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Cheesecake-Eis nach Lebovitz

Dienstag, 31. Mai 2011

Ich berichtete ja schon mal von meiner großen Leidenschaft für jede Art von sahnigem, cremigem und süßem Eis.

Seit ein paar Jahren habe ich einen Eiseinsatz für meine Kenwood und mache regelmäßig Eis. 
Bisher meistens entweder Joghurteis ohne Ei oder aber etwas nach den Sorten aus dem Ben and Jerry's Eisbuch.

Bis ich vor ein paar Wochen bei  Pi mal Butter, paules ki(t)chen und Chef Hansen über Herrn Lebovitz und sein Buch The Perfect Scoop: Ice Creams, Sorbets, Granitas, and Sweet Accompaniments gestolpert bin. Das Buch habe ich dann irgendwie noch am selber Tag bestellt. Und mittlerweile einmal komplett durchgelesen und mit diversen Klebezetteln versehen.

Das Cheesecake-Rezept ist eines der schnelleren Rezepte, das ohne Ei und entsprechende Vorbereitung auskommt. Im Grunde handelt es sich dabei wirklich einfach um die Füllung für einen ordentlichen amerikanischen Cheesecake. Ich hätte die Schüssel schon vor dem Gefrieren pur auslöffeln können...

Das Eis sieht ehrlichgesagt extrem unspektakulär aus und das Foto ist entsprechend langweilig. Dafür schmeckt es aber soooo extrem lecker, frisch und säuerlich und ist dabei so cremig und glatt, dass man glatt süchtig danach werden könnte.

Ich hatte die Zutaten nicht in entsprechender Menge da, zumal half-and-half bei uns nicht wirklich geläufig ist, der amerikanische Frischkäse eigentlich schnittfest ist und Sour Cream bei uns gerne mal Saure Sahne oder auch Schmand sein kann. Ich hab es einfach mal etwas angepasst und das was dabei rausgekommen ist, ist großartig! Das wird es bei mir bestimmt öfter geben.

Gemein ist nur, dass das Eis soviel Frische und Leichtigkeit wie ein Buttermilch-Zitronen-Eis vorgaukelt, obwohl es so mächtig ist, dass es eigentlich nur noch durch pure gefrorene Mascarpone getoppt werden könnte *seufz*

Hier meine Version des Rezepts für ein schnelles Cheesecake-Eis.



Für etwa 750 ml Eis:

200 g Doppelrahmfrischkäse
200 g Schmand
70 g Saure Sahne
125 ml Sahne
150 g feinkörniger Zucker
1 unbehandelte Bio-Zitrone

Frischkäse, Schmand und Saure Sahne vorsichtig glatt und klümpchenfrei vermischen.
Saure Sahne dazugeben und untermixen, dann den Zucker unterrühren.
Die Schale der Zitronen fein abreiben, zum Beispiel mit einer Parmesanreibe, und unter die Masse rühren.
Das ganze eine Stunde in den Kühlschrank stellen und danach nach Anleitung in der Eismaschine zubereiten.

Ist doch total simpel und unkompliziert?!
Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen schmecken lassen.
Ich stelle mir das ganze auch wirklich super vor, wenn man ganz zum Schluß des Rührvorgangs der Eismaschine noch Blaubeeren oder Erdbeerstückchen dazugibt oder das Eis mit frischen oder pürierten Früchten serviert.
Wobei ich es ja am liebsten immer noch pur habe.

Ravioli mit getrockneten Tomaten, Serranoschinken und Büffelmozzarella

Sonntag, 29. Mai 2011

Ich habe seit einigen Jahren einen Pastaaufsatz für meine Kenwood, mit dem ich lange Nudelbahnen machen kann. Der Aufsatz zum Schneiden von Spaghetti oder Tagliatelle ist mir zu teuer, da schneide ich lieber per Hand, rolle mit einem Musterfahrer, steche aus oder stanze zurecht.
Noch vor ein paar Jahren habe ich ziemlich regelmäßig Pasta gemacht. Mal nur aus Grieß und Wasser, mal aus Ei und Mehl, mal mit mal ohne Salz und Olivenöl. Als Tagliatelle, Farfalle oder Ravioli. Bunt gestreift, rot oder grün. Frisch oder überm Wäscheständer getrocknet. In Cellophan-Tütchen gepackt und zu Weihnachten verschenkt.
Irgendwann ließ die Lust daran jedenfalls nach und ich habe immer weniger Pasta gemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich auch nicht der typische Pastafreund bin, der sich über eine Portion Spaghetti mit Pesto oder schneller Tomatensauce freut. Hätte ich die Wahl zwischen Kartoffeln und Nudeln, würde ich mich immer für die Kartoffeln entscheiden.

Jetzt hat es mich aber mal wieder in den Fingern gejuckt und ich hatte wieder mal Lust auf selbstgemachte Ravioli. Ich fülle die gerne mit allem möglichen Kram, den ich gerade so dahabe: Spinat, Ricotta und Pinienkernen; Gorgonzola und Walnüssen oder aber wie hier mit getrockneten Tomaten, Serranoschinken und Büffelmozzarella.
Das schöne an gefüllten Ravioli ist, dass man wirklich alles mögliche reintun kann und die Zutaten beliebig austauschen kann. Statt Mozzarella einfach geriebenen Parmesan verwenden, statt Serranoschinken Parmaschinken nehmen usw.
Ich habe dieses Mal auf das zugegriffen, was ich im Kühlschrank hatte.
Und stand dann wieder an meiner Küchenmaschine und habe Bahn für Bahn den Nudelteig durchgewalzt. Und dann einzeln Raviolis ausgestochen, was schon ziemlich langwierig ist.
Ich habe zwar auch ein praktisches Raviolibrett, das allerdings recht klein ist und so kaum Füllung in die Raviolis passt. Dann verwende ich lieber meine tollen Plastikklappdinger in drei Größen, wo wesentlich mehr Füllung reinpasst.


