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Umzugschaos und leckere Paprika-Zucchini-Quiche

Samstag, 24. September 2011

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Umziehen hasse?
Also eigentlich ziehe ich ganz gerne um, lebe in einer neuen Umgebung, lerne neue Leute kennen und entdecke mein Viertel. Aber der Prozess des Umziehens als solcher, sollte wirklich übersprungen werden...
Was gibt es nervigeres als Kisten zu packen, Möbel auseinanderzubauen und den ganzen Kram dann in den 2. Stock hochzuschleppen?!
Naja, wir haben es uns ja so ausgesucht, ich freue mich auf die neue Wohnung und alles mal wieder schön und neu zu machen und irgendwie ist dieses Ausmisten ja auch mal ganz befreiend.
Was wir aber nie machen ist es es an einem einzelnen Tag umzuziehen. Da würde ich durchdrehen.
Deswegen sind wir schon fleißig dabei Kisten zu packen, Möbel auseinanderzubauen (s.o. ...), um soviel Kram wie möglich schon mal weg zu haben. Konkret sind meine ganzen Bücher schon weg (und das sind nicht gerade wenig) und einige Möbelstücke, heute folgen noch Bett und Esstisch und im Laufe der nächsten beiden Wochen folgen dann noch die Büros (brauche meinen Schreibtisch ja nicht mehr hier, wenn ich ab nächste Woche kein Internet mehr habe) und diverse Kisten.
Am konkreten Umzugstag (das wird der 8. Oktober sein) folgen dann noch Sofa, Küche, Kühlschrank und Kleinkram.

Da ich keine Lust (und kein Geld...) habe jeden Abend schnell irgendwo was zu essen, bleibt meine Küche auch nicht kalt. Ich mache weiter Resteküche und Sachen, die man schnell und einfach zubereiten kann.
Dabei ist auch die folgende Paprika-Zucchini-Quiche entstanden, die so unglaublich lecker war, dass ich sie euch nicht vorenthalten will!
Allerdings kann ich zeitlich meist nicht mehr mit Tageslicht fotografieren und habe meine sonstigen Fotoaufbauten auch schon wieder abgebaut, deswegen sind meine Fotos leider etwas unansehnlich.




Paprika-Zucchini-Quiche
für eine 24cm-Springform

1 Paket Blätterteig aus dem Kühlregal
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
3 kleine Zucchini
1 Zwiebel
wer mag: 1-2 Knoblauchzehen 
2 Eier
200 ml Sahne
200 g Doppelrahmfrischkäse
frische gehackte Kräuter nach Belieben (hier: Thymian, Oregano, Majoran, Rosmarin)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
Die Springform fetten oder mit kaltem Wasser ausspülen. Ich habe diesmal letzteres ausprobiert und es hat hervorragend geklappt. 
Den Blätterteig in die Springform legen und einen Rand hochziehen. Rand und Boden mehrfach mit einer gabel einstechen.
Paprika und Zuchini putzen und in kleine Würfelchen schneiden. Zwiebel (und wer mag Knoblauch) schälen und ebenfalls fein würfeln.
Olivenöl in eine beschichtete Pfanne geben, auf mittlere Temperatur erhitzen und die Gemüsewürfel unter Rühren sanft dünsten, bis sie weich sind. Die gehackten Kräuter dazugeben und das Gemüse auf den Blätterteig geben.
Die Eier mit der Sahne und dem Frischkäse gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf das Gemüse gießen.
Ca. 30-35 Minuten oder bis zur gewünschten Bräunung auf der mittleren Schiene backen.
Schmeckt sowohl warm als auch kalt.
Dazu passt ein frischer grüner Salat.


Zurück aus dem Urlaub mit Pizza spezial: Leckere Pan-Pizza

Sonntag, 18. September 2011

Halllloooooo! Echo...
Ist hier noch jemand?
Vergraule ich meine Leser durch Abstinenz?

