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Kräutergarten

Samstag, 30. April 2011

Nachdem heute die Sonne endlich mal wieder vom Himmel knallt und dazu noch Wochenende ist, bin ich eben über meine Terrasse geschlendert und mal wieder in meiner Kräuterecke hängen geblieben.


Ich liebe diesen Geruch von frischen Kräutern. Das hat sowas mediterranes an sich, so dass man sich fast wie im Urlaub fühlt. Jedes Kraut verströmt seinen ganz eigenen Geruch und eignet sich für für bestimmte Gerichte. Einzige Ausnahme ist meine Kräuterbutter, da schmeiße ich eigentlich alles rein, was ich da habe.

Momentan wohnen bei mir ein etwa 10 Jahre alter Salbeistrauch; ein kräftiger Schnittlauch, der auch schon etwa 4 Jahre alt ist und auf den ich mich jeden Frühlingsanfang freue, weil er nach dem Winter verlässlich wieder sprießt; ein Zitronenthymian, der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat; ein zuverlässiger Oregano, der gerade mal wieder gen Himmel sprießt; eine köstliche Schwarzminze, die auch hoch hinauswill und einfach betörend duftet; dazu natürlich ein Basilikum, eine krause Petersilie und ein junger Rosmarin (letzterer liegt mir einfach nicht, sämtliche meiner Stämmchen, Büsche usw. gehen mir regelmäßig ein, deswegen pflanze ich seitdem immer frisch einen jungen ein); für Fischgerichte unerlässlich ist mein Estragon, dazu darf Majoran vor allem für Kartoffeln natürlich nicht fehlen; Ysop liebe ich vor allem wegen des Geruchs und ganz neu bei mir sind Kerbel und Melisse.

Was mir definitiv noch fehlt ist Koriander. Letztes Jahr habe ich selber einen gezogen, der aber leider nicht überlebt hat. Das gleiche mit Bärlauch und Rucola.
Ich denke, dass ich deswegen demnächst mal wieder eine Gartencenter-Tour mache und mich neben Koriander, Bärlauch und Rucola auch noch mit Schnittknoblauch und einem Dillpflänzchen eindecke.

Früher hatte ich auch noch diverse Sorten Basilikum (Thai, roter, winterharten) und Petersilie, zusätzlich Pfefferminze, weitere Thymianarten usw., mittlerweile bin ich aber bei meinen Lieblingssorten gelandet und belasse es dabei.

Oder habe ich ein für die Küche elementar wichtiges Kraut vergessen?









Ostern 2011 kulinarisch

Sonntag, 24. April 2011

Ostern ist für uns jedes Jahr ein großes Familientreffen und ein Anlass für viele Leckereien.
MEIN Tag also quasi. Und so habe ich auch in diesem Jahr wieder losgelegt:

Was natürlich nie fehlen darf ist "Klaus", unser Hefezopf, den ich seit Jahren backe und der bei keinem Familienbrunch fehlen darf.
Dafür stehe ich noch abends in der Küche, bereite den Hefeteig vor, lasse ihn über Nacht im Kühlschrank stehen und stehe morgens extra früh auf, um den Zopf noch zu backen (wir haben 1,5 Stunden Fahrt zu meiner Familie, ich meine also wirklich früh).
Das Rezept habe ich hier schon mal gepostet.



Auch immer passend ist natürlich ein frisch gebackenes Osterlamm.
Mein Favorit dabei ist immer das "Schwarze Schaf unter den Osterlämmern" - das Rezept dazu habe ich vor 4 Jahren mal im Chefkoch eingestellt, mittlerweile habe ich das Rezept aber vereinfacht.


Dieses Jahr hieß das Lamm übrigens "Flecki". Ich hatte zuviel Kokosfett in der Kuvertüre und keine Zeit mehr zum Kaltstellen. Deswegen hat es beim Transport etwas gelitten...