Für den Nudelteig nehme ich ein ganz simples Standardrezept aus genau 2 Zutaten:
200 g Weizenmehl Typ 405 und
2 Bio-Eier Größe M
Wie schon gesagt, es gibt zig Varianten, ich habe auch italienisches Pastamehl, dass aus einer Mischung aus fein gemahlenem Grieß und Mehl der Type 0 besteht, aber in dem Fall wollte ich einfach nur das gute alte Standardrezept machen.
Ich mache übrigens in der Regel das doppelte des Rezepts, um direkt noch ein paar Tagliatelle zu schneiden und trocknen zu lassen.

Mehl und Eier werden einfach von Hand oder in der Küchenmaschine so lange geknetet, bis ein fester und elastischer Teig entstanden ist.
Danach den Teigklumpen mit Frischhaltefolie umwickeln und für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung habe ich dieses Mal 125 g Büffelmozzarella fein gewürfelt und in eine Schüssel gegeben. Etwa 10 getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten ebenfalls fein hacken und unter den Mozzarella mischen. 70 g Serranoschinken in feine Streifen schneiden und ebenfalls unterheben. 1 Hand voll Rucola und einige Blätter Basilikum hacken und unter die Füllung rühren.
Salzen ist aufgrund des salzigen Mozzarellas und Schinkens und der Tomaten nicht nötig.


Den Nudelteig in 2 Teile teilen, den nicht verwendeten Teil wieder mit Folie abdecken.
Jeden Teil erst mit einem Nudelholz etwas platt rollen, dann durch die Nudelmaschine drehen und bei Stufe 1 anfangen. Ich falte den Teig noch mal nach dem ersten Walzen und rolle ihn noch mal in beide Richtungen mit dem Nudelholz platt. Erst dann fängt das eigentliche Auswalzen an.
Meine Nudelmaschine hat 9 Stufen und ich lasse die Teigbahn jeweils zweimal, also von beiden Seiten durch jede Stufe laufen. Für gefüllte Nudeln walze ich bis zur 7. Stufe.
Dieses Mal habe ich die Nudeln dann einzeln mit meiner Raviolipresse ausgestanzt, dann in die Presse eingelegt, den Rand mit etwas Wasser bepinselt, jeweils gut 1 Tl von der Füllung in die Mitte gegeben und zusammengedrückt. Die fertigen Ravioli lege ich immer auf ein bemehltes Holzbrett und decke sie mit einem Küchenhandtuch ab.
Aus dem Teig bekomme ich so etwa 20 Ravioli, was bei uns für 2 Portionen reicht (wobei ich meist nur 6-7 davon esse, dann ist mein Pastahunger wieder gestillt.

In einem großen Topf mindestens 3 Liter Wasser zum Kochen bringen, dann ordentlich salzen. Die Ravioli vorichtig ins Wasser geben und etwa 4-5 Minuten nicht zu sprudelnd kochen lassen. Da sie ziemlich schnell hochsteigen öfter vorsichtig durchrühren und die Raviolis im Wasser wenden.
Fertige Ravioli in einem Nudelsieb abtropfen lassen.

 
Ravioli auf Pastateller geben, mit gutem Olivenöl beträufeln und mit frischen Parmesanspänen bestreuen. Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen und sofort servieren.


Kulinarischer Reisebericht Barcelona

Donnerstag, 26. Mai 2011


Nach ein paar urlaubsbedingten Abwesenheitstagen melde ich mich mit einem kleinen Reisebericht zurück!
Was macht man im Urlaub so? Natürlich gut essen!


Ich habe Verwandtschaft in Barcelona und reise seit dem Säuglingsalter in diese schöne Stadt am Mittelmeer. Für mich gibt es deswegen keine typischen Touristenbesuche mehr, sondern es ist eher ein "nach Hause kommen" und ich weiß genau wo ich hin will und was ich machen will.
Dieses Jahr hat es nur zu einem Kurztrip gereicht, der sich dafür aber auch gerade kulinarisch voll und ganz gelohnt hat!
Die Stadt erlebt auch seit einigen Tagen eine eher ungewöhnliche Hitzewelle für den Mai und so wurden wir mit schweißtreibenden 30 °C bedacht.


Dienstag abend ging es in das bekannte Can Majó in einer kleinen Seitenstraße im Hafen von Barceloneta.
Was gibt es schöneres als bei angenehmen 23 °C spätabends auf einer Terrasse zu sitzen, Meeresluft zu schnuppern und dabei guten Wein und frischen Fisch zu genießen?

Als kleinen "Snack" vorab gab es eine spanische Delikatesse, die zugegebenermaßen extrem befremdlich aussieht: "Percebes", in Deutschland unter dem Begriff Entenmuscheln geläufig.
Trotz des Namens handelt es sich dabei nicht um Muscheln, sondern um eine Krebsart, die es vor allem in Spanien und Portugal als rare Spezialität mit strengen Fangauflagen gibt.
Und wirklich, es sieht einfach nur abstoßend aus. Wer mutig ist kann ja mal die Google Bildersuche bemühen und sich das ganze angucken. Ich dachte zuerst wirklich man würde mir irgendwelche Echsenfüße servieren...
Das ganze erinnert an Muschelhälften, die an einem Elefantenfuß hängen, der in ein Kettenhemd gesteckt wurde. Extrem befremdlich.
Aber dennoch ist die Neugierde groß und wenn man es einmal geschafft hat die lederne Haut abzuziehen, wird man mit wunderbar weichem, saftigen und delikaten Fleisch belohnt.
Eine Erfahrung, die sich gelohnt hat.

