hinterlasst, macht weiter so!
Und danke, dass ihr mir auch treu geblieben seid, als ich über einen Monat lang internetlos war und hier die große Herbstpause herrschte.


Als kleine Überraschung möchte ich unter allen Lesern (natürlich auch den Nicht-Abonnenten) eine kleine Verlosung veranstalten.
Zu gewinnen gibt es bei mir wunderbar praktische und formschöne, frisch aus der Druckerpressse kommende ... KOCHBÜCHER!


Der 1. Preis ist der farbenfrohe Titel
Cooking is fun von Levi Roots

Ihr kennt Levi Roots noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit!
Der sympathische britische Koch mit jamaikanischen Wurzeln hat nicht nur eine eigene BBC-Kochshow und sein eigenes Unternehmen mit dem er erfolgreich Saucen vertreibt sondern ist zudem auch noch Musiker, Café-Besitzer und schreibt eben nebenbei auch noch Kochbücher.
Und letzteres liegt ihm mindestens genauso im Blut wie seine anderen Talente! Ein wirklich wunderschönes Buch mit tollen, ausgefallen Kreationen.

"Hocharomatisch, sehr vitaminreich, intensiv würzig, farbenfroh: So wirken die original karibischen Gerichte von Levi Roots auf den ersten Blick – und so schmecken sie auch. Der Londoner Kult-Koch serviert all unsere Lieblings-gerichte, diese aber mit viel karibischem Flair. Und nicht nur das, darüber hinaus kreiert er neue Klassiker nach jamaikanischen Familienrezepten mit exotischen Zutaten und raffinierten Gewürzen.Große Wirkung, kleiner Aufwand: Die kreativen Gerichte für jede Gelegenheit wie Brunch, leichtes Mittagessen, Abendessen, Barbecue, Picknick, Party oder Kaffeekränzchen und jede Jahreszeit sind ganz einfach zuzubereiten, die Zutaten finden wir in jedem Supermarkt, und Levi Roots verrät noch tolle Tricks aus seiner Profi-Küche.Hähnchenflügel mit kandierten Orangen, Gambas mit Kartoffelcurry, Ingwerkuchen mit Limonencreme oder Kokosnuss–Creme bruleé stimmen uns auf den nächsten Urlaub ein und bringen schon einmal karibische Sonne in jede Küche!"



Der 2. Preis ist der wunderschöne Band 
von der bekannten australischen Autorin und Konditorei-Besitzerin  
Paris Cutler


Den meisten Tortenbäckern ist "Planet Cake" ja ein Begriff und Paris Cutler gilt als Koryphäe auf ihrem Gebiet der Motivtorten. In diesem reich bebilderten und mit vielen Anleitungen und Schablonen versehenen Buch geht es um die schönsten und ausgefallensten Dekoideen für Motivtorten und Cupcakes.
  • 40 originelle Motivtorten und Cupcakes
  • Leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Brillante Fotografie, zahlreiche Illustrationen und Schablonen

"Diese stylischen Kuchenkreationen sind der Hit! Paris Cutler präsentiert ihre originellsten, unglaublich witzigen und ideenreichen Kuchen-Kunstwerke und zeigt, wie Sie selbst auch solche bunten Meisterwerke kreieren können. Ob als persönliches Geschenk, als Mitbringsel zum Kinderfest, als Geburtstags- oder Hochzeitstorte - die Ideen des Planet Cake Teams machen aus Kuchen und Torten ein echtes Event. Mit einfachen Tricks und ein paar Geheimnissen, die das Team in diesem Buch verrät, wird jeder Hobbybäcker zu einem Kuchenkünstler. Dabei ist die Herstellung dieser witzigen, ausgefallenen und absolut einzigartigen Kuchen gar nicht schwer: Leicht verständliche Basis-Kuchenrezepte und Erklärungen des Zubehörs sowie der Techniken in Schritt-für-Schritt-Anleitungen, ergänzt durch zahlreiche Zeichnungen, Fotos und Vorlagen helfen Ihnen dabei, in kürzester Zeit zum Profi-Kuchendesigner zu werden."



