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Mac'n'Cheese

Sonntag, 31. Juli 2011

Was gibt es besseres als an einem trüben Herbsttag bei 17 °C Außentemperatur an einem Sonntagnachmittag auf seinem Sofa zu fläzen, Dexter zu gucken und eine große Portion Käsemakkaroni zu essen?

Soweit so gut, nur dass wir nicht Herbst haben, sondern Hochsommer! 
Wir schreiben den 31. Juli 2011 und haben das Gefühl mit einer Zeitmaschine in den Herbst gebeamt worden zu sein...

Nun ja, all das Jammern nützt ja doch nichts.
Und insgeheim freue ich mich auch ein klitzekleines bisschen, dass ich nicht nur Salat essen muss darf, sondern eben auch eher herbstige Gerichte ruhigen Gewissens zubereiten kann.

In diesem Fall kam bei uns "Mac'n'Cheese" auf den Tisch. Hat nichts mit dem goldenen M und einem Cheeseburger zu tun, sondern ist ein amerikanischer Klassiker, der aber hauptsächlich als schnelles Tütenessen bekannt ist.
Sowas kommt bei uns natürlich nicht auf den Tisch, deswegen wird es mit leckeren Zutaten schnell selbst gemacht - und es geht wirklich ratzfatz!

In "Mein Familienkochbuch" von Rachel Allen bin ich über dieses Rezept gestolpert und war gleich sehr angetan. Und entgegen meiner Gewohnheit habe ich bis auf kleine Anpassungen gar nicht so viel am Original-Rezept verändert.


Ich habe das Buch als Mängelexemplar ergattert, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass gerade Familienkochbücher für jeden Geschmack etwas dabei haben.
Das Buch ist auch sehr vielfältig. Neben kleinen schnellen Gerichten, gibt es auch aufwändigere Rezepte für besondere Anlässe, Grundrezepte und Kuchen kommen aber auch nicht zu kurz. 
Zudem ist die Rezeptsammlung ein bunter Mix aus klassischer Hausmannskost, asiatischen Gerichten und mexikanischen Aromen und eigentlich jeder Geschmack wird abgedeckt. Dazu gibt es viele vegetarische Gerichte und auch viele Vorschläge, wie man ein Gericht vegetarisch abwandeln kann.
Störend finde ich, dass es mehr Bilder von der Autorin als von ihren Rezepten gibt und dass die Kapitelaufteilung eher chaotisch und wild durcheinander ist, ansonsten habe ich aber einiges in dem Buch entdeckt, was mich sehr anspricht.


Wem also auch nach was Warmem bei trübem Wetter zumute ist, was nicht viel Aufwand bedeutet und schnell aus Zutaten gemacht ist, die man vielleicht ohnehin im Haus hat, dem seien diese Käsemakkaroni wirklich sehr ans Herz gelegt.



Mac'n'Cheese
für ca. 4 Portionen

200 g trockene kurze Makkaroni/Maccheroni
450 ml Milch
1 kleine Zwiebel
40 g Butter
40 g Mehl
1 Tl Dijonsenf
150 g Gruyère
Parmesan am Stück
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Makkaroni in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung garen, dann abgießen und beiseitestellen.
Den Backofengrill auf 230 °C vorheizen.
Die Milch in einen Topf geben und einmal aufkochen, danach gut heiß halten.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Die Butter in einer tiefen Pfanne bei mittlerer Temperatur zerlassen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten.
Das Mehl darüber sieben und alles gut verrühren, anschwitzen lassen.
Nach und nach die heiße Milch unterrühren und alles zu einer sämigen Sauce verrühren.
Einige Minuten sanft köcheln lassen, dann den Senf unterrühren.
Den Gruyère reiben und in die Sauce geben. Unter ständigem Rühren weiterköcheln, bis der Käse geschmolzen ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann die Makkaroni mit in die Pfanne geben und alles gut verrühren.
Die ganze Mischung in eine Auflaufform geben und reichlich Parmesan darüber reiben.
Im oberen Drittel des Ofens so lange grillen, bis der Käse hellbraun überbacken ist.
Sofort heiß servieren.



PS: Übrigens, beim Thema Kochbuchprojekt tut sich langsam was - ich habe angefangen meine Bücher zu katalogisieren und die Rezepte rauszuschreiben, die ich markiert habe.
Es wird langsam aber sicher! Hier der Link zu meiner Online-Bibliothek, die laufend weiter gefüllt wird.

Zeig mir deinen Kühlschrank...

Samstag, 30. Juli 2011

... und ich sage dir, was du isst ;-)

Zorra hats getan, A.D. auch, Alice macht mit und Petra ebenfalls.
Alle geben Einblicke in die Tiefen ihrer Kühlschränke.

Und da ich ein neugieriger Mensch bin, fand ich das hochinteressant und stelle meinen Kühlschrank ebenfalls der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Zumal das Rezept, das ich heute ausprobieren wollte total in die Hose gegangen ist und nicht verbloggt werden kann...

Viel Spaß beim Gucken!





Getränke habe ich übrigens auch im Haus, die haben aber ihren eigenen Kühlschrank im Abstellraum.
Und auch sonst befindet sich in meinem Kühlschrank momentan nur das Nötigste - Fleisch kaufe ich zum Beispiel immer frisch und verarbeite es sofort.