Für eine Standard-Osterlamm-Form (0,7 l):
100 g weiche Butter mit 100 g Zucker sehr schaumig rühren. 2 Eier einzeln unterrühren und alles zu einer hellen Creme schlagen. 150 g Mehl mit 1 Tl Backpulver mischen und kurz untermischen. Zum Schluß etwa 70-100 g Nutella unterrühren, entweder nur kurz, für einen Marmoreffekt, oder gründlicher für einen Schokoteig. 
Ich hab mich für Marmor entschieden. Allerdings habe ich Flecki gestern abend leider im Ofen vergessen. Das Lamm soll eigentlich extrem saftig und locker sein, bei mir war es aber leider trocken...
Normalerweise reichen etwa 40 Minuten Backzeit bei 175 °C Ober- und Unterhitze oder 150 °C Umluft.



Cupcakes dürfen natürlich auch nicht an Ostern fehlen und so gab es leckere Rübli-Cupcakes.


Das Rezept dazu stammt aus meinem Büchlein, allerdings habe ich die Frostingmenge verdreifacht, um einen richtig großen Swirl zu machen - war allerdings etwas too much. Die doppelte Menge reicht auch für große Tüllen aus. Ist ja nicht jeder Fan von dem säuerlichen Frischkäsefrosting. Ich nehme immer Phildadelphia und finde die Kombination mit Frischkäse und dem Möhrenkuchen einfach großartig.



Bärlauch ist ja nachwievor ein großes Thema. Und vor ein paar Tagen habe ich bei der lieben Vanessa dieses tolle und einfache Rezept für Bärlauchpesto-Schnecken gefunden.
Genau das richtige für ein Buffet!
Da weit und breit keine Pinienkerne zu bekommen waren und ich kurz zuvor beim Engelchen dieses Bärlauch-Walnuss-Pesto entdeckt habe, war die Sache klar.

Mein eigenes Bärlauch-Pesto sah also wie folgt aus, um ein 290 ml Glas zu füllen:
60 g Bärlauch, gewaschen und geputzt, ohne Stiele
40 g Walnusskerne
40 g frisch geriebener Parmesan
150 ml kalt gepresstes Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer

In der Reihenfolge mit dem Pürierstab sehr fein gemixt (ich wollte es ja zum Verstreichen verwenden). Ab ins Glas, etwas Olivenöl drüber, fertig.


Für die Bärlauchpesto-Schnecken habe ich heute morgen dann einen rechteckigen Blätterteig aus dem Kühlregal ausgerollt, 2 große Esslöffel von dem Pesto darauf verstrichen, den Teig von einer kurzen Seite her aufgerollt und dann in 20 Stücke geschnitten und als Schnecke aufs Blech gesetzt. 15 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze oder 160 °C Umluft in den Ofen - fertig!
Das Auto hat die ganze Fahrt lang extrem gut geduftet.
Und 20 Schnecken sind für 18 Personen eindeutig zu wenig, die waren ratzfatz weg - beim nächsten Mal muss ich direkt die doppelte Menge machen.



Als weiteren herzhaften Buffetfüller gab es mal wieder eine leckere Tomatentarte.
Das Rezept dazu habe ich hier schon mal gebloggt.


Abwandlung dieses Mal: Den Boden habe ich mit Dijon-Senf bestrichen (noch besser!) und 7 Tomaten verwendet (auch besser!). Am Schluss habe ich dazu noch etwas Olivenöl über alles geträufelt und 1 zerdrückte Knoblauchzehe über dem Schafskäse verteilt. Großartig!


Und zu guter Letzt gab es natürlich auch noch einen Nachtisch, klar.
Bei mir war das dieses Mal Panna Cotta. Ich liebe Panna Cotta!
Ich habe 16 Einzelportionen in kleinen Gläschen vorbereitet, die etwa 120-150 ml fassen.


Für die Panna Cotta habe ich deswegen 1,5 l Sahne (was für eine Größenangabe für Sahne...) in einen großen Topf gegeben, 150 g Zucker dazu, 3 Vanilleschoten ausgekratzt und die Stangen dazugegeben und zum Kochen gebracht. 15 Minuten bei niedriger Temperatur sanft köcheln lassen und dabei immer wieder umrühren.
Kurz abkühlen lassen und dann 3 Beutel Gelatine-fix (für je 500 ml Flüssigkeit) schnell und kräftig einrühren. Blattgelatine usw. geht natürlich auch. Dann in die Gläser füllen und über Nacht kalt stellen.
Für das Himbeerpüree habe ich 150 g TK-Himbeeren aufgetaut, den Saft abgegossen und die Himbeeren mit etwas Puderzucker püriert. Durch ein Haarsieb streichen und vom kernlosen Himbeerpüree etwas in jedem Gläschen verteilen.
Super schnell gemacht und sehr lecker!