Der 3. Preis ist der zauberhafte neue Titel
von der bekannten Autorin Donna Hay

 
Donna Hay dürfte den meisten Hobbyköchen und Kochbuchliebhabern ein Begriff sein. Es gibt bereits zahlreiche wunderschöne Bücher der Autorin und hier kommt ein ganz aktuelles Exemplar. Es behandelt einige köstliche Gewürze und Aromen und stellt dann daraus zubereitete köstliche Rezepte vor. Ein Kochbuch für die Sinne!
  • Die beliebtesten Gewürze und Aromen ausführlich vorgestellt
  • 500 köstliche Rezepte und Rezeptvariationen
  • Donna Hay – die Kochbuch-Bestsellerautorin

"Gewürze & Aromen verführt zu purem Genuss: die verlockende reife Milde der Vanille, die erfrischende Säure der Zitrusfrüchte, die verführerische Süße der Schokolade oder der feurige Biss des Chili – einfache und ätherische Aromen wie diese und viele andere ergänzen und kontrastieren das Grundaroma frischer Zutaten und lassen mit wenig Aufwand fantasievolle kulinarische Kompositionen und perfekte, unvergleichliche Geschmackserlebnisse entstehen.

Gewürze & Aromen ist eine betörende Erkundung unserer Lieblingsaromen, stellt die Ursprünge verschiedener aromatischer Zutaten vor und führt mit einfach-raffinierten Rezepten in die Verwendung ein. Es lässt die volle Entfaltung der Aromen in zahlreichen Rezepten erleben, bei denen das Wasser im Mund zusammenläuft."



Alle drei Titel wurden mir netterweise vom Fackelträger Verlag zur Verfügung gestellt, der daneben noch zig weitere tolle weitere Kochbücher im Programm hat, reinschauen lohnt sich! 



Alles was ihr tun müsst um am Gewinnspiel teilzunehmen ist mir bis zum 30. November 2011 einen kleinen Kommentar unter diesem Beitrag zu hinterlassen, in dem ihr kurz sagt warum ihr Leser bei mir seid, was euch gefällt, was ich verbessern kann und was ihr euch vielleicht für die Zukunft wünscht. Ich freue mich auf euer Feedback!
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen ;-)


Und jetzt drücke ich euch die Daumen für die Verlosung und hoffe, dass ihr mir weiter als treue Leser erhalten bleibt!


Viele Grüße,
Maja

Backen wirs an! Macadamia-Weiße-Schokolade-Lieblingsplätzchen

Draußen ist es jetzt kalt. Verdammt kalt. Also eigentlich normal für diese Jahreszeit. Man hatte sich nur an diese warmen Temperaturen gewöhnt.
Jedenfalls finde ich schon, dass so langsam Weihnachtsstimmung aufkommt. Man trägt einen dicken Mantel, Schal, Mütze und Handschuhe, wärmt sich die kalten Hände an dampfenden Bechern und machen jetzt nicht auch bald die Weihnachtsmärkte auf?
Jedenfalls ist das alles für mich irgendwie der Startschuß zum diesjährigen Plätzchenbacken.
Und ich fange auch direkt mit meinen Lieblingsplätzchen an, die seit einigen Jahren bei uns zu Weihnachten einfach dazu gehören. Obwohl das schöne daran ist, dass die Plätzchen nicht mal unbedingt weihnachtlich sind - man kann sie das ganze Jahr über backen und als Cookies anbieten, jawoll! Da sind lauter feine Sachen drin, die in der Kombination einfach super schmecken und bisher jeden überzeugen konnten.


Macadamia-Plätzchen mit weißer Schokolade
für ca. 35-40 Stück

150 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
1 Vanilleschote
1 Ei
200 g Mehl
1 Tl Backpulver
100 g weiße Schokolade
125 g gesalzene Macadamianüsse

Die Butter zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, das Vanillemark aus der Schote kratzen und dazugeben, danach das Ei unterrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. 
Die weiße Schokolade grob hacken und mit den ganzen oder nur grob zerkleinerten Macadamias unter den Teig heben.