Ich muss zugeben, dass meine letzten drei Einträge automatisiert eingestellt waren, weil ich 8 Tage wunderschönen Mallorca-Urlaub über meinen Geburtstag hinter mir habe. 
Und in der heutigen Zeit sollte man das ja online nicht so an die große Glocke hängen und so. Ihr versteht sicher.
Nach dem Urlaub ging es dann direkt mit dem Umzug weiter und heute hat der letzte Klecks Farbe seinen Weg an die Wand gefunden. Die neue Wohnung ist damit fertig.

Bevor wir deswegen mal wieder zu einem Rezept kommen, noch etwas organisatorisches: Internet ist gekündigt und ab dem 29.09. bin ich erstmal internetlos, wuah.... 
Da ich noch nicht genau weiß, wann wir konkret umziehen, kann es also sein, dass hier 2 Wochen komplette Funkstille herrscht. Also nicht wundern und mir trotzdem treu bleiben und wiederkommen! 

Spätestens Ende Oktober bin ich dann wieder voll da und spätestens dann gibt es auch endlich den (kulinarischen) Reisebereicht von 8 Tagen voller Schlemmereien und einem Besuch im Café Katzenberger (kein Scherz, ich war wirklich da!). Momentan komme ich nur gar nicht dazu mich da dran zu setzen, weil ich einfach zu viel mit Aufräumen, Entrümpeln und Einpacken beschäftigt bin.

Solange widme ich mich mal wieder den einfachen Rezepten und will euch die großartige, blitzschnelle Pan-Pizza nicht vorenthalten!
Entdeckt habe ich die Idee bei Jamie Oliver und fand es großartig. Die Ausführung der Pizza habe ich an mallorquinische Urlaubspizza angelehnt, die auch ohne Tomatensauce auskommt.


Deswegen hier meine Version für ein leckeres und schnelles Abendessen:
Pan-Pizza mit Salami und Büffelmozzarella

Für den Teig:
200 g Mehl
2 El Olivenöl
ca. 100 ml warmes Wasser
etwas Salz
Mehl zum Ausrollen

Für den Teig das Mehl zusammen mit dem Öl, dem Wasser und etwas Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben, aber auch nicht zu fest sein.
Danach den Teig direkt auf etwas Mehl in Größe der zu verwendenen Pfanne ausrollen.

Für den Belag:
1 Fleischtomate oder 2 Romatomaten
1 Knoblauchzehe
nach Belieben Salami in Scheiben (ich habe italienische Salami genommen)
1 Kugel Büffelmozzarella
2 Zweige Thymian
Olivenöl

Vor der Zubereitung der Pan-Pizza die Zutaten für den Belag vorbereiten und bereitstellen:
Die Tomate in dünne Scheiben schneiden und das wässrige Kerngehäuse entfernen.
Die Knoblauchzehe durchpressen.
Den Büffelmozzarella in Scheiben schneiden.
Den Thymian von den Zweigen zupfen.

Den Backofen-Grill auf 250 °C vorheizen.
Eine große ofenfeste Pfanne auf dem Herd bei hoher Temperatur erhitzen. Olivenöl hineingeben, heiß werden lassen und sofort den Teig hineinlegen und ausbreiten, zurechtformen.
Die Tomatenscheiben auf dem Teigboden verteilen und den Knoblauch dazugeben. Mit den Salamischeiben und dann dem Mozzarella belegen und den Thymian darüberstreuen.
Noch ca. 4-5 Minuten bei hoher Temperatur weiter braten, bis der Boden knusprig braun ist.
Sobald der Boden von unten gut durch ist, die Pfanne auf der oberen Schiene in den Ofen schieben und noch ca. 5 Minuten unter dem Grill weiterbraten, bis der Käse zerlaufen ist und der Teig gut durch ist. Sofort servieren.