Mangold-Quiche mit Feta

Mittwoch, 27. Juli 2011

Im "Alles hausgemacht!"-Forum gab es vor kurzer Zeit einen Thread zum Thema Mangold. Wer kennt leckere Mangold-Rezepte und was kann man alles aus Mangold zaubern?
Das Thema war insofern für mich interessant, als dass ich selber noch nie etwas aus Mangold zubereitet habe...
Ja, das ist wahr. Ich habe Mangold schon gegessen, aber ich habe ihn noch nie gekauft und zubereitet, weil ich einfach nichts damit anzufangen wusste. 
Es gibt da tatsächlich so ein paar Gemüsesorten, aus denen ich noch nie etwas gemacht habe. Nächster Tagesordnungspunkt könnte dann zum Beispiel "Pak Choi" werden - der war in meiner Küche auch noch nie zu Gast. Für mich gibt es immer noch etwas neues zu entdecken und in diesem Fall ist es eben Mangold.


In meiner Mittagspause habe ich es heute auf den Wochenmarkt geschafft und wurde doch endlich fündig - Mangold! Der war in letzter Zeit wohl wirklich schwierig zu bekommen, obwohl jetzt eigentlich die Haupterntezeit für Mangold sein soll.
Heute mittag habe ich dann rumüberlegt, was ich feines daraus zaubern könnte und da ich ja ein großer Quiche- und Tarte-Fan bin, war schnell klar: Es muss eine Mangold-Quiche her!

Und so habe ich in meiner Küche gestanden, geschnippelt und abgeschmeckt und heraus kam eine extrem köstliche, würzige und deftige Quiche, die dabei aber auch vegetarisch ist.



Hier meine Kreation für eine Mangold-Quiche mit Feta:

Für den Boden kommt wieder der mittlerweile bewährte Quark-Mürbeteig ins Spiel:
100 g kalte Butter, in Flöckchen geschnitten
100 g Magerquark
1/2 Tl Salz
200 g Mehl

Ich habe wieder alles zusammen von meiner Kenwood durchrühren lassen und den Teig sofort auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt und in eine gefettete Springform mit 26 cm Durchmesser gelegt und dabei einen Rand hochgezogen. Bei 175 °C für etwa 15 Minuten vorbacken.


Für die Füllung bin ich folgendermaßen vorgegangen:
1 Bund Mangold
2 Schalotten
1 Tl Butter
2 Knoblauchzehen
3 Eier
200 g Crème fraîche
150 g Feta, zerkrümelt
Salz, Pfeffer
1/2 Tl Kräuter der Provence

Die Stiele vom Mangold abschneiden und quer in dünne Scheibchen schneiden, ähnlich wie bei Stangensellerie. Die Stücke gut waschen und abtropfen lassen.
Die Blätter ebenfalls gut waschen und trocken schütteln, dann dreimal der Länge nach und dann quer in Streifen schneiden.
Die Schalotten schälen und fein würfeln.
Die Butter in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und die Schalotten bei mittlerer Temperatur andünsten. Die beiden Knoblauchzehen dazupressen und die Mangoldstiele dazugeben. Einige Minuten sanft dünsten.
In der Zwischenzeit die Eier zusammen mit Crème fraîche und Feta gut verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Kräutern abschmecken.
Die Mangoldblätter in die Pfanne geben und einige Minuten zusammenfallen lassen.
Die Mangoldmischung auf dem vorgebackenen Boden verteilen und mit der Eimasse gleichmäßig übergießen. 
Bei 175 °C etwa 40-45 Minuten weiterbacken, bis die Füllung gestockt ist und die Oberseite leicht gebräunt ist.
Schmeckt am besten lauwarm.


Eine extrem leckere und schnell gemachte Quiche. Ich habe sie ordentlich gewürzt und fand die Kombination aus Mangold und Feta ganz hervorragend.
Mangold wird es ab jetzt öfter mal bei mir geben. Vorausgesetzt er ist in vernünftiger Qualität zu bekommen.






Chicken Fajitas nach Jamie Oliver

Dienstag, 26. Juli 2011

Mein Kochbuchprojekt geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich arbeite irgendwie einfach zu wenig und zu ungenau daran. Und ich merke, dass ich meine Sammlung einfach nicht genug würdige. Gerade heute habe ich wieder einen dicken Wälzer bestellt: The Essential New York Times Cookbook: Classic Recipes for a New Century , dank eines Tipps von Steph in ihrem wunderbaren http://forum.huettenhilfe.de/forum/.
Deswegen muss ich jetzt unbedingt mal wieder ein Kochbuch-Rezept verbloggen, das ich als Anregung genommen habe. An das Rezept konnte ich mich mal wieder nicht halten...
Dennoch habe ich mir fest vorgenommen meine Bücher endlich mal zu katalogisieren und vor allem auch die markierten Rezepte mal daraus zu notieren, damit ich in irgendeiner Form noch den Überblick behalte.

Das folgende Rezept stammt wieder aus dem Jamie Oliver Kochbuch Jamies Kochschule - Jeder kann kochen . Momentan eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Leckere Rezepte, tolle Fotos, relativ simple Erklärungen und viel mehr als eine Kochschule. Allerdings stehe ich den Rezepten auch kritisch gegenüber. Das Schweinefleisch süßsauer zum Beispiel war nicht so wie erhofft und musste reichlich nachgewürzt werden.
Das folgende Fajita-Rezept hingegen ist schon mal eine gute Grundlage gewesen. Auch ausbaufähig für meinen Geschmack, aber mit einigen guten Tipps wie zum Beispiel die Zubereitung in einer sehr heißen Grillpfanne.