2 Backbleche mit Backpapier belegen und jeweils etwa eine teelöffelgroße Portion vom Teig abnehmen, zu einer Kugel formen und auf das Blech setzen. Ausreichend Abstand zwischen den Teigkugeln lassen, da die Plätzchen noch auseinanderlaufen.
Im vorgeheizen Ofen bei 175 °C Ober- und Unterhitze pro Blech ca. 12 Minuten goldgelb backen.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, danach in Plätzchendosen füllen.

Ist quasi null Aufwand, geht ruck-zuck und lässt sich immer schnell nachbacken.
Über die erste Ladung haben sich heute schon die Kollegen gefreut.




Und da ich hier ja auch gleich einen raushaue mit meinem Lieblingsplätzchen, möchte ich diese natürlich auch umgehend bei Petra von Brot und Rosen zu ihrem Plätzchen-Event 2011 einreichen!



Gleichzeitig ruft HellaS von Kalimera HellaS "Her mit den Plätzchen, Schätzen!". Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und schicke deswegen auch ihr dieses köstliche Rezept.




Mini-Quiches mit Tomaten und Feta, Special Guest: Deviled Eggs

Montag, 14. November 2011

Nachdem das letzte Wochenende sehr fleischlastig war, musste heute mal wieder was schnelles Vegetarisches herhalten.
Also gab es heute super leckere und saftige Mini-Quiches und dazu einen einfachen Feldsalat. Irre lecker!

Die liebe Alice hat auch vor kurzem einen Hilferuf losgeschickt, es gilt ihre Geburtstagsparty zu retten!
Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen - Dr. moey eilt zur Hilfe!
Weil meine Mini-Quiches so fix gemacht sind, erschwinglich bleiben und das Rezept genau 12 Stück ergibt, halte ich sie für DAS perfekte Partyrezept. Sie schmecken lauwarm und kalt am besten, sind also auch gut vorzubereiten und können direkt aus der Hand gegessen werden. Sollten doch Teller und Besteck zur Verfügung stehen, harmoniert der Feldsalat ziemlich gut dazu.

Genug gelabert, hier kommt das SOS-Rezept:


Mini-Quiches mit Tomaten und Feta
für 12 Stück

1 Packung Butter-Blätterteig aus dem Kühlregal (rechteckig)
24 Cherry- oder Datteltomaten (ca. 200g)
2 Zweibe Rosmarin
2 Eier
150 g Saure Sahne
200 g Feta
1 Knoblauchzehe, geschält
Pfeffer
Butter für die Form

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Ein Muffinblech großzügig mit Butter einfetten, auch einen leichten Rand um die einzelnen Mulden.
Den Blätterteig ausrollen und in insgesamt 12 Rechtecke schneiden.
Jedes Rechteck in eine Mulde drücken und einen gleichmäßigen Rand hochziehen.
Jeweils 2 Tomaten in jede Mulde geben. Rosmarinnadeln von den Stängeln zupfen und ebenfalls auf die Mulden verteilen.
Die beiden Eier in einen hohen Mixbecher geben. Mit dem Stabmixer kurz schaumig aufschlagen. 
Die Saure Sahne dazugeben und wieder aufschlagen.
Den Feta darüber bröseln und ebenfalls gut untermixen.
Zuletzt die Knoblauchzehe in die Masse geben und alles noch mal gut durchmixen. 
Mit Pfeffer abschmecken.
Die Ei-Feta-Masse gleichmäßig in die Mulden verteilen.
Das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und die Mini-Quiches etwa 25-30 Minuten backen, bis der Blätterteig knusprig und die Füllung gestockt ist.
Das Blech auf einem Kuchengitter etwa 10 Minuten auskühlen lassen, danach lassen sich die Quiches leicht entfernen. Evtl. mit einem Esslöffel vorsichtig rausheben.


Dazu passt ein einfacher Feldsalat mit hauchdünnen Cherry-Tomaten-Scheiben und einer Vinaigrette aus Himbeer-Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und fein gehackten Schalotten.

Guten Appetit!