Ostern war also kulinarisch mal wieder ein Volltreffer. Und das hier war nur mein Beitrag zum Familienbrunch, ihr könnt euch das Gelage also in etwa ausmalen, wenn ihr euch dazu noch eine Linzer Torte, eine Möhrentorte mit Mascarpone, Deviled Eggs, Guacamole, Frikadellen, jede Menge Brot, Krautsalat, Thunfischsalat, Obstsalat usw. usw. vorstellt ;-)

Allen Lesern weiterhin ein frohes Osterfest und einen weiteren sonnigen und freien Tag!



Feldsalat mit Bacon und Pinienkernen

Freitag, 22. April 2011

Beginnen wir doch mal mit der Rubrik Salate.
Ich liebe Salate. In jeder Form! Ob als Blattsalat, Kartoffelsalat, Nudelsalat, Krautsalat, Couscoussalat, Bulgursalat, Linsensalat usw. usw.
Ich esse eigentlich jeden Tag irgendeine Form von Salat. Meistens schnippel ich dafür nur verschiede Blattsalate zusammen und dann was ich gerade so da habe: Tomaten, Mini-Paprika, Schafskäse, Gurke, Mozzarella, Avocado, Mais etc. Dazu ne Vinaigrette - yummie!

Aber es gibt auch ein paar Klassiker, die ich immer wieder gleich mache.
Und dazu gehört eindeutig dieser Feldsalat mit Bacon und Pinienkernen:


1 Packung Baconwürfel ohne Fett in der Pfanne knusprig braun braten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Pfanne kurz mit Küchenpapier auswischen und in der Resthitze eine Hand voll Pinienkerne anrösten.
Etwa 100-150 g frischen Feldsalat (ich kaufe immer den in der Selbstbedienung, keinen abgepackten) von den Wurzelspitzen befreien und gründlich waschen.
1 Hand voll Cherrytomaten waschen und halbieren.
In einer mittelgroßen Schüssel das Dressing aus 80 g saurer Sahne, 1 El Mayonnaise, 1 Spritzer Balsamico, etwas Salz (der Bacon ist meist salzig genug) und frisch gemahlenem Pfeffer anrühren.
Alle Zutaten in die Schüssel geben, gut vermischen und bald servieren.

Eine sehr leckere, schnell gemachte Kombi!

British Tea Time: Scones

Mittwoch, 20. April 2011

Als ich vergangene Woche geschäftlich in London war, durfte eine typisch britische Tea Time natürlich nicht fehlen.
Und so saß ich an einem sehr sonnigen Sonntag mit zwei Kolleginnen im wunderschönen Garten eines tollen Hotels in Kensington und genoß die 5-Uhr-Tea-Time mit frisch gebackenen, duftenden Scones, Clotted Cream, Erdbeerkonfitüre und einer Kanne Tee. Herrlich!

Scones hielt ich bisher immer für ein langweiliges Gebäck und wunderte mich über die Vielfalt der Rezepte, bis ich solche Scones jetzt zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe. Ich habe diese kleinen Köstlichkeiten schlicht unterschätzt.

Deswegen habe ich mich jetzt selber mal dran gemacht und ein für mich passendes Scones-Rezept ausgetüfelt, dass ganz ohne Zusätze oder Aromen auskommt. Klar gibt es zig Möglichkeiten für Scones, ich wollte aber ganz einfache und klassische.

Scones



150 ml Milch zusammen mit 50 g Butter so lange leicht erwärmen, bis die Butter in der Milch geschmolzen ist.
300 g Mehl mit 1 Prise Salz, 1/2 Tütchen Weinsteinbackpulver (9 g) und 1/2 Tl Natron vermischen. Die Milchmischung in eine große Schüssel geben und die Mehlmischung nur kurz einkneten (nicht zu lange rühren). Der Teig darf ruhig klebrig sein.