Weiter ging es mit einer Portion frischer Herzmuscheln auf Seefahrer-Art, dazu spanisches Brot mit Olivenöl und Tomate. Köstlich! Die Muscheln wurden mit einer Sauce aus Olivenöl, Senf, Schnittlauch und Speck serviert, was ganz hervorragend gepasst hat.

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich früher nie nie nie Fisch oder irgendwelches Meeresgetier gegessen habe?
Irgendwann habe ich dann gaaaanz sachte angefangen weißen, festen Fisch zu essen - und es hat erstaunlich gut geschmeckt. So habe ich mich langsam vorangetastet und kann mir gar nicht mehr vorstellen keinen Fisch zu essen. Hering, Makrele und Forelle sind nachwievor nicht meine erste Wahl, aber frischer Thunfisch, Brassen, Steinbutt, Kabeljau, Seeteufel usw. usf. esse ich wahnsinnig gerne.
Meeresfrüchte und Krebse sind dagegen weniger mein Fall (auch wenn ich von den Percebes angenehm überrascht war): Shrimps, Gambas, Tintenfische, Langusten und Hummer landen in der Regel nicht auf meinem Teller, aber eher weil ich die Konsistenz nicht mag. Wobei Muscheln in Maßen (nicht in Massen) auch wieder super sind. Hier im Rheinland natürlich in Form von Miesmuscheln rheinischer Art.

Zum Hauptgang gab es wunderbar zarte Goldbrasse aus dem Salzteig, was ich zu Hause auch ganz gerne mal nachmache. Fangfrischer Fisch an Spaniens Küste schmeckt aber einfach noch mal eine Nummer besser. Serviert wurde das gelöste Filet, dazu gab es ein ganz köstliches spanisches Olivenöl - mehr braucht es nicht für tolle Geschmacksexplosionen.

Die regionale Spezialität Crema catalana war zu später Stunde leider nicht mehr zu haben, eine weiße Mousse au Chocolat mit Passionsfruchtpüree konnte das ganze Menü aber auch hervorragend abrunden.


Am Mittwoch gab es nach einem Ausflug zum Strand von Sitges erst mal Patatas Bravas zur Stärkung in einem Strandlokal: kleine frittierte Kartoffelwürfel mit einer wie harmloses Ketchup aussehenden, aber tatsächlich höllisch scharfen Sauce.

Mittags ging es dann in die La Boqueria auf der Ramblas, einer Markthalle mit allen erdenklichen Lebensmitteln (ja, auch frittierte Termiten und Heuschrecken bekommt man dort).





Ein großer Obstteller mit Melonen, Mango, Erdbeeren, Pitahaya, Kiwi usw. für einen vergleichweise äußerst günstigen Preis hat das fettige Mittagessen wieder gut gemacht.


Was auch bei keinem Barcelonabesuch fehlen darf ist ein Eis von Farggi. Diese Kette gibt es bisher nur in Spanien und Portugal, sie kann meiner Meinung nach aber locker mit Ben & Jerry's und Häagen Dazs mithalten. Ich finde sie eigentlich sogar noch besser. Extrem cremiges und sahniges Eis in so tollen Sorten wie Dulce de leche, Yoghurt-Blackberry, Vanilla with Chocolate covered Almonds oder White Chocolate lassen allen Freunden des süßen Sahneises (so wie ich es einer bin) das Herz höher schlagen. 


Abends stand dann ein Besuch im "3 fpm" 3 Food, People & Music bei Eduard Arola an.
Ein sehr modernes, stylishes Restaurant (bzw. Tapasbar) mit schickem Ambiente, lockerer Stimmung und vor allem großartigem Essen!
Wir haben uns für das "Showtaping" entschieden, ein 8-gängiges Tapas-Überraschungsmenü. Man teilt seine Vorlieben oder Abneigungen ("Bitte keine Meeresfrüchte, s.o.) mit und bekommt ein sehr modernes und vor allem extrem leckeres Tapasmenü serviert.

Der erste Gang bestand aus karamellisierter Foie gras mit knusprigem Rosinenbrot und Maracuja-Chutney - eine irre Kombination, wer hätte das gedacht!

Weiter ging es mit einem Salat aus jungen Spinatblättern, Sprossen, Sellerie, Ziegenfrischkäse, karamellisierten Haselnusskernen und einer Balsamicovinaigrette - wird auf jeden Fall nachgemacht. Der salzige Ziegenkäse in Verbindung mit den süßen Nüssen passt hervorragend zusammen!

Als nächsten Gang gab es frisches Rindertatar mit winzigen Gurkenwürfelchen und einer Vinaigrette aus Eigelb, weißem Essig und Öl, dazu knusprige Brotscheiben. Da ich ohnehin unheimlich gerne Tatar esse, passte auch das ganz hervorragend.

Kleiner Zwischengang waren als nächstes Patatas Bravas in klein gestiftelter Form mit einer hellen Sauce mit Cointreau.

Danach ging es mit knusprigen Chicken Wings mit einem typisch kanarischen Mojo Rojo Suave-Dip aus Öl, Knoblauch, Paprika und Gewürzen weiter.

Darauf folgten dann rosa gebratene Mini-Kalbfleischburger mit einer Auflage aus Foie gras und Balsamicocreme, dazu gab es Kartoffelstampf-Nocken.