Deswegen kommt hier nun meine Version dieses mexikanischen Klassikers:



Chicken Fajitas
für 2 Portionen

Für die Tomatensalsa:
250 g Kirschtomaten
einige Stiele frischer Koriander
Saft von 1/2 Zitrone
Olivenöl
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Tomaten waschen, trocknen, halbieren, das Grün entfernen und die Hälften würfeln. Mitsamt dem Saft in eine Schüssel geben. Koriander mit Stielen hacken und zu den Tomaten geben. Mit dem Zitronensaft überträufeln, etwas Olivenöl darüber träufeln und mit frisch gemahlenem Salz und Pfeffer abschmecken. Durchziehen lassen.


Für die Guacamole:
1 reife Avocado
1 Spritzer Zitronensaft 
1 reife Tomate
einige Stiele Koriander
50 g Schmand
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Avocado aus der Schale lösen, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben. Einen Spritzer Zitronensaft dazugeben, dann mit einer Gabel zerdrücken. 
Die Tomate waschen, trocknen, halbieren und das ganze Kerngehäuse entfernen. Das Fleisch sehr fein würfeln und unter das Avocadomus rühren.
Koriander fein hacken und ebenfalls unterrühren, zum Schluß den Schmand gut untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Für die Fajitas:
2 frische Hähnchenbrustfilets ohne Knochen, ca . 300 g
1 rote Paprikaschote
1 rote Zwiebel
1 Tl Pimentón de la Vera 
Saft von 1/2 Zitrone
Olivenöl 
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
4 Tortillas nach Geschmack, gekauft oder selbstgemacht
ca. 50 g geriebener Käse nach Geschmack
Schmand nach Geschmack

Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Die Paprikaschote und die Zwiebel ebenfalls in Streifen bzw. Ringe schneiden und mit dem Hähnchenfleisch in eine Schüssel geben. Mit dem geräucherten Paprikapulver würzen und die halbe Zitrone darüber auspressen. Einen Schuss Olivenöl darüber geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gründlich vermischen.

Eine große Grillpfanne ohne weiteres Öl stark erhitzen und die Mischung hineingeben und einige Minuten lang unter ständigem Rühren gut durchbraten. Fleisch und Gemüse dürfen ruhig braun und knusprig werden. 


Die Tortillas in der Zwischenzeit in einer Pfanne ohne Fett kurz von beiden Seiten erwärmen. 

Alles zusammen auf den Tisch stellen, jeder belegt sich seine Tortillas selber.
Zuerst etwas Salsa, dann etwas von dem Fleisch und Gemüse in die Mitte geben, darüber dann Guacamole. Wer mag gibt zusätzlich noch einen Klecks Schmand mit drauf. Zuletzt mit geriebenem Käse bestreuen und dann zusammenfalten, indem man zuerst das untere Drittel zur Mitte hin einklappt und dann die beiden Seitenteile.
Sofort genießen! 


Ich mag solche Rezepte einfach sehr gerne, wo man schnell ein paar Sachen zusammenrührt, ganz nach eigenem Gusto würzt und dann kommt man am Tisch zusammen und jeder bastelt sich das daraus, was er gerne essen möchte.
Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass ich einfach kein Tortilla-Fan bin. Nicht falsch verstehen, die Füllung ist einfach irre, ich liebe Salsa, Guacamole, die Röstaromen und vor allem Koriander. Nur diese labberigen Weizenhüllen sind einfach nicht mein Ding. Ich hatte zugegebenermaßen gekaufte Exemplare, weil ich die einfach mal ausprobieren wollte. Letztendlich stört mich dieses Extra aber irgendwie. Deswegen mag ich auch keine Wraps o.ä.
Die Füllung ist aber wie gesagt hervorragend und während ich so darüber schreibe, bekomme ich schon wieder Lust auf die Vielfalt der Aromen. 
Mexikanisch gibt es auf jeden Fall bald wieder, dann aber ohne Tortilla...



Französischer Apfelkuchen - Ein Lieblingsrezept!

Sonntag, 24. Juli 2011

Das kann ja gar nicht sein, dass ich noch nie das Rezept für meinen Lieblings-Apfelkuchen verbloggt habe!
Ich habe diesen Kuchen schon zig mal gebacken, da er schnell gemacht ist, zu jedem Anlass passt und einfach irre lecker ist.
Zugegeben, er passt auch eigentlich eher in den Herbst, aber bei 14 °C Außentemperatur Ende Juli kann man auch ruhig mal Apfelkuchen essen.


Am Wochenende habe ich den Kuchen zwei sehr lieben Menschen zum Geburtstag gebacken und will deswegen auch direkt das Rezept im Blog festhalten.
Ich kann den Kuchen wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen, für uns ist er ein absolutes Lieblingsrezept!



Französischer Apfelkuchen

Für den Boden:
125 g weiche Butter
125 g Zucker
Mark aus 1 Vanilleschote
3 Eier
200 g Mehl
2 Tl Weinsteinbackpulver
50 ml Milch

Für den Guss:
1 Ei
50 g Zucker
1/2 Pk. Vanillepuddingpulver 
200 g Crème fraîche

Außerdem:
1 kg Äpfel (z.B. Braeburn)
Saft von 1 Zitrone
50 g gehackte Mandeln oder Mandelblättchen oder Pinienkerne
Puderzucker
Butter für die Form



Eine Springform mit 26cm Durchmesser gut einfetten und den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Butter, Zucker und Vanillemark sehr cremig aufschlagen, dann die Eier einzeln gut unterrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Masse rühren.
Den Teig in die Springform streichen.