Das ganze entweder zu einem flachen Kreis formen und tortenstückartig 6 Teile abschneiden oder aber 6 grobe Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Das ganze kann auch ruhig etwas unsauber aussehen. Ich habe den Teig auch eher draufgeklatscht.
Bei 200 °C Ober- und Unterhitze (170 °C Umluft) etwa 15 Minuten backen.

Kurz auskühlen lassen und am besten noch leicht warm mit Butter oder Clotted Cream und Konfitüre genießen.
Das passt English Breakfast- oder ein anderer Tee.

Da ich natürlich vergessen hatte Clotted Cream mitzubringen und es noch nicht in den British Shop geschafft hatte, musste bei mir Créme double einspringen, was aber keinesfalls an original Clotted Cream rankommt. Und das ist eine der wenigen Sachen, die mit soviel Aufwand verbunden ist, dass ich sie nicht selber mache.

Scones sind ansonsten eine super einfache und sehr leckere Sache, die auch mal schnell für Gäste gemacht ist.

Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel und Parmesan

Sonntag, 17. April 2011

Seit einiger Zeit ist es wieder soweit und man bekommt frischen Bio-Bärlauch in Hülle und Fülle.
Ich liebe dieses vielseitige Kraut und seinen besonderen Eigengeschmack. Ich habe mich gerade reichlich mit Bärlauch eingedeckt, wie man schon bei der Bärlauchbutter sehen konnte.
Vor zwei oder drei Wochen hatte ich in meiner Mittagspause auch schon ein sehr leckeres Bärlauchrisotto von unserer lieben Kochfee gegessen, ohne die wir in unserem Industriegebiet aufgeschmissen wären.
Da ich auch gleichzeitig frischen grünen Spargel gesehen habe, kam mir die Idee das ganze zu kombinieren.
Und es hat sich wirklich gelohnt, Spargel und Bärlauch geben ein tolles Paar ab!


Hier mein Rezept für ein leckeres
Bärlauch-Risotto mit grünem Spargel und Parmesan
für etwa 3-4 Portionen

Von 1 Bund grünem Spargel die Enden abschneiden. Die Stangen waschen, trocken reiben und rautenförmig in etwa 2-3 cm große Stücke schneiden, die Spargelköpfe dabei seperat zur Seite legen.
In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und jeweils 1 Tl Salz und Zucker dazugeben. Sobald das Wasser kocht die Spargelstücke (ohne die Köpfe) dazugeben und etwa 5 min köcheln lassen. Danach die Köpfe dazugeben und weitere 5 min köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einem breiten Topf 2 El Olivenöl erhitzen. 1 Zwiebel fein würfeln und im Öl andünsten. 250 g Risotto-Reis (z.B. Arborio) dazugeben und anschwitzen.
Bevor Reis und Zwiebeln Farbe annehmen mit 50 ml Weißwein ablöschen und einkochen lassen.
Die Spargelstücke aus dem Sud nehmen und beiseitestellen. Den Spargelsud bei niedriger Hitze auf dem Herd stehen und weiter köcheln lassen, 1 Tl Gemüsebrühenpulver (Bio) unterrühren. Nun aus diesem Sud und dem Reis ein Risotto zubereiten, indem der Reis immer knapp mit Sud bedeckt wird und einkocht. Bei mir hat das etwa 20 Minuten gedauert.
50 g Bärlauch putzen und entstielen. Erst längs, dann quer in feine Stücke schneiden.
Sobald das Risotto gar ist den Spargel und den Bärlauch unterheben.
Frischen Parmesan je nach Geschmack darüber reiben und unterheben.
Kurz erwärmen, dann auf Teller verteilen und mit etwas frisch geriebenem Parmesan und einigen Bärlauchblättchen garnieren.


Rund ums Grillen

Was gibt es schöneres als bei angenehmen Temperaturen draußen zu sitzen und auch draußen zu kochen?
Ich freue mich jedes Jahr auf die ersten warmen und sonnigen Tage, die es einem ermöglichen den Grill anzuwerfen.
Ich liebe den Geruch von Holzkohle, das Knacken des Feuers und das Zischen der Speisen auf dem Grillrost.
Und wie im letzten Jahr, ging es auch dieses Jahr im April wieder bei uns los - die Grillsaison ist eröffnet!
Grillen ist für mich gemütliches Beisammensein mit Freunden. Schlemmen, Bier oder Wein trinken, die letzten Sonnenstrahlen des Tags genießen, Plaudern und Klönen. Was gibt es schöneres als Wochenabschluss vor dem Start in eine neue arbeitsreiche Woche.