PS: Und wenn es das noch nicht war, dann wird jawohl dieser Party-Klassiker schlechthin überzeugen:

Deviled Eggs


6 Eier 10 Minuten lang hart kochen, dann abschrecken und vollständig abkühlen lassen.
Danach pellen und vorsichtig mit einem scharfen Messer längs halbieren.
Das Eigelb vorsichtig aus dem Eiweiß drücken, evtl. mit einem Teelöffel herauskratzen und in eine Schüssel geben.
1/2 TL Senf, 2-3 El Mayonnaise, 1 Spritzer Worcestersauce, Salz, Pfeffer und 1 Prise edelsüßes Paprikapulver dazugeben und alles mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Paste zerdrücken oder kurz mit dem Pürierstab durchmixen.
Die Füllung in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und dekorativ in die Eiweißhälften spritzen.
Mit Schnittlauchröllen und etwas Paprikapulver bestreuen und kalt stellen.
Lässt sich super vorbereiten und ist ein tolles Partyessen.

Übrigens sollte man die Eier wirklich selber kochen und nicht wie ich Resteverwertung aus "Partyeiern" betreiben. Das sieht dann doch irgendwie nicht ganz so schick aus, wenn das Eiweiß direkt mitgefärbt wurde...  Es sei denn du stehst auf rosa Punkte?!

Los geht die Topf-Saison! Teil 1: Szegediner Gulasch

Sonntag, 13. November 2011

Ich bin, wie ja schon mal erwähnt, großer Herbst-Fan. Nicht nur wegen der angenehmen Temperaturen (ich bin mehr so der Winter-Typ) und der bunten Blätter, sondern vor allem wegen der vielen deftigen Gerichte in Form von Aufläufen, Eintöpfen und Suppen. Im Sommer knabbert man ja doch meist eher Salat oder legt sich was auf den Grill, wenn es mal schön ist. Wobei ich mich da ja nie so dran halte und auch im Mai Chili con carne koche.
Jetzt, Mitte November, wir gehen stark auf den 1. Advent zu (14 Tage noch...), man sieht seinen Atem in der Luft, die Handschuhe sind schon ausgepackt, der Wintermantel ist seit ein paar Tagen wieder fester Bestandteil der Ausstattung - da kann man ruhig mal die Bräter, Töpfe und Auflaufformen auspacken und sich an die deftige Winterküche machen.
Was ich schon immer mal selber machen wollte, aber irgendwie noch nie gemacht habe, wurde gestern dann fällig - eine große Portion Szegediner Gulasch.
Gehts eigentlich noch jemandem so, dass er Sachen, die er früher üüüberhaupt gar nicht ausstehen konnte jetzt total gerne isst?
Sauerkraut ist so ein typisches Beispiel bei mir. Meine Mutter behauptet zwar, dass ich als Kind Sauerkraut gemocht habe, meine Erinnerung sagt mir da aber was ganz anderes. Und so stand dieses Gericht ungefähr 2 Jahrzente nicht auf meinem Speiseplan.
Bis ich letztes Jahr in unserer Kantine (hier habe ich schon davon berichtet, was für ein Glück ich in der Mittagspause habe) zum ersten Mal Szegediner Gulasch gegessen habe und seitdem regelmäßig verspeise.
Mittlerweile könnte ich mich in Sauerkraut reinsetzen und direkt pur essen. Wieso mochte ich das bloß nie?
Ich hole das jetzt jedenfalls nach und habe gestern selber mein erstes Szegediner Gulasch gekocht. Köstlich!



Hier das Rezept, um 2 gute Esser satt zu bekommen:

Szegediner Gulasch - frei interpretiert und mit Tipps unserer Köchin

75 g Speck, gewürfelt
400 g Schweineschulter, direkt vom Metzger zu Gulasch gewürfelt
3 mittelgroße Zwiebeln, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Tl Paprikapulver, edelsüß
1 Dose Sauerkraut (385 g Abtropfgewicht), bei mir Bio
1/2 l Fleischbrühe (oder 1 Bio-Rinderbrühwürfel auf 1/2 l Wasser)
150 g Saure Sahne
Kümmel nach Belieben
Salz, Pfeffer
Rapsöl zum Braten
als Beilage: 4 mittelgroße Kartoffeln