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Jedes Viertel auf der Rückenseite mehrfach mit einem Messer einritzen. Die Apfelstücke mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Apfelstücke auf den Teig legen und leicht andrücken. Mit etwa 2 El der gehackten Mandeln bestreuen und für 15 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit den Guss zubereiten:
Ei und Zucker cremig aufschlagen, dann das Vanillepuddingpulver unterrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt. Zuletzt die Crème fraîche unterrühren.

Den Guss nach Ablauf der 15 Minuten über die Äpfel gießen und den Kuchen weitere 40-45 Minuten backen, bis er hellbraun ist. Danach in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Restliche gehackte Mandeln in einem Topf ohne Fett hellbraun rösten.
Ausgekühlten Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und reichlich Puderzucker darüber sieben. Mit den gehackten Mandeln bestreuen.
Der Kuchen schmeckt sowohl lauwarm als auch komplett ausgekühlt.
Wenn er erst am nächsten Tag serviert werden soll, am besten im Kühlschrank aufbewahren und erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.



Mediterrane Grillgemüse-Tarte mit Ricotta und Feta

Mittwoch, 20. Juli 2011

Bei Simone von Pi mal Butter bin ich über die "Mediterrane Gemüsetarte mit Ziegenkäse" gestolpert und habe mich sofort in diese Tarte verliebt - genau mein Geschmack!

Grundlage war ein Rezept aus dem guten Ottolenghi. Der wohnt auch in meinem Regal und natürlich befindet sich auf der Seite der Gemüsetarte ein gelber Klebezettel. Allerdings muss ich sagen, dass Ottolenghis Rezept nicht wirklich weit oben auf meiner Prioritätenliste stand. Das Foto ist nicht wirklich ansprechend, das Rezept liest sich lang und kompliziert und irgendwie fand ich die Zutaten auch nicht ganz passend.



Simones Version gefielt mir da wesentlich besser und die habe ich dann als Grundlage genommen meine eigene Grillgemüse-Tarte zu basteln. Für mich mussten auf jeden Fall noch Knoblauch und Cherrytomaten mit rein und statt Ziegenkäse empfand ich Feta auch als passender.


Deswegen hier meine Version für eine mediterrane Grillgemüse-Tarte mit Ricotta und Feta
für eine runde Tarteform von ca. 28 cm Durchmesser

1 frischer Blätterteig aus dem Kühlregal
1 mittelgroße Aubergine
1 mittelgroße Zucchini
je 1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
ca. 3-4 El Olivenöl
2 Knoblauchzehen
gemischte frische Kräuter, bei mir waren es Majoran, Oregano, Thymian, Salbei und Rosmarin
2 Eier
250 g Ricotta
100 ml Milch
150 g Feta
6 Cherry-Tomaten
Salz, Pfeffer
Butter für die Form


Die Tarteform mit Butter einfetten.
Den Blätterteig mittig zusammenfalten und dann auf die entsprechende Größe der Tarteform ausrollen. 
In die Form legen und mehrfach mit einer Gabel einstechen.

Aubergine, Zuchini, Paprika und Zwiebeln und in mundgerechte Würfel schneiden. Eine große Backform oder ein Backblech leicht einölen, das Gemüse hineingeben, mit restlichem Olivenöl beträufeln, salzen und dann bei 200 °C etwa 30 Minuten im Ofen backen, bis das Gemüse weich wird und Farbe annimmt. Zwischendurch immer wieder umrühren.
5 Minuten vor Ende der Backzeit die Knoblauchzehen zusammen mit den Kräutern hacken und unter das Gemüse mischen.


Die Eier zusammen mit dem Ricotta und der Milch gründlich verquirlen, salzen und pfeffern.

Das fertige Grillgemüse in der Tarteform verteilen, dann die Ei-Ricotta-Masse darüber gießen.
Den Feta darüber streuen und die Tarte noch mal für etwa 40 Minuten bei 180 °C im Ofen backen.
15 Minuten für Ende der Backzeit die Cherrytomaten halbieren und mit der Schnittseite nach oben leicht in die Füllung eindrücken.

Danach kurz auskühlen lassen und am besten lauwarm mit etwas frisch gehacktem Thymian servieren.
Schmeckt auch leicht aufgewärmt sehr lecker.


Diese Tarte ist von den bisher hier vorgestellten meine Lieblingstarte. Das Grillgemüse schmeckt so saftig und aromatisch, Knoblauch und Kräuter kommen voll zur Geltung, Ricotta gibt dem ganzen eine weich-cremige Konsistenz und der Feta sorgt für den entsprechenden Pfiff. Unglaublich lecker!

Ich bin ja eigentlich kein Fan von den so genannten "Light-Produkten" und in der Regel findet man bei mir keine solchen in Verwendung.
Nachdem ich jetzt aber zum ersten Mal über "Blätterteig light" gestolpert bin, der 30% weniger Fett als normaler Blätterteig hat, wollte ich das mal ausprobieren, da Blätterteig doch eine ziemlich fettige Angelegenheit ist und mir das manchmal einfach zu viel ist.
Das Ergebnis ist prima, der Boden schmeckt ganz hervorragend, ohne zu schwer oder mächtig zu sein. Keiner der Mitessenden wäre auf die Idee gekommen, dass es sich um ein Light-Produkt handelt.