Ich bin zwar kein Vegetarier, bin aber auch nicht der typische Fleischesser beim Grillen. 
Fackeln, Schweinebauch und Koteletts ist alles nicht wirklich meins. Nackensteaks esse ich mal ganz gerne, aber nur Bio und nur saftig und nicht zu trocken. Ich kann Knorpel, Fett und Knochen in Fleischstücken nicht leiden. Es verdirbt mir einfach die Laune ewig an einem Fleischstück rumsezieren zu müssen. Deswegen habe ich lieber selten ein saftiges Stück Rind oder Lamm auf dem Grill als etwas vom Schwein.
Auch Geflügel ist nicht so sehr meins. 
An Würstchen esse ich auch in der Regel nur frische grobe Bratwurst und Nürnberger - alles dazwischen schmeckt mir nicht wirklich.
Thunfischsteak hingegen ist was ganz feines, was ich im Sommer gerne mal auf den Grill haue und nur kurz von beiden Seiten braten lasse.
Halloumi mag ich sehr gerne, die Konsistenz und die Quietschgeräusche stören mich aber.
Klingt alles ziemlich wählerisch und kompliziert, oder?

Meine Welt ist jedoch eindeutig die der Beilagen.
Grillen ist für mich einfach mehr als bloßer Fleischverzehr.
Ich liebe Salate in jeder Form: Blattsalate mit leckerer Vinaigrette, dazu Tomaten, Mozzarella, frische Kräuter etc. Nudelsalate mit getrockneten Tomaten und Büffelmozzarella, Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln oder selbst gemachter Krautsalat - es wird diesen Sommer noch einiges von mir zu lesen geben.
Dazu frische Maiskolben vom Grill, mit selbst gemachter Kräuterbutter (dazu gleich mehr) bestrichen. Oder vorgegarte Kartoffeln in Folie aus der Glut mit Kräuterquark oder Bärlauchbutter. Vorbereitetes Antipasti-Gemüse mit reichlich Olivenöl und Knoblauch vom Grill. Oder Alufolienpäckchen mit Tomaten, Schafskäse und frischen Kräutern. 
Das ist meine Grillwelt.
Dazu frisches Brot (wenn mein Ofen nicht kaputt wäre, wäre mein Backstein wohl dauerhaft im Einsatz für frisches Baguette, Fougasse oder Focaccia) und diverse Dips und Saucen.

Für mich unerlässlich zum Grillen ist selbstgemachte Kräuterbutter - sowohl auf Fleisch als auch auf Brot immer ein großartiger Genuss.
Meine Kräuterbutter mache ich seit Jahren gleich und doch schmeckt sie immer anders, abhängig von der Menge und Auswahl der verwendeten Kräuter aus meinem Kräutergarten. Aber gerade das ist so reizvoll daran.



moey's Kräuterbutter 

250 g weiche Butter
1 Spritzer Balsamico bianco
2 Zehen Knoblauch
frisch gemahlenes grobes Meersalz
frisch gemahlener bunter Pfeffer
1 Bund Schnittlauch
1 Bund krause Petersilie
1 Bund Basilikum
3 Blättchen Salbei
2 Minzeblättchen
4 Blättchen Oregano
3 Stängel Thymian, davon die feinen Blättchen

Die weiche Butter in eine Rührschüssel geben, den Balsamico dazugeben, die Knoblauchzehen dazupressen, mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermengen.
Die Kräuter verlesen, waschen, trocken tupfen und auf ein großes Schneidebrett geben. Mit einem großen Messer oder Wiegemesser fein hacken.
Kräuter zur Butter geben und nochmals gut durchrühren. 
Ich verwende auch gerne einen Handrührer und mixe die Butter luftig auf.
In ein verschließbares Gefäß geben (Weck Einmachgläser machen sich gut auf dem Tisch) oder in eine Schüssel geben und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.
Die Butter hält sich auch einige Tage im Kühlschrank oder lässt sich gut portionsweise einfrieren (zur Rolle geformt oder in Eiswürfelformen).



moey's Bärlauchbutter 

10 Blätter frischer Bärlauch
100 g weiche Butter
1 Spritzer Zitronensaft
frisch gemahlenes grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Den Bärlauch längs in Streifen schneiden, dann fein hacken und mit den restlichen Zutaten verrühren. Bis zur Verwendung kalt stellen.
Lässt sich auch sehr gut aufbewahren.