Meiner Meinung nach eine tolle Idee für ein schnelles Abendessen, auch ohne klassischen Pizzateig.
Wobei ich mir die Zubereitung auch gut für Hefeteig vorstellen kann. Durch das Braten und Grillen wird der Teig superknusprig und lecker. Gerade wer keinen Backstein oder eine Pizzastufe im Ofen hat, kriegt so einen tollen Teig hin - probiert es mal aus!

Saftige Schoko-Brownies mit karamellisierten Pecannüssen

Sonntag, 11. September 2011

Zum schnellen Restebacken fürs Wochenende habe ich mir ein weiteres Rezept bei Martha Stewart rausgesucht, das super einfach zu machen ist und immer gut ankommt: Brownies! Die Himbeer-Blondies sind bisher allerdings noch nicht zu toppen gewesen.
Nachdem ich ja schon Erfahrung mit Monsterbrownies gemacht habe, sollten sie dieses Mal allerdings etwas leichter und einfach sein. Aber eben auch nicht langweilig.
Da kam die Idee mit den karamellisierten Pecannüssen gerade recht!



Schoko-Brownies mit karamellisierten Pecannüsen

85 g Zartbitterschokolade
60 g Butter
2 Eier
300 g Zucker
75 g Mehl
1/2 Tl Weinsteinbackpulver
130 ml Sahne
100 g Pecankerne, gehackt und im Ofen geröstet
Butter für die Form

Eine kleine Backform (ca. 20 x 25 cm)  mit Backpapier auslegen und überstehende Ränder abschneiden. Das Backpapier gut einfetten.
Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
Die Schokolade in Stückchen brechen und zusammen mit der Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und wieder leicht abkühlen lassen.
Die beiden Eier mit 100 g Zucker zusammen sehr schaumig aufschlagen. Die Schokoladenbutter dazugießen und gut untermixen.
Das Mehl gut mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit 60 ml Sahne unter den Teig rühren.
Den Teig in die Form gießen und für ca. 30 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Der Teig darf danach gerne noch leicht feucht sein, sollte aber eben auch nicht zu trocken sein.
Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit für das Topping die restlichen 200 g Zucker zusammen mit 75 ml Wasser in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Die Masse so lange köcheln lassen, bis sie sich ganz leicht goldfarben verfärbt. Sie darf aber nicht verbrennen und auch nicht wieder kristalliseren.
Dann sofort vom Herd ziehen und die restlichen 70 ml der Sahne gut unterrühren. Zum Schluß noch die vorgerösteten Pecanstücke unterheben, während die Masse andickt.
Auf die Brownies gießen und mindestens für 30 Minuten stehen lassen, bis das Karamell fest wird.
Dann in ca. 20 Würfel schneiden und servieren.

Schnelle Mangoldpfanne mit Knoblauchjoghurt

Donnerstag, 8. September 2011

Ich habe ja bereits vor einiger Zeit von meinen ersten Versuchen mit Mangold berichtet und dabei eine köstliche Mangold-Quiche und eine leckere Mangold-Lasagne fabriziert.
Und seitdem komme ich von diesem Gemüse einfach nicht mehr los. Eine Schande, dass ich es nicht schon vorher für mich entdeckt habe! Wie ein so einfaches blättriges Gewächs so köstlich und vielseitig sein kann. Wahnsinn... Und bei mir steht Mangold auch noch vor Spinat auf der Top-Liste.
Nachdem ich gelesen habe, wie gut Mangold auch zu Kartoffeln passt, war die nächste Idee geboren. Und was passt momentan besser als ein Gericht, dass sich an meinen Vorräten bedient (griechischer Joghurt, Eier, Kartoffeln) und dazu auch noch ruck-zuck geht?