Schließlich wurde noch eine für das Restaurant bekannte "Coca Pizza" serviert, eine Art Pizza aus einem knusprig dünnen Fladen, mit etwas Tomate, aber ohne Käse. In unserem Fall waren drauf: Butifarra, eine typisch katalanische frische Bratwurst, dazu wieder Foie gras, grüner Mini-Spargel und karamellisierte Zwiebeln.

Zum Dessert wurde ein fein gewürfelter Obstsalat aus Mango und Pfirsichen zusammen mit einem erfrischenden Zitronensorbet serviert. Genau das richtige als Abschluss!

Ein tolles Menü, ganz nach meinem Geschmack!
Der Laden war super, das Essen frisch und lecker, die Bedienung äußerst nett und das Ambiente stimmte einfach.
Ich war das erste Mal dort, aber bestimmt nicht das letzte Mal!

Ein wirklich toller Kurztrip mit schön warmem Wetter, einer tollen lebendigen Stadt und wirklich gutem Essen. Barcelona ist wirklich immer eine Reise wert!

Und beim nächsten Mal gibt es hier dann auch wieder was Selbstgekochtes!

Wiener Schnitzel mit lauwarmem Kartoffelsalat

Samstag, 21. Mai 2011

Letzte Woche gab es bei meinem Metzger wunderbare Kalbsschnitzel im Angebot. Da mussten natürlich Wiener Schnitzel draus gemacht werden. Ich liebe den Geschmack von dem zarten Kalbfleisch, da kommt auch kein Schweineschnitzel gegen an. Hühnchen paniere ich schon mal ganz gerne, aber ein echtes Wiener Schnitzel schmeckt doch immer noch am besten.


Für 2 Portionen:
400 g festkochende Kartoffeln
heiße Gemüsebrühe (bei mir aus 1 TL Bio-Gemüsebrühe und etwa 150 ml kochendem Wasser)
1 kleine Zwiebel
2 Gewürzgurken
1/2 Tl Senf
3 El Rapsöl
1 El Balsamico bianco
300 g Prinzessbohnen (TK)
2 Kalbsschnitzel zu je ca. 125 g
Mehl
1 Ei, verschlagen
Semmelbrösel
Öl zum Braten
1 Bio-Zitrone zum Servieren
etwas Butter
Salz, Pfeffer

Zuerst die Kartoffeln gar kochen, kurz ausdampfen lassen, dann direkt schälen und in Scheiben in eine Schüssel schneiden. Die noch warmen Kartoffeln mit der heißen Brühe übergießen, etwas durchmischen und ziehen lassen.
Die Zwiebel und die Gewürzgurke sehr fein würfeln, den Senf dazugeben und zusammen mit dem Rapsöl und dem Balsamico zu einem Dressing verrühren. Über die Kartoffeln gießen, gut durchmischen und ziehen lassen, danach mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Bohnen in leicht köchelndem Salzwasser etwa 10 Minuten blanchieren, danach abgießen und mit etwas Butter durchschwenken.

Die Schnitzel schön flach klopfen und das Fleisch mürbe machen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern. In Mehl wenden und leicht abklopfen. Danach durchs Ei ziehen und zuletzt in den Semmelbröseln wenden, bis die Schnitzel gleichmäßig paniert sind.
Ausreichend Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, dann die Schnitzel von beiden Seiten knusprig braun ausbraten.
Zusammen mit den Bohnen und dem lauwarmen Kartoffelsalat servieren, dazu Zitronenscheiben reichen.

Spinatpastete auf Griechisch: Spanakópita

Dienstag, 17. Mai 2011

Ich stehe total auf griechisches Essen in (fast) jeder Form. Vor allem liebe ich die Spinatpastete (oder auch Spinatstrudel) mit ordentlich Feta und Knoblauch.
Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass es im örtlichen Supermarkt mittlerweile auch frischen Filoteig im Kühlregal gibt und musste es unbedingt mal damit ausprobieren, da ich davor immer Blätterteig verwendet habe.
Und es schmeckt tatsächlich wie beim Griechen! Lecker!


Spanakópita
Für eine rechteckige Auflaufform (ca. 20 x 30 cm)

250 g Filoteig aus dem Kühlregal (oder natürlich direkt vom Griechen/Türken)
3 Knoblauchzehen
2 Schalotten
ca. 700 g frischer junger Spinat
100 g Romarispen- oder Cherrytomaten
200 g Feta
Olivenöl
Salz, Pfeffer
frische Thymianzweige

Den Teig einige Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.
Eine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln.
Den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Hälfte der Teigblätter einzeln in die Form schichten, dabei zwischendurch jede Lage mit etwas Olivenöl bestreichen.
In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen. Knoblauch und Schalotten schälen, würfeln und im heißen Öl kräftig andünsten.
Den Spinat putzen und waschen und mit wenig Wasser in einem großen Topf bei mittlerer Hitze kurz zusammenfallen lassen.
Die Tomaten waschen, vom Stielansatz befreien und in dünne Scheiben schneiden.
Spinat und Tomaten zum Knoblauch und den Schalotten geben und kurz durchmischen.
Den Feta in Stücke bröseln und ebenfalls zu der Mischung geben.
Mit Pfeffer und (wenn nötig) Salz würzen.
Die Mischung auf den Teig geben und diesen an den Seiten einklappen.
Die restlichen Teigblätter darüber schichten und wieder mit Öl bestreichen. Die letzte Schicht wieder etwas einölen und mit frisch gehacktem Thymian bestreuen.
Die Form in den Ofen geben und auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.
Heiß oder lauwarm mit einem frischen Salat servieren.

Eine Abwandlung wäre noch etwas angebratenes Lamm- oder Rinderhack dazuzugeben und/oder etwas Minze beizumischen.