Ebenfalls unerlässlich ist selbst gemachtes Aioli - das Rezept dafür folgt bestimmt auch bald ;-)


Wie sieht für euch der perfekte Grilltag aus?
Was gehört alles zum Grillen, was ist unerlässlich?
Und wer hat noch tolle fleischfreie Alternativen? 
Pilze vom Grill mag ich übrigens auch nicht...

Zurück mit Macarons im Gepäck

Freitag, 15. April 2011

Diesmal war ich leider eine Woche blogabstinent, weil ich beruflich in London unterwegs war.
Immerhin habe ich aber einige neue Anregungen bekommen und bin natürlich auch nicht ohne weitere Werke für meine Kochbuchsammlung zurückgekommen:

Martha Stewart's Cookies
Nigella Lawson: Kitchen - Recipes from the Heart of the Home
Les Petits Plats Francais: Irresistible Macaroons


Um das Cookie-Buch schleiche ich schon länger und habe es mir jetzt einfach mal gegönnt.
Die neue Nigella wurde vor kurzem in einem anderen Blog vorgestellt und Macarons ist auch so ein Trend, der ja mehr oder weniger an mir vorbeigegangen ist.
Bis heute!

Als erstes habe ich mich mal mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Dafür, dass ich eigentlich nicht wirklich für filigrane Sachen in der Küche geeignet bin und auch kein Küchenthermometer (außer für Fleisch) besitze, sind mir die Dinger erstaunlich gut gelungen.
Ich habe mich an ein Grundrezept im Buch gehalten, das ganze mit flüssiger pinker Lebensmittelfarbe gefärbt - Notiz an mich: Unbedingt endlich mal Pastenfarbe kaufen, nach dem Backen bleicht die Farbe total aus - und dann losgebacken.
Hat super geklappt! 
Dafür, dass ich schon von diversen Küchenunfällen gelesen habe, war das ganze ziemlich kinderleicht.



Gefüllt habe ich zweierlei: einmal mit weißer Schokoladenganache (350 g weiße Schokolade, 200 ml Sahne) und dann mit einer Mascarponecreme (frei Schnauze Mascarpone, Créme fraîche, Puderzucker, Vanilleextrakt und Lebensmittelfarbe).

Diese Dinger sind einfach unheimlich niedlich und schmecken echt gut!



Kokos-Cupcakes

Sonntag, 3. April 2011

Schande über mich, ich komme momentan einfach viel zu wenig zum Bloggen...

Trotzdem jetzt mal wieder was leckeres: Kokos-Cupcakes.
Nachdem ich mir endlich mal ein Mini-Blech für Mini-Muffins angeschafft habe, habe ich das Backen direkt mal mit einem meiner Lieblings-Cupcakes-Rezepten ausprobiert.


Für etwa 12 Minis:

50 g Butter und 50 g weiße Kuvertüre langsam schmelzen und wieder abkühlen lassen.
1 Ei zusammen mit 50 g Zucker aufschlagen und zu einer glatten Creme rühren, dann die Buttermischung unterrühren.
50 g Mehl mit 50 g Kokosflocken (ich hatte gesüßte amerikanische, deswegen vielleicht die Zuckermenge erhöhen, wenn normale verwendet werden) mit 1/2 Tl Backpulver mischen und alles zusammen zu einem homogenen Teig verrühren.
Teig auf die Mini-Förmchen verteilen und ca. 15 Minuten bei 175 °C Ober- und Unterhitze (150 °C Umluft) backen.

Für das Frosting 100 g Philadelphia mit 50 g Puderzucker und 50 g Kokosraspeln cremig aufschlagen und auf die Cupcakes aufspritzen.



 

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