Schnelle Mangoldpfanne mit Knoblauchjoghurt
für 2 Portionen

150 g griechischer Naturjoghurt
2-3 Knoblauchzehen
1 Zwiebel 
3 mittelgroße Kartoffeln
1 Bund Mangold (bei mir war es wieder rotstieliger)
1 Tl Bio-Gemüsebrühepulver
2 Eier
Salz, Pfeffer
Öl für die Pfanne

Für den Knoblauchjoghurt die Knoblauchzehen schälen und in den Joghurt pressen. Mit Salz und Pfeffer würzen, gut verrühren und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in kleine Würfel schneiden (ca. 1,5 cm dick).
Die Mangoldstiele von den Blättern schneiden, in sehr schmale Stücke schneiden und gut waschen.
Etwas Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten.
Die Kartoffelwürfel und Mangoldstiele dazu geben und ebenfalls einige Minuten mit andünsten.
Mit dem Brühepulver bestäuben und mit soviel Wasser aufgießen, dass sie leicht bedeckt sind. Einen Deckel auflegen und das ganze etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen.
Die Mangoldblätter in der Zwischenzeit gut putzen und erst längs, dann schräg in schmale Streifen schneiden.
Wenn die Kartoffeln fast gar sind, die Blätter in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen. Das ganze einige Minuten weiter garen lassen.
Die Temperatur herunterschalten, die beiden Eier in der Pfanne aufschlagen und den Deckel wieder auflegen, bis die Eier gestockt sind.
Mit Salz und Pfeffer würzen und sofort mit dem Knoblauchjoghurt servieren.


Pasta mit Gorgonzola-Sauce

Dienstag, 6. September 2011

Ich hoffe es langweilt sich noch keiner, aber bei mir geht es mit Resteverwertung fleißig weiter.
Dieses Mal im Angebot: Ein Gorgonzola kurz vor dem Ablaufen und zwei Becher Sahne, die auch dringend verbraucht werden müssen, weil ich für die Cupcake-Sause einfach viel zu viel gekauft hatte.
Was liegt da näher als ein klassisches Pastagericht mit Gorgonzola-Sauce zu zaubern.
Eigentlich mag ich diese Kombi lieber mit frischen Gnocchi und ein bisschen Salbei. Da ich aber von meinen Mac'n'Cheese noch Makkaroni übrig hatte, war schnell klar, dass die dran glauben müssen.
Und ich habe wieder eine Packung gelerrt und muss sie nicht mit umziehen lassen. Juchu!
Die Sauce ist zudem kinderleicht und schnell gemacht, deswegen ganz fix hier mein Rezept:


Pasta mit Gorgonzola-Sauce
für 2-3 Portionen

200 g kurze Makkaroni
1 El Butter
100 g Gorgonzola nach Geschmack
300 ml Sahne
evtl. etwas Speisestärke
Salz
Pfeffer

Die Makkaroni nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser gar kochen.
Währenddessen für die Sauce die Butter in einem Topf schmelzen lassen, dann den Gorgonzola hineinwürfeln und bei mittlerer Hitze so lange rühren, bis er geschmolzen ist.
Mit der Sahne aufgießen und aufkochen lassen. Bis zur gewünschten Konsistenz köcheln lassen, ansonsten mit etwas in Wasser verrührter Speisestärke binden. Wem es zu "käsig" ist - man kann die Sauce auch gut mit etwas Nudelkochwasser strecken und dann etwas abbinden.
Mit Salz und Pfeffer würzen und sofort noch heiß servieren.

Wir essen die Sauce am liebsten pur. Bei Gnocchis finde ich, dass Salbeiblätter hervorragend dazu passen, bei Pasta ist mir jedes weitere Aroma jedoch zu viel, weil der Käse bereits so dominant ist. Deswegen gibt es auch keinen weiteren Parmesan dazu.