Vom Hot Milk Sponge Cake zum Strawberry Shortcake - und ein neuer Mitbewohner

Montag, 16. Mai 2011

In meiner Familie gibt es seit Jahren DAS Standardkuchenrezept. Sobald die Erdbeerzeit beginnt, gibt es kein Halten mehr und zu jedem Familientreffen gibt es den gleichen Kuchen. Und nein, das ist alles andere als langweilig, einfach weil dieser Kuchen so unfassbar lecker ist.
Meine Oma backt als Grundlage einen originalen Hot Milk Sponge Cake auf dem Blech vor. Der Kuchen ist pur schon äußerst lecker, die Krönung gibt es aber durch eine Creme aus Mascarpone und Sahne und ein Topping aus frischen, süßen Erdbeeren. Zum Niederknien.

Leider habe ich meine Oma bisher nie nach dem Rezept für den Sponge Cake gefragt und deswegen selber mal experimentiert. Rausgekommen ist dann letztendlich ein Strawberry Shortcake, der zumindest vage an unseren Familienkuchen erinnert.



Strawberry Shortcake aus Hot Milk Sponge Cake

500 g Erdbeeren putzen, das Grüne entfernen und die Erdbeeren in Scheiben schneiden. Nach Bedarf leicht zuckern.

Für den Hot Milk Sponge Cake 4 Eier dickcremig aufschlagen. 200 g Zucker einrieseln lassen und weiter cremig rühren, 1 Tl Vanilleextrakt unterrühren.
250 ml Milch in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und dann von der Hitze nehmen. Die noch heiße Milch langsam, aber stetig unter ständigem Rühren unter die Eiermasse rühren.
250 g Mehl mit 1 Tl Weinsteinbackpulver mischen und auf den Teig sieben. Nur kurz unterrühren.
Den Teig in eine gefettete und bemehlte Springform (26 cm Durchmesser) fühlen und bei 175 °C Ober- und Unterhitze etwa 25 - 30 Minuten backen.
In der Form etwas abkühlen lassen, dann die Springform lösen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Für die Creme 200 g Schlagsahne steif schlagen. 
In einer weiteren Schüssel 200 g Mascarpone mit etwa 70 g Puderzucker cremig schlagen. Die Sahne vorsichtig unterrühren.

Den abgekühlten Kuchen waagerecht halbieren. Die untere Hälfte mit etwa 1/3 der Creme bestreichen und in einer Lage mit Erdbeerscheiben belegen. Die obere Kuchenhälfte aufsetzen, die restliche Creme darauf verstreichen und mit den restlichen Erdbeeren belegen.


Wie man sieht, ist der Teig leider recht klitschig geblieben und nicht so luftig und locker geworden, wie er eigentlich sein sollte.
Das kann am Rezept liegen, aber bestimmt auch an meinem kaputten Ofen, der nur noch mit Umluft backen kann.
Da ich seit einem Jahr mit diesem kaputten Ofen lebe und seitdem weder Brot noch Pizza backen kann (leider ist meine Oberhitze ausgerechnet bei einer Pizzasession auf dem heißen Stein durchgebrannt), hatte ich jetzt die Schnauze einfach voll.
Und als ich am Freitag nachmittag zufällig ein tolles Angebot gesehen habe (da Blogger ja nicht funktionierte, musste ich mich mit etwas anderem beschäftigen), bin ich direkt am Freitag nachmittag losgefahren und habe einen neuen Ofen besorgt! Endlich!
Er ist nichts besonderes, ein ganz normaler Einbauofen mit Ceranfeld ohne viel Schischi oder Schnickschnack, der aber immerhin u.a. 3D-Heißluft plus und eine Ober- und Unterhitze hat. Und ich freue mich so! Seit gestern ist er eingebaut und endlich endlich kann ich wieder dem Brotbacken nachgehen und einen neuen Sauerteig ansetzen, was ich bisher schmerzlich vermisst habe. Mein Schamottstein und meine Gärkörbchen sind schon eingestaubt und wollen endlich wieder zum Einsatz kommen.
Hier mein neuer Mitbewohner, der mir hoffentlich eine ganze Weile viel Freude bereiten wird:


Den Hot Milk Sponge Cake muss ich dann unbedingt noch mal nach dem Rezept meiner Oma nachbacken...

Chili con Carne schmeckt auch im Frühling!

Sonntag, 15. Mai 2011

Chili con Carne ist zugegebenermaßen nicht gerade das typische Frühlingsessen, sondern eher was für verregnete Herbstabende und kühle Wintertage.

Als ich aber vor wenigen Tagen das Chili con Carne in Engelchens Küche gesehen habe, hatte ich sofort Appetit auf einen großen Topf leckeres Chili, zumal ich es auch gerne "gemüsig" mag!

Also schnell nach der Arbeit beim Metzger angehalten, frisches Rinderhack geholt und - zack - einen großen Topf Chili gekocht, wie ich es gerne mag, yummie!


Für ca. 6 Portionen:

2 El Olivenöl
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Tl Paprikapulver
1 Prise Cayennepfeffer
1 Tl italienische Kräuter
2 getrocknete Chilischoten, zerbröselt
700 g Rinderhackfleisch
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
2 El Balsamico rosso oder bianco 
2 Dosen gute italienische Tomatenstücke im eigenen Saft
1 große (oder 2 kleine) Dose(n) Kidneybohnen
1 Dose Mais
Tabasco
Salz, Pfeffer
Schmand und Baguette zum Servieren

Das Olivenöl in einem großen Topf mit schwerem Boden erhitzen.
Die Zwiebeln schälen, würfeln und im heißen Öl glasig anbraten, den Knoblauch dazupressen.
Die Kräuter und Gewürze dazugeben und kurz mit anschwitzen.
Das Hackfleisch dazu geben und gut anbraten.
Die Paprikaschoten entkernen, in Würfel schneiden und mit anbraten.
Das ganze mit dem Balsamico etwas ablöschen und sofort mit den Tomaten samt Saft aufgießen.
Das ganze bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen.
Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen und mit kaltem Wasser gut abspülen. zusammen mit dem abgetropften Mais zum Chili geben und noch mal 5 Minuten ziehen lassen.
Zum Schluß mit Tabasco abschmecken und je nach Bedarf mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Das Chili in tiefe Schüsseln geben. Schmand glatt rühren und jeweils einen Klecks auf das Chili geben.
Mit frischem Baguette servieren.