Schweinefleisch süßsauer nach Jamie Oliver

Dienstag, 19. Juli 2011

Im Zuge meines Kochbuch-Projekts gehe ich zur Zeit systematisch meine Kochbuchsammlung durch, pflastere sie mit kleinen gelben Klebezetteln und gehe ebenfalls alles mal durch was ich schon vor Ewigkeiten eben so markiert habe.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich seit Urzeiten nichts mehr von Jamie Oliver nachgekocht habe. Und ich besitze nebenbei bemerkt die komplette Sammlung, also alle seine bisher erschienenen Bücher sowie die drei bisher in Deutschland erschienenen jamie-Magazine.
Höchste Zeit also, dass ich mal wieder was von Herrn Oliver nachkoche.
Eines meiner Lieblingsbücher ist Jamies Kochschule. Die Rezepte darin gefallen mir alle wahnsinnig gut und es ist auch kein typisches Grundkochbuch, sondern enthält einfach viele Basics und Klassiker.

Asiatisch gab es schon lang nicht mehr und als ich über das Rezept "Mein Schweinefleisch süßsauer" gestolpert bin, musste das auf die Nachkochliste.

Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass das nicht mein Lieblingsrezept wird. Die Aromen passen zwar ganz gut zusammen, dem Gericht fehlt es aber einfach an Pfiff und Würze. Dazu würde ich Maisstärke zum Binden immer in etwas kaltem Wasser verrühren und nicht einfach so in den Wok klatschen.
Das Rezept ist also für meinen Geschmack noch ausbaufähig und deswegen habe ich es entsprechend angepasst und würziger gemacht.
Ansonsten ein recht simples und schnell gemachtes asiatisches Gericht.



Schweinefleisch süßsauer für 4 Personen

400 g Schweinefilet
2 rote Zwiebeln
Je 1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
2 Knoblauchzehen
Paprikapulver, Kurkuma, Kardamom, rote Chilipaste oder 1/2 - 1 kleine getrocknete rote Chili, zerbröselt oder andere Gewürze nach Geschmack
4 El Sojasauce 
2 Tl Maisstärke
1 kleine Dose Ananas in Stücken
2 El Balsamicoreduktion
4 Tl Sesamsamen
1 Bund Koriandergrün
Salz, Pfeffer
Raps- oder Erdnussöl zum Braten
Basmatireis zum Servieren

Das Schweinefilet von der Silberhaut befreien und in mundgerechte Stücke würfeln. 
Zwiebeln und Paprikaschoten ebenfalls würfeln, die Knoblauchzehen in hauchdünne Scheiben schneiden.
Einen Wok bei hoher Temperatur erhitzen, etwas Öl hineingeben, dann die Schweinefiletwürfel scharf anbraten. 
Das Fleisch mit reichlich Gewürzen nach Geschmack bestreuen, kurz pfannenrühren, dann aus dem Wok nehmen und beiseitestellen.
Den Wok mit etwas Küchenpapier auswischen, erneut erhitzen, wieder etwas Öl hineingeben, dann das Gemüse inkl. Knoblauch hineingeben und rundherum anbraten, das Gemüse sollte aber noch Biss haben. Mit Sojasauce ablöschen.
Maisstärke in etwas kaltem Wasser anrühren und unter das Gemüse mischen.
Ananasstücke mitsamt Saft und dem angebratenen Fleisch unterrühren. Mit Balsamicoreduction und Pfeffer gut würzen und etwas einkochen lassen, bis das Fleisch gar ist und die Sauce andickt.
Nach Bedarf mit Sojasauce oder Salz und den Gewürzen nochmals nachwürzen. 
Falls die Sauce zu flüssig ist, nochmal mit etwas Maisstärke abbinden.
Reis auf einen Teller geben, die Scheinefleisch süßsauer darüber verteilen.
Koriandergrün hacken und zusammen mit den Sesamsamen darüber streuen und sofort servieren.

Sonntagsfrühstück deluxe: Ricotta-Pancakes mit karamellisierten Pfirsichen und Semifreddo von weißer Schokolade

Sonntag, 17. Juli 2011

Na, läuft einem da nicht schon beim Lesen des Titel das Wasser im Mund zusammen?
Heute gab es ein absolutes Deluxe-Frühstück, nach dem ich mir immer noch die Finger ablecke...

Es gibt eine recht bekannte englische Kochzeitschrift von Jamie Oliver namens "jamie". Dieses Magazin ist jetzt endlich auch in Deutschland angekommen und erscheint alle zwei Monate. Gestern habe ich mir das langersehnte dritte Heft gekauft und bin beim Durchblättern über einen Bericht über das Café Proud Mary in Melbourne, Australien gestolpert. Dort ist eine Frühstücksspezialität namens "Ricotta hotcakes, caramelised peaches and semifreddo" wohl der Renner, so dass das Rezept dafür den Weg in die Zeitschrift gefunden hat. Und direkt in meine Geschmacksnerven. Das MUSSTE ich einfach ausprobieren!

Also bin ich heute morgen, aufgeregt wie ein kleines Kind an Weihnachten, aufgestanden und habe mich an die Umsetzung des Rezeptes gemacht.
Und ich sage euch: Geschmacksexplosion pur, einfach irre!
Die Pancakes sind durch den Ricotta eher säuerlich und kommen ohne Zugabe von Zucker aus, dazu gibt es zuckersüße karamellisierte Pfirsiche und dann noch einen kalten Kontrast in Form eines süßen Semifreddo, darüber dann knackig geröstete gehackte Mandelstückchen. 
Mehr braucht es nicht für das perfekte Frühstück mit dem ultimativen Geschmack.