Etwas Rapsöl in einen großen Topf geben und erhitzen.
Speckwürfel darin unter Rühren auslassen, danach in eine Schüssel beiseite stellen.
Evtl. noch etwas Öl nachgießen, dann das Gulasch-Fleisch in 2 Portionen rundherum anbraten und ebenfalls beiseite stellen.
Im verbliebenen Fett die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch anbraten, mit dem Paprikapulver bestäuben und kurz rösten. Dann das Sauerkraut aus der Dose dazugeben und kurz mit andünsten. Speckwürfel und Fleisch wieder dazugeben und gut unterrühren. Die Brühe angießen, den Topf schließen und das ganze bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 1, 5 Stunden sanft köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
Etwa 30 Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser oder im Dampfgarer garen.
Das Gulasch vom Herd nehmen und 3/4 der Sauren Sahne unterrühren, evtl. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Kartoffeln mit dem Gulasch anrichten, jeweils einen Klecks Saure Sahne darauf geben und nach Belieben mit dem Kümmel bestreuen.

Guten Appetit!

Samstagssüß: Zitronen-Mohn-Küchlein

Samstag, 12. November 2011

Ich mag Samstage. Noch lieber als Sonntage sogar, denn Samstags haben die Geschäfte wenigstens auf. Und ich befinde mich zudem ja in der glücklichen Lage jetzt mitten in der Stadt zu wohnen und alles, wirklich alles fußläufig erreichen zu können.
Kennt ihr die Rewe-Werbung "Mein Kühlschrank"? Eigentlich haben wir das ja schon vorher gesagt, denn aus unserem Esszimmer kann man direkt schräg gegenüber auf einen Rewe City gucken, der Montag bis Samstag von 7 bis 24 Uhr geöffnet hat. Das ist schon ein praktischer Kühlschrank, man zahlt nur das, was man auch rausnimmt und hat irgendwie immer alles da, was es gibt. Zumal dieser Rewe auch wirklich gut sortiert ist. Ich müsste auch mal zählen wie viele Bäcker es im Umkreis von 100 m um meine Wohnung gibt. 5 fallen mir spontan sofort ein. Es mangelt also an nichts, ich schnappe mir meine Mira (meinen Hackenporsche) und ziehe Samstags ganz bequem vor die Tür. Keine Parkplatzsuche, keine Bahnfahrt, es ist einfach alles da.
Und es gibt doch nichts schöneres als einen nachmittäglichen Kaffeeklatsch am Samstag nachmittag, wenn man mit den Einkäufen durch ist, die Wohnung auf Vordermann gebracht und auf liebe Freunde wartet.
Zu dem Anlass gab es endlich mal die Kombi Mohn-Zitrone bei mir. Das will ich schon ewig machen, weil ich die englischen "Poppy Seed Lemon Muffins" so gerne esse.
Letzte Woche habe ich dann auch noch ein schönes Blech für Mini-Küchlein entdeckt und musste das einfach haben.
Also habe ich mal wieder angefangen Zutaten für einen Teig zusammenzumixen und hätte den schon pur aufessen können.
Ich bin ja ein großer Fan von Zitronenschale und mag Mohn auch furchtbar gerne. Und gerade diese Kombination aus Zitrus und kernigem Mohn ist wirklich unwiderstehlich und absolut nachmachenswert!



Zitronen-Mohn-Küchlein
für 8 Minikuchen

125 g zimmerwarme Butter
150 g Zucker
2 Eier
200 g Saure Sahne
250 g Mehl
2 Tl Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
1 Bio-Zitrone, davon Saft und Schale
40 g Mohn
Fett und Mehl für die Form
50 g Puderzucker und einige Tropfen Zitronensaft für den Guss

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Eine Minikuchenform einfetten, mit Mehl bestäuben und gut ausklopfen.
Butter und Zucker dickschaumig aufschlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Saure Sahne ebenfalls gut untermischen.
Mehl, Backpulver und Salz vermischen und esslöffelweise unterrühren.
Zum Schluß noch Zitronenschale, -saft und den Mohn unterrühren.
Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und glattstreichen.
Im unteren Drittel etwa 25-30 Minuten backen, danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Nach Belieben aus Puderzucker und Zitronensaft einen Guss anmischen und den ausgekühlten Kuchen damit beträufeln.



 

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