Meine liebe Kollegin radelt jeden Morgen an einem tollen französischen Bäcker vorbei und bringt mir von dort das köstlichste Baguette mit, das ganz hervorragend zu meinem Chili passt!
Für mich richtiges Soulfood!



Stilton-Burger und schneller Caesar Salad

Dienstag, 10. Mai 2011

Ich weiß, ich weiß, die Burger-Rezepte nehmen langsam Überhand. Aber wir lieben Burger in jeder Variante einfach!
Heute war es mal wieder soweit. Und nachdem wir in den USA mal einen großartigen Blue Cheese-Burger gegessen haben und Stilton momentan (nach meinem London-Besuch im April) unser absoluter Lieblingskäse ist, stand das Dreamteam für heute Abend fest.
Deswegen gab es pro Person wieder 250 g frisches Rinderhack, zu einem saftigen, noch leicht rosafarbenem Burger gebraten, wobei nach dem Wenden etwa 50 g Stilton in Stücken auf den Burger gelegt wurden und ein großer Deckel über die Pfanne kam.
Da der Käse sehr intensiv schmeckt, bestand der Burger sonst nur noch aus Tomaten, Zwiebeln, Salat, Ketchup und Mayonnaise. Lecker!


Ich bin auch großer Fan von richtigem, klassischem Caesar Salad, nur mit Salat, Parmesan und selbstgemachten Knoblauch-Croutons. Maximal noch Hühnchenbrust dazu. So wie bei meinem Lieblings-Mexikaner.
Wenn ich den Salat aber parallel zum Burgerbraten mache, darfs auch mal schnell gehen: Romanasalat waschen und in Stücke schneiden, fertige Croutons dazu, Parmesanspäne drüber hobeln und ein schnelles Dressing aus Schmand, Joghurt, Balsamico, Salz und Pfeffer. Einfach, aber gut!


Schneller Lauchkuchen

Sonntag, 8. Mai 2011

Es gibt einfach Tage, wo auch ich nicht wirklich Lust habe ewig in der Küche zu stehen.
Entweder ich muss mich wirklich mal zum Lernen aufraffen oder ich will draußen in der Sonne sitzen und ein Buch lesen. Oder ich bin den ganzen Tag unterwegs.
Manchmal muss es einfach schnell gehen und ich will trotzdem was Warmes essen.
Da ich kein großer Pastafan bin, fallen Nudeln deswegen in den meisten Fällen weg und ich greife eher zu etwas wie der schnellen Tomaten-Quiche.
Heute im Angebot: Schneller Lauchkuchen!
Zugegebenermaßen eines Rezepts kaum würdig, aber dafür mit wenigen und einfachen Zutaten extrem schnell auf dem Tisch und zudem sehr lecker. Stelle ich mir auch toll für Partys oder Grillabende vor.


1 rechteckigen Blätterteig aus dem Kühlregal auf einem Backblech ausrollen, den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze oder 150 °C Umluft vorheizen.
1 kg dünne Lauchstangen putzen, die äußerste Schale entfernen und nur das weiße und hellgrüne vom Lauch in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Lauchscheiben etwa 3 Minuten in kochendem Salzwasser garen, dann abgießen.
150 g gewürfelten Speck oder Schinkenwürfel (ich habe magere Schinkenwürfel verwendet) im noch heißen Lauchtopf anschwitzen.
150 g Créme fraîche glattrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig auf dem Blätterteig verstreichen. Lauch und Speckwürfel daraufgeben und bis zum gewünschten Bräunungsgrad etwa 20-30 Minuten backen.
Dazu passt ein frischer grüner Salat.

Goethes Leibspeise: Grüne Sauce

Donnerstag, 5. Mai 2011

Heute hatte ich mal wieder große Lust auf ein Lieblingskinderessen: Grüne Sauce! 
Früher mal als "Frankfurter Grüne Sauce" bekannt, muss man heute höllisch aufpassen, diesen Begriff zu verwenden, wenn man nicht die ganz korrekt bemessenen Zutaten verwendet. Der Begriff ist nämlich mittlerweile geschützt.
Bei mir ist es also nur noch "Mamas Grüne Sauce", so.
Als gebürtige Hessin bin ich quasi mit Goethes Leibspeise aufgewachsen. Grüne Sauce war auch eines der ersten Gerichte, das ich als Kind selbst zubereitet habe.

Ich erinnere mich noch an die samstäglichen Markttage, wenn ich mit Mama die Kräuter gekauft habe. Die gabs natürlich erntefrisch und in Papier eingewickelt bei jedem Gemüsehändler.
Das ist hier im Rheinland schon was anderes, aber zumindest zu dieser Jahreszeit (Gründonnerstag gehts los) bekommt man hier auch die original Kräutermischung.
Drin sein dürfen nur die folgenden 7 Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Sauerampfer, Kresse, Pimpinelle und Borretsch!