Bei der Umsetzung des Rezepts ist mir allerdings aufgefallen, dass die Mengenangaben alle nicht sehr stimmig sind und definitiv zuviel für die angegeben Personenzahl.
Deswegen habe ich das ganze mal etwas angepasst und habe hier das Rezept für 2 hungrige Frühstücker.

I proudly present:
Ricotta-Pancakes mit karamellisierten Pfirsichen und Semifreddo von weißer Schokolade


Für das Semifreddo:
75 g weiße Schokolade
3 frische Bio-Eier
85 g Zucker
125 ml Sahne

Entweder frühmorgens oder schon am Vorabend zubereiten und rechtzeitig aus dem Tiefkühler holen!
Die Schokolade bei niedriger Temperatur in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Aufpassen, dass sie nicht anbrennt oder klumpt.
Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker in einer Schüsel über einem warmem Wasserbad (nur warm, nicht heiß!) zu einer dicken gelben Creme aufschlagen. Von der Wärme wegnehmen und noch kalt einige Minuten weiterschlagen, dann unter Rühren die Schokolade einfließen lassen.
Die Sahne steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben.
Zuletzt das Eiweiß steifschlagen und ebenfalls unterheben.
Im Originalrezept kommt die Masse jetzt für 3-4 Stunden in den Gefrierschrank. Ich habe sie jedoch in meiner Eismaschine zubereitet und erst danach noch weiter durchkühlen lassen. Dadurch ist das Eis sehr fluffig und cremig geworden.

Für die Pancakes:
2 Eier
125 g Ricotta
90 ml Milch
70 g Mehl
1 gestrichenen TL Weinsteinbackpulver
Butter für die Pfanne

Die Eier trennen.
Das Eigelb zusammen mit dem Ricotta gut aufschlagen, dann die Milch unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
Das Eiweiß steif schlagen und zuletzt unterheben.
Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und aus dem Teig Pancakes ausbacken. Zum Portionieren entweder einen Eisportionierer oder einen Saucenlöffel verwenden und den Teig in der Pfanne etwas andrücken, damit die Pancakes gut durchgaren können.
Fertige Pancakes auf einen Teller schichten und mit einem Küchentuch abdecken, damit sie warm bleiben.

Für die karamellisierten Pfirsiche:
2 reife Pfirsiche
1 Tl Butter
40 g brauner Zucker
70 ml Ahornsirup
ca. 2 El gehackte Mandeln

Die Pfirsiche waschen, trocknen, halbieren und entkernen. Alle vier Hälften in dünne Scheiben schneiden.
Die Butter in einer Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen, die Pfirsichspalten darin anbraten.
Den braunen Zucker darüber streuen und weiter bei milder Hitze braten, bis der Zucker aufgelöst ist und karamellisiert.
Den Ahornsirup angießen und weiter bei schwacher Temperatur sanft köcheln lassen, bis die Sauce etwas andickt.
In einer seperaten Pfanne die gehackten Mandeln rösten.

Zum Anrichten jeweils etwa 3-4 Pancakes auf einen Teller schichten. Mit einer Schöpfkelle Pfirsiche mit Sauce darüber geben, eine Kugel Semifreddo daneben setzen und mit gehackten Mandeln bestreuen. Sofort servieren.

Das restliche Semifreddo kann man wieder einfrieren und wunderbar als cremiges weißes Schokoladeneis genießen.


Macadamia-Kuchen mit Kokos und Zitrone

Donnerstag, 14. Juli 2011

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich ziemlich nervös werde, wenn ich nicht mindestens 10 Bio-Eier im Haus habe?
Ist zugegebenermaßen ein Tick, aber was gibt es schlimmeres, wenn man etwas backen will und keine Eier im Haus hat? 
Ich muss einfach immer ausreichend Eier im Haus haben, so dass ich auch jederzeit spontan backen kann, wenn mir danach ist.
Diese "Eiersucht" hat sich in der vergangenen Woche jedoch zu einem dezenten Problem entwickelt, weil ich über eine Woche nichts richtiges essen konnte, geschweige denn Interrese hatte den Kochlöffel zu schwingen oder den Ofen anzumachen. Das Ende vom Lied war, dass ich noch 14 Eier rumstehen hatte. Ablaufdatum: gestern...
Was macht man also bitte aus 14 Eiern?
Hartkochen? - Ich hatte noch ausreichend hartgekochte Eier im Kühlschrank...
Baiser? - Mag ich nicht so gerne, außerdem sollte man da ganz frische Eier nehmen.
Eis? - Eier auch zu alt dafür.
Rührei? - Klar, aber für 2 Personen 14 Eier könnte vielleicht zu einem Eiweiß- und/oder Cholesterinschock führen. Mal ganz abgesehen davon würde ich nach 7 Eiern wohl nie wieder Eier essen können.
Aber es konnten immerhin schon mal ein paar Eier in ein leckeres Rührei verwandelt werden.
Was tun mit dem Rest? Die müssen verbacken werden!
Aber was backt man unter der Woche abends um 20 Uhr noch, wo viele Eier in den Teig kommen?
Also habe ich mir eine handvoll Kochbücher geschnappt und meine gelben Klebezettel durchgeguckt und wurde schließlich bei einem toll klingenden Rezept in "Bills Küche" von Bill Granger (das Buch gibt es derzeit als Restexemplar für 5,99 € bei Jokers) fündig - ein luftig fluffiger Kuchen mit Macadamia, Kokos und Zitrone. Im Original heißt der Kuchen übrigens "Kokos-Macadamia-Kuchen mit Limettenguss".
Bei mir harmonieren jedoch Macadamiakerne, Sweetened Shredded Coconut und Bio-Zitrone perfekt miteinander!