Blaubeer-Vanille-Tarte

Sonntag, 4. September 2011

Resteverwertung kann ja soooo köstlich sein!
Beim Aufräumen meines Kühlschranks und der anschließenden Resteverwertung habe ich eine neue süße Lieblingstarte kreiert, bei der säuerliche Blaubeeren hervorragend mit der Süße der Vanille harmonieren.
Ich muss sagen, dass ich ganz gut vorankomme, was das Restekochen angeht, aber eben nicht jedes Gericht blogtauglich ist, da ich mir oft nicht mal die Mengenangaben merken kann, weil ich so viel zusammenwürfel.
Ansonsten macht es auch einfach mal Spaß sich etwas aus einer bestimmten Vorgabe von Zutaten auszudenken.
Und so stand ich da heute mit Schmand kurz vor dem Ablaufdatum, einem Rest Butter und einer angebrochenen Packung TK-Blaubeeren und was könnte mal wieder besser passen als mein Lieblingsgebäck - eine Tarte!


Hier das Rezept für eine absolut köstliche Blaubeer-Vanille-Tarte für eine 20cm-Springform:

Für den Boden:
125 g Mehl
100 g kalte Butter in Stückchen
50 g Zucker
Butter für die Form
Mehl zum Ausrollen

Für die Füllung:
250 g Schmand
50 ml Sahne
2 Eier
2 Tl Speisestärke, gesiebt
50 g Zucker
Mark von 1 Vanilleschote

Außerdem:
150 g TK-Blaubeeren
nach Belieben Puderzucker

Alle Zutaten für den Teig mit den Händen, einem Dough cutter oder den Knethaken des Handrührers zu einem Mürbeteig verkneten, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
Den Ofen auf 175 °C vorheizen und eine Springform mit 20 cm Durchmesser gut einfetten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und in die Form legen. 
Mit einer Gabel mehrmals einstechen und den Teig 10 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Füllung gut verquirlen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
Die Masse auf dem vorgebackenen Teig verteilen, den Ofen auf etwa 150 °C zurückschalten.
Die Blaubeeren vorsichtig auf der Füllung verstreuen und das ganze im Ofen noch mal für 35-40 Minuten backen.
Danach in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann im Kühlschrank vollständig erkalten lassen. 
Nach Belieben mit Puderzucker bestreut servieren.



Schnelles Restebacken: Blondies mit Himbeeren und Mandeln

Donnerstag, 1. September 2011

Bei mir wird es in nächster Zeit unfreiwillig etwas ruhiger werden. Und wenn was auf den Tisch kommt, eher etwas schnelles, einfaches und gerne auch etwas aus bestehenden Vorräten. Meine Speisekammer ist diesbezüglich gut gefüllt. Sollte es zu einer Naturkatastrophe kommen, muss ich jedenfalls keine Hamsterkäufe erledigen. Ich habe ausreichend Konserven für eine längere Zeit. Von Mehl und sonstigen Backzutaten fange ich erst gar nicht an und auf die etwa 15 Tafeln Schokolade zum Backen gehe ich jetzt auch nicht weiter ein.
Aber ich schweife auch ab. 
Der freudige Grund für meine Kochkünste in der nächsten Zeit ist ein bevorstehender Umzug! Jawohl, ich packe meine Koffer und nehme mit...
Im Grunde wohne ich in der schönsten Wohnung der Welt: Neu, stylish, modern, wunderschön, pflegeleicht, muckelige Fußbodenheizung, bodentiefe Fenster, große Terrasse, die besten Nachbarn der Welt. Und doch fehlt mir was! Die Stadt! Ich wohne so ländlich wie nur irgendwie möglich: Es kommt häufiger vor, dass man in meiner Straße einer Kutsche begegnet. Auf der "Hauptstraße" hängt man schon mal hinter einem Traktor, an dem Kühe angebunden sind, die von der Weide geführt werden. Der Bus lässt sich ein paar Mal am Tag blicken. Der Metzger hat Montags und über Mittag zu. Um auf die Autobahn zu gelangen muss man erst mal mitten durch den Wald fahren.
Hört sich nach Heidi-Idylle in der Voreifel an, allerdings fehlt mir die Stadt einfach. Meine Freunde und Kollegen wohnen in der Stadt, viele haben gar kein Auto und mit Bus und Bahn zu mir zu kommen, bedeutet über 1 Stunde Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, je nach Lage. Zusätzlich muss ich denjenigen am 4 km entfernten Bahnhöfchen einsammeln und kann deswegen nicht mal nen Bierchen mittrinken.
Den Kochwütigen unter uns erzähle ich lieber nicht, wie weit ich manchmal fahre, nur um ein eine Tüte Pizzamehl oder ein italienisches Brot zu bekommen...
Als mir dann vor kurzem der Altbau-Traum schlechthin in perfekter Lage über den Weg gelaufen ist und wir ausgewählt wurden, haben wir uns spontan entschlossen einfach zuzuschlagen.
Und schon gehts los und ich muss mich mit Farben, Streichen, Packen und eben Umziehen beschäftigen. Damit hätte ich vor 2 Wochen noch nicht gerechnet.
Bevor es jetzt aber langweilig wird (und ich werde bestimmt noch genug von der neuen Bleibe berichten, zumal ich dort eine noch größere Küche habe), komme ich mal zum Thema zurück und fange direkt damit an, meine Vorräte zu verbacken und zu verkochen, damit ich möglichst wenig in Umzugskarton packen und mitnehmen muss. Es reicht schon meine Kochbuchsammlung zu transportieren...