Natürlich gibts neben der geschützten Bezeichnung zig verschiedene Rezepte, die alle original und alle Goethes Lieblingsessen gewesen sein sollen. Wer weiß, vielleicht mochte er ja lieber was ganz anderes.
Ist aber auch egal. Ich mache meine Grüne Sauce seit fast 20 Jahren so wie Mama es mir beigebracht hat (Mama ist zwar eigentlich Amerikanerin, ist aber in Hessen aufgewachsen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Marktfrau auch ihre Finger im Spiel hatte und ihr Lieblingsrezept für "Grie Soß" verraten hat).



Für 2 (hungrige) bis 4 (normalessende) Personen:

2 hartgekochte Eier pellen. Die Eier halbieren, das Eigelb aus dem Eiweiß drücken und in eine große Schüssel geben. 
1 El Sonnenblumenöl und 1 Tl mittelscharfen Senf zum Eigelb geben und das ganze zu einem cremigen Brei verrühren. Im Grunde hat man damit seine Mayonnaise gemacht, ich bin aber dekadent und gebe noch 1 El Mayo extra dazu und rühre das ganze glatt.
2 Becher (a 200 g) Saure Sahne oder Schmand (ich bevorzuge Schmand) einrühren und gründlich untermischen.
1 große Gewürzgurke sehr fein würfeln und untermischen.
1 Bund Grüne Saucen Kräuter (gibts auch TK) fein hacken und unterrühren.
Das Eiweiß ebenfalls fein hacken und unter die Sauce mischen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich esse Grüne Sauce am liebsten pur zu Pellkartoffeln. 
Wenn ich in der alten Heimat bin aber auch gerne mal zum Tafelspitz.
Ein tolles einfaches Gericht, dass ich vor allem sehr gerne komplett zusammenmatsche und dann lauwarm esse. Wie als Kind eben.

Rhabarberkuchen mit Schmandcreme und Streuseln

Mittwoch, 4. Mai 2011

Rhabarber ist ja momentan in aller Munde. Und das ist auch gut so.
Ich erinnere mich noch daran, dass wir früher Rhabarber im Garten hatten, den ich als Kind aber nie mochte. Ich weiß aber auch nicht mehr, was meine Mutter daraus gemacht hat. Die schlechte Erinnerung hielt jedoch so lange an, dass ich Rhabarber erst vor einem Jahr als essbares Lebensmittel wiederentdeckt habe - in Form eines Kuchens mit einer leckeren Schmandcreme bei einer Kollegin. 
Warum noch mal mochte ich keinen Rhabarber?

Jedenfalls ist es nun soweit und ich habe tatsächlich den ersten Rhabarberkuchen meines Lebens fabriziert, passend zu Franzis und Annas Gewinnspiel. Dort geht es wahlweise um Erdbeeren, Spragel oder eben um Rhabarber.
Und sowohl frischen grünen Spargel als auch die ersten süßen saftigen Erdbeeren aus heimischen Gefilden gab es bei mir bereits.
DIE Chance für den Rhabarber - und es hat sich geschmacklich absolut gelohnt!
Der Kuchen besteht im Grunde aus 4 Schichten, hat einen leckeren Boden, eine tolle Vanillecreme den süß-säuerlichen Rhabarber und als Krönung noch süße Mürbeteigstreusel - wie kann Rhabarber ein schöneres Dasein haben als in dieser Form?!

Rhabarberkuchen mit Schmandcreme und Streuseln




Ca. 800 g Rhabarber (bei mir waren es 800 g in geschältem und geschnittenem Zustand) schälen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden, In eine große Schüssel geben, mit Zucker bestreuen, gut vermengen und eine halbe Stunde ziehen lassen.

Währenddessen für die Schmandcreme einen dicken Pudding aus 1 Päckchen Sahnepuddingpulver, 100 g Zucker, dem Mark 1/2 Vanilleschote und 300 ml Milch nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen. Dabei immer gut durchrühren. 

In der Zwischenzeit einen Rührteig aus 125 g weicher Butter, 100 g Zucker, Mark 1/2  Vanilleschote, 2 Eiern, 200 g Mehl, 1 Tl Weinsteinbackpulver und 100 g Schmand (Sauerrahm) herstellen, indem die Zutaten in dieser Reihenfolge nacheinander miteinander verrührt werden.

Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.

Eine Springform (26 cm Durchmesser) gut einfetten. Den Rührteig einfüllen, glatt streichen und diesen Boden schon mal 20 Minuten vorbacken.


In der Zwischenzeit den Rhabarber in einem Sieb gründlich abtropfen lassen. 

Für die Streusel 150 g Mehl, 100 g Zucker und 100 g kalte Butter in Stückchen zu Streuseln verkneten.

300 g Schmand mit einem Schneebesen glattrühren und unter den abgekühlten Pudding mischen.
Die Schmandcreme gleichmäßig auf dem Rührteigboden verteilen.

Den abgetropften Rhabarber gleichmäßig darüber verteilen. 

Zum Schluß die Streusel darüber geben.

Den Kuchen auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten backen.

Da die Creme im warmen Zustand sehr weich ist, den Kuchen erst vollständig in der Form erkalten lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank.



Also bei mir wird es ab sofort öfter Rhabarberkuchen geben. Und Rhabarberkompott. Und Rhabarberchutney!
Ich habe da einiges nachzuholen...

Es ist Eiszeit!

Dienstag, 3. Mai 2011

Mit leckeren Eiskreationen!
Darf ich vorstellen - Oreo-Cookie-Icrecream (Eis mit Oreokeksen) und Strawberry-Cream-Icecream (Erdbeer-Sahne-Eis), zwei leckere klassische Grundrezepte!