Macadamia-Kuchen mit Kokos und Zitrone

Eine Springform mit 24 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, festklemmen und den Rand mit etwas Butter bestreichen. Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

200 g Macadamiakerne (ich habe geröstete und gesalzene genommen, die ich vorher mit heißem Wasser abgewaschen und dann getrocknet habe) zusammen mit 40 g Mehl und 1/2 Tl Weinstein-Backpulver in einen Mixer geben und gut zerkleinern. Ein paar Stücke dürfen schon noch drin sein, insgesamt sollte aber ein feines Mehl entstanden sein.

6 Eier trennen, das Eigelb zusammen mit 170 g Zucker sehr schaumig aufschlagen. 

Das Eiweiß in einer seperaten Schüssel steif schlagen.

Die abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone zusammen mit 50 g Kokosflocken (ich habe gesüßte genommen) unter die Eigelbmasse rühren, danach die Mehlmischung gut unterrühren.
Zuletzt vorsichtig das Eiweiß unterheben.

Den Teig in die Form geben und auf der mittleren Schiene für etwa 40-45 Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb gebacken ist. 

Danach für etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen und das Backpapier abziehen.

Einen Zuckerguss aus ca. 125 g gesiebtem Puderzucker und 2-3 El Zitronensaft herstellen und auf dem noch warmem Kuchen verteilen.


Der Kuchen ist super schnell gemacht, kommt mit wenigen Zutaten aus und schmeckt vor allem sehr lecker! Super saftig und locker, mit ganz dezentem Kokos- und Zitronenaroma, dazu schön frisch durch den Zuckerguss.
Was als Eiverwertung geplant war, entpuppt sich als leckerer Sommerkuchen, den ich auf jeden Fall mal wieder machen werde.

Das Buch "Bills Küche" ist übrigens auch wirklich empfehlenswert. Ich kannte den "australischen Kult-Koch" Bill Granger vorher ehrlichgesagt überhaupt nicht, aber es gibt wirklich einige schöne Rezepte, die ich daraus noch ausprobieren will!

Jetzt wirds deftig: Kartoffelauflauf mit Frikadellen

Dienstag, 12. Juli 2011

Nach dem ganzen Süßkram in letzter Zeit geht es hier jetzt mal wieder herzhaft zu.

Zugegebenermaßen passt deftige Hausmannskost ja nicht wirklich in den Sommer, wo man sich normalerweise nur feenleicht von Salaten, Gemüsearrangements und gedämpften Geflügel ernährt.
Ich finde, dass man davon aber mal ne Ausnahme machen kann wenn das Außenthermometer Ende Juni nur 17 °C anzeigt und das Fieberthermomether dazu 38,9 °C, weil man mit einer Erkältung und fiesen Halsschmerzen zu Hause sitzt und einfach nur noch bemitleidet werden will... 

Ich möchte aber auch noch mal betonen, dass das VOR meiner Magen-Darm-Grippe war und ich momentan auch noch nicht wieder bereits für so ein Gericht bin, ganz im Gegenteil. Momentan kann ich nicht mal ein Glas Milch trinken geschweige denn einen Blattsalat oder eine Kohlsorte genießen.

Mein momentanes unfreiwilliges Ernährungsprogramm sieht nachwievor ausschließlich gekochte Möhren und Kartoffeln und Toastbrot vor. Nicht mal Kaffee geht, wuäh! Auch nach einer Woche ist es wohl noch nicht ganz ausgestanden und die Nase verbietet alles andere, was sonst schmeckt.


Da es hier aber natürlich auch mal weitergehen muss (wo soll das noch hinführen, wenn ich noch ne Woche nicht wirklich essen kann...), kommt jetzt also das Herbstgericht im Sommer. Einfach, weil es schmeckt. 

Ich kann hier auch unmöglich meine ganzen täglichen Pell-, Salz- und Stampf-Kartoffelkreationen präsentieren - dann lieber den tollen Kartoffelauflauf, zu dem ich durch Sarah gekommen bin.
Und die gute alte klassische Frikadelle. Dazu ein frischer grüner Salat und mir ging es trotz Erkältung gleich schon viel besser mit etwas Warmem im Magen.


Für ca. 2-3 Portionen Kartoffelauflauf

4 große festkochende Kartoffeln
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
100g magere Schinkenwürfel
1 El Öl
200 g Schmand oder Saure Sahne
100 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Muskat
125 g Mozzarella

Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.
In einem ausreichend großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Kartoffelscheiben darin etwa 10 Minuten vorgaren, dann abgießen.
Die äußerste Schicht der Frühlingszwiebeln entfernen, das Weiße und das helle Grün in feine Ringe schneiden und zusammen mit den Schinkenwürfeln im Öl anbraten, bis der Schinken knusprig und die Frühlingszwiebeln leicht gebräunt sind.
Schmand mit Frischkäse glatt rühren, den Knoblauch hineinpressen und die Masse gut würzen, dann die Frühlingszwiebeln und Schinkenwürfel unterrühren.
Die Kartoffelscheiben in eine gefettete Auflaufform gebe und mit der Schmandmasse bedecken. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auf dem Auflauf verteilen.
Bei 200 °C etwa 20 Minuten überbacken, evtl. zum Schluß den Grill zuschalten.