Als Freundin amerikanischer Backwaren wohnt bei mir natürlich auch Martha Stewarts Cookiebuch, in dem auch Brownies und Blondies nicht zu kurz kommen.
Und mit "Rasberry Almond Blondies" kann man super Butter, Mehl, braunen Zucker, TK-Himbeeren (der Froster muss ja auch leer werden) und Nussreste verbrauchen.
Ich hab mir Marthas Rezept als Inspiration genommen, die Mengen aber wieder selber definiert, genau wie die Zutaten.


Deswegen hier mein (nicht zu süßes) Rezept für ca. 20 
Blondies mit Himbeeren und Mandeln:

130 g weiche Butter
175 g brauner Zucker
Mark von 1 Vanilleschote oder 1 Tl Vanilleextrakt
2 Eier (Größe L)
200 g Mehl
1 Tl Weinsteinbackpulver 
100 g gehackte oder gehobelte Mandeln
100 g TK-Himbeeren
evtl. etwas Milch
Butter für die Form

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
Eine kleine Backform von ca. 20 x 20 cm mit Backpapier auslegen. Das Backpapier gut einfetten.
Butter, Zucker und Vanille sehr schaumig rühren, bis der Zucker sich auflöst. Das dauert mehrere Minuten.
Die Eier einzeln unterrühren und alles zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Mehl mit Backpulver mischen und unter die Masse rühren. Sollte der Teig zu fest sein, etwas Milch unterrühren.
3/4 der Mandeln mit einem Kochlöffel unter den Teig rühren.
Den Teig in die Form geben und glatt streichen.
Die tiefgefrorenen Himbeeren unregelmäßig in den Teig drücken und mit den restlichen Mandeln bestreuen.
Im unteren Drittel des Ofens für etwa 40-50 Minuten backen. Der Kuchen darf noch etwas weich sein.
Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, dann in ca. 4 x 4 cm große Würfel schneiden.

Übrigens ist das Blondie-Grundrezept hier ein wunderbares Resteverwertungsrezept.
Gerade steht das ganze mit Himbeeren und statt mit Mandeln mit gesalzenen Macadamias bei mir im Ofen.
TK-Blaubeeren kann man damit sicher auch super verarbeiten und Schokoladenreste ja sicher sowieso!


Dann bis zum nächsten Mal, wenn ich mich wieder als praktische Resteverwerterin behaupte und schnelle (Konserven)Küche präsentiere ;-)
Ich habe mal angepeilt spätestens Ende Oktober wieder voll dabei zu sein und mal so richtig schöne Herbstgerichte zu zaubern. Dann will ich mich auch mal einer Überarbeitung meines Facebook-Auftritts widmen und vielleicht auch mal wieder was an meinem Design machen...
 

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