 

Seit einigen Jahren habe ich ja meine nette Kenwood-Küchenmaschine und genauso lange meinen Eisbereiter dazu. Im Grunde ist es nur ne Plastikschüssel mit Flüssigkeit im Kern, die man einfriert und dann später das Eis darin zubereiten kann. Also kein Profiwerkzeug, aber für den normalen Hausgebrauch völlig ausreichend!

Am Anfang habe ich etwas rumgetüfelt und verschiedene italienische Eissorten ausprobiert. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch generell kein Freund von Eisdielen und typisch italienischem Eis bin. Biene Maja, Spaghettieis und Raffaelo-Becher lassen mich weitgehend kalt. Auch Sorbets und Granitas mag ich nur manchmal und nur bedingt.
Mein Herz gehört eindeutig den cremigen, sahnigen Vertretern, allen vorran Häagen Dazs, Ben & Jerry's und vor allem nicht zuletzt Farggi. Köstlich, sowas ist meine Welt!

Und deswegen landete auch vor einigen Jahren das Ben and Jerry's Homemade Ice Cream and Dessert Book in meiner Kochbuchsammlung.
Schon das Grundrezept ergibt meiner Meinung nach das mit Abstand köstlichste, cremigste Eis! Ich denke aber, dass Voraussetzung immer eine Eismaschine sein sollte, da das Geheimnis mit im stetigen Rühren liegt.
Dazu verwende ich nur frische und beste Bio-Zutaten und das Eis wird noch viel besser als das gekaufte Pendant!

Hier meine Adaption für das Oreo-Cookie-Eis:
2 Bio-Eier sehr schaumig aufschlagen. 200 g Zucker einrieseln lassen und zu einer cremigen Masse verschlagen. 
400 ml Bio-Sahne mit 200 ml Bio-Milch und 2 Tl Vanilleextrakt verrühren und unter die Eimasse mixen.
In einen Eisbereiter geben laufen lassen. Bei mir dauert das etwa 20-25 Minuten.
Ca. 12 Oreo-Kekese (ich habe Schoko mit Schokofüllung genommen) grob zerhacken und langsam in die Eismischung einrieseln lassen. Noch etwa 2 Minuten weiterrühren, bis alles gründlich vermischt ist.
Dann entweder sofort genießen oder bis zur gewünschten Feste in einer luftdicht verschließbaren Plastikdose im Gefrierschrank aufbewahren. 
Das Eis etwa 10 Minuten vor dem Genuss bei Raumtemperatur stehen lassen.

Für das Erdbeer-Sahne-Eis:
1 Bio-Ei schaumig schlagen, 100 g Zucker einrieseln lassen. 
200 ml Bio-Sahne mit 100 ml Bio-Milch vermischen und gut unterrühren.
Ca. 400 g frische Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und mit 50 g Zucker pürieren.
Das Erdbeerpürree unter die Sahnemischung mixen.
Die ganze Masse in den Eisbereiter geben. 
Sollte das Eis danach noch zu flüssig sein, in eine luftdicht verschlossene Plastikdose geben und im Gefrierschrank aufbewahren. 
Etwa 10 Minuten vor dem Essen bei Zimmertemperatur antauen lassen.


Guten Appetit!

Antipasti und Schafskäse vom Grill

Montag, 2. Mai 2011

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Grillens.
Kein Wunder, bei dem schönen Wetter.
Ich habe mich ja vor kurzem schon mal zum Thema Grillen ausgelassen und liefere jetzt noch ein paar Bilder und Rezepte dazu.

Wie ich ja vorher schon mal berichtet habe, liebe ich Antipasti vom Grill!
Vor allem Auberginen und Zucchini. Natürlich kann man aber auch Paprika, Zwiebeln oder Pilze verwenden, bei mir blieb es aber mal wieder schlicht.


Antipasti vom Grill:
1 Aubergine und 2 Zucchini putzen, den Strunk entfernen und längs in etwa 3mm dünne Scheiben schneiden.
Abechselnd in eine Schüssel schichten, dabei jede Schicht mit Pfeffer würzen, mit Olivenöl beträufeln und Knoblauch drüber pressen. 1 Stunde durchziehen lassen.


Danach die Scheiben einzeln auf den Grill legen und von beiden Seiten weich bzw. je nach Geschmack knusprig braun grillen.
Ich habe dafür einen praktischen Gemüsehalter.


Das ganze kann man sowohl pur, als auch mit frischem Brot, Kräuterbutter, Aioli o.ä. genießen.
Ich esse es zum Beispiel super gerne auf einem frischen Baguette mit etwas Kräuterbutter:



Meine Kräuterbutter durfte natürlich nicht fehlen und diese gab es auch zu saftigen Hüftsteaks:



Dazu eine Salatmischung aus Batavia, Novita, Romanesco und Rucola mit Kirschtomaten und Frühlingszwiebeln und einem Dressing aus Sonnenblumenöl, Honig und rotem Balsamico:



Schafskäse vom Grill:
Irre lecker!
Einfach ein großes Stück Alufolie mit etwas Olivenöl einpinsen, ein Stück Feta (200 g) darauflegen. Mit Balsamico oder Balsamicocreme beträufeln, Olivenöl und gehackten Knoblauch dazu geben, Kirschtomaten drumherum legen und mit frischen Kräutern bestreuen (in diesem Fall Oregano, Thymian und Rosmarin).

Schmeckt super lecker zu Fladenbrot, das man hervorragend in den weichen Käse tunken kann.

Zum Grillen auch sehr lecker ist eine grüne Salatmischung mit Frühlingszwiebeln, Kirschtomaten, Parmesanspänen und Serrano-Schinken, der kurz auf dem Grill knusprig geröstet wurde, dazu eine klassische Vinaigrette:


Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Grillwochenende...
 

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