Für 4 große Frikadellen

500 g gemischtes Hackfleisch
1 Ei
2 El Paniermehl
1 Tl Senf
1/2 Tl Paprikapulver
Salz, Pfeffer
getrocknete oder frische gehackte Kräuter nach Belieben (Majoran oder Petersilie passen super)
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel oder 2 Schalotten
Öl
Mehl
optional: Feta oder Gouda

Das Hackfleisch zusammen mit Ei, Paniermehl, Senf, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und den Kräutern in eine große Schüssel geben.
Den Knoblauch dazupressen.
Die Zwiebel schälen, sehr fein würfeln und in 1 El Öl glasig dünsten, dann ebenfalls zum Hackfleisch geben.
Die Masse nun durchkneten, nur bis alles gut vermischt ist.
Die Fleischmasse in 4 Teile teilen und jedes Teil zu einer Frikadelle formen. Wer mag, gibt in die Mitte ein Stück Feta oder Gouda und formt die Frikadelle drumherum.
Die fertigen Frikadellen rundherum in etwas Mehl wälzen und abklopfen.
Ausreichend Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Frikadellen hineineingeben, kurz anbraten, dann einen Deckel auflegen und nach ca. 10 Minuten wenden. Weitere 10 Minuten bei moderater Hitze und geschlossenem Deckel garen, dann auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.


Insgesamt ist das eine sehr einfache und unkomplizierte, aber sehr deftige und sättigende Hausmannskost, die auch nicht irrsinnig aufwendig ist.
Wir essen Frikadellen gerne mit einer Füllung aus Feta und zusätzlichen Gewürzen im Fleisch, dazu passt auch Kartoffelstampf sehr gut.
Auf den Auflauf gibt es unzählige Varianten, zum Beispiel mit Feta überbacken, geriebenem Käse, Crème fraîche in der Füllung, zusätzlichem Gemüse im Auflauf usw.

Auf der Suche nach dem ultimativen Cheesecake - Episode 3

Montag, 11. Juli 2011

So, da bin ich wieder.
Hoffentlich dann auch mal wieder langfristig...
Nachdem der erste Virus überstanden war, überrumpelte mich direkt der zweite und zwang mich in die Knie.
Magen-Darm-Grippe ist auch einfach unfassbar fies. 3 Tage habe ich gar nichts gegessen, seit ein paar Tagen ernähre ich mich wieder von Salzstangen, Zwieback, Toast und jetzt auch Kartoffeln. Alles andere verbietet die Nase.
Da ich mich aber wieder vergleichsweise fit fühle und nach 5 Tagen im Bett einfach auch mal wieder was machen will, poste ich jetzt noch etwas, das vor meiner Krankenphase entstanden ist:
Ich begebe mich wieder auf die Suche nach dem ultimaten Cheesecake!
Die Idee diesmal: Cheesecake ohne Backen.


Mein momentanes Lieblingskochbuch "Sommerküche" von Tanja Dusy dürfte ja mittlerweile jeder kennen.
Ein Rezept daraus ist momentan wirklich in aller Munde, der "Lime-Cheesecake ohne Backen".
Lime ist allerdings nicht sooo mein Geschmack und Cantuccini und Magerquark aus dem Originalrezept passen auch nicht in meinen Cheesecake, deswegen habe ich das Rezept mal wieder nach meinen eigenen Vorstellungen umgewandelt.
Und herausgekommen ist ein sehr leckerer, cremiger und gehaltvoller Kuchen, der blitzschnell gemacht ist.
Ich hab ihn jetzt schon 3 x gemacht, weil er einfach irgendwie immer ganz gut passt und der Ofen ausbleiben kann.


Cheesecake ohne Backen

100 g Vollkornbutterkekse
50 g Löffelbiskuits
125 g Butter
5 Blatt weiße Gelatine
300 g Doppelrahmfrischkäse
250 g Mascarpone
200 g Schmand
125 g Puderzucker
1 Bio-Zitrone
300 ml Schlagsahne

Butterkekse und Löffelbiskuits in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zu Bröseln klopfen. 
Die Butter in der Mikrowelle oder in einem kleinen Topf schmelzen lassen. 
Keksbrösel und Butter gut vermischen und auf dem Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform (26 cm Durchmesser) verteilen und gut andrücken.
Die Form in den Kühlschrank stellen.

Die Gelatine in einer Schüssel mit kaltem Wasser etwa 5 Minuten einweichen lassen.

Frischkäse, Mascarpone und Schmand in eine Rührschüssel geben, den Puderzucker darüber sieben, die Zitronenschale dazureiben und die Mischung kurz und kräftig durchmixen.

Die Gelatine etwas ausdrücken und tropfnass in einen kleinen Topf geben. Erhitzen, bis sie sich auflöst, dann den Zitronensaft hineinpressen. 3 große Esslöffel der Frischkäsemasse abnehmen und in der Gelatine auflösen.
Alles sehr gut durchmixen, dann die Gelatine unter die restliche Frischkäsemaschine mischen und gründlich verrühren.

Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterheben.

Die Masse auf den Keksboden geben, glatt streichen und für mehrere Stunden, am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.


Mein Fazit: Sehr lecker, sommerlich frisch, schnell gemacht...
... aber leider nicht der ultimative Cheesecake.
Der ist dann doch eher gebacken.
Und der wird dann in der nächsten Episode weitergesucht, wenn ich mich wieder auf die Suche nach dem ultimativen Cheesecake begebe!